White House

All posts tagged White House

Gleich zum Gewinnspiel? Dann einmal bitte ganz nach unten scrollen … 😉
Nachdem uns in Die Mumie Tom Cruise alle so wahnsinnig negativ begeisterte, wird es Barry Seal – Only in America unglaublich schwer haben, mit ihm als Frontmann wieder Punkte beim Publikum abzugreifen oder generell die Säle gefüllt zu kriegen. So zumindest mal meine Vermutung.
Und das ist schade, denn dieser Film hätte ausgebuchte Vorstellungen unglaublich verdient. Der Hype um diesen kontroversen Darsteller wird im Film nämlich absolut beiseite geschoben und einer Erzählung Platz gemacht, die es wert ist, von den Menschen gehört zu werden.
Dem Zuschauer hierzulande bleibt wohl nur der Vorschuss an Vertrauen, wenn man erklärt kriegt, dass diese Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, die von Produzent Doug Davison und Drehbuchautor Gary Spinelli aus den Akten hervorgekramt wurden. Ich möchte nicht mal abschlagen, dass es sich hier tatsächlich um Tatsachen handelt, denn – wie jeder so schön aus dem Filmregelwerk weiß – ist eine Geschichte dermaßen bizarr, kann sie nur wahr sein.
Und dazu gesellt sich dann ein unglaublich frischer, spaßig aufgelegter und gute Laune verbreitender Tom Cruise, der wie aus einem anderen Holz geschnitzt zu sein scheint und hier mit Frohsinn und Leichtigkeit seine Rolle spielt, die den Patzer aus seinen vorherigen Werken leicht vergessen lässt.
Und obwohl es eigentlich um seine Person geht, steht er als Persönlichkeit vollständig im Hintergrund und überlässt wieder dem Charakter, den er darstellen soll, das Spielfeld. Die Selbstbeweihräucherung fehlt und genau das gibt Barry Seal so unglaublich viel Auftrieb.
Man hat als Zuschauer enorm viel zu lachen, zu staunen, zu bewundern und zu sehen, dass die die Laufzeit von 115 Minuten wie im Flug vergeht. Und das Prädikat “Besonders wertvoll” wurde auch zu recht verliehen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Cruise ist wie ausgewechselt und verbreitet auf einmal ganz andere Stimmung im Kino.
Der Film ist intelligent, unglaublich, wahnsinnig unterhaltsam und unfassbar und damit ein Garant für einen gelungenen Kinoabend mit der Freundesclique.
Also .kinoticket gekauft und ab in die Kinos!

 
Nachspann
bringt keine weiteren Überraschungen mit, wer also unbedingt raus muss, darf dies konsequenzlos tun.
Kinostart: 7. September 2017

* * GEWINNSPIEL * *

Universal Pictures hat euch fünf Plakate zur Verfügung gestellt, die euch den Kinostart von Barry Seal versüßen. Wie kommt ihr dran?
Ganz einfach unter diesen Beitrag oder auf Facebook im Post euren Lieblingsfilm kommentieren, in dem Tom Cruise mitgespielt hat. Die Auswahl ist ja groß.
Hier mal eine kleine Auswahl:

Es zählen alle Kommentare, die bis einschließlich 10. September 2017 unter einer der beiden Beiträge eingegangen sind. Kommentieren mehr als 5 Personen, entscheidet das Los. Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht.
Facebook oder andere Seiten / Firmen sind nicht in das Gewinnspiel involviert. Die Verlosung wird ausschließlich durch www.kinoticket-blog.de ausgeführt und die zu verlosenden Plakate von Universal Pictures International gestellt.
Ich wünsche jedem von euch viel Glück und natürlich mega viel Spaß und beste Unterhaltung im Kino bei Barry Seal – Only in America.
Ben

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

Jackie

Jackie zählt sich zu den Filmen, die eine politische Persönlichkeit in den Vordergrund stellen und somit über Ereignisse berichten möchten, die von den Medien bereits zu den aktuellen Momenten bis aufs Äußerste von allen möglichen Seiten beleuchtet wurden. Hier Spannung aufbauen zu wollen oder eine reißende Geschichte zu inszenieren, wäre von vornherein die falsche Herangehensweise. Das macht es dem Regisseur und allen Beteiligten zusätzlich schwer, einen Film abzuliefern, der im Kino fruchtet und den Zuschauer überzeugt.
Dass Jackie beides auf seine Weise beherrscht, inkludiert bereits das Poster des Films, auch wenn ich mich persönlich sehr schwer damit getan habe. Über den Inhalt braucht man nicht viel verlieren, den kennt jeder Mensch in den hintersten Winkeln bereits in und auswendig. Demnach entscheidet viel mehr das sensitive Sein um die Fakten drumrum, die aus dem Film eine lebendige Seele kitzeln wollen und mit selbiger den Zuschauer erreichen.
Pablo Larrain hat sich hierbei für eine Methode entschieden, die oft zwischen den Zeiträumen hin und her wechselt und somit der Erzählung insgesamt einen eher dokumentarischen Touch verpasst, den man z.B. aus Gimme Danger oder Amy kennt. Ob dies nun der richtige Weg gewesen ist, vermag ich an dieser Stelle zu bezweifeln, denn nicht nur ich hätte mir viel mehr eine chronologischere Abfolge gewünscht, wie wir sie beispielsweise bereits bei Die Eiserne Lady bekommen haben.
Natalie Portman hat auf jeden Fall alle benötigten Fähigkeiten dazu, um diesen Film auch in dieser abgeschnittenen Weise durchweg zu tragen und durch ihre unglaubliche Performance das Leben dieser Frau in allen Facetten zu zeigen. Und ich bin mir sicher, dass dies auch in einer viel softeren, chronologischen und vor allem emotionaleren Version funktioniert hätte.
Man mag sich darüber streiten, ob die Stilmittel des Regisseurs nun gleichzeitig das Bild dieser Frau widerspiegeln und man mit dem Einsatz der Musik ihre Gefühlslage portraitiert, die den Zuschauer gleichermaßen immer dann wieder aus dem Konzept reißt, wenn dieser anfängt, sich langsam mit der Story anzufreunden und der ganzen Sache Sympathie abzugewinnen.
Nicht nur deshalb hab ich mich unglaublich schwer damit getan, in diese Story einzutauchen und empfand es eher als extrem trockene Kost, die schwer verdaulich ist – allerdings auch ein emotional schwer verkraftbares Ereignis ausleuchtet und die innere Zerrissenheit dieser Frau aufzeigen möchte.
Mit Sicherheit findet der Film seine dankbaren Abnehmer und landet in politisch interessierten Kreisen auf den Rankings weit oben, nicht zuletzt wegen Portmans Darbietungen, allerdings sollte man sich beim Schauen immer dessen bewusst sein, dass das hier ein Drama und kein Freudenfeuer ist und man eine zutiefst erschütternde Story aufgerollt bekommt, die aus einer Warte heraus beleuchtet wird, die bislang nicht die erste Wahl der Berichterstattung gewesen ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Unglaublich harte, teils trockene Kost in einem Genre, dass sowieso kaum Emotionen zulässt und es darum auf dem allgemeinen Markt extrem schwer haben wird.
Wer sich speziell für Politiker interessiert, bekommt hier natürlich einen heißen Braten vorgesetzt, der historisch-wichtige Ereignisse wunderbar umreißt, jedoch hat mir persönlich die gewählte Art der Erzählung kaum zugesagt und eher Entsetzen abgerungen als emotionale Sympathie mit den Menschen aufgebaut, um die es ging.
Man sollte sich definitiv vorab informieren und evtl. auch Filmausschnitte gesehen haben, damit man am Schluss nicht enttäuscht von dannen zieht.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, nach der Abblende darf man sich also wieder nach draußen verziehen.
Kinostart: 26. Januar 2017

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment