Wir bleiben im echten Leben und befassen uns mit einer weiteren Persönlichkeit, die es international zu einiger Berühmtheit geschafft hat, auch wenn die Ereignisse dazu höchst tragisch sind.
Letztens gab es schon einmal so einen Film dazu (klickt nicht, wenn ihr euch nicht spoilern lassen wollt), den ich nicht wirklich gelungen fand und der auch hierzulande allgemein nicht sonderlich gut ankam.
Stronger schildert nun eben jene Ereignisse erneut, nur aus einer völlig anderen Sichtweise, der es meiner Meinung nach wesentlich besser gelingt, die menschliche Komponente zu behalten und tatsächlich direkt in das Leben der Betroffenen einzusteigen.
Natürlich wird man auch hier wieder erschlagen von amerikanischem Patriotismus und es braucht jede Menge Kulanz gegenüber dieser kulturellen Eigenart, die man sich in Deutschland oft weg wünscht. Ohne diese Dinge würde der Streifen aber – zumindest in Amerika – gar nicht funktionieren.
Das Pathos, das man bei solchen Filmen in der Moral erwartet, wirkt längst nicht so übertrieben und abgedreht, sondern erstaunlich bodenständig und unaufgeregt, was mir persönlich den Film sehr sympathisch machte.
 

.kinoticket-Empfehlung: So umwerfend, dass man ihn unbedingt gesehen haben muss, fand ich ihn jetzt nicht.
Wer sich allerdings mit den Ereignissen von 2013 erneut auseinandersetzen und diesmal nicht von der Leinwand herab enttäuscht werden will, dem sei dieser Streifen wärmstens empfohlen.
Gyllenhaal und Maslany liefern beide tolle Shows ab und mit dem überbordenden Patriotismus, der diesen Dingen folgt, muss man sich halt einfach abfinden.

 
Nachspann
braucht nicht ausgesessen zu werden, es folgt nichts mehr.
Kinostart: 19. April 2018