Milan Peschel

All posts tagged Milan Peschel

WUFF

Wuff

© 2018 DCM Filmdistribution

 

Buck – manch einer mag vielleicht mit den Augen rollen, wenn er seinen Namen auf dem Regie-Platz liest sich und sich seinen Teil dabei denken. Er hat in jüngster Vergangenheit einige Werke rausgebracht, die nicht überall für Applaus sorgten und einfach seinen eigenen Ruf. Seinen eigenen Stil. Er macht, was er denkt und haut es so an die Bevölkerung raus.

In diesem Rahmen kann man nun über den Titel denken, was man will – fest steht: Der Film ist für Hundeliebhaber.

Und genau die werden wohl auch ins Kino gehen und ihn sich anschauen, denn für sie ist er gemacht. Für niemanden sonst.

Klar, Tierchen haben in Bucks Filmen schon immer eine Rolle gespielt, dieses Mal erhält man jedoch eine völlig andere Story, als man auf den ersten Blick erwartet, die plottechnisch aber auch nicht sonderlich vom Hocker reißt. Man wollte eben was mit Hunden machen und spricht somit einen millionengroße Schar an Menschen an, die Hundebesitzer sind und sich den Film möglicherweise schon allein deshalb ansehen werden.

Das ist wohl genauso wie mit Kindern: Solange man keine hat, steht man eiskalt über den Dingen, sobald das eigene da ist, fängt man selbst mit “Butzi Butzi” an und kann nicht mehr anders, als sich an den kleinen Süßen zu erfreuen. Same with dogs.

Demnach schätze ich, dass hier der Grat ist, an dem die Meinungen sich scheiden werden: “Betroffene” finden es herzallerliebst, die “Eiskalten” stehen über den Dingen und sagen sich: “Naja”.

Das einzige, über das sich alle einig sein dürften ist der Nachspann: Verrückt, skurril, dümmlich und zum Knutschen geil! Also bitte bis ganz zum Schluss sitzen bleiben.

 

.kinoticket-Empfehlung: Man sollte Hundeliebhaber sein, das erhöht die Bonuspunkte für diesen Film immens!

Alle anderen finden ihren Spaß dran, wenn sie “Hundetypen” sind, die bei so einem Filmtitel klar favorisiert bespaßt werden. Und wer reingeht: Auf jeden Fall den Nachspann mitnehmen, der ist meiner Meinung nach das allerbeste am ganzen Film!

 

Nachspann
✅ sollte man mitnehmen, das Gebotene ist herzallerliebst 😉

Kinostart: 25. Oktober 2018

Original Title: WUFF – Folge dem Hund
Length: 114 Min.
Rate: FSK 6

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

Til Schweiger ist ein wahnsinnig toller Hecht. So ein toller Hecht, dass er nicht mal mehr Einladungen zulässt, um seine Filme vorab zu sichten und zu bewerten. Hält sich für was besseres und meint wohl, dass dadurch die Presse davon ablässt, seine Kredenzien zu sichten und darüber zu urteilen. Ich bin keine Presse, urteile aber trotzdem.
Und er ist ein grandioser Regisseur, Schauspieler und Ideenlieferant. Beispiel gefällig?
Schaut euch seinen (!) neuen Film an und googelt danach mal nach The Reunion aus dem Jahre 2011 – hat ca. 1,5 Stunden Laufzeit, ist Comedy und kommt ursprünglich aus Dänemark. Dem aufmerksamen Leser dürften jetzt diverse Parallelen zu seinem neuen Film auffallen, der im Jahre 2018 das Licht der Leinwand erblickt. Nein, niemand wirft ihm hier Ideenklau oder stupides Plagiatieren vor, allerdings kam es mir seltsam und merkwürdig vor, als ich in der Ladies Night saß und mit missmutiger Laune diesen Streifen konsumiert habe.
Irgendwie steckte in dem Plot nämlich tatsächlich Witz und ein paar echt nette Ideen, so als würde man leckere Sahne in Plastikbeutel stecken und diese dann in einer Sandbombe vergraben. Es ist da, darf aber nicht raus und wird von jeder Menge ekligem Mist umspült. Man spürt, dass hier kein Original-Schweiger am Start war, auch wenn seine ganze Truppe wieder mit von der Partie ist und hier etwas vorgibt, dass stellenweise sogar echt ernstzunehmend rüberkommt: Die Lunte zündet nicht und wird durch Dummheiten und Blödsinn immer wieder selbst ausgetreten.
Witzig ist die Vorstellung nur deshalb, weil genügend Frauen im Saal ob der Blödheiten tatsächlich gelacht haben und damit Stimmung erzeugten, die von den Peinlichkeiten auf der Leinwand gelinde abgelenkt haben. Meine Prognose war: Dieses Ding toppt die Schlechtigkeit von Hot Dog um Längen und besteht zu 30% aus Peinlichkeiten, 30% aus Altersarmutszeugnis und 30% aus nackten Männerärschen.
Ich wurde … nicht enttäuscht. Oder bitter enttäuscht. Wie man will. An der Werbemasche hat sich rein gar nichts geändert, nur dass man sich jetzt langsam selbst lustig darüber macht und irgendwie zu kaschieren versucht, dass zig Firmen diesen Schmu finanzieren. Es ist bezeichnend, wenn im Abspann am Schluss ein vollständiges Feld aus kleinen Firmenlogos besteht, die allesamt Sponsor waren und die breitflächig im Film auftauchen, als gäbe es kein Morgen und nirgendwo anders Möglichkeiten, um Produktwerbung zu platzieren. Wenn das die Zukunft des Kinos werden soll, dann habe ich eine Bitte:
Verschwinde, Til Schweiger und lass die Leinwände mit deinem Mist einfach in Ruhe!
Es ist okay, wenn man unterschwellige Product Placements begeht und somit hier und da zu Subventionen greift, aber wenn das dann nur noch ne große Werbeshow mit Randstory wird, die dazu noch von 7 Jahre alten Filmen geklaut ist, dann ist mit der Sympathie endgültig Schluss!
Kommen wir zu Lilly, Emma und wie sie alle heißen: Dass diese Ladies nicht schauspielern können, ist kein großes Geheimnis. Dass sie von ihrem Vater immer wieder mit Rollen ausgestattet und vor die Kamera gezerrt werden, echte Vaterliebe. Was es für den Kinogänger aber nicht zwingend einfacher macht: Allein schon die Moral, die aus deren Verhalten aus dem Film gezogen werden könnte, ist hochgradig verwerflich. Was soll uns damit gesagt werden? Dass dieses versnobte Leben mit derartig ignoranter Leichtigkeit toleriert werden muss, um ja die boshaften Kleinen nicht zu gefährden? Oder hat er inzwischen zu viel Geld und pumpt trotzdem die Filmförderungen an, um seinen Schund auf der Leinwand zu probieren?
 

.kinoticket-Empfehlung: Wenn man auf fäkalen Schwanz- und Alte-Männerärsche-Humor steht, findet man hieran tatsächlich seinen Gefallen.
Niveau sucht man dennoch vergebens, auch wenn der Film seine ernsten Momente hat, diese werden ständig durch Arsch-Humor zerstückelt und dadurch mit Füßen getreten. Und das ist in keiner Weise witzig, zum Lachen oder unterhaltsam, sondern einfach nur peinlich und jämmerlich. Typisch deutsch, typisch dumm, typisch Schweiger.

 
Nachspann
❌ bringt’s nicht, wenn man sitzen bleibt, hier feiert nur der qualvoll auf jugendlich gemachte Soundtrack nochmal ein paar Takte ab.
Kinostart: 20. September 2018
Original Title: Klassentreffen 1.0
Length: 127 Min.
Rate: FSK 12

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

Gundermann – selbst als Geborener in dieser Region ist mir dieser Name niemals aufgefallen. Ja, es gibt diejenigen, die sich dem nachhallenden Hype der Nostalgie hinterherwerfen und der Meinung sind, damals war alles perfekt. Wer dort leben musste, wird wissen, dass zwar einige Dinge ganz okay waren, vieles aber auch sehr fragwürdig bzw. beängstigend. So zumindest habe ich es in meiner Kindheit erlebt, die ich zum Großteil in der DDR verbracht habe.
Nimmt man jetzt mal Augenschein auf die unzähligen Dokumentationen, die zum Teil in schwarz/weiß bereits hunderte Male in den TV-Stationen rauf und runtergespielt wurden, wird man sehr schnell merken, dass diese Themen unlängst alle einmal behandelt wurden und eigentlich nur noch nervig sind. Das ewige Schwelgen in den immergleichen Lobeshymnen auf die “gute alte Zeit” oder das dramatische Panikmachen in wüster “Aufklärung” über die Ära und die ach so bösen Politiker … ich kann und will es nicht mehr sehen. Es nervt. Ausschließlich. Kommt sowas, zappt meine Fernbedienung fast schon von alleine weg, weil sie weiß, dass mich derlei einfach nur noch ankotzt.
Und dann findest du dich eines Tages im Kino wieder und betrachtest einen Film, über den du vorher noch nie was gehört hast und der sich mit genau dieser Ära beschäftigt.
Und fühlst dich immens unterhalten. Lachst, bangst, siehst die Dinge in einer verspielten Leichtigkeit und Ruhe, empfindest Sympathie und Empathie und freust dich über die kleinen Erfolge, betrauerst die Misserfolge und denkst am Schluss: Wann läuft der endlich an, damit ich ihn direkt nochmal sehen kann?
Gundermann ist ein Biopic von einem DDR-Bürger, der von Alexander Scheer so glaubwürdig und authentisch gespielt wurde, dass viele, die das Original nicht kannten, dachten, er wäre es wirklich. Die Performance ist unglaublich! Und dieser Film so vielschichtig, dass man sich wünschte, er würde in allen Ecken und Enden der TV-Landschaft über den Äther fließen und das Volk endlich mal vernünftig über das aufklären, was dort gang und gebe war.
Denn die Verflechtungen mit den verschiedenen Bereichen, mit denen ein Mensch im Laufe seines Lebens in Berührung kommt, wurden hier so wunderbar zusammengeführt, dass es einfach Spaß macht, ihm zuzusehen, wie er mehr oder weniger durch sein eigenes Leben stolpert und dabei trotzdem weiß, was er will. Seine schillernde Persönlichkeit wurde so grandios eingefangen, dass allein dafür schon ein Ticket lohnenswert wäre.
Dazu kommt, dass dies die erste Dokumentation über das Leben in der DDR ist, die ich mit Freuden aufgesogen habe und mir jederzeit wieder anschauen würde, auch wenn sie recht lang ist. Und das sage ich als jemand, der seiner “Heimat” (wie viele den Geburtsort nennen) schon lange den Rücken gekehrt hat und der es nirgendwo lang genug aushält, um die Wurzeln zu schlagen, die ihn an diesen Boden binden würden. Ich liebe das Reisen, ich liebe die Bayern, ich fühle mich hier viel mehr zu Hause als in Sachsen und wenn ich auf meiner Arbeit erzähle, dass ich gebürtiger Sachse bin, glaubt mir keiner ein einziges Wort.
Meine Bindung zum Sächsischen ist quasi nicht vorhanden und ich vermisse überhaupt nichts, sondern liebe das, wo ich jetzt lebe und bin und mir sind die Leute immer peinlich gewesen, die dem Hype um die DDR nachrennen, dennoch bitte ich euch inständig darum: Schaut euch diesen einen Film an und genießt ihn, denn er hat rein gar nichts von dieser abstoßenden Materie, die andere Dokus über diese Zeit schon im Vorfeld versprühen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Entfesselt die Einblicke in ein verborgenes Reich aus anderen Perspektiven und beleuchtet Dinge, die nicht in der allgemeinen Öffentlichkeitswahrnehmung vorhanden waren.
Alexander Scheer spielt so glaubwürdig, das man meinen könnte, er wäre “der Echte” und der Film bietet Unterhaltungspotenzial, das einen vergessen lässt, dass dies eigentlich nur eine “langweilige Biografie” sein sollte. Selbst als DDR-Hasser empfindet man Sympathie mit den Handlungen und fühlt sich auf höchstem Niveau entertaint. Also geht rein und genießt es… noch niemals wurde Geschichte so wunderbar aufgearbeitet und erzählt.

 
Nachspann
❔Der finale Nachspann stand zur Pressevorführung noch nicht fest, daher können dazu keine Aussagen gemacht werden.
Kinostart: 13. August 2018

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

Ladies und Gentlemen: Es ist soweit, wir stehen vor der teuersten und aufwendigsten Produktion deutscher Filmgeschichte, die ihrerseits Geschichte schreiben wird: Das Abenteuer, dass viele Generationen begleitet hat und so ziemlich jeder kennt, wurde verfilmt und erobert ab sofort die Leinwände.
Hierbei wurden Maßstäbe gesetzt und ich kann voller Respekt und Anerkennung sagen: Deutschland entdeckt völlig neue Ebenen der Filmkunst und erreicht dabei spielend internationales Niveau!
Bislang haben wir uns hierzulande nur auf – salopp gesagt – Kamera draufhalten und dabei schlechte Geschichten erzählen beschränkt – Jim Knopf & Lukas, der Lokomotivführer durchbricht jetzt zum ersten Mal die Schranke zu den wirklich großen Filmen und begreift sich dabei als ein bodenständiges Werk, dass es versteht, Spannung aufzubauen, einen wunderbaren Humor mitbringt und damit nicht nur die Kinder unterhält.
Dieser Film ist sagenhaft – das Budget und der Schritt in die nächsthöhere Kategorie ist deutlich spürbar und vermittelt einen herausragenden Eindruck, der noch lange nach dem Abspann nachhallt und Millionen Erwachsene zurück in ihre Kindheit versetzt bzw. Kinder dazu bringt, wieder neu zu träumen.
Die Aufgewecktheit von Solomon Gordon, der als Jim Knopf in dieser Welt agiert, steckt sofort mit Freude an und hinterlässt auch nach dem Kino einen unglaublich positiven, ausgeglichenen und freudigen Eindruck.
“Diese Kinokarte hat sich definitiv gelohnt” dann von Zuschauern aus dem Saal zu hören ist glaube ich die größte Bestätigung, die beweist, dass der gewagte Coup sich definitiv ausgezahlt hat bzw. in den nächsten Wochen auszahlen wird.
Und nochmal: Wir sprechen hier von einem deutschen Team, das Requisiten, Drehorte, Arbeiten, Orchester und so ziemlich alles, was in dem Film steckt, aus Deutschland rausgekitzelt hat – und ich verspreche in Zukunft, nie wieder pauschal negativ über Kinoproduktionen zu sprechen, deren Ursprungsland meine Heimat ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Genießt die Show, ordert eure .kinotickets und werdet Teil dieser faszinierenden Reise, die mit dem ersten Teil begonnen hat und hoffentlich noch lange andauern wird.
Man kann mit Fug und Recht behaupten: Unser Land hat jetzt sein eigenes Avatar, auf dass es stolz sein kann – füllt die Kinosäle und schaut es euch ab Donnerstag an.

 
Nachspann
Nicht gleich raussprinten, der Film endet smooth.
Kinostart: 29. März 2018
Und abschließend noch ein paar Eindrücke von der Premiere am 25. März 2018 im Mathäser Filmpalast in München, bei der Cast & Crew auf dem roten Teppich die Menschen begeistert haben:
 

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

Fünf Freunde zählt bereits zu den bekannten und etablierten Buchreihen, die sich in Kinderzimmern schon längst ausgebreitet haben und ebenso im Kino einer großen Beliebtheit erfreuen. Mit Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier erleben wir nun schon das fünfte Kinoabenteuer, dass jetzt nach mehrjähriger Pause und fast kompletter Neubesetzung einen quasi Neustart der Erzählungen hinlegt, da man bereits im Vorgänger schon gemerkt hat, dass die Schauspieler für ihre Rollen langsam zu alt wurden.
Um der angehenden Anzweiflung in Sachen Glaubwürdigkeit entgegenzuwirken, hat man also den Trupp neu besetzt und sich anschließend wieder vollends in die Kindererzählung geschmissen und dabei wohl nicht bemerkt, dass an (zu) vielen Stellen eben jene Glaubwürdigkeit weiterhin angezweifelt werden darf. Zumindest, was die denkende Bevölkerungsschicht betrifft.
Ich bin (als Erwachsener) auch weiterhin Verfechter und Möger von Kinderfilmreihen im Kino, nicht umsonst habe ich sogar dieses Blogprojekt mit einem herrlichen Kinderfilm gestartet.
Man findet mich bekanntlich auch in Babyfilmen vor, deren Sichtung ich zwecks Rezension gerne über mich ergieße, weswegen ich mich ebenso mit Freuden in das neueste Abenteuer der Fünf Freunde aus der Kinderbuchreihe von Enid Blyton gestürzt habe.
Was mir hier bitter aufgestoßen ist, war, dass man quasi grundsätzlich mit einer Lässigkeit davon ausgeht, dass die Zuschauerschaft zu doof ist, um zu kapieren, dass viele Dinge so einfach nicht funktionieren. Natürlich ist es dramaturgisch vorteilhaft, gewisse Handlungen eben mit einer “Spektakulär”-Portion auszustatten, die Kinderherzen gerne höher schlagen lassen darf, wenn’s dann allerdings pädagogisch gefährlich wird, sollte man spätestens die Reißleine ziehen und sich nicht mit physikalisch unmöglichen Dingen über die Szenen hinweghelfen.
Genau dies wurde hier aber reichlich getan. Inmitten eines Bads aus unzähligen Klischeerollen, die sich gegenseitig die Klinke in die Hand geben, wird hieraus ein von Älteren geächtetes Werk, da sich diese Dinge so weit von der Realität entfernt abspielen, gleichzeitig aber zu wenig Abstand da ist, um mit Sicherheit davon auszugehen, dass die Kleinen dies als “nur” eine Geschichte respektive Märchen begreifen und nichts mit der Wirklichkeit assoziieren.
Natürlich sind die Kulissen beeindruckend und auch das prähistorische Zeitalter hat man wesentlich netter in seiner Rolle aufgehen lassen, als es z.B. bei Conny & Co. 2 der Fall war – allerdings bleibt der fade Beigeschmack von zu viel absurdem Klischee und zu wenig intellektueller Verantwortung.
 

.kinoticket-Empfehlung: Den Kindern wird hier zu wenig zugetraut und zu sehr auf altbackene Klischees gesetzt – das gibt dem Film einen faden Beigeschmack und lässt ihn trotz exzellenter Neubesetzung weiterhin an seiner Glaubwürdigkeit scheitern.
Die Kulisse ist toll, der Soundtrack und das technische Drumrum hervorragend ausgestaltet, nur am Drehbuch und einigen pädagogisch fragwürdigen Aktionen hapert es hier und da.

 
Nachspann
ist gespickt mit Outtakes vom Dreh, man muss also nicht gleich raus sprinten.
Kinostart: 15. März 2018

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

Soll ich an dieser Stelle auch mal mit “Untertiteln” anfangen und über meine Kritik “Eine Abrechnung” schreiben?
Denn genau das ist es, woran der Film meiner Meinung nach tierisch krankt: Er schürt beim Zuschauer durch diesen blöden Untertitel immens falsche Erwartungen, was in derber Enttäuschung mündet, da genau diese absolut nicht geliefert werden.
Ich weiß natürlich nicht, wie andere das sehen oder auffassen, ich kann da nur von mir ausgehen – als jemand, der das Buch nicht gelesen hat (aber jetzt gerne lesen würde), hätte ich erwartet, dass eben genau das im Film gezeigt und inszeniert wird, was der Untertitel verspricht: Eine Putzfrau packt aus.
Dass im Bezug auf “Unter deutschen Betten” dann eben sehr pikante Details über das Privatleben “echter” Bürger offenbart werden, was wiederum eine interessante Fallstudie zum Thema Öffentlichkeitserscheinung vs. reale Tatsachen darstellen würde – und so etwas interessiert mich brennend! Ein Blick hinter die Kulissen der Fassaden, mit denen fast jeder auf der Straße rumrennt und die von jemandem widerlegt werden, der genau hinter diesen Kulissen arbeitet.
Und da ist der Film auf ganzer Linie enttäuschend: Man könnte fast meinen, er ist eine Art “Rahmenhandlung”, wie es überhaupt zu dem Buch gekommen ist, der dabei wieder auf völlig andere Augenmerke wert legt und sich um den eigentlichen Inhalt einen Dreck schert. Und dabei aber immer mit dem nicht einsehbaren Werk vor den Augen der Zuschauer rum wedelt, der es kaum erwarten kann, doch endlich etwas präsentiert zu bekommen … und dann wohl oder übel auf den zusätzlichen Kauf des Buches angewiesen ist. Marketingstrategisch auf jeden Fall wiederum ein sehr kluger Schachzug, der allerdings auf dem Rücken des Kunden ausgetragen wird.
Kommen wir dann zum Film ohne diesen Untertitel, bleibt ein weiteres Werk, dass zwar bei Weitem nicht an die unterirdische “Größe” von High Society heranreicht, jedoch die gleiche Klientel zum Thema hat und daher bei mir etwas bitter aufstößt.
Ja, ich weiß, wie es ist, wenn man Geld hat – ich weiß aber auch, wie es ist, wenn man mit 10 Pfennig (umgerechnet 5 Cent) im Monat (!) klar kommen muss und 2 ½ Jahre auf eine Dose Pringles sparen müsste und daher seine ganze Kindheit über nie eine zu essen bekommen hat.
Und genau aus dem Grund halte ich es für falsch, mit Besitz und Reichtum hausieren zu gehen und diese blöde öffentliche Zurschaustellung zu zelebrieren, während woanders Leute um ihr Leben kämpfen. Und die peinlichen “Von oben herab”-Spendengalas sind einfach nur bitter und lächerlich, weil sie den Leuten vielleicht Geld vermachen, jedoch keine Wertschätzung und Anerkennung liefern – und genau das hätten die Ärmsten der Armen aber verdient.
Dass hier dann die Chance mal genutzt wird und diese Scherenstellung der Gesellschaft auseinandergepflückt wird, ist zwar tendenziell zu erkennen, mündet für mich aber auch nicht in der bleibenden Moral, die ich dabei hintenan gestellt hätte.
 

.kinoticket-Empfehlung: Für mich widersprechen sich Untertitel und Inhalt des Films, was in meinem Fall zu einer herben Enttäuschung mutierte, statt zu vergnügter Offenbarung der Fälle hinter den Kulissen unseres Lebens.
Die teils ausbleibenden Lacher im Kino zeugen davon, dass es anderen ebenfalls so geht und auch mit einer Ansammlung nationaler Stars dabei kein großer Hit gelandet wurde, sondern allenfalls eine Nebensächlichkeit.
Man könnte den Film quasi als Rahmenhandlung zum Buch sehen – und sollte spätestens danach zur Lektüre greifen, damit sich der Untertitel auch noch erfüllt.

 
Nachspann
braucht man nicht abwarten – gebt den Saal zum Reinigen frei ^^.
Kinostart: 5. Oktober 2017

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

Woran denkst du, wenn du den Titel liest? So ganz ohne Bild, ohne Information?
Rocklegenden? Musikerfilm? irgendeine abgefahrene Love-Story?
Mir ging’s so und ich hatte zu dem Zeitpunkt, wo die Pressevorführung angesetzt war, tatsächlich innerlich absolut keinen Turn darauf, mir irgendwelche Musikerlegenden anzusehen und darum mit mir selbst gehadert, ob ich die Einladung überhaupt wahrnehmen soll oder nicht.
Wie man sieht: Ich habe. Zum Glück.
Denn auch nachdem man endlich ein wenig mehr in Erfahrung bringen kann, finde ich, bringt selbst das Kinoplakat noch nicht wirklich Aufschluss darüber, welch Filmperle hinter diesem Titel schlummert.
Dieter Hallervorden wird wohl auch bei einigen etwas mehr Sympathie hervorrufen als Milan Peschel, aber kurioserweise stört im Film keiner der beiden durch etwas, durch dass – zumindest letzterer – bekannt geworden wäre. Ganz im Gegenteil.
Der Film überrascht gleich mal am Anfang mit unfassbar packenden, spannungsgeladenen und begeisternden Szenen, die man – nächste Überraschung – in einem deutschen Film so gut wie nicht kennt. Zumindest ist das die allgemein gefühlte Stimmung im Land, wenn es darum geht, den deutschen Film zu bewerten: Er landet in der Tonne.
Tatsache ist, dass es in der Vergangenheit sehr viele … extrem viele … Beispiele dafür gegeben hat, dass die Deutschen es durchaus so überhaupt nicht auf den Kasten bringen und Hollywood aber sowas von sein Existenzrecht hat, Tatsache ist aber auch, dass gerade in jüngster Zeit immer mehr zum Vorschein bricht, das beweist, dass dieses Land durchaus exzellente Filmschaffende beherbergt und durchaus dazu in der Lage ist, mit Intelligenz pointiert, reflektiert und überraschend zu arbeiten, um dem Publikum etwas zu bieten, das man neuerdings immer mehr in Hollywood vermisst: Richtig herausragendes Kino.
Fakt ist: Der Deutsche ist so gebeutelt von vergangenen Filmerfahrungen, dass er entweder lustlos im TV vorbeizappt und vielleicht hier und da hängen bleibt, sich aber niemals aktiv auf den Weg machen würde, um genau so etwas in einem Kino anzuschauen. Daraus resultiert ein unfassbar schlechter Schöpfungsraum, in dem wenige Fördermittel da sind und man als Regisseur auf unglaublich viel Widerstand trifft, was es so gut wie unmöglich macht, wirklich gute Filme auch tatsächlich in viele Kinos zu bringen und damit die Möglichkeiten zu eröffnen, dass sich dieses Land wieder neu eine Meinung bilden kann.
Und dieses Kunststück ist Rock My Heart gelungen, zumindest was den Weg an die Presse angeht. Ich hoffe und bete, dass viele Kinobesitzer ebenfalls soviel Chuzpe haben und den Film in ihre wöchentliche Planung einbeziehen, denn: Ihr müsst da unbedingt rein!
Wer jetzt keinen Bock auf die 100.000ste Wiederholung von platten Matthias Schweighöfer-Witzen hat und sich auch die Hackfresse von Hallervorden nicht mehr anschauen kann: Für euch ist dieser Film!
Jap! Wirklich!
Deutschland ist gerade aktiv dabei, Drama ganz neu für sich zu entdecken. Und es mag geradezu hämisch pervers anmuten, dass gestern so ein Ergebnis der Bundestagswahl zustandekommen ist. Auch hier wieder: Drama! Und das fast schon in Perfektion!
Und soviel sei verraten: Rock My Heart ist Drama, ohne den platten Humor, ohne irgendwelche Selbstdarstellungen, ohne Bezüge zu dem, was mal war. Es ist einfach ein Film, der durch Inhalte, emotionale Nähe und temperamentvolle Entwicklungen punktet und den Zuschauer in ein Geschehnis hineinreißt, dass ich niemandem wünsche.
Und um dem noch eins oben drauf zu setzen (und ihr wisst, wie sehr ich seine Charaktere hasse): Sollte sich Peschel weiterhin solche Rollen suchen, habe ich rückwirkend mit diesem Film meinen absoluten Frieden mit ihm geschlossen und werde künftig jedes Werk, in dem er mitspielt, mit Freuden konsumieren!
 

.kinoticket-Empfehlung: Fakt ist also: Wir haben es hier mit einem unfassbar glanzvollen, durch die Bank weg spannend inszenierten, Botschaft übermittelnden und packenden Film aus der deutschen Filmschmiede zu tun, der alle Argumente der Vergangenheit überflüssig macht und 1000 Gründe bietet, weshalb man gerade jetzt wieder in die Kinos gehen sollte.
Wenn ihr die Argumente verlieren möchtet, dass Deutschland nichts auf die Reihe bringt, dann zeigt den Kinos, den Studios, den Labels, den Regisseuren, den Darstellern, dass genau diese Art von Film die Form der Unterhaltung ist, die man sich wünscht und für die man auch gerne Fördergelder locker machen sollte!
Indem. Ihr. Ins. Kino. Geht!

 
Nachspann
setzt spielerisch ein, also nicht im Vollgalopp aus dem Saal sprinten, sondern schön gemächlich 🙂
Kinostart: 28. September 2017

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

Ihr wisst, was ich von deutschen Filmen halte, kennt meine abschätzige Meinung zu deutschen Schauspielern und deren Lautdarstellungen und vernehmt an dieser Stelle, dass selbst mein hoch geschätzter Sender ZDF hier coproduziert hat.
Beste Voraussetzungen für eine positive Kritik.
Spinnt der jetzt?
Zugegeben, als ich Milan Peschel auf der Darstellerliste entdeckt habe, kamen in mir auch die größten Angstgefühle hoch und ich befürchtete das Schlimmste. Vielleicht war das auch grade mein Glück, denn mit derart niedrigen Erwartungen liegt die Arbeitsleistung dann wieder darin, diese nicht noch zu unterbieten, sondern einfach nur mäßig gute Arbeit abzuliefern.
Es wurde mehr getan. Sehr viel mehr. So richtig viel mehr.
Irgendwie fällt nämlich gar nicht so richtig auf, dass das hier eine deutsche Produktion ist, wenn man über die üblichen Filmkinderkrankheiten mal hinweg sieht. Im Gegenteil: Timm Thaler oder das verkaufte Lachen hat mir sogar bis auf ein paar Ausnahmen so richtig gut gefallen.
Und das meine ich diesmal auch nicht ironisch. Gut, das Lachen des Kleinen wirkt auf den ersten Moment doch etwas befremdlich und unfreiwillig komisch, jedoch gewinnt Arved Friese als Hauptdarsteller dieser Kinderbuchverfilmung dann ganz schnell die Sympathie aller Anwesenden und punktet als glaubwürdiger und überaus charmanter Jungdarsteller in einem Bühnenstück, das die Empore guter Filme recht schnell erklimmt.
Gedreht wurde in Halle (Saale), Sachsen-Anhalt, Berlin und Umgebung und dabei eine sehr tiefgründige, Fragen aufwerfende Geschichte erzählt, die sich mit den wichtigen Themen unserer Zeit auseinandersetzt und somit nicht nur dem jungen Publikum ein Forum für Überlegungen und Diskussionen bieten.
Dabei wird dem zärtlichen Aufbau von Gefühlen und Magie, Neugier, Herausforderungen und Problembewältigung in der sicheren Atmosphäre eines Kinder- und Jugendfilms sehr viel Raum geboten. Man hat während des Schauens sehr viel Zeit zum Entdecken und Erkunden des Lebens und stellt dem Zuschauer die Frage danach, was wirklich wichtig ist und zählt.
Einzig die Rolle des Justus von Dohnanyi hat mir ob der Undurchsichtigkeit seiner Handlungsmotive nicht ganz so gefallen, was aber dem ansonsten gut durchstrukturierten Plot mit aufgeweckten Figuren und klaren Zielen nicht weiter schadet.
Lobend erwähnen möchte ich auch nochmal die Kulisse, die hier genutzt wurde, die malerisch durchaus mit Design und Ästhetik zu beeindrucken weiß.
 

.kinoticket-Empfehlung: Nicht nur als Kinderbesitzer sollte man hier zuschlagen und die Chance auf richtig gutes, unverdorbenes und lehrreiches Kino vertun, sondern ein .kinoticket lösen und die große Version dieses Kinderuniversums in vollen Zügen genießen.
Der Plot ist abwechslungsreich, spannend und wird vom gesamten Cast super rüber gebracht, hier und da gibt es ein paar kleine Mankos, die aber dem gesamt positiven Eindruck keinen Schaden zufügen.
Daumen hoch!

 
Zum Schluss noch ein paar interessante Fakten über das Lachen
© Constantin Film Presseheft
☑️ Die Wissenschaft vom Lachen heißt Gelotologie und stammt vom griechischen “gelos” ab, was soviel wie “das Lachen” heißt.
☑️ Das Lachen war ursprünglich eine Drohgebärde und entstand aus dem Zähnefletschen.
☑️ Beim Lachen aktiviert der Mensch 80 Muskeln, davon 17 in seinem Gesicht.
☑️ Die Redensart “Ich mache mir vor Lachen in die Hose” hat einen wahren Kern. Denn das Lachen entspannt die Blasenmuskulatur.
☑️ 20 Sekunden herzhaft zu lachen entspricht in etwa der körperlichen Leistung von drei Minuten schnellem Rudern. Somit kräftigt Lachen das Herz-Kreislauf-System.
☑️ Bären können nicht lachen, ihnen fehlen die entsprechenden Muskeln im Gesicht.
☑️ 1998 wurde der Weltlachtag eingeführt. Am ersten Sonntag im Mai lachen die Teilnehmer in mehr als 100 Ländern um Punkt 14 Uhr deutscher Zeit eine Minute lang.
☑️ Der Weltlachtag ist eine Initiative des Inders Madan Kataria, dem Gründer der weltweiten Yoga-Lach-Bewegung.
☑️ In einem Sketch der Comedytruppe Monty Python setzt das britische Militär im Zweiten Weltkrieg den “lustigsten Witz der Welt” als tödliche Waffe gegen die deutsche Wehrmacht ein.
 
Nachspann
Optisch anfangs ansprechend gestaltet bringt einen dieser auch bei gänzlichem Schauen nicht zu noch mehr Bildmaterial. Rausgehen ist also erlaubt.

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

Was freuen wir uns alle, endlich sind wieder echte deutsche Männer auf der Leinwand und sie trinken Bier! Yeah – ein Grund, um ins Kino zu rennen und so richtig zu … kotzen!
Wenn das eine großangelegte Kampagne für diese typischen Bierhelme sein soll, dann mag ich der Aktion noch ihren Segen absprechen, für einen Kinofilm war mir aber der Fremdschämfaktor um einiges zu groß, als dass ich hier auch nur eine Blüte Gutes an dem Titel lassen könnte.
Entschuldigung – die Charaktere entspringen wieder mal gefühlt der Feder eines zweitklassigen Praktikanten, dem in seiner Vorlesung langweilig war und der irgendwas mit Bier machen wollte. Und genauso ergreifend sind auch die Auswüchse der Charakterprofile, die man im Film umgehend beleuchtet…. äh … einfach zeigt und da ist er. Yoah, das war’s dann auch. Achso, jetzt passiert dann noch irgendwas … egal, trinken wir erstmal ein wenig Bier.
Ich spreche hier nicht von Vorhersehbarkeit – das ganze Teil ist vorhersehbar. Ich spreche auch nicht davon, dass man nicht allzu ausführlich ins Detail abdriften muss, um eine Person näher zu beleuchten und ihr einen Rahmen und eine Seele zu verpflanzen. Ich spreche davon, den Leuten überhaupt Geist einzuhauchen, um sie fit für die Leinwand zu machen und etwas zu liefern, das dem Zuschauer auch Anreiz bietet, um überhaupt ins Kino zu gehen, wenn man nicht besoffen ist.
Denn nur in besoffenem Zustand kann der Film vielleicht Spaß machen, wenn man nichts mehr von Logiklücken merkt, die idiotische Spielweise der Darsteller billigt und sich nicht über die völlige Realitätsferne aufregt, die hier im Film als gegeben hingenommen und toleriert wird.
Anspruch? Fehl am Platze. Stattdessen hat man ein klein wenig Esprit in die Auswahl der Schauplätze investiert und diesen Punkt auch gleich mal klammheimlich zum eigentlichen Star des Films gekürt, denn sehr viel mehr kommt da nicht mehr – abgesehen vom Bier. O_o
Die aufgesetzte Fröhlichkeit ist bald dahin, der siechend-schmelzende Tiegel an Freundlichkeiten und Moralapostelgetue auch schon zur Stelle, dazu noch eine Brise gequirlte Facebook-Funny-Site-Weisheit und fertig ist der Mix an deutscher Unterhaltung, der uns international wieder ein Stück mehr lächerlich macht.
Und Jungs – ich hab nichts dagegen, wenn man hier Randgruppen anspricht, die inzwischen keine Randgruppen mehr sind und auf Dinge eingeht, die in unserer Gesellschaft Einzug halten und daher auf die Gesprächslisten gehören, damit sich die Bevölkerung damit auseinandersetzt und endlich Licht ins Dunkel bringt und Vorurteile ausräumt – aber so?
Das war für mich einer der größten Rückschritte, die man in diesem Fall überhaupt hat machen können, der für mich eher wieder für mehr Intoleranz und Rassismus wirbt, um dieser Peinlichkeit einfach ein Ende zu setzen.
Auch wenn das ein gut gemeinter Versuch gewesen sein soll – sorry, das ist einfach nur peinlich, beschämend und lächerlich, wie gezwungen und unbarmherzig man damit an dieser Stelle umgeht.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ich versuche immer, das richtige Publikum für den Film zu finden, und da fallen mir an dieser Stelle nur besoffene Kids ein, die etwas professionellere Handyvideos kucken wollen und auf Bier stehen.
Für alle anderen kann sich der Film als ganz tief empfundener Griff ins Klo entpuppen, denn keiner der Schauspieler überzeugt hier mit Leistung und die Story ist auch komplett für die Katz.
Und als jemand, der Horror und Psychospielchen, die weit über den Rand des Üblichen hinausgehen, mehr abgewinnen kann als andere, hab ich zum ersten Mal ein ganz klein wenig Hass für die Pietätlosigkeit empfunden, mit der man hier auf Basis der Emotionen der Zuschauer spielt, auch wenn diese am Schluss dann in die richtige Richtung aufgelöst wird, alles andere hätte man wohl auf den Index geschoben.
Ich würde auf jeden Fall nicht mehr reingehen und kann das auch niemand anderem empfehlen – dafür läuft zur Zeit einfach viel zu viel besseres, mit dem man sich die Zeit im Kino versüßen könnte.

 
Nachspann
darf man abwarten, der ist voll mit Material und das auch bis ganz zum Schluss.

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

So farbenfroh das Plakat an den Wänden prangt, so sommerlich frisch mutet der neuste Streich der beiden Kid-Agenten auf der großen Leinwand an, über deren letztes Spektakel ich mich ja auch schon äußerst positiv ausgelassen hatte.

Kaum zu glauben, aber ich habe mich auf diesen Titel irgendwie gefreut. Zwar ist dieses Genre nicht unbedingt auf der Top 5 meiner Filmvorlieben anzutreffen, jedoch überwiegen hier erneut die Punkte, die auch schon beim zweiten Teil maßgeblich waren: Man hat ganz große Mühen investiert, um nicht nur kindgerechte Unterhaltung zu liefern, sondern diese auch noch mit Unversehrtheit und extrem hohem Bildungswert auszustatten.

So erlebt man als Zuschauer eben nicht nur die spannende Reise der beiden durch die durchaus kurzweiligen Abenteuer, sondern erntet auch als Erwachsener eine Portion absoluter Filmgesundheit, wenn man spürt, wie normal, unbefangen, ehrlich und nicht-zerstörerisch die gezeigten Szenen hier liebevoll ineinander spielen.

Die Boshaftigkeit, der kaputte Humor, das Kundenfischen durch Ausrichtung auf Fäkalhumor und Billigwitze bleibt hier völlig aus und liefert genügend Spielraum, um dem Werk zu Recht das “Prädikat besonders wertvoll” zu verpassen.

So fies man als Erwachsener über Kinderfilme urteilen kann, so unmöglich erscheint es mir, über Werke wie dieses etwas negatives zu sagen, denn unter Anbetracht der Tatsache, dass das Zielpublikum hier tatsächlich unterhalb der Jugendlichkeit angesprochen werden soll, hat man meines Erachtens an dieser Stelle absolut alles richtig gemacht, um ein Finalprodukt abzuliefern, an dem sich große TV-Anstalten und öffentlich-rechtliche Sender ein Vorbild nehmen sollten.

 

.kinoticket-Empfehlung: Als Familienfilm absolut empfehlenswert und frei von jedweder geisteszerstörender Bosheit, ohne dabei ins Dutschi-Dutschi-Baby-Getue abzurutschen.

Würde man mich dazu zwingen, mir einen Kinderfilm rauszusuchen, den ich mir ansehen müsste, würde ich ohne zu zögern zur “Rico, Oscar und…“-Reihe greifen und hätte beim Schauen sogar meinen Spaß dabei.

Daumen hoch, so wird perfekte Unterhaltung für jüngere Kinobesucher gemacht!

 

Nachspann
belebt durch animierte Bildchen, zeigt aber keine weiterführende Szenen.

Kinostart: 28. April 2016

Social: www.facebook.com/RicoOskar.Filme

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment