Sebastian Bezzel

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Safari – Match Me If You Can wird als Filmpremiere auf dem Filmfest München gezeigt: Die Presse stöhnt, das Volk feiert den .trailer in den Kinos ab und freut sich ab Donnerstag dann endlich auf den Filmstart.
Ich hab den Film tatsächlich schon 3x gesehen. Und werde sicherlich noch einmal reingehen. Das heißt?
Irgendwas ist an dem Ding dran, das geil ist. Natürlich ist dieser Film sehr “speziell” und fordert dem Intellekt einiges ab, um hier wahrhaftig seine Freuden ausleben zu dürfen. Man muss sich irgendwie kriechend in diese Schublade von Movie bewegen und stellt dann sehr schnell fest, dass da drin eine wunderbare Welt existiert, die es zu erforschen gilt und die einiges für die Zwerchfellbearbeitung bereit hält – und mit Sicherheit auch in einem gut gefüllten Kinostart-Premierensaal richtig Laune bereitet.
Dieses Band der Korrelationen zwischen den einzelnen Personen in einer Harmonie moderner Digital-Weltabbilder gedichtet zeugt einerseits von Wissen über die Zustände einer Generationengesellschaft heutiger Zeit, und erfreut andererseits an einem exzellenten Plot mit herrlich schrägen Charakteren, die so manchen Zuschauer an eine seiner Freunde denken lässt. Kurzum: Das Ding zündet.
Als München-Verliebter bin ich natürlich von dem in meiner Herzensheimatstadt gedrehten Film noch ein Stück weit mehr begeistert. Auffällig: Auch Sebastian Bezzel muss sich langsam darum kümmern, die gleichen Hürden wie Elyas M’Barek zu überwinden und sich schauspielerisch behaupten, um nicht auf alle Zeit in seiner Eberhofer-Rolle in den Köpfen der Menschen gefangen zu bleiben. Irgendwie sieht man die ganze Zeit nur den Kommissar in ihm, auch wenn er in diesem Film eine ganz andere Rolle hat.
Wer also auf diesem Humor-Niveau einiges aushält, der wird einen vergnüglichen Kinoabend erleben.
 

.kinoticket-Empfehlung: Man muss sich darauf einlassen, dann hat man auch wirklich Spaß dabei.
Auch wenn der .trailer einen nicht so richtig angesprochen haben mag: Das Ambiente ist sehr wohl das gleiche, der Film liefert aber im Zusammenhang wesentlich mehr Charme und Unterhaltung ab und ist definitiv einen Kinobesuch wert – nutzt am besten die besser besuchten Start-Premieren auf 🙂

 
Nachspann
✅ den sollte man mitnehmen, sonst gehen einem einige Jokes verloren.
Kinostart: 30. August 2018

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Langsam wird’s unübersichtlich im Eberhofer-Universum, darum hier für euch mal die Reihenfolge der Bücher/Filme zum Nachschlagen und Nachschauen:
1) Winterkartoffelknödel
2) Dampfnudelblues
3) Schweinskopf al dente
4) Grießnockerlaffäre
5) Sauerkrautkoma (aktuell in den Kinos)
6) Zwetschgendatschikomplott
7) Leberkäsjunkie
8) Weißwurstconnection
9) Kaiserschmarrndrama
Sauerkrautkoma bildet nun also die derzeitige Halbzeit der bisher erschienenen Krimis von Buchautorin Rita Falk, die in ihren Geschichten rund um den konsequent genervten Polizisten Franz Eberhofer ein geniales Universum geschaffen hat, dass die Bayern in ihren tiefsten Klischees ausleuchtet und dabei durch bissigen Humor und zynische Pointen bestens unterhält.
Und da es Krimis wie Sand am Meer gibt und immer irgendwo irgendwer umgebracht, erschossen, getötet oder sonstwas wird, fragt sich der TV-getränkte Zuschauer vielleicht, weshalb er jetzt genau in diesen Film gehen sollte. Mein Tipp: Schaut euch die Vorgänger einfach nochmal chronologisch von Beginn an, damit ihr den Aufbau der Charaktere und die Erschaffung vieler Running Gags besser versteht, denn dadurch kommt die Sympathie und das Ins-Herz-Schließen ganz von allein. Die Truppe ist einfach ein bayerisches Original, dass es selbst außerhalb des Weißwurst-Äquators zu Bekanntheit geschafft hat und sogar im Norden Deutschlands für Nachfrage sorgt.
Mit den Eberhofer-Krimis ist in meinen Augen ein Stück deutsche Kinogeschichte gelungen, das man selbst international als Erfolg verkaufen könnte, da die Bissigkeit und Einzigartigkeit der einzelnen Protagonisten so detailliert und sprachlich genial herausgearbeitet wurde und dieses Biotop der dörflichen Kommune einfach funktioniert. Wer sich also von bayerischer Authentizität bespaßen lassen möchte, kommt um die Falk-Verfilmungen nicht drumrum und sollte hier beherzt zugreifen.
Im mittlerweile fünften Teil der längst nicht abgeschlossenen Buchreihe (Falk arbeitet aktiv an neuen Krimis) hat man nun einen gewissen Standard etabliert, der vielleicht nicht mehr mit dem versessenen Zynismus aus Teil 1 und 2 aufwartet, deshalb aber trotz allem nicht weniger lustig ist, sondern bestens unterhält und schon in der ersten Minute für ein wohliges Heimatgefühl sorgt, das es in diesem Ausmaß so noch nicht auf der Leinwand gegeben hat.
Für mich ist es immer wieder ein Fest, wenn ein neuer Teil in die Kinos kommt und ich nutze die Chance, mir dann die bestehenden Teile erneut anzusehen um wieder völlig in das Eberhofer-Universum abzutauchen und diese Welt voll auszuschöpfen und zu genießen. Ich zumindest wünsche mir bei jedem weiteren Teil, dass die Saga niemals enden möge, dafür ist sie einfach viel zu gut!
 

.kinoticket-Empfehlung: Der griesgrämige Polizist Franz Eberhofer in seinem fünften Streich: Alle Vorgängerfilme waren zumindest im Süden Deutschlands ein riesiger Erfolg und an diesen Geniestreich grenzt auch der aktuelle Teil an: Lacher, Tränen und jede Menge urkomische Bayern-Originale sind garantiert und sorgen in den Kinos für Kurzweil und beste Unterhaltung.
Reingehen definitiv erlaubt: Wer die Vorgänger noch nicht kennt, sollte dies schleunigst nachholen, da die Reihe auf sich selbst aufbaut und man sonst die Running Gags und viele Insider nicht wirklich versteht.

 
Nachspann
❌ muss man diesmal nicht bis zum Schluss abwarten, hier folgt nichts weiter. Man wird soft entlassen.
Kinostart: 09. August 2018
Cast & Crew werden im Rahmen des Kinostarts von Sauerkrautkoma eine Kinotour veranstalten und sind in unterschiedlicher Besetzung an vielen verschiedenen Orten zugegen, um ihren Film vorzustellen und Fans Rede und Antwort zu stehen.
Los gings am 6. August 2018 im mathäser München und ab sofort dann durch 33 Städte, bis die Tour am 19. August 2018 im Cinestar Ingolstadt endet.
In den verschiedenen Orten werden jeweils unterschiedliche Darsteller und/oder Crew vor Ort sein, genaueres entnehmt ihr bitte dieser Seite, die neben den einzelnen Standorten auch jeweils die Kinos und anwesenden Stars aufgelistet hat.
Weitere Kinostarts in ganz Deutschland folgen und werden bei Bekanntgabe hier aufgelistet.
Und zum Abschied noch ein paar Impressionen von der Deutschlandpremiere in München direkt vom Red Carpet! Viel Spaß! 🙂
 

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Mit den Kinoverfilmungen der Rita Falk-Bücher hat man zumindest in Bayern ein exzentrisches Epos losgetreten, dass vor Lokalität und Originalität nur so trieft. So sehr ganz Deutschland schimpft, den Weißwurst-Äquator gezogen hat und man Bayern vornehm aus dem Rest des Landes ausgrenzt, so sehr lecken sich nun alle außerhalb dieses – in meinen Augen – besten Bundeslandes die Finger nach den Vorstellungen in den Lichtspielhäusern.
Und das zu Recht: Eberhofer und seine Eskapaden begeistern ganz Deutschland. Sein Charme ist ungebrochen und die durchtriebene Art von ihm und seinen Artgenossen ist bislang einzigartig. Nie zuvor hat es ein so dermaßen erfolgreiches Lokal-Filmfranchise mit bisher über 1,6 Millionen Zuschauern gegeben, das mit derartigem Humor und einer so erzählerischen Kraft auftrumpfen konnte, wie die Eberhofer-Verfilmungen.
Und ich liebe sie alle. Nicht nur die bisherigen Teile Winterkartoffelknödel, Dampfnudelblues und Schweinskopf al dente, sondern auch die Charaktere, die sie durch alle Teile hindurch schleifen und mit immer neuen Problemen konfrontieren. ENDLICH gibt es mal Menschen auf der Leinwand, deren Nationalität deutsch ist und denen man nicht permanent die Fresse einschlagen möchte, weil sie so gekünsteltes Theater-Hochdeutsch quatschen, was jenseits aller Realität ist. Adieu, schlechtes Fernsehen, willkommen in einer authentischen, mit liebevollen Details und viel Ungewöhnlichkeit verzierten kleinen Welt, die noch nicht mal richtig zur Hochblüte gekommen ist, aber uns allen jetzt schon tief im Herz verwurzelt die Sonne in den Alltag wirft.
Und das schöne daran: Die Autorin der Bücher schreibt aktiv und die Verfilmungen werden – dank der extremen Nachfrage – wohl auch nicht so schnell aufhören. Gut so, denn Eberhofer schau ich mir auch in 10 Jahren noch gerne an – sofern man auf diesem Niveau weiterarbeitet und den Cast nicht austauscht.
 

.kinoticket-Empfehlung: Urtypisches Meisterwerk mit bayerischem Originalrezept: Die Idee der Bücher ist genial und wird mit einem hervorragenden Cast in den Verfilmungen kontinuierlich mit zutiefst schwarzem Humor umgesetzt.
Es ist spannend, originell, und echt bayerisch: Neben der Mundart kommen so viele lokaltypische Elemente zum Einsatz, die nicht nur zum Schreien komisch, sondern vor allem unglaublich nah an der Realität sind und somit ein glaubwürdiges Bild dieses Kosmos’ vermitteln.

 
Nachspann
braucht nicht abgewartet zu werden, glänzt aber dennoch mit grafischem Charme.
Kinostart: 3. August 2017

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Das Wunder ist geschehen: Es gibt eine deutsche Filmreihe, die ich genial und urkomisch finde: Dampfnudelblues, Winterkartoffelknödel und darauf folgend Schweinskopf Al Dente.
Das neuste Werk besticht wieder mit seinen typischen Charakteren und dem bayerischen Slang, der einmal mehr beweist, dass man durchaus deutsche Filme in Mundart produzieren kann, die vom Publikum geliebt werden und die auch den Weg in die (zumindest bayerischen) Kinos schaffen.
Die lakonisch-trockene Art des Hauptdarstellers trifft genau meinen Geschmack und ist nur eines von vielen Schmankerl, die man im Film vorgesetzt bekommt. Buchautorin Rita Falk hat hier ein Universum geschaffen, das man gerne am Sonntagabend im Fernsehen vorgesetzt bekommt und die Verfilmungen bestechen mit derartiger Schaffenskunst, dass sich die Kinos mehr oder weniger darum reißen, diesen Streifen zeigen zu dürfen.
Auch im dritten Teil ermittelt man wieder auf die bekannt-charmante Art und Weise und trägt hier mit bekannten Elementen dieser Filmreihe auf, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Genau das ist auch einer meiner Kritikpunkte am aktuellsten Fall: Man verfällt ein wenig in die Lethargie funktionierender Elemente und hat etwas den Biss verloren, den die beiden Vorgängerteile noch lieferten.
Dass die Geschichte noch lange nicht auserzählt ist, verraten hier einige eindeutige Hinweise und es bleibt zu hoffen, dass man wieder zu der Kaltschnäuzigkeit des ersten Teils zurückfindet, wenn Kommissar Eberhofer 2017 erneut die Leinwand betritt. Bis dahin darf man sich aber genüsslich zurücklehnen und hervorragende deutsche Unterhaltung genießen – im wahrsten Sinne des Wortes.
 

.kinoticket-Empfehlung: Hier ist sie: Die deutsche Filmreihe, die ich prächtig finde und an der ich wirklich richtig Spaß habe.
Mit Schweinskopf al dente beweist man einmal mehr, dass unser Land doch im Stande dazu ist, Unterhaltung zu produzieren, auf die man auch international stolz sein kann. Humor, charaktive Ausgewogenheit und ein spannungsträchtiger Plot: Hier gibt es wirklich kaum etwas, das nicht passt.
Wer die Möglichkeit findet, den Film im Kino zu sehen: rein da. Alle anderen warten auf die Ausstrahlung in den öffentlich-rechtlichen Medien, denn der wird definitiv deutsche Kinogeschichte schreiben.

 
Nachspann
mit einem Wort: SitzenbleibenbiszumSchlussdanke. 😉

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