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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Youtube

Safari – Match Me If You Can

Safari – Match Me If You Can wird als Filmpremiere auf dem Filmfest München gezeigt: Die Presse stöhnt, das Volk feiert den .trailer in den Kinos ab und freut sich ab Donnerstag dann endlich auf den Filmstart.
Ich hab den Film tatsächlich schon 3x gesehen. Und werde sicherlich noch einmal reingehen. Das heißt?
Irgendwas ist an dem Ding dran, das geil ist. Natürlich ist dieser Film sehr “speziell” und fordert dem Intellekt einiges ab, um hier wahrhaftig seine Freuden ausleben zu dürfen. Man muss sich irgendwie kriechend in diese Schublade von Movie bewegen und stellt dann sehr schnell fest, dass da drin eine wunderbare Welt existiert, die es zu erforschen gilt und die einiges für die Zwerchfellbearbeitung bereit hält – und mit Sicherheit auch in einem gut gefüllten Kinostart-Premierensaal richtig Laune bereitet.
Dieses Band der Korrelationen zwischen den einzelnen Personen in einer Harmonie moderner Digital-Weltabbilder gedichtet zeugt einerseits von Wissen über die Zustände einer Generationengesellschaft heutiger Zeit, und erfreut andererseits an einem exzellenten Plot mit herrlich schrägen Charakteren, die so manchen Zuschauer an eine seiner Freunde denken lässt. Kurzum: Das Ding zündet.
Als München-Verliebter bin ich natürlich von dem in meiner Herzensheimatstadt gedrehten Film noch ein Stück weit mehr begeistert. Auffällig: Auch Sebastian Bezzel muss sich langsam darum kümmern, die gleichen Hürden wie Elyas M’Barek zu überwinden und sich schauspielerisch behaupten, um nicht auf alle Zeit in seiner Eberhofer-Rolle in den Köpfen der Menschen gefangen zu bleiben. Irgendwie sieht man die ganze Zeit nur den Kommissar in ihm, auch wenn er in diesem Film eine ganz andere Rolle hat.
Wer also auf diesem Humor-Niveau einiges aushält, der wird einen vergnüglichen Kinoabend erleben.
 

.kinoticket-Empfehlung: Man muss sich darauf einlassen, dann hat man auch wirklich Spaß dabei.
Auch wenn der .trailer einen nicht so richtig angesprochen haben mag: Das Ambiente ist sehr wohl das gleiche, der Film liefert aber im Zusammenhang wesentlich mehr Charme und Unterhaltung ab und ist definitiv einen Kinobesuch wert – nutzt am besten die besser besuchten Start-Premieren auf 🙂

 
Nachspann
✅ den sollte man mitnehmen, sonst gehen einem einige Jokes verloren.
Kinostart: 30. August 2018

The Cleaners

Dieses Mal ist es ganz einfach: Beantworte folgende Fragen. Falls du bei einem (oder mehreren) Punkten mit “ja” antwortest, dann ist dieser Film für dich Pflicht!

  • Hast du ein Smartphone?
  • Bist du bei Facebook registriert?
  • Nutzt du Twitter?
  • Schaust du hin und wieder (oder regelmäßig) auf YouTube Videos?
  • Nutzt du Instagram?
  • Nutzt du generell soziale Netzwerke?
  • Folgst du auf irgendeiner Plattform Freunden?
  • Hast du dir Ausschnitte eines Lebens schon mal in einer Timeline oder Wall angesehen?
  • Kennst du Menschen, die soziale Netzwerke nutzen?
  • Hast du vom Datenskandal auf Facebook gehört?
  • Hast du schon mal etwas von der Einflussnahme sozialer Netzwerke auf unsere Gesellschaft gehört?
  • Kennst du den Namen “Mark Zuckerberg“?
  • Sagt dir Google etwas und nutzt du deren Online-Angebote manchmal?

Solltest du eine dieser Fragen da oben mit “ja” beantworten, dann stehst du in der Pflicht! Dann bist du mit verantwortlich! Dann bist du Teil von etwas, das der Menschheit längst über den Kopf hinausgewachsen ist – ein entfesseltes Monster, dass es wieder zu bändigen gilt!

In den letzten Tagen und Wochen ist ein Konstrukt durch die Medien gegeistert, von dem diejenigen, die sich nicht aktiv mit Medien, IT und der Macht dahinter beschäftigt haben, vielleicht nicht viel verstanden haben.

Wieder einmal gilt nämlich: Worin Politik, Medien und öffentliche Personen glorreich versagt haben, obsiegt einmal mehr die Leinwand, indem sie eine Filmproduktion zulässt, die jedem Menschen diese Dinge beispielhaft und einleuchtend erklärt.

Es geht um ein Phänomen, von dem kaum einer etwas mitkriegt, weil diesen Personen unfassbare Bürden aufgelegt werden – wie die, über ihre Tätigkeiten schweigen zu müssen … was nun mutige Filmemacher recherchiert und enthüllt haben: Die schmutzige Dreckwäsche der Communities, in denen wir alle uns mehr oder weniger täglich rumtreiben und von dem Gebaren vordergründig kaum etwas mitkriegen.

The Cleaners heißt zu Deutsch: “Die Säuberer” – und dieses Wort allein löst schon eine schmutzige Affirmation aus: Ethnische Säuberungen, brutale Aktionen, Etwas, wo man am liebsten schnell wegschauen möchte, weil es mit Sicherheit irgendetwas Ekelhaftes im Hintergrund birgt.

Dieses Ekelhafte ist der Mensch. Das, was Menschen tagtäglich auf sozialen Plattformen hochladen, was von Facebook sozialgenormt als “hatespeech entfernen” in den Medien salonfähig gemacht wurde. Was so “normal” und wie eine gesellschaftliche Pflicht klingt, ist in Wirklichkeit ein hässliches Geschäft, dass auf dem Rücken weniger ausgetragen wird und enorme Risiken birgt, die eine Grundsatzdiskussion auslösen MÜSSEN!

Leute, um diese Pflicht können und dürfen wir uns nicht mehr drücken: Die Inhalte dieses Films MÜSSEN in den Medien und der Öffentlichkeit, in Schulen, Universitäten diskutiert werden, ja – dieser Film sollte zur Pflichtlektüre werden, bevor man sich als Anwender jemals an ein Smartphone setzen und dieses benutzen darf.

Ich appelliere hier ganz stark an die öffentlich-rechtlichen Medien, von ihrer Reichweite und Gebührenstärke unabhängig von der Quote Gebrauch zu machen und diesen Film breitflächig durch das Programm zu jagen – wieder und wieder – und all diejenigen zu erreichen, die es bislang noch nicht in den Kinos gesehen haben, solange der Film dort läuft.

Diese Botschaft hat nichts mehr damit zu tun, dass jemand hier Geld verdienen will oder man einfach nur “eine Geschichte” erzählt, diese Botschaft grenzt von ihrer Wichtigkeit her an die Grundprinzipien des Menschen, deckt Abgründe auf, in die wir uns alle mit Scheuklappen verrennen und elendig darin zugrunde gehen, sofern wir uns nicht aktiv diesem Thema annehmen und uns alle endlich darüber klar werden, was da eigentlich im Hintergrund gespielt wird – und wieso!

Das hat auch nichts mehr mit “Facebook” allein zu tun oder mit sozialen Netzwerken. Selbst wenn du kein Handy hast, kein Account auf dem Blauen Riesen besitzt, dich vehement dagegen weigerst, ein Smartphone zu besitzen und zu bedienen, aber deine Freunde oder Familie tut es: Deine Pflicht ist hier genauso, sie mit diesem Film zu konfrontieren und zur allgemeinen Debatte beizutragen, damit endlich Aufklärung in diese dunklen Bereiche kommt und die Menschen wissen, WAS sie da in den Händen halten.

Hier gehört Schulung her, hier gehören Menschen her, die mit klugen Gedanken eine Gesellschaft unterrichten und die Kompetenz in jedem einzelnen herstellen, der bereits ein Smartphone besitzt und diese Netzwerke ständig nutzt.

Die jahrelang versäumten Informationen, die aus dem “Was ist das überhaupt? Das braucht doch kein Mensch” ein Medium entwickelt haben, von dem heute viele süchtig sind und ohne das viele nicht mehr leben können, gehören endlich in die breite Öffentlichkeit, damit jeder, der dort drin agiert, endlich selbstbestimmt und verantwortungsbewusst postet und derartige Aktionen nicht mehr in den digitalen Hinterzimmern durchgeführt werden müssen, sondern endlich transparent und vom Bürger verständlich in die Primetime von ARD und ZDF gespült werden, damit diejenigen, die zu dem Zeitpunkt nicht schauen, spätestens in die Wiederholungen in den Dritten reinschalten, weil es vom Ersten in einer Primetime ausgestrahlt wurde und daher wichtig sein muss!

Letztendlich liegt die Verantwortung nämlich allein bei uns – den Anwendern – die ihr Verhalten und ihre Sichtweise mit eigenen Gedanken bespielen müssen, damit nicht mehr das Netz das alleinige Medium bleibt, dem man Glauben schenkt, sondern das eigene Hirn das zentrale Organ wird, mit dem ein objektives Bild hergestellt wird und manche (viele?) Dinge vorerst in Frage gestellt werden.

Und bevor jetzt der ein oder andere Angst kriegt, dass dies wieder so eine aufmerksamkeitsheischende Hetzjagd auf soziale Netzwerke wird: Dies ist es nicht. Dieser Film versteht sehr gut die Bedürfnisse und zeigt genauso auf, wie wichtig diese digitalen Einrichtungen sind. Hier werden keine Pauschalurteile gesprochen, sondern immens wichtige Punkte angerissen und Dinge aufgezeigt, die zum Alltag (!) dieser Netzwerke gehören und die einfach nicht länger ignoriert werden dürfen!

.kinoticket-Empfehlung: Der Film feierte im Rahmen des DOK.fest in München seine Deutschlandpremiere und startet am 17. Mai 2018 regulär in den Kinos.

Seit diesem Zeitpunkt kann niemand mehr behaupten, er “habe ja nichts davon gewusst”, sondern es gehört zu eurer bürgerlichen Pflicht, diesen Stoff zu konsumieren und zu verstehen – und lautstark dafür zu protestieren, dass diese Diskussion endlich von den Medien sachlich aufgegriffen wird, in Schulen und Universitäten verbreitet und flächendeckend die Menschen darauf aufmerksam gemacht werden, wie wir alle in Zukunft mit so etwas umgehen müssen.

Die Zeit des Wegsehens ist vorbei und Ausreden gelten dabei auch nicht: Wer sich den Eintritt ins Kino nicht leisten kann, für den werden TV-Ausstrahlungen zur Verfügung stehen, wo er sich spätestens darüber in Kenntnis setzen kann, was dieser Film zu berichten hat.

Und ja, hier ist nichts gefaked, sondern es ist ein Enthüllungsfilm, der unter enorm schwierigen Voraussetzungen gedreht wurde und bei dem einige Menschen ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um uns an diese Informationen gelangen zu lassen. Also zollt ihnen gefälligst den Respekt dafür, den sie verdient haben!

Ich weiß: Die Konkurrenz diese Woche ist riesig – aber die Message dieses Dokumentarfilms ist um Welten wichtiger!

Nachspann
❌ Raus zu den anderen und darüber reden! Tauscht euch darüber aus. Diskutiert auf den Schulhöfen, in den Klassen, mit euren Lehrern, in Apple-Stores und Handyverkaufsgeschäften. Auf der Straße. Einfach überall darüber, was hier abgeht. Den Nachspann braucht ihr dafür nicht abwarten.

Kinostart: 17. Mai 2018

Original Title: The Cleaners
Length: 85 Min.
Rated: FSK 16

Und das sagen andere zu diesem immens wichtigen Film:
Programmkino.de: https://www.programmkino.de/content/Filmkritiken/the-cleaners/
ARD-Sendung Stilbruch: http://www.ardmediathek.de/tv/Stilbruch/The-Cleaners-Doku-über-die-digitale-/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3914800&documentId=49763856
Variety.com: http://variety.com/2018/film/reviews/the-cleaners-review-1202673932/ (englisch)
Puls im BR: https://www.br.de/puls/themen/popkultur/interview-macher-the-cleaners-100.html


Userstimmen: Wenn ihr auch in diesem Beitrag gelistet und verlinkt werden möchtet, schreibt einfach eine kurze E-Mail mit eurem Blog/Artikel und einem Link dazu an meine E-Mail benjamin@directbox.com – ich werde eure Beiträge sichten und gerne mit einpflegen. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich so viele Menschen wie möglich mit diesem Thema auseinandersetzen und wir denjenigen Gehör verschaffen, die so etwas im Namen dieser Konzerne durchleiden müssen.

Gerne freue ich mich auch über Backlinks: Let’s spread the world!

Heilstätten

Um mal eines vorweg zu nehmen: Heilstätten ist für mich DER Hoffnungsträger für die Zukunft, weil er in meinen Augen eigentlich alles richtig gemacht hat!
Beworben mit “YouTubern” in einem .trailer, der eigentlich schlechter nicht sein kann und dem Kinoliebhaber schon von vornherein die Laune auf den Film vermiest, erwartet man als Zuschauer dann auch nichts weltbewegendes mehr. Soweit, so … gut. Denn der .trailer offenbart rein gar nichts über die großartigen Schachzüge, mit denen der Film anschließend aufwartet. Genau so sollen Filmvorschauen sein und nicht, wie es aus Hollywood bekannt ist, dass man die Story in 3 Minuten zusammengefasst bereits inklusive aller Twists aus dem Anriss kennt.
Desweiteren wirft der Film viele Fragen auf und beginnt, sie zu beantworten. Er feiert YouTuber nicht als die absoluten Helden oder Loser ab. Über die schwierige Konstellation zwischen VoD-Anbietern und Kino habe ich mich ja schon zu Hauf ausgelassen und YouTube gehörte anfangs definitiv zu den belächelten Spinnern, die niemals ernstzunehmenden Content bieten können.
Mittlerweile sieht das anders aus – so anders, dass nicht wenige komplett davon leben können. Und auch, wenn auf YouTube immer noch viel Mist produziert wird (und Klicks kassiert), kann man dazwischen dennoch hochwertigen Content finden und konsumieren. Das Problem ist also nicht die Plattform, sondern liegt wo völlig anders begraben.
Und dieser Materie nimmt man sich in Heilstätten sehr medienwirksam an und erfährt auf einmal eine Annäherung zwischen dem elitären und unangefochtenen Kino und dem einst belächelten YouTube auf eine Art und Weise, die mich als Horrorfan wahrhaftig begeistert hat.
Angst? Jap – die Stimmung ist teilweise so stark, dass auch mir oft die Gänsehaut auf dem Körper stand. Man hat endlich mal wieder die richtigen Register gezogen und damit im Film einige “What the…”-Momente erzeugt.
Die Darsteller spielen sehr überzeugend und bringen auch das YouTuber-Feeling sehr gut rüber. Doch nicht nur da, sondern auch an kritischen Stellen und den Twists hat man ordentlich angesetzt und den Zuschauer wohl kaum enttäuscht.
Dass der Film hierzulande endlich mal richtige Filmförderung erfahren hat, zahlt sich also aus und ich finde es persönlich dann ungerechtfertigt, sich darüber aufzuregen, dass dies in den USA z.B. bei Blair Witch Project auch ohne geklappt hat. Im Gegenteil: Endlich sieht man, dass es Wege und Möglichkeiten gibt, um die Konkurrenzkämpfe zu beenden und gemeinsam hochwertigen Content zu produzieren, der die Zuschauer nicht enttäuscht und auf beiden Seiten für Gewinne sorgt und damit eine allumfassende Win-Win-Win-Situation erschafft.
Was mich zu einem weiteren Kritikpunkt der Presse führt: Die Location. Tatsächlich haben hier in Kriegszeiten unverzeihliche Verbrechen stattgefunden und dem Ort wird dadurch paranormale Aktivität nachgesagt, da es angeblich dort spuken soll.
Was ziemlich lächerlich klingt, wird im Film sehr ernstzunehmend umgesetzt und die erwartete Entweihung wurde in meinen Augen eher durch respektvollen Umgang mit der Anstalt und immer wiederkehrenden Mahnungen ersetzt.
Wer sich jetzt also darüber mokieren möchte, dass eine heilige Stätte für Dreharbeiten verunstaltet wird, der hätte dies bereits bei Gore Verbinskys A Cure for Wellness tun müssen, der ebenfalls in Heilstätten gedreht wurde. Und bei Monuments Men – Ungewöhnliche Helden hat man auch keinerlei Beschwerden gelesen.
Für mich sieht das eher danach aus, dass man nun öffentlichkeitswirksam damit beginnt, Lost Places als Filmelement auszuloten, da der offensichtlichste aller Filme – Lost Place – damals schon kaum Aufmerksamkeit erfahren hat und an sich auch nicht wirklich so berauschend gut war. Genau das kann man weder von A Cure for Wellness noch von Heilstätten sagen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Freut euch auf den 22. Februar, denn ab dann darf sich im Kino endlich wieder gegruselt werden und auch allen Handyliebhabern wird endlich wieder ein Anreiz geboten, in die wahrhaften Lichtspielhäuser zu gehen.
Für mich macht Heilstätten alles richtig – angefangen von der PR über die Story, die Twists sowie hinter den Kulissen mit Filmförderung und Drehortauswahl: Die Show funktioniert und liefert erstklassige Ergebnisse.
Über alles andere kann man streiten – und das hättet ihr ohne den Film dann schließlich auch nicht getan. Also Abflug in die Kinos, denn dieser Titel ist in meinen Augen der erste Versuch, YouTube auf die Leinwand zu bringen, der wirklich geglückt ist.

 
Nachspann
hält keine Überraschungen mehr parat.
Kinostart: 22. Februar 2018

Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand

Das Thema Alter ist für viele Menschen nicht unbedingt mit positiven Assoziationen verbunden. Daher ist es auch nicht wenig erstaunlich, dass bereits im Büchermarkt der Vorgänger dieses Films ein Bestseller wurde, da viele Menschen durch die aufgeweckte und lustige Art des Hauptdarstellers inspiriert und zu ein wenig mehr Leichtigkeit im Leben eingeladen werden.
Die Fortsetzung dieses Films basiert diesmal nicht auf einem Buch, sondern entspringt aus dem Enthusiasmus und der Begeisterung der Regisseure über das Universum des alten Mannes. Die beiden haben sich hingesetzt, und eine Fortsetzung gesponnen, die seine Geschichte glaubwürdig weitererzählt. Dabei die richtigen Nuancen zu treffen und den Schauspielern zu sagen, dass sie nicht witzig sein sollen, obwohl sie in einer Komödie sind, war sicherlich eines der schwierigeren Aufgaben. Denn der Film mutet genau in diesem Stil an: er besticht durch seinen unterschwelligen Humor und seine herzensgute und bodenständige Art, die keineswegs abgehoben oder super speziell ist.
Man verliebt sich sofort wieder in die alten Charaktere, hat jede Menge Spaß bei den neuen Abenteuern und beschäftigt sich eingehend mit der Planbarkeit des Lebens. Zu sehen, wie dieser alte Mann von einem Abenteuer ins nächste stürzt, macht nicht nur vor der Leinwand richtig Spaß.
Mit seinen 101 Jahren ist Allan Karlsson mit Sicherheit nicht nur eine Inspiration und Vorbild für die ältere Generation, sondern die liefert auch genügend Lebensenergie für Junggebliebene.
 

.kinoticket-Empfehlung: Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand liefert beste Unterhaltung, wartet mit spritzigem, unterschwelligem Humor auf und entführt erneut in die skurrile Welt eines über 100-Jährigen.
Das Anschauen macht Spaß, es gibt jede Menge zu lachen, und man hat als Zuschauer garantiert einen unterhaltsamen Abend.

 
Nachspann
Nach der Schwarzblende darf man aus dem Saal verschwinden, hier kommt nichts weiter mehr.

Bruder vor Luder

“Dafür musst du besoffen sein, und zwar so richtig – und selbst nicht mal dann würden mich 10 Pferde hier rein kriegen… Wer kann sich nur so was anschauen? So viel Bier kannst du gar nicht trinken, um das zu ertragen!” – um mal das Personal zu zitieren, das sich mit sich selbst unterhielt, als ich den Kinosaal wieder verließ.
Ganz ehrlich? Das Phänomen YouTube geistert an mir auch 2016 immer noch vorbei – ich kann diesem ganzen Clip-Wahnsinn und den semiprofessionellen Marktschreiern der Moderne nichts abgewinnen. Beauty-Tipps hin oder her – wie man mit so viel Gülle (Entschuldigung) auf seinem Twitter-Account so viele Follower anzieht, die einem den Pseudo-Fame-Titel verleihen – ich weiß es nicht. Ich versteh es nicht und werde es auch nie verstehen.
Und dennoch leben wir in einer Zeit, in der diese Pracht meisterlichen Könnens (man möge mir meine Ironie vergeben) auf der gesellschaftlichen Bühne steht und weitreichende Folgen nach sich zieht. Girls, die schreiend vor Glück in Ohnmacht fallen, weil irgendwelche singenden Buben an ihnen vorbeihuschen und sie schräg von der Seite anlächeln … oder war’s jemand ganz anderes, der im Hintergrund von einem platziert ist? Tut mir leid, ich werde schon wieder ironisch.
Aber ich denke, ihr habt nun ein ganz gutes Bild von den Erwartungen, die in mir brodelten, als ich mir – notgedrungen – Bruder vor Luder im Kino angesehen habe.
Und ich könnte mich dafür verfluchen, diesen Film an dieser Stelle nicht zu verreißen. Denn ehrlich gesagt, schaffe ich das nicht. Wieso?
Heiko und Roman Lochmann haben hier mit Hilfe einiger Profis etwas auf die Füße gestellt, das mich in vielen Punkten überraschenderweise echt begeistert hat. Und ich rede hier nicht von der oberflächlichen Geschichte, die von der Presse als vorhersehbar und wendungsarm beschrieben wird – damit mögen sie Recht haben.
Nein, ich rede zum Beispiel von der Herkunftstreue, denen sich die beiden Hauptdarsteller verschrieben haben. Der Film hat seinen ganz eigenen Humor, der sich nicht mit dem Medium “Kino” zu vergleichen versucht, sondern offensichtlich und ehrlich (und Ehrlichkeit ist eine Tugend, die heutzutage auszusterben droht!) damit umgeht, womit die Lochis groß geworden sind.
Und somit schaffen sie für mich den Sprung weg von ihrer Semiprofessionalität und kredenzen einen Film, der YouTube weit hinter sich lässt und überdeutlich aus den Fehlern von Otto WaalkesKartoffelsalat – Nicht fragen! gelernt hat.
Heiko und Roman stellen sich dem Phänomen der Neuzeit und arrangieren sich im Drehbuch mit ihrer Scheinbekanntheit auf selbstironische Weise und vervollkommnen damit eine Form selbstkritischer Betrachtungsweise, die mich ebenfalls echt überrascht hat. Kein Rumgepose, kein “Weg da, jetzt kommen wir”, sondern sich selbst auf die Schippe und die ganze Kiste nicht ganz so ernst zu nehmen … gekonnt zu Papier gebracht!
Desweiteren hat Constantin Film im Hintergrund extrem hervorragende Arbeit geleistet. Dieses Label hat ja in jüngster Vergangenheit schon oft seinen Sinn für Feinfühligkeit bewiesen und einige Filme auf den Markt geschmissen, die dafür sorgen, dass sich Deutschland international nicht ausschließlich blamiert, sondern gezeigt, dass auch deutsche Künstler etwas von ihrem Tun verstehen.
An dieser Stelle sei diesen Herren und Damen mal mein größter Dank ausgesprochen – macht weiter so und hievt das deutsche Kino endlich auf internationale Standards hoch, so dass wir hierzulande nicht mehr ausschließlich auf die Kunst amerikanischen Könnens angewiesen sind, sondern selbst rühmliche Werke produzieren, an denen sich der Kinogänger erfreuen kann.
Ganz und gar unrühmlich verhalten sich die Drehbuch-Lochis, denen ihre Pseudobekanntheit zum Verhängnis wird und die sich – ganz im Stil der alten Schule – auf die Suche nach dem richtigen Weg in punkto Fragen machen, denen sich jeder Jugendliche im Laufe seines Lebens einmal stellt.
Und auch hier haben die beiden bei mir ziemlich hoch gepunktet, denn das Verhalten hat Vorbildcharakter. So irre platt und vorhersehbar der ganze Kruscht ist, so beeindruckt war ich von der unterschwelligen Ästhetik, die sich in den Rollen der beiden widerspiegelte. As said: Kein Gepose, keine absurden Insider, die Nicht-YouTuber nicht verstehen, sondern einfach nur anständiges Verhalten gepaart mit einer neuen Form von Humor, die hoffentlich bald Schule machen und ihre Hochblüte auch in anderen Filmkunstwerken widerspiegeln wird.
Und als Rahmenverpackung bleibt immer noch der Filmtitel-Slogan, der hier eben nicht nur einen ihrer Songs tituliert, sondern für sich selbst eine Botschaft darstellt, der man seine Beachtung zukommen lassen sollte: Nichts ist wichtiger, als das Zusammenhalten von Brüdern in einer Welt, die vor Konsumrausch und Hetze in ihrer hausgemachten Absurdität ertrinkt.
Und diese Message, der sich die Drehbuch-Lochis immer wieder ergeben, ist Gold in der Kehle cineastischen Vergnügens. Gepaart mit ein bisschen YouTube-Charme, stereotypischen Übertreibungen und hammermäßigem Können in punkto Produktion ergibt Bruder vor Luder ein Werk, dass – und ja, ich schreibe es hier wirklich! – ich mir sogar ein zweites Mal ansehen würde, ohne dabei kotzend aufs Klo rennen zu müssen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Man darf seine Zweifel ruhig äußern, nachdem man den Trailer gesehen hat und scheinbar im Loch stumpfsinnigen Schwachsinns ersäuft.
Danach sollte man sich bei den Eiern packen, ein .kinoticket lösen (man kann den Titel dem Verkäufer ja leise übermitteln ;-)) und sich den Film mal anschauen. So mies ist der nämlich nicht, wie im Trailer suggeriert wird. Ganz im Gegenteil: Hier wird mit einem subtilen Humor gearbeitet, der genügend Freiraum lässt, um unterschwellige Botschaften zu übermitteln während das Verhalten der beiden durchaus Vorbildcharakter aufweist.
Kurz gesagt: Dieser offensichtlich platte Film hat es sogar geschafft, dass ich (und einige meiner Leser übrigens auch) ihn sich sogar ein zweites Mal antun würden. Und dafür braucht man einiges, um diesen inneren Wunsch bei mir auszulösen.
Also überseht die schlechte PR, nehmt euch ein Herz und schaut ihn euch einmal an – so enttäuscht, wie ihr es erwartet, werdet ihr nämlich gar nicht.

 
Nachspann
Nicht rausrennen, sitzen bleiben! Zum einen kann man beim Soundtrack mit den Händen noch ein bisschen mit tippeln, zum anderen kommt da noch was – und ihr gehört am Schluss zu denjenigen, die wissen, was da noch kommt und sagt nicht “Hups, ich geh immer schon beim Nachspann aus dem Kino raus.”

Kartoffelsalat – Nicht fragen!

Wer den Trailer gesehen hat, wusste, worauf er sich einlässt. Wer nicht, wird sich wohl kaum per Zufall in einen Film wie diesen verirren.
Mit Kartoffelsalat erleben wir eine neue Form von Kino, die sich vom glamourösen Blockbuster-Erlebnis verabschiedet und Platz für die Stars des Alltags bereitet. Nicht umsonst spielen hier viele Youtube-Größen eine entscheidende Rolle.
Genauso abstrus ist auch der Humor gehalten, den man hier vorgesetzt kriegt. Nichts, was einen an würdige Studios mit Eleganz und Größe erinnert, sondern der ganz persönliche, häusliche Charme eines durchtriebenen Youtube-Channels, der mit ausgefuchsten Ideen um die Ecke kommt und unterhalten möchte.
Die Sachen nicht nur beim Namen zu nennen, sondern in übertriebener Manier zu zeigen ist nicht nur ein Stilmittel, auf das oft zurückgegriffen wurde. Die Vielfalt an versteckten Gags, die sich teils ungenannt, teils wirklich in den hintersten Winkeln an den Wänden oder sonstwo äußerten, ist fast unübertroffen.
Die Geschichte hommagiert nicht nur eine Serie oder Film, sondern zieht ihre Bahnen durch klassische Blockbuster, die wirklich jeder kennen dürfte und parodiert sie auf angenehme Art und Weise. Und genauso blöd, wie der Film daherkommt, genauso unterhaltsam ist er auch und sorgt für ein paar Minuten Kurzweil.
Alles in allem ein ganz gelungenes Stück Arbeit, dass sich der geneigte Kinogänger ruhig einmal zu Gemüte führen darf, wenn er sich für die Entwicklung des Films im 21. Jahrhundert interessiert oder einfach mal stupide, banal und vor allem semiprofessionell unterhalten werden will. Ich für meinen Teil bin gespannt, wohin die Reise geht. Was hier geboten wird, sind definitiv Nachwuchskünstler, die das Niveau des deutschen Films in den kommenden Jahren sicherlich auf eine neue Stufe heben könnten. Lassen wir uns überraschen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Nicht nur für Fans der im Trailer genannten Flut an Youtubern ein Gaumenschmaus, sondern auch für Leute interessant, die sich einfach mal platt unterhalten lassen möchten.
Was hier geboten wird, ist nicht nur Dummfug und Blödsinn, sondern ernstzunehmende Filmkultur, die den Zeitgeist des modernen Filmemachens ein wenig widerspiegelt. Die Gags sind bewusst übertrieben und ironisch, der Blick galant selbstkritisch und das Werk als solches eigentlich mit Applaus zu versehen, wenn man bedenkt, wer dahinter steckt.
Respekt in der Hoffnung, dass es in Zukunft weiter geht und das deutsche Kino mit viel Ideenreichtum, Frische und neuem Zuwachs gesegnet wird. Vielleicht werden Leute wie ich ja eines Tages sogar Fans von deutschen Filmen …

 
Nachspann
ist so schön “integriert”, dass man sowieso nicht vorher daran denkt, aufzustehen und zu gehen. Wann ihr den Saal verlassen dürft, kriegt ihr schon gesagt 😉

Unknown User

Die Wartezeit, bis der Film endlich anlief, war für mich teilweise unerträglich. Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass wir jetzt endlich wieder mal einen coolen Horrorfilm zu sehen kriegen, bei dem man nicht unbedingt enttäuscht wird.

Tja – ich sitze also gemütlich mit ein paar weiteren erwachseneren Persönchen im Kinosaal und werde von den kommenden Massenphänomenen in Form von billigen Trailern wieder tief runter auf den Boden gezogen.

Dann der Universal-Schriftzug, der auf einmal wie in einem hängengebliebenen Flashvideo verpixelt, abbricht und tonlich zusammenraucht. Fulminanter Start einer Story, wie sie im Buche steht.

Wer bisher keine Angst vor dem Internet hatte, der hat sie spätestens nach diesem Film. Netzaffine Typen, die sich ein wenig mit der Materie auskennen, dürften bei den gezeigten Szenen ein kleines Gefühl von heimischer Netzkultur erleben, denn der Streifen ist nicht nur eine einzige Hommage an die Funktionalität von Apple-Produkten und -software, sondern auch eine ganz neue Form des Horrors, der auf den Leinwänden erblüht.

Gott, ich saß drin – hab teilweise kaum mehr geatmet und einfach gebannt auf die Leinwand geschaut. Irgendwie gafft man sowieso 83 Minuten lang nur auf ein Display und lebt dadurch unbewusst so richtig schön einen Voyeurismustrieb aus, dem man sich die ganze Zeit über gar nicht so recht bewusst ist. Und es macht riesigen Spaß!

Dabei können selbst kleine Feinheiten, die man aus dem Chatter-Alltag nur zu gut kennt, zu einem stilistischen Höhepunkt mutieren, der einem wahrhaft die Gänsehaut auf den Rücken treibt. Wer kennt das nicht, wenn sein Gegenüber in einer panischen Situation auf einmal nicht mehr reagiert und sich sonst was für Szenen im Kopf abspielen? Eben jene Angstform wird hier auf den Höhepunkt und in Form einer Skype-Show bis zum blutigen Ende getrieben.

Die unterschwellige Kritik, derer man sich als ein Hauptaugenmerk des Films bemächtigt, zieht sich anfangs noch dezent, später dann stärker durch die Laufzeit hindurch und gipfelt schließlich in einer unvergebenen, bislang nicht dagewesenen Skurrilität, die seinesgleichen sucht.

Überhaupt ist es erstaunlich, mit welchem Maß an Beherrschtheit man hier mit den einzelnen Elementen des Films spielt und als Zuschauer sozusagen Gast einer Echtzeit-Show ist, die sich einzig und allein im Zimmer der Hauptprotagonistin abspielt – und jede verdammte Sekunde spannend ist, dass es einen manchmal förmlich zerreißt. DAS ist für mich wahres Meisterkino, denn hier wird nicht mit billigen Tricks und Effekten gearbeitet, sondern an den Stellschrauben der Angst in den Köpfen der Zuschauer gespielt und Gruselfeeling erzeugt, dass einem Hören und Sehen vergeht.

Und ja, der Film hat eine FSK 12 Freigabe (auch wenn ich die in wenigen Sekunden des Films leicht anzweifle), und strömt daher nicht mit Blut, Gedärmen und anderem Quatsch durch die Gegend, sondern richtet sein Augenmerk gezielt auf Psycho-Effekte (und die wurden in der Ära des Kinos ja noch nie extrem bewertet – siehe Der Exorzist [FSK 16]).

Man soll es kaum glauben, aber auch beim zweiten Mal sehen, wo man dann schon alles kannte, gab es wieder diese Momente, in denen mir die Gänsehaut über den Rücken krabbelte und ich jubilierend genoss, was mir geboten ward.

So – meine Damen und Herren – geht hervorragende Unterhaltung auf Meisterniveau – und alles, was man dafür braucht, ist ein PC, Skype, Youtube, ein paar Websites und eine Kamera zum Draufhalten.

Und nein, derartiges spielt sich im echten Facebook niemals in dieser Form ab, aber genau das treibt einem die Schauer durchs Gehirn, denn wer sagt denn, dass es nicht doch passieren könnte? Dieser Moment, an dem man merkt, dass man eben doch nicht die absolute Kontrolle über das hat, was man postet …

.kinoticket-Empfehlung: Solltet ihr im Besitz eines Handys, Skype, PCs, Laptops, Youtube-Accounts oder ähnlichem sein, ist das euer Film.

Genial, was man aus den modernen Kommunikationsmedien gemacht hat und mit welcher meisterlichen Brillanz man hier die einzelnen Komponenten des bekannten Internet-Alltags zu einer virtuosen Studie des Grauens zusammengefügt hat.

Zwar endet die Zählung in einer listenartigen Abarbeitung unvermeidbarer Notwendigkeiten, jedoch tut dieses Manko dem Komplettwerk keinen Abbruch, denn auf die Auflösung kommt es meiner Meinung nach dann gar nicht so richtig an.

Endlich (und ich hatte es schon wochenlang im Gefühl) mal wieder ein Film, der Horror-Liebhaber nicht enttäuscht, sondern brillant unterhält und bis zum Ende an Spannung kein Stück nachlässt. Daumen hoch – 

.kinoticket holen und rein! Rein Rein Rein Rein! 😉

Nachspann
❌ Das erste Lied ist cool, erweiterte Szenen oder Fortsetzungen werden keine angedeutet (und die sind – seien wir ehrlich – auch nicht notwendig). Dieser Film ist in sich stimmig und endet so, wie es sein soll.

Kinostart: 16. Juli 2018

Original Title: Unfriended
Length: 83 Min.
Rated: FSK 12

The DUFF – Hast du keine, bist du eine

Ich muss gestehen: Schon beim Intro glänzte ein breites Grinsen in meinem Gesicht, denn ich konnte es kaum fassen, diesen Film bereits lange vor Kinostart erleben zu dürfen.
Schon bei den Trailern gab man uns einen Vorgeschmack auf das, was noch bevorsteht (Stichwort: Kung Fu Panda 3). Und auch die restliche Zeit hatte der komplette Saal geschlossen so richtig viel Spaß.
Dieser Film behandelt Klischees in äußerster Güte, ohne dabei selbst eines zu sein. Schön an die Moderne angepasst trifft er genau den Geschmack der jungen Generation und unterhält auf einem herrlich schmierigen Niveau, an dem sowohl jung als auch alt ihre Freude haben.
Interessant: Selbst die Studierten-Fraktion hatte im Kino dieses Mal so richtig Spaß, und deren Kommentare sind nicht selten höchst kritisch.
Sehr erfrischend auch hier wieder der unterhaltsam-lehrreiche Umgang mit den Medien der Neuzeit, welcher vorbildhaft in Szene gesetzt und ansatzweise diskutiert wird. Doch den Zuschauer erwartet hier keineswegs ein schnöder Gutmenschenfilm, sondern witzig-spritzige Unterhaltung von der ersten Minute ab.
Das Pointen-Niveau steigert sich bis zum Schluss und endet in dem Gefühl vergnüglichen Daseins, das vorhandene Werke weit in den Schatten stellt. Man könnte unfairerweise sagen, The DUFF ist eine Art American Pie, nur in Professionell ohne den ganzen billigen Sexkram und die Schülerhumor-Unter-der-Gürtellinie-Tour. Eine gesellschaftliche Charakterstudie, die selbiges zum Thema hat, dies aber höchst gekonnt abhandelt und dabei die Lachmuskeln nicht zu kurz kommen lässt. Keine Ahnung, wie ich es besser beschreiben soll, ohne meinen Ethos zu brechen und hier unfreiwillig zu spoilern.
Fakt ist: Ich freue mich schon tierisch auf den offiziellen Kinostart und darauf, diesen Film noch einmal sehen zu dürfen. Und genau das solltet ihr auch tun: .kinoticket kaufen und rein da!
 

.kinoticket-Empfehlung: Wunderbar schräge, professionelle und niveauträchtige Unterhaltung, die bekannte Klischees unserer Gesellschaft erforscht, vorstellt und auseinandernimmt.
Ein Film, der es tatsächlich wert ist, gesehen zu werden, denn nicht nur die Lachmuskeln werden hier umschmeichelt, sondern die vergnügliche Gute Laune gräbt sich ganz tief in deinen Empfindungskörper ein und breitet sich dort 101 köstliche Minuten lang so richtig aus.
Schau-Empfehlung!

 
Nachspann
Sollte man ebenfalls mitnehmen. Kein einziger hat hier den Saal freiwillig vorzeitig verlassen.

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