Der Titel lässt bereits erahnen, in welche Kultur man hier abdriftet und mit solchen Vermutungen liegt man auch goldrichtig. Nicht nur die Schauspieler haben sich in diesem Land einen großartigen Namen gemacht, sondern auch der dazu gehörige Künstler, dessen Leben als Biopic verfilmt wurde.
Dabei muss man anerkennend erwähnen, dass Vincent Cassel hier herausragende Schauspielarbeit abliefert und einen weiteren Künstlerfilm mit düsterem Ambiente auf die Leinwand wirft, der es definitiv wert ist, gesehen zu werden.
Nicht nur wegen der großartigen Darstellung, sondern auch und gerade wegen den abstrusen Gedankengängen, die diesen Menschen zu jener Zeit geprägt haben und der mit seiner zu Lebzeiten verkannten Genialität die Welt nachhaltig beeindruckt und verändert hat.
Ich finde, Kino ist ein hervorragender Ort, um sich an Unbekanntem zu bereichern und sein Wissen in punkto Lebenskultur und Vergangenheit zu erweitern, um nicht nur andere Epochen, sondern auch komplett andere Weltansichten kennenzulernen – von Menschen, die wirklich existiert haben.
Damit befinden wir uns eben nicht mehr im Bereich der Fiktion und Fantasie, sondern bei reellen Tatsachen, die früher jemand tatsächlich durchlebt und -litten hat, um auch Jahrhunderte später noch Menschen durch sein Vorbild zu inspirieren. Und wahre Größe kommt bekanntermaßen aus Dingen, die nicht den Normen entsprechen, sondern in ihrer Zeit völlig unterschätzt wurden.
Damit ist es höchste Zeit, über diesen Menschen zu berichten, der tatsächlich waghalsige Aktionen auf sich genommen hat, um es in der Welt zu Ruhm und Ansehen zu bringen. Wie genau?
Das seht ihr euch einfach in einem gemütlichen Kino eurer Wahl an. Kunstfaktor ist garantiert.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ein düsteres Bild eines Menschen, der zu Lebzeiten zu wenig Anerkennung bekam und erst nach seinem Tod berühmt wurde.
Grandios herausgearbeitet und mit hintergründigen Geschichten zu den betreffenden Werken gespickt bereichert dieses Werk garantiert den Geist eines jeden, der für Kunst etwas übrig hat, ohne zu tief in sie einzutauchen. Man wird weniger an die Elemente seines Wirkens als vielmehr in sein Leben integriert und bekommt Teil daran, welche Werke warum entstanden sind.

 
Nachspann
Sehenswert, da hier die Originale vorgestellt werden, auf denen dieser Film basiert.
Kinostart: 2. November 2017