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wenn aus filmen leidenschaft wird

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Grüner wird's nicht, sagte der Gärtner und flog davon

Zur Zeit holt Deutschland aus sich raus, was rauszuholen geht und liefert Leinwandbombardements ab, die tierisch begeistern. Nach Sauerkrautkoma und der drei Millionen Zuschauerrekordmarke für die Eberhofer-Reihe setzt nun Elmar Wepper als grantelnder Gärtner den Siegeszug missgelaunter Hauptdarsteller im Kino fort und begeisterte schon vor Wochen die Presse.
Die Geschichte ist denkbar einfach und der Plot mag als solches bereits hunderte Male verwurstelt worden sein, was dem Film jedoch zu seiner Einzigartigkeit verhilft, sind ganz andere Sachen. Ich persönlich habe grundsätzlich ja schon mal viel für “Roadmovies” übrig, da ich generell ein freiheitsliebender Mensch bin, dem Sesshaftigkeit und Konsequenz schlecht stehen und der dem “Hier bin ich geboren, hier sterbe ich” noch nie etwas abgewinnen konnte.
In meinen Augen entwickelt sich der Mensch immer dann, wenn er reist und dabei seinen Horizont erweitert – nur so kann er Bereicherungen in das bisherige Leben bringen und lebt nicht einen immer wiederkehrenden Zyklus der Dinge, die eben nun grad an dem Flecken Erde vorhanden sind, wo er geboren wurde.
Und da sich viele aus ihrer Bequemlichkeit und thronenden Dauer-Prokrastination nicht erheben können, darf man zumindest gedanklich diese Mühen auf sich nehmen und sich von dem Gefühl der Veränderung mitreißen lassen, dass hier auf unfassbar liebende und herzliche Weise inszeniert und von den Protagonisten zum Leben erweckt wurde.
Buchverfilmung – dies merkt man an einigen Stellen im Twist und auch von den Figuren her, tut der Unterhaltungsebene, die man hier eröffnet, aber keinerlei Abbruch, sondern fasziniert mit einem durchweg funktionalen und unterhaltsamen Momentum.
Und dass bayerisches Granteln grad aktuell auf den Leinwänden gefeiert wird, ist wohl mit ein Grund, weshalb man sich gerade jetzt für die Veröffentlichung entscheidet und die Stimmung der Zuschauer auskosten möchte. Es funktioniert.
 

.kinoticket-Empfehlung: Familiäre Stimmung, jede Menge Herzschmerz, Wehleid, Fernweh, Lebensfindung und sarkastischer Zynismus mit Blick auf die Welt, die auf ein völlig neues Leben abzielen: Dieser Film dürfte so ziemlich jedem gefallen.
Deutschland packt seine Könner aus und präsentiert sich in diesem Sommer als Event-Begeisterer von seiner besten Seite: Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon reiht sich in den Erfolg dieser Filme ein und liefert euch in den nächsten Wochen beste Unterhaltung im Kino eurer Wahl.

 
Nachspann
❌ liefert keine zusätzlichen Szenen oder Abschnitte mehr. Rausgehen erlaubt.
Kinostart: 30. August 2018

303

303 – wenn ich die Zahl sehe, denke ich erstmal an den “Upgrade”-Raum in The Matrix. Fortgeschrittenes Level. Philosophie. Und tatsächlich beschäftigt sich 303 auch mit philosophischen Ansätzen und ermöglicht es den Besuchern, drei Jahre langwieriges Studium an der Universität mit allen pseudometaphysischen Ansätzen jeglicher Campus-Diskussionen innerhalb eines Filmes zu durchleben. Man könnte quasi sagen: Alle Klischees, die man von Studenten kennt, werden hier kompakt in einem Film zusammengefasst.
Negativ eingestellt? Dann schnappt euch Popcorn, löst die .kinotickets und geht in den Film: Der ist nämlich großartig. Finde ich.
Weil? Im Wesentlichen wird er von den beiden plakatierten Schauspielern durchgetragen, die in ihrer wunderschönen Studienart vehement ihren Charme versprühen und durch tastendes Feingefühl den Weg der Unidiskussionen durchleben. Die feine Sensorik, mit der man sich hier durch allerlei systemkritische Denkansätze bewegt, gepaart mit der feinfühligen Aneinanderreihung menschlicher Emotionen, beeindruckt auf vielen Ebenen.
Der Film tischt einem prachtvolle Bilder auf, verströmt Abenteuerfeeling und erinnert an die guten alten Zeiten, in denen man selbst Roadmovies durchlebt hat. Hier erhält der Titel dann letztendlich nämlich auch seine Bedeutung. Es ist wunderbar, den beiden beim Leben entdecken zuzuschauen, ihren Ausführungen zu folgen und auch, wenn man diese Dinge anderweitig schon zig mal vernommen hat, macht es dennoch Spaß, sich in dem seichten Strom der Gedankengänge treiben zu lassen und dabei in den visuellen Eindrücken zu baden.
Allein schon das Sprachbild der beiden ist mir jedes Mal, wenn ich diesen Film mitgenommen habe, so positiv aufgefallen: Die beruhigenden, warmen Stimmen in ihrer vorsichtig austestenden Sprachweise wieder und wieder zu erleben, ist ein Gefühl, dass man sowohl im Kino als auch auf dem heimischen Fernseher erleben kann.
Die Pracht und das landschaftlich-romantische Vergnügen, in das man dabei geschmissen wird, kommt jedoch nur im Kino so richtig zur Geltung. Und auch die Ruhe und “schwarze Geborgenheit”, die man in einem Kinosaal mitgeliefert kriegt, kann man zu Hause nur schwer herstellen. Darum sollte man sich in den nächsten Wochen ein geeignetes Kino suchen und sich für die extrem lange Laufzeit darin ausbreiten, um die Show einfach zu genießen. Ich werde es (nochmals) tun und lade euch einfach ein, es ebenso zu probieren.
 

.kinoticket-Empfehlung: Kompakt-metaphysische Langzeit-Diskussion aller Gesprächsthemen, die der klischeebelastete Student im Laufe seiner Universitätszeit durchpflügt: Man nimmt sich systemkritischer Gedanken an und paart sie mit einer Portion Realismus, und wirft beides dann einfach mitten ins Leben und macht daraus dann einen Film.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen und begeistert in vielfältiger Hinsicht: Ruhe, Geborgenheit, Abenteuerlust und altbekanntes Studi-Gelaber passend zusammengefasst in einem einzigen Streifen. Den zu sehen dürfte man trotz allem deshalb nicht bereuen.

 
Nachspann
❌ liefert die Nameroll, das Warten auf zusätzliche Szenen kann man sich also sparen.
Kinostart: 19. Juli 2018

Tanz ins Leben (Freikarten zu gewinnen!)

Am Ende des Beitrags gibt es zwei Freikarten für den Film zu gewinnen!
Ihr steht gerade vor einem Phänomen, dass ich sehr lange Zeit weder im deutschen, noch im britischen oder französischen Kino gesehen habe. In heutiger Zeit sind wir ja längst daran gewöhnt, dass mit absurden Summen plot-halbgare Monsterfilme auf die Leinwand befördert werden, in denen weder Seele, noch Herz, noch irgendwelche schauspielerischen Leistungen stecken, sondern man jüngliche, frisch dem Mutterleib entschlüpfte und im Fitnessstudio großgezogene Milchbubis herangezüchtet hat, die allesamt in sich austauschbar sind und den eigentlichen CGI-Stars einfach nur ein Gesicht geben sollen, damit die großen Verleihe Geld verdienen können.
Diese Form des abgestumpften Kinos hat eine große Zuschauergruppe in den vergangenen Jahren oft vor den Kopf gestoßen: Menschen, die sich noch an Zeiten zurückerinnern können, wo die Schauspieler die Stars, technische Kniffe und Tricks das “CGI” ausgemacht haben und man noch echte Handwerkskunst auf der Leinwand geboten bekam. Diese Gruppe ist es gewöhnt, mit Inhalten umspült zu werden, Herzblut und Seele zu genießen und möchte nach einem Kinobesuch beseelt von Liebe, erzählerischer Leidenschaft und emotionalem Tiefgang sein.
Und wenn man das so liest, denkt man sehr schnell an “Kitsch”, Filmgesetze, die übliche Vorhersehbarkeit und somit auch gleich an Langeweile und wenig Spaß.
Damit stehen wir jetzt vor dem Phänomen: Tanz ins Leben ist ein Film, bei dem sehr schnell klar wird, dass genau das hier gespielt wird – und der einen absolut mitreißt und bei dem diese ganzen vorhersehbaren Klischees wunderbar und hervorragend funktionieren. Man sitzt drin und will es! Man wäre enttäuscht, wenn sie sich von dem üblichen Schema abwenden würden und ergötzt sich auf einmal an einem wunderbaren Stück Kinogeschichte, dass genau diese Generation herzlichst dazu einlädt, ihre Seele mal wieder umsorgen zu lassen und 111 köstliche Minuten zu träumen und zu genießen!
Und das hat es schon sehr lange nicht mehr gegeben. Es ist dauerhaft kurzweilig, man ist gespannt bei der Sache, man kann es kaum erwarten, wenn endlich der nächste Schritt im Drehbuch eintrifft und man ist ergriffen und beherzt von der süßen Melodie, die das Leben hier vorgibt.
Auch bei der Schauspieler(innen)-Auswahl hat man voll ins Schwarze getroffen und dem gewünschten Zielpublikum das geliefert, was hier passt, ohne auf Koryphäen zurückzugreifen, mit deren Namen man marketingstrategisch bessere Werbung fährt, sondern das Ensemble passt so gut zusammen, dass auch hier wieder völlige Harmonie und Einheit herrscht und man – selbst als jüngerer Zuschauer – hier nicht vor den Kopf gestoßen wird.
 

.kinoticket-Empfehlung: Am Schluss ist jedem klar, dass hier typische Klischees gefeiert werden, aber jeder einzelne weiß, dass es diesmal echt funktioniert und keiner möchte es anders.
Dieser Film gehört damit fast schon zur “traditionellen Schule”, weil er die Filmgesetze perfekt inszeniert und ein Filmerlebnis bietet, dass zwar in Vorhersehbarkeit ertränkt, jedoch keineswegs enttäuscht oder langweilt.

 
Nachspann
❌ braucht nicht abgewartet zu werden.
Kinostart: 31. Mai 2018
 
:: G E W I N N S P I E L ::
Entertainment One Germany GmbH lädt zwei meiner Leser dazu ein, sich den Film gratis in einem Kino ihrer Wahl anzusehen und hat mir daher zwei Freitickets zum Selberausdrucken überlassen, die ich euch hiermit weiterverlosen darf.
Was ihr dafür tun müsst?
Kommentiert bis zum einschließlich 6. Juni 2018 24:00 Uhr unter diesem Beitrag und hinterlasst dabei eine gültige E-Mail Adresse, an die ich euch die Freitickets schicken kann.
Diese müssen von euch dann ausgedruckt und mit ins Kino genommen werden, z.B. ins

  • Cineplex
  • CinemaxX
  • Kinopolis
  • CineStar
  • UCI Kinowelt
  • Cinecitta
  • Cinedom
  • Traumpalast
  • UFA-Palast
  • (m) mathäser
  • Yorck Kinogruppe
  • Kinobetriebe Muckli
  • Dersa Kino
  • Zoo Palast
  • C1 Cinema filmpalast

oder ein Kino eurer Wahl, dass diesen Film zeigt und in der gewünschten Vorstellung noch freie Plätze übrig hat.
Die Freitickets sind gültig bis 1. Oktober 2018 und in jedem Kino einsetzbar, dass Tanz ins Leben im Programm hat, auch denen, die oben nicht gelistet sind. Sollte euer Kino nicht auf der Liste stehen, kauft ihr bei Gewinn regulär zwei Kinotickets, genießt den Film und ladet anschließend ein Foto eurer gekauften Tickets gemeinsam mit den Gutscheinen auf einer Website hoch, gebt dort eure Bankverbindung an und bekommt vom Verleih den Eintrittspreis zurückerstattet. Genaueres werde ich euch dann in der Gewinner-E-Mail mitteilen.
Hinweis zum Datenschutz: Eure Daten werden nur zur Auswertung dieses Gewinnspiels von mir persönlich genutzt und der Gewinner anschließend von mir per E-Mail benachrichtigt. Es genügt, wenn ihr in eurem Kommentar in das entsprechende Feld eine gültige E-Mail Adresse angebt, hierfür können auch Einweg-Adressen oder Alias-Adressen genutzt werden, solange ihr nach dem 6. Juni 2018 noch darauf zugreifen könnt und darunter erreichbar seid.
Nach dem Versand werden alle Daten von mir gelöscht.
Der Rechtsweg ist – wie üblich – ausgeschlossen, ebenso eine Barauszahlung des Gewinns. Es gelten die vernunftbasierten Gewinnspielbedingungen. Gerne dürfen mehrere Teilnehmer eines Haushalts kommentieren, dies erhöht eure Gewinnchancen. Die Ziehung wird per random.org vorgenommen, indem alle Kommentare durchnummeriert und dann per Zufall der Gewinnerkommentar ausgelost wird.
Und nun viel Glück und viel Spaß bei einem der schönsten Filme des Jahres!

Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? (mit Gewinnspiel)

Unten gibt es Freikarten für eine Vorstellung eurer Wahl zu gewinnen – wer gleich zum Gewinnspiel möchte, einfach unter die Kritik scrollen 😉
 
Deutschland und Arthaus – eine verfluchte Verbindung? Deutsche Filmemacher sind nicht gerade dafür bekannt, aus dem Vollen zu schöpfen und Dinge abzuliefern, die dich von der Leinwand herab wirklich packen, sondern graduieren meist gerade so im Grenzbereich vom Fremdschämen bzw. tun sich mit kriegerischer Tausendfachdurchkauerei von Nazi-Themen international hervor. Und haben damit dann Erfolg.
Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? beschäftigt sich mit etwas ganz anderem – und betritt damit fast Neuland, zumindest, was die Auswahl des sich damit auseinanderzusetzenden Themenbereichs deutscher Kinolandschaft ausmacht.
Mich hat der Film beeindruckt. Von der Idee und der Gesamtumsetzung, der Andersartigkeit, vom frischen Wind, den das Drehbuch bereit hält und den die Schauspieler in ihrer Eleganz auf die Leinwand projizieren. Es ist halt mal etwas völlig anderes. Man berührt dabei fast schon die erbauliche Ästhetik des Nachbarlandes und grenzt an dessen Genialität, auch wenn zum internationalen Durchbruch hier noch ein paar Brocken künstlerisches Hervortun hergebracht werden könnten.
Um die volle Bandbreite nationalen Schaffens auskosten zu können, sollte man nicht über diesen Film stolpern und ihn ignorieren, sondern darf sich ruhig die Zeit nehmen und die 90 Minuten unabgelenkt vor der Leinwand verbringen.
Einige sehenswerte Momente sammelt man dabei auf jeden Fall, die auch später noch im Gedächtnis bleiben und einen unvergesslichen Kinoabend bescheren.
 

.kinoticket-Empfehlung: Für deutsches Kino ein herausragendes Stück Film, dass sich mit einer bekannten Thematik auseinandersetzt, diese aber neu inszeniert und mit diversen Humorspitzen bestückt.
Der internationale Durchbruch künstlerischer Genialität ist dies zwar nicht, allerdings ist der Film zu gut, um ihn einfach zu ignorieren. Nehmt ein paar Freunde mit ins Kino und macht es euch im Sessel mit Popcorn und guter Laune gemütlich.

 
Nachspann
Abwarten – hier kommt noch etwas.
Kinostart: 03. Mai 2018
 
* * * GEWINNSPIEL * * *
Alamodefilm verlost zum Kinostart an euch 1x 2 Freikarten für eine Vorstellung des Films in einem Kino eurer Wahl. Voraussetzung ist, dass dieses Kino Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? im Programm hat und in der gewählten Vorstellung noch freie Plätze verfügbar sind.
Was ihr dafür tun müsst?
Kommentiert unter diesem Beitrag hier im Blog bis einschließlich Mittwoch, 2. Mai 2018 24:00 Uhr und hinterlasst dabei eine E-Mail-Adresse, unter der ich euch erreichen kann.
Die Gewinner werden anschließend via random.org ermittelt und von mir benachrichtigt. Nach Bekanntgabe eurer Anschrift werde ich euch die Freikarten zuschicken, mit denen ihr dann nur noch an den Ticketschalter spazieren und sie gegen eine gültige Eintrittskarte eintauschen müsst.
Facebook, Twitter und sonstige soziale Netzwerke oder externe Seiten haben mit diesem Gewinnspiel nichts zu schaffen, dies wird ausschließlich von www.kinoticket-blog.de veranstaltet, der Gewinn wurde von Alamodefilm gestiftet. Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen. Es gelten die üblichen, vernunftbasierten Gewinnspielbedingungen.
Und nun wünsche ich jedem von euch viel Glück und natürlich hinterher viel Spaß und fantastische Unterhaltung im Kino!

The King – Mit Elvis durch Amerika

Was soll ich dazu sagen?
Manch einer erwartet jetzt vielleicht wieder eine Musikdoku. Manch einer erkennt Elvis und fühlt sich zurückerinnert an das schräge Zeitalter, wo es scheinbar nichts anderes gab – und denkt sich, darüber wurde jetzt wohl ein Film gedreht.
Andere schauen sich das Plakat an und fragen sich: Was hat Ethan Hawke, Ashton Kutcher oder Alec Baldwin mit Elvis zu tun?
Na vielleicht reisen sie. Immerhin heißt es ja “Mit Elvis durch Amerika”, es kann also nur …
Leute? Vergesst es!
Es ist viel besser!
Richtig, richtig abgefuckt geil!
Ich habe noch niemals – wirklich noch niemals – eine so verschachtelte, anspruchsvolle, ineinander verwobene und abstrus konstruierte Dokumentation im Kino gesehen, die ein so scheinbar plattes Thema hat.
Der Anspruch, den man sich hier selbst gesetzt hat, zur elitären Elite der Eliten zu gehören und etwas abzufeiern, das weit entfernt von dem ist, was damals passierte, ist mehr als gelungen.
Dieser Trip ist außergewöhnlich – und es lohnt sich definitiv, den Gang ins Kino auf sich zu nehmen! Man ist nämlich keine Elite, sondern einfach nur verdammt gut! Was hier gemeistert wurde, muss gesehen werden – und die Botschaft ist höllisch geil! Glaubt mir, auch wenn es anfangs vielleicht schwer fällt, in die Sache einzusteigen – am Ende werdet ihr es nicht bereuen. Zumindest nicht, wenn ihr auf Filme mit Köpfchen, Sinn und Verstand steht.
Im Leben wäre ich nicht auf die Idee gekommen, genau das in dieser Art und Weise zu erzählen … und schon gar nicht hätte ich es geschafft, das so gelungen rüberzubringen … ich meine: Am Ende geht man echt mit Plausibilität vollgefrühstückt wieder aus dem Saal und denkt sich einfach nur: Wie geil war das denn bitte jetzt?
 

.kinoticket-Empfehlung: Tut euch selbst den Gefallen und sucht das Kino, das diesen Titel definitiv im Programm hat.
Ich habe noch niemals eine großartigere Dokumentation über so etwas gesehen, geschweigedenn diese geniale Verkettung von ineinander verwobenen Verflechtungen darin exhumiert. Dieser Trip ist Adrenalin für das Gehirn – holt euch eure Dosis und feiert dieses Werk genauso ab wie ich!

 
Nachspann
endet smooth, ihr müsst also nicht sofort aufspringen – lasst euch ein wenig Zeit.
Kinostart: 19. April 2018

Jim Knopf & Lukas, der Lokomotivführer

Ladies und Gentlemen: Es ist soweit, wir stehen vor der teuersten und aufwendigsten Produktion deutscher Filmgeschichte, die ihrerseits Geschichte schreiben wird: Das Abenteuer, dass viele Generationen begleitet hat und so ziemlich jeder kennt, wurde verfilmt und erobert ab sofort die Leinwände.
Hierbei wurden Maßstäbe gesetzt und ich kann voller Respekt und Anerkennung sagen: Deutschland entdeckt völlig neue Ebenen der Filmkunst und erreicht dabei spielend internationales Niveau!
Bislang haben wir uns hierzulande nur auf – salopp gesagt – Kamera draufhalten und dabei schlechte Geschichten erzählen beschränkt – Jim Knopf & Lukas, der Lokomotivführer durchbricht jetzt zum ersten Mal die Schranke zu den wirklich großen Filmen und begreift sich dabei als ein bodenständiges Werk, dass es versteht, Spannung aufzubauen, einen wunderbaren Humor mitbringt und damit nicht nur die Kinder unterhält.
Dieser Film ist sagenhaft – das Budget und der Schritt in die nächsthöhere Kategorie ist deutlich spürbar und vermittelt einen herausragenden Eindruck, der noch lange nach dem Abspann nachhallt und Millionen Erwachsene zurück in ihre Kindheit versetzt bzw. Kinder dazu bringt, wieder neu zu träumen.
Die Aufgewecktheit von Solomon Gordon, der als Jim Knopf in dieser Welt agiert, steckt sofort mit Freude an und hinterlässt auch nach dem Kino einen unglaublich positiven, ausgeglichenen und freudigen Eindruck.
“Diese Kinokarte hat sich definitiv gelohnt” dann von Zuschauern aus dem Saal zu hören ist glaube ich die größte Bestätigung, die beweist, dass der gewagte Coup sich definitiv ausgezahlt hat bzw. in den nächsten Wochen auszahlen wird.
Und nochmal: Wir sprechen hier von einem deutschen Team, das Requisiten, Drehorte, Arbeiten, Orchester und so ziemlich alles, was in dem Film steckt, aus Deutschland rausgekitzelt hat – und ich verspreche in Zukunft, nie wieder pauschal negativ über Kinoproduktionen zu sprechen, deren Ursprungsland meine Heimat ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Genießt die Show, ordert eure .kinotickets und werdet Teil dieser faszinierenden Reise, die mit dem ersten Teil begonnen hat und hoffentlich noch lange andauern wird.
Man kann mit Fug und Recht behaupten: Unser Land hat jetzt sein eigenes Avatar, auf dass es stolz sein kann – füllt die Kinosäle und schaut es euch ab Donnerstag an.

 
Nachspann
Nicht gleich raussprinten, der Film endet smooth.
Kinostart: 29. März 2018
Und abschließend noch ein paar Eindrücke von der Premiere am 25. März 2018 im Mathäser Filmpalast in München, bei der Cast & Crew auf dem roten Teppich die Menschen begeistert haben:
 

Vielmachglas

Gehen wir mal ein paar Schritte zurück:
Man nehme den Deutschen Film.
Man addiere Matthias Schweighöfer.
Man garniere mit etwas Intellekt der Drama-Vorzeigequeen aus Fack Ju Göhte.
Dazu noch ein Poster, das auf genau diese Punkte aufmerksam macht und einen .trailer, der beides kann: Hoffnung machen und Sorgen bereiten. Fertig ist das PR-Konzept von Vielmachglas … merkt ihr schon, wie einem die Vorurteilskotze den Hals emporschießt?
Cut!
Ich habe im Vorfeld nämlich schon viele sagen hören, dass sie sich definitiv keinen deutschen Film und schon gar nichts mit Matthias Schweighöfer ansehen werden. Okay, ich besorg die .kinotickets. Wähle den Saal, die Sitzplätze, lasse den Rest einfach Popcorn kaufen und organisiere vorsorglich ein paar Anschnallgurte, damit sie nicht gleich beim Namen im Vorspann aufstehen und rausspringen.
Da dieser Film heute erst anläuft, habe ich vorher nichts darüber sagen dürfen – selbst ein Augenzwinkern neben dem Plakat war mir verwehrt. Mancher wird sich jetzt an den Kopf greifen und sagen: “Mensch, Matthias Schweighöfer und eine deutsche Produktion – was willst du überhaupt? Gerade dir sollte doch klar sein, dass das einfach nur schlecht sein kann.”
Nein!
Es ist – mit Verlaub – der beste deutsche Film, den Warner jemals zutage gefördert hat. Und wenn sich die Vorurteile dann (dank meiner Anschnallgurte) abgebaut haben, gelangt man zu einem Schluss … und ja, ich schreibe das hier tatsächlich … bei dem man sich wünscht, Schweighöfer hätte einfach mehr Leinwandzeit bekommen, denn er hat eine verdammt coole Rolle und wurde von der Presse durchweg positiv aufgenommen.
Und Haase? Das blöde Tantchen, dass sich in Doof über Schminke, gespielte Unbeholfenheit und närrisches Kindisch sein auf der Leinwand auslässt? Weit gefehlt: Auch sie hat die Challenge akzeptiert und erbaut ein schauspielerisches Erbe, dass ihrer Persönlichkeit anheim fallen soll und sie aus ihrer Paraderolle erlöst, durch die sie deutschlandweit und teils sogar international Ruhm erlangt hat: Sie zeigt, dass auch sie definitiv mehr auf dem Kasten hat und man sich in Zukunft gerne ihrer bedienen darf, wenn es darum geht, authentische Rollen glaubhaft rüberzubringen.
Meine Frage an den Verleih ist also: Wieso? Wieso verbietet ihr es uns, so lange nichts über diesen Film zu sagen? Wieso durften wir nicht viel eher die Menschheit damit anfixen, dass das Zeitalter tatsächlich angebrochen ist, in dem deutsche Filmemacher das Kunstwerk fertigbringen, Drama mit Comedy zu verbinden und nichts davon auch nur ansatzweise Anzeichen von Fremdschämen aufweist?
Diese ungesehene Lockerheit, das natürliche Auftreten, die ungezwungenen Dialoge … und ja, schon wieder richtig gelesen: erstklassige Dialoge – in einer deutschen Produktion!!! … all das in einem Streifen, der kaum Platz für kritische Auseinandersetzung lässt?
Wow!
Woran liegt das, dass es auf einmal doch möglich ist, einheimisches Filmmaterial zu sichten ohne dabei den Dauerbrecheimer vollzukotzen?
Eine Sache hab ich euch bislang verschwiegen: Es ist wieder mal ein Debütfilm, diesmal von Florian Ross. Und ich hab keine Ahnung, wie es da mit der “Mitsprache” seitens der Verleiher läuft. Aber eines steht fest: Es gibt in der Geschichte kaum Beispiele von Debütfilmen, die so schlecht sind, dass sie der Welt als immerwährende, klaffende Wunde der Filmhistorie im Gedächtnis geblieben wären, sondern fast alles namens Debütfilm war bis jetzt ein einschlagender Erfolg.
Was also macht ihr an dieser Stelle richtig?
Die Zuschauer sollten jetzt auf jeden Fall eines tun: Ausschwärmen, ihre Taschen mit .kinotickets füllen und den Machern zeigen, dass diese Form der Unterhaltung genau das ist, was man sich als halbwegs gebildeter, anspruchsvoller Zuschauer wünscht und signalisieren, dass mehr dieser Art auf die Bühnenflächen geworfen werden sollte.
Und nachdem Deutschland es gerade mit Humor und Kinofilmen so überhaupt nicht hat, darf – nein muss!!! – man sich mit Vielmachglas davon überzeugen, dass Vorurteile niemals das Mittel der richtigen Wahl sind, sondern man jedem Titel immer wieder eine neue Chance einräumen muss, sich selbst zu beweisen.
Der Kampf hat funktioniert und Vielmachglas gehört damit für mich erstmalig zu der Sorte Filme, in die ich bedenkenlos jeden Kritiker, Hater, Comedygebeutelten und bislang Enttäuschten schicken werde, denn dieses Wunder begreift nur, wer es wahrhaftig selbst erlebt hat.
 

.kinoticket-Empfehlung: Es ist eigentlich unglaublich, denn deutsche Comedy war bislang immer ein totaler und vor allem tiefer Griff ins sprichwörtliche Klo.
Die Bausteine, um genau den wieder zu vollführen, liegen alle parat und Florian Ross baut daraus den bislang besten, beeindruckendsten und grandiosesten Film, den dieses Land je hervorgebracht hat.
Nicht nur die Botschaft stimmt, sondern die Tour wird aufgelockert durch Auseinandersetzung mit der Moderne und viele kleine, seelische Reisen in die Tiefe der Unendlichkeit – begleitet von der bisher besten Performance von Matthias Schweighöfer, den ich ab jetzt nur noch in solchen Rollen sehen will.
Warum? Warum darf ich erst so kurz vor Kinostart dafür empfehlen? Damit das Startwochenende zusätzlich erschwert wird?
Leute, geht einfach da rein: Deutschland kann es … Vielmachglas ist der Beweis!

 
Nachspann
beinhaltet keine zusätzlichen Shots oder After-Credit-Scenes. Gebt den Saal zum Putzen frei.
Kinostart: 8. März 2018

Das Leuchten der Erinnerung

Was passiert, wenn man einen italienischen Regisseur auf amerikanische Produktionen loslässt? Richtig, man erhält etwas Oscarverdächtiges!
Donald Sutherland und Helen Mirren begeben sich auf den Roadtrip ihres Lebens und verblüffen dabei mit Schauspielkunst erster Güte, für die ich beide mit einem der Goldjungen belohnt sehen will.
Und nicht nur die zwei tragen zum Sehvergnügen bei, sondern auch das Skript verdient es, mit Anerkennung und Lob überschüttet zu werden. Warum?
Weil einfach alles passt. Es wird niemals langweilig, es wirkt nicht gehetzt oder künstlich dramatisiert, sondern Sympathie und Mitgefühl ist sofort für beide vorhanden – man lebt und fiebert einfach mit ihnen mit.
Umgeben von wunderschönen Bildern, gespickt mit aktuellen, humoresken Einlagen erzählt diese Story etwas, dass garantiert jedem die Tränen in die Augen treibt.
Ich hatte die Möglichkeit, mir diesen Film vor Kinostart drei Mal anzusehen – ich habe jede davon mitgenommen und ich war jedes einzelne mal davon sonderlichst geflasht und zutiefst emotional beeindruckt. Die Wirkung, die dieser Stoff erzielt, verblasst also auch beim zweiten oder dritten Kinogang nicht.
Wichtig ist: Jeder von euch sollte sich die Zeit, seine Freundin, Familie und Kollegen nehmen und mit ihnen gemeinsam diesen rührenden Film ansehen, denn früher oder später betrifft uns das alle.
 

.kinoticket-Empfehlung: Oscarverdächtig – sollte man zwingend gesehen haben, denn die bisherigen Preise werden nicht alle gewesen sein.
Sutherland und Mirren überzeugen auf voller Linie, Drehbuch und Umsetzung top – dieser Film bietet keinerlei Ecken und Kanten, sondern ist in sich stimmig, schlüssig und kommt mit einer großen Portion Tränenreichtumspotenzial daher – daher unbedingt ansehen und Taschentücher nicht vergessen.
Daumen hoch!

 
Nachspann
kommt keiner, man darf sich wieder zurück in sein reales Leben verkrümeln.
Kinostart: 4. Januar 2018

God's Own Country

Wer mein Blog schon eine Weile verfolgt, wird meine zunehmende Affinität für Gay-Filme erkannt haben, da sich diese in den vergangenen Monaten zu immer respektableren Geniestreichen entwickelt haben, die nicht mehr eine ganz bestimmte Klientel, sondern ein immer etablierteres Genre bedienen, dass durchaus seine Würdigung im offiziellen Kino feiern sollte.
God’s Own Country reiht sich in diese Aufstellung nahtlos ein und präsentiert einmal mehr, dass man durchaus unseltsam mit dem Thema gleichgeschlechtliche Liebe umgehen kann und es dabei sehr wohl versteht, den Zuschauer unter normalen Bedingungen zu unterhalten und nicht durch sexuelle Perversion oder gesellschaftliche Abartigkeit vor den Kopf zu stoßen.
Genau das durfte man nämlich in vergangenen Jahrzehnten erwarten, wenn man davon in Kenntnis gesetzt wurde, dass es sich hier um Queer-Cinema handelt: Schlechte Schauspieler, grottenschlechte Plots und eine Widernatürlichkeit, die jeder Realität strotzt und nur in absolut verqueren Kreisen ihre Liebhaber findet. Da dachte man zurecht, dass diese Gruppe sehr wohl an den Rand der Gesellschaft gehört, weil Abartigkeit im enttäuschenden Sinne hier gang und gebe war.
Dieses Bild hat sich mittlerweile nicht nur durch gewichtige politische und gesellschaftliche Entscheidungen und Entwicklungen zum positiven gewandelt: Das Thema Schwul bedient immer mehr alltägliche Situationen und zieht nun eben konsequenterweise auch ins Kino ein, ohne dabei so sehr Wert auf die Eigenständigkeit und Abgegrenztheit zu legen, die man sonst so aus diesen Kreisen kennt. Es wird eben alles “normaler”, auch wenn dieses Wort längst nicht mehr einen so großen Kulturkreis um sich herum scharen kann wie einst.
Was aber extrem auffällt, ist, dass die Erzählungen immer mehr ins Dramaturgische und weniger ins Provokative gestürzt werden, da viel mehr Wert auf hintergründige Leistungen wie Kameraeinstellung, Szenenbild oder Momentum gelegt werden kann, statt sich – wie üblich – durch konsequente Provokation selbst behaupten zu müssen. Und diese neue Art gereicht dem schwule Film sehr zum Vorteil, da man sich dadurch extrem dem Kinostandard annähert und für die breite Allgemeinheit interessant wird: Man ist kein Außenseiter mehr, sondern hat eine Geschichte zu erzählen, die genauso emotional, einfühlsam und authentisch ist, wie im Hetero-Kino.
God’s Own Country erhebt hierbei großartige Ansprüche, hat etwas zu vermitteln und tut dies auf eine ungleich sanfte, zärtliche und naturverliebte Art.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auch wenn hier Männer Männer lieben: Das schwule Kino wird immer erzähltauglicher und findet langsam den Abschied von der einst überall gekannten Provokation.
Dadurch erlebt man auch als Hetero einen wunderschön erzählten, in Naturbildern getränkten Film, der zum Nachdenken anregt und endlich auf einfühlsame Weise vorhandene Befindlichkeiten dem Zuschauer näher bringt.
Meine Hochachtung!

 
Nachspann
Mit der finalen Schwarzblende geht auch der Vorhang wieder zu: Nachfolgende Szenen kommen keine.
Kinostart: 26. Oktober 2017

Paris kann warten

Wenn der Name Coppola fällt, und damit nicht Francis Ford oder seine Tochter Sofia gemeint ist, dann wird es für mich ebenfalls außerordentlich interessant. Dass diese Familie im Filmemachen bereits eine gesegnete Grundeinstellung hat, dürfte ja hinreichend bekannt sein.
Diesmal macht sich Eleanor daran, ihren ersten Spielfilm zu inszenieren und betritt damit für sie völlig neues, ungewohntes Terrain. Dass sie sich dabei völlig anderen Herausforderungen stellen musste (zum Beispiel buchte sich ein arabischer Scheich mit 1000 Gästen in das gewünschte Hotel ein, weswegen der Drehort geändert werden musste), ist dabei nur eine Aufgabe, die sie im Verlauf des Drehs gemeistert hat.
Eleanor schrieb und filmte aus eigener Erfahrung heraus und machte so eine eigentlich persönliche Anekdote zu einer grandiosen Filmidee, die sie mit Paris kann warten hervorragend umgesetzt hat. Ihr Fokus auf die kunstvoll inszenierten Meisterwerke, die sich gerade im französischen Milieu verbergen, ist unverkennbar. Die Liebe zum Detailreichtum, die Hommage an die alten Baumeister und kreativen Schaffensprozesse in punkto Architektur, Kultur und Kulinarik ist eindeutig. Damit generiert sie ein Werk, das nicht von dem Prunk ihres Namens oder durch irgendwelche überdimensionierten Kritiken an Hollywood und der Filmindustrie lebt, sondern etabliert ein wunderschön-mümmeliges Stück, das anzusehen mehr als Pflicht ist.
Der französische Charme von Land und Leute erweist sich hier als absoluter Glücksgriff. Die teils immer morbider werdenden komisch anmutenden Präferenzen des diesländischen Kinos werden hier galant umschifft und sorgfältig neu erfunden.
Dabei bedient sie sich als Regisseurin nicht nur beispielloser Bilder und Impressionen, sondern gleichermaßen wunderschöner Charaktereigenschaften, die in einem sanften Stück über die Bildfläche schweben und der Zeichnung ihrer Darsteller immer mehr Profil verschaffen, bis es zum endgültigen Showdown kommt.
Gerade ihre Versessenheit darauf, der Kunst hier freie Bühne zu bieten, hat mich während der Vorstellung im Innersten getroffen und abgeholt.
Der spritzig-bunte Sommerflair eines verträumt-romantischen Teils dieser Erde gepaart mit der untypischen Geschichte erweckt nicht nur das Fernweh und Urlaubsfieber, sondern auch den emotionalen Part im Menschen und sorgt hier im Kino (und später hoffentlich auf arte) für jede Menge begeisterte Zuschauer, die sich an dem Können einer erfahrenen Frau laben dürfen, die hier eine ganz besondere Geschichte zu erzählen hat.
 

.kinoticket-Empfehlung: Mit 92 Minuten Laufzeit ist diese Show viel zu schnell vorbei.
Die gekonnte, fein austarierte und liebevoll designte Hommage an Land, Kultur und Leute wird hier von einer Meisterin inszeniert, die sich damit auf dem Spielfilmmarkt ebenfalls ihre Lorbeeren abholen darf.
Paris kann warten besticht nicht nur durch seine immens verträumten Bilder, sondern vor allem auch durch den überaus charmanten Geist seiner Darsteller/innen. Ein Stück, dass man definitiv im Kino gesehen haben sollte.

 
Nachspann
braucht nicht abgewartet zu werden. Wer die Musik liebt (oder nicht will, dass es schon vorbei ist), der bleibt einfach bis zum Ende sitzen.
Kinostart: 13. Juli 2017

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