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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Maya Rudolph

The Happytime Murders

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© 2018 TOBIS Film GmbH

 
Brian Henson – da klingeln ansatzweise bei einigen tatsächlich die Glocken – und ja, ihr habt Recht: Es ist der Sohn des legendären Jim Henson, dem wir alle die Sesamstraße zu verdanken haben.
Nur dass der Sesam inzwischen verschimmelt und die Kulissen rund um Anstand, Ehrlichkeit und Moral eingerissen wurden und man sich auf das besinnt, was zwischen den Drehpausen veranstaltet und von den auf dem Set rumspringenden Kindern aufgefasst wurde: Die puren Sexwitze.
Hier gib’s also kein Niveau, es geht auch nicht um Niveau, es geht um äh … Wixxe. 😀
Ja, das ist tatsächlich der erste Film, den ich mir ansehe und bei dem ich bedauere, dass man dennoch versucht hat, irgendwie ein wenig “Story” in das Ganze zu bringen: Man hätte einfach dabei bleiben und diesem stupiden Schwachsinn 100% Sendezeit geben sollen, dann wär’s ein mega Deal geworden.
So flattern nur ansatzweise echt geile Jokes rüber und man bekommt am Anfang die volle Dröhnung in den Arsch geblasen, versucht dann aber, dem noch irgendeinen dummen Tiefsinn abzugewinnen und fährt dabei das Teil marode an die Wand.
Ernsthaftigkeit ist hier sowas von fehl am Platze und die an Sieben erinnernde Unterschwelligkeit hätte man sich sonst wo hin stecken müssen. Dieses Teil lebt vom Doof sein und fordert dabei auch die Lachmuskeln heraus, das ganze “Da muss jetzt aber auch noch mehr kommen, als irgendwelche versauten Anspielungen” macht eben dieses Leben aber kaputt und zerstört somit auch die Oberflächenspannung, auf der das Teil dahinschwimmt.
Selbst Melissa McCarthy passt gut in diesen Film und liefert hervorragende Sprachduelle, die die “miese Stimmung” immer wieder mal aus der Versenkung hieven, allein das reicht am Schluss aber nicht mehr, um wirklich begeistert von dem Streifen zu sein, auch wenn die Idee gar nicht schlecht ist und man quasi das “Quatsch machen und Rumblödeln” zwischen den Drehs zur Hauptattraktion erklärt hat.
Was ich jedoch begrüße, ist die Tatsache, dass man einen “Puppenfilm” nur für Erwachsene kredenzt hat, der zwar auch eine niedrige Freigabe genießt (klar, kein Blut, eher Plüsch!), seine Zielgruppe aber eindeutig im späten Rotlicht-Milieu sucht und nicht in den Kindervorstellungen.
Somit kümmert man sich um das fast ausgetrocknet-halbtote Nischenvolk und liefert endlich wieder einen Streifen ab, der nicht nach Mainstream-Breite sucht, sondern ein spezielles Publikum hat, dieses aber hervorragend bedient. Diese Richtung ist superlöblich und sollte von vielen anderen Genres genauso wieder angegangen werden, dann haben wir bald wieder Vielfalt auf den Leinwänden und müssen uns nur noch darum kümmern, dass die richtigen Leute in den richtigen Vorstellungen landen – und das Glück explodiert.
 

.kinoticket-Empfehlung: Befriedigt 😉 eine ganz spezielle Truppe und bietet anfänglich ein enormes Lachpotenzial, dass mega Lust auf den Film macht, die der dann aber aufgrund einer Sinnsuche nicht wirklich liefert.
Man hätte einfach doof bleiben sollen und sich nicht um irgendwelche Erzählstränge reißen müssen: Komplett unter der Gürtellinie hätte daraus etwas fast schon Heiliges gemacht . Setzen, Sex – und nächster Versuch bitte .

 
Nachspann
✅ Hier finden sich im Wallpaper-Background noch ziemlich lustige “Cover”-Parodien wieder. Sitzenbleiben lohnt also.
Kinostart: 11. Oktober 2018
Original Title: The Happytime Murders
Length: 91 Min.
Rate: FSK 12

How to Party with Mom

Melissa McCarthy ist keine A-Bomben-Ikone auf der Leinwand, hat aber ihr eingeschworenes Fan-Publikum und kämpft sich – auch in Hollywood – mit ihrer eigensinnigen Art immer wieder ihre eigene Bühne frei. Ich finde, in letzter Zeit trumpft sie immer bessere Rollen auf und überzeugte seinerzeit in Spy – Susan Cooper Undercover, legt dann mit Ghostbusters: Answer the Call einen drauf und erreicht meiner Meinung nach jetzt in How to Party with Mom ihren Karrierehöhepunkt bislang.
Was ihr für einen erfolgreichen Kinoabend benötigt: Einen Kinosaal, der mit ausreichend gemischtem Publikum gefüllt ist und jede Menge Gute Laune. Der übliche “Hey, wir sind Frauen und wir hauen jetzt so richtig auf die Kacke”-Mist, den man erwartet, kommt nämlich nicht, sondern ein sehr, ich möchte fast schon sagen, ruhiges, reflektiertes und irrsinnig witziges Kinostück, dass diesmal nicht auf “Scheiße bauen” setzt, sondern sich in Dialogvielfalt und Humor übt, der sowohl im Original als auch in der deutschen Synchronisation zum Schreien geil ist.
Dazu ist anzumerken, dass der Film diese Faszination und Humorgewalt anfangs zwar anteasert, dann aber stückweise aufbaut und erst in der zweiten Hälfte so richtig auf die Zwölf haut und alles mögliche rauslässt, ohne dabei in irgendeiner Form beschämend und lächerlich zu werden.
Was dabei ebenfalls unglaublich gut passt, ist die Zusammenstellung der Protagonisten, die allesamt herrlich schräg sind und ihre ganz eigenen Macken mit in die Runde werfen, daraus entspringt ein mega sympathisches Frauenteam, dem hier Tor und Tür geöffnet wurde, um sich einfach mal herzlichst ausleben zu dürfen.
Selbst die teils verbissenen Pressemenschen hatten während der Vorführung stellenweise ihren Spaß und beim Publikum während der Sneak Preview kam der Film irre gut an. Man sollte also dem Wesen von McCarthy schon ein klein wenig aufgeschlosen sein, wenn man sich dann aber darauf einlässt, wird’s ein herrlicher Abend mit vielen Lachern und wunderbaren Gags.
 

.kinoticket-Empfehlung: Beste Unterhaltung basierend auf tollen Dialogen und Wortwitz, der mit Schlagfertigkeit und subtiler Verdorbenheit punktet und im Frauengespann wahnsinnig Spaß macht!
Melissa McCarthy landet meiner Meinung nach hier einen richtigen Hit und toppt ihre eigenen Filme um Längen. Auch das Drumrum passt alles. Damit hat man einen “Partyfilm”, der so vollständig anders als seine Kollegen daherkommt und auf der großen Leinwand in gefüllten Sälen unfassbar viel Spaß macht. Also ladet eure Freunde und Familie ein, besorgt euch zu Futtern und genießt dann einen unbeschwert geilen Abend gemeinsam im Kino eurer Wahl.

 
Nachspann
❌ abwarten lohnt sich nicht, my Darling!
Kinostart: 5. Juli 2018

Maggie's Plan

“Darunter kann ich mir mal absolut nichts vorstellen.” – so derjenige, der um den heutigen Sneak-Titel wusste und mir nicht mehr verraten wollte.
Gehört, gelesen oder sonstwie publiziert hat auch keiner irgendwas, das mir in die Augen gestochen wäre – und vielleicht ist das auch ganz gut so.
Maggie’s Plan erweckt den Anschein, jemand würde vorgeben, mit reichlich Intellekt gesegnet zu sein und hätte nun den Auftrag, einen Woody Allen zu kopieren und mit genügend unverstandener Sprache zu füllen, um daraus ein Werk zu kredenzen, das von der Presse hochgelobt wird und vom Publikum letztendlich verschmäht.
Schaut man sich die bis dato spärlichen Rezensionen dazu an, könnte man meinen, der Plan hat funktioniert. Die Ambivalenz des Films besteht darin, seine sowohl charakterliche als auch Plot-bezogene Entwicklung durch absoluten Stillstand zu definieren: Es passiert einfach mal rein gar nichts. Die Handlung besteht mehr oder weniger nur aus Gequatsche, mit dem vielleicht Frauen glücklich werden, die die typischen New Yorker Frauenfilme gutfinden, in denen auch immer und immerzu geredet wird.
Anfangs sogar so weltfremd, als könnte man meinen, jemand hätte sich hier in den Untiefen einer Universität verirrt und würde schon seit Jahrzehnten den Weg an Gottes Sonnenlicht nicht mehr finden. Was anfangs noch etwas wie Irrational Man ausgesehen hat, entpuppte sich schnell als seelenloses Geistwesen, das seinen Charme dadurch auszeichnet, dass auf der Rückseite irgendwas von “Made in China” steht und somit signalisiert, dass der vorgebrachte Echtheitswert eines Da Vinci tatsächlich von Honshon Khi Gau stammt, den kein Arsch kennt und auch irgendwie niemand kennen will.
Ethan Hawke und Julianne Moore sind jetzt zwar nicht gerade zwei Schauspieler, die ich persönlich von der geistigen Bettkante stoßen würde, und diese eine Zehntelsekunde, die ihren Charakter im Film definiert, spielen die beiden auch hervorragend, allerdings fehlt diesem Teil einfach eine eigene Seele und vor allem eins: Bewegung.
Es ist so furchtbar anstrengend, dem so dermaßen schmerzhaft-vorhersehbarem Plot zu folgen, der sich noch nicht mal Mühe dazu gibt, mit Wendepunkten zu überraschen, sondern einfach nur platt und erbärmlich ein Konzept in den Mund knallt, das nicht nur nicht schmeckt, sondern irgendwie in sich auch schon vergoren und schlecht geworden ist. Und selbst, wenn es mal dazu kommt, Momente zu erschaffen, die hier wieder großes Gefühlskino zulassen würden, dann enden diese Phasen in derart unromantischen, jämmerlichen Szenen, die noch nicht mal Entschuldigungen oder Mitleid zulassen, sondern eher auf schamhafte Weise ein nicht zu unterdrückendes Lachen hervorrufen ob der unvergleichlich platten Darstellung, die einzig zum Ziel hat, dem Moment jegliche Relevanz zu entziehen.
Mein langfristiger Sneak-Freund und ich (Grüße ins OEZ) haben hinterher scherzhafterweise noch darüber gewitzelt, dass dir im Leben niemals einer begegnen wird, der dich danach fragt, ob du diesen Film hier gesehen hast – und ich fürchte, an dieser Aussage ist extrem viel Wahrheit dran.
Die Bedeutungslosigkeit dieses Machwerks schreit schon nicht mehr zum Himmel, sondern ist vollständig in der Hölle gefangen. Nach dem Film vergehen keine drei Minuten, bevor alles vergessen und durch Egalität im Nirgendwo verschwunden ist, weil davon rein gar nichts hängen bleibt, das dir in irgendeiner Form emotional oder wissentlich weitergeholfen hätte.
Gehört man zu den Streber-Studenten, die hier ihren Mikrokosmos aufleben sehen, mag man vielleicht stellenweise seine Freude an verschiedenen Ausdrucksweisen haben, die fürs Allgemeinpublikum aber eher verwirrend, verstörend und unzulänglich sind und somit auch keinerlei Sympathiepunkte auf die Guthabenseite schreiben.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wenn du den Titel liest, dann renn … und zwar nach draußen und möglichst weit weg.
Es war für mich unglaublich anstrengend, diesen Film bis zum Ende zu sehen und mitzuverfolgen, was da nun jetzt “passiert”. Mit viel Gutgläubigkeit und gutem Willen kann man darein vielleicht noch eine künstlerische Handlung interpretieren, die es fertigbringen wollte, einen Kinofilm zu erschaffen, der sich durch absolut nichts hervortut – gelungen ist dieses Experiment in meinen Augen aber gar nicht, sondern eher ein Paradebeispiel für Ausreden der Filmförderung, in Zukunft nicht ausgewiesene Konzepte zu unterstützen und zu fördern.
Bleibt draußen und nehmt lieber cineastische Alternativen, auch wenn davon zur Zeit auch nicht so arg viel über die Leinwände schwirrt.

 
Nachspann
Wenn da jetzt noch ein Nachspann gekommen wäre – wäre das eine Überraschung gewesen. Und das passt absolut nicht zum restlichen Konzept des Films.

Angry Birds (3D)

Von Milliarden heruntergeladen, von Millionen gespielt und nun als Verfilmung auf der großen Leinwand: Angry Birds.
Der Trailer war Dauerbrenner in sämtlichen Vorstellungen der letzten Wochen und proklamierte hier weder den totalen Durchbruch in der animierten Szene, noch den Rohrkrepierer des Verkaufsschlagers der Spieleindustrie.
Der Film strengt sich wirklich an, beide Vermutungen zu bewahrheiten. Auch hier hat man wieder den Fehler gemacht und den zweiten Trailer rausgehauen, um die Leute bei der Stange zu halten und ihnen Futter vor die Füße zu werfen, damit sie nicht angewidert von dannen ziehen und sich doch etwas anderes anschauen. Daraus resultiert wieder viel zu viel Vorwissen und viel zu viele verschenkte Gags, die dann im Film nur noch mit “Ahh ja” und nicht mehr mit lautem Gelächter beantwortet werden können, was den Spaß am Schauen deutlich mindert.
Ich bin immer ein Freund davon, wenn man unberührt in einen Film geht und vorher einfach gar nichts weiß, was angesichts der Trailerhäufigkeit bei normalen Kinogängern schwer zu meistern war.
Und dementsprechend lau biedert sich dann auch die Story an. Klar, was will man über ein Vieh erzählen, das in einem Shooter-Videospiel Hauptdarsteller war und quasi eher die jüngere Riege unterhalten hat? Den großen Wurf braucht also niemand erwarten und dennoch hat man sich Mühe gegeben, hier eine verwertbare Story auf den Tisch zu hauen, die dreidimensional prächtig umgesetzt ist und somit wieder voll und ganz die Stärken der Animation an dem Ort ausspielt, für den 3D geschaffen wurde: Kino.
Mit seiner schrillen Farbenpracht und der quietschigen Art dominiert man hier die Säle tatsächlich mit dem Charme der Spiele und liefert eher buntes Kinderfernsehen als ernstzunehmende Kinokost. Und genau das könnte Erwachsenen wohl eher zu Schaffen machen.
Obwohl Animation für mich nicht gleichbedeutend mit Kinderfilm ist, sondern durchaus auch unterhaltsam für Erwachsene sein kann, hat man bei diesem Film im Vergleich zu laufenden Alternativen dann doch eher das Gefühl von mittelmäßiger Oberflächlichkeit und dem Wunsch, mit einem Spielehit im Kino noch einmal ganz groß rauszukommen.
Und genau das wird wahrscheinlich auch passieren. Der Sommer und die Ferien werden’s offenbaren.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer die Spiele früher unglaublich gemocht hat und in den Charme dieser Welt jetzt nochmal eintauchen will, der hat mit Angry Birds (3D) die Chance, das gebührlich zu tun.
Wer lieber gute Unterhaltung sucht und nicht in nostalgischen Erinnerungen schwelgen möchte, der sollte andere Tickets lösen, denn als alleinstehendes Werk sehe ich eher Schwierigkeiten darin, dem Film seine Größe abzukaufen.

 
Nachspann
Nicht vorschnell aufspringen, hier kommt noch etwas. Also ruhig etwas durchhalten.

Sisters

Was hab ich auf die Veröffentlichung von Deadpool gewartet und hingefiebert … und geliefert wurde Sisters. Mit so einer Enttäuschung schon vor dem Vorspann konfrontiert zu werden, benötigt bei mir dann viel Aufwand, um mich wieder in eine halbwegs akzeptable Stimmungslage zu versetzen. Und das hat Sisters so absolut gar nicht geschafft.
Der Film war von mir zwar auf die Liste der zu sichtenden Filme gesetzt worden, weil im Trailer schon einige Szenen angerissen wurden, die ihn für halbwegs sehenswert ausgezeichnet haben, jedoch bestanden meine Hoffnungen darin, die sehnsüchtig herbeigewünschte Kippe zum empfehlenswerten Comedy-Streifen zu schaffen, statt den Zuschauer mit biederen Billigwitzen zu konfrontieren und darauf zu setzen, dass genügend Dumme im Publikum sitzen, die so etwas lustig finden.
Zur Zeit wird viel Fäkalhumor versprüht und auf Themen gesetzt, die weder mit Sittsamkeit noch anständigen Lehren zu tun haben. Vermutlich holt man so aus der unteren Gesellschaftsschicht wieder Kohle nach oben, um neue Einnahmequellen zu sichern und Menschen ins Kino zu locken, die sowas “geil” finden.
So und nicht anders wirken Tina Fey und Amy Poehler auf mich, wenn sie als viel zu alte Spinatwachteln versuchen, ihre verlorene Kindheit zurückzuerobern und damit kläglich scheitern. Denn nicht anders kann man das Unterfangen der beiden bezeichnen. Nochmal jung sein, nochmal Party machen, nochmal im Kielwasser von Robert DeNiro mitschwingen und einen Erfolgshit landen, der die Massen ins Kino zieht … der Plan ist fehlgeschlagen.
Der Humor trifft absolut nicht meinen Geschmack, sondern löst eher würgereizbehaftetes Fremdschämen aus. Das Niveau der Jokes ist derart niedrig, dass der Fall gar nicht lange dauern kann. Irgendwie will keine Stimmung aufkommen, die etwas von Heimeligkeit oder Sympathie in sich trägt, sondern man fragt sich eher die ganze Zeit, wie lange man dieses Pack noch ertragen muss, bevor man endlich vom Nachspann erlöst wird.
Klar, einen oder zwei gibt’s immer, die dabei dann lachen – was für mich einfach nur zeigt, dass die Gesellschaft Gottseidank immer noch aus verschiedenen Charakteren besteht und nicht alle denselben Humor haben. Und das ist für mich auch der einzige Grund, weshalb dieser Film “besteht”: Es gibt Menschen, die sowas tatsächlich lustig finden und für die ist der Film da. Alle anderen sollten einen weiten Bogen darum machen, denn unter lachkrampfartiger Unterhaltung verstehe ich etwas völlig anderes.
So richtig Sinn macht der Film überhaupt nicht, da weder etwas positives vorgelebt wird, noch irgendwelche nachahmbaren Ziele vorgestellt werden, die erstrebenswert wären. Am Ende ist einfach alles sinnlos und das Fremdschämen war völlig umsonst, was nicht zuletzt am Nachspann ersichtlich ist, wenn offensichtliche “Outtakes” vorgestellt werden, die einfach nicht witzig sind.
Hier wird also mit den Elementen gespielt, die man schon aus Filmen wie Bad Neighbors kennt: Einfach wahnsinnig übertrieben, viel zu alt und dann auf jung getrimmt und einfach nur durchgeknallt sein, ohne großartige Inhalte dazu zu liefern. Hätte man hierzu noch etwas mehr Profil auf die Gesichter projiziert, dem ganzen etwas mehr Seele eingehaucht und auf einige Peinlichkeiten verzichtet, wäre daraus sicherlich eine interessante Gesellschaftsstudie geworden, die auf komischer Plattform die unverhinderlichen Züge des Lebens analysiert und damit umzugehen versucht.
Und was kommt dabei raus?
“Komm, machen wir einfach ganz viel unter der Gürtellinie und hauen richtig auf den Putz, dann wird das schon werden.”
Und ganz so einfach ist es am Ende dann eben doch nicht, weil die Enttäuschung nicht nur permanent in der Luft liegt, sondern Kinder gebiert und in den Mägen der Zuschauer so richtig zum Tragen kommt. Fehlschuss.
 

.kinoticket-Empfehlung: Man schaue sich den Trailer mit offenen Augen an und sei sich dessen bewusst, dass hier kein großartiges Etablissement dahintersteckt, sondern “mehr” einfach nicht kommen wird.
Ist man mit dieser Tatsache befriedigt, wird man im Film durchaus respektabel unterhalten und kann vielleicht hier und da auch mal lachen. Findet man diesen Humor absolut nicht witzig, dann ändert der Hauptfilm auch nichts mehr an der Tatsache, dass hier einfach der Boden fehlt, auf dem das Konstrukt gebaut werden soll. Und solche Einrichtungen sind von vornherein dazu verdammt, zu scheitern.

 
Nachspann
liefert die oben bereits erwähnten “Outtakes”, wobei ich mir da nicht ganz sicher war, ob die nicht absichtlich produziert wurden. Ich fand’s im Gegensatz zu anderen Filmen absolut nicht komisch, sondern eher erbärmlich.

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