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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Marisa Tomei

The First Purge

Wenn “Purge” im Titel vorkommt, darf bei den Producern so viel Blumhouse Productions stehen, wie will: Dann hab ich mit diesem Label meinen absoluten Frieden. The First Purge ist nach The Purge – Die Säuberung, The Purge: Anarchy und The Purge: Election Year bereits das vierte Filmchen dieser grandiosen Spielfilmreihe und begeistert ein weiteres Mal mit unerwartetem Tiefgang und grandiosen Horrorfilmeinlagen.
Inzwischen hat Blumhouse Productions als Probier-Label von sich reden gemacht, die Dinge testen, die sich sonst keiner der großen Studios mehr traut. Die Produktionskosten sind in fast allen Fällen überschaubar gering und somit ist ein möglicher Flop durchaus verschmerzbar, zumal sich kommerziell gesehen in letzter Zeit öfters ausgezahlt hat, dass man sich solch neuer Filmversuche angenommen hat.
The First Purge ist kein Filmversuch mehr, sondern bereits die dritte Fortsetzung einer großartigen Filmidee, die eben nicht auf stupides Blutgeplänkel und billige Gore-Effekte setzt, sondern sich psychologisch als auch politisch mit möglichen Szenarien einer absurden Welt auseinandersetzt und diese einfach mal durchexerziert. Entertainment at it’s best: Man nutzt gekonnt die Leinwand für psychologische Spielchen, die in der realen Welt undenkbar wären und sorgt so für großartige Unterhaltung in ihrer vollen Blüte! Es macht einfach nur Spaß.
Nun könnte man meinen, dass man im vierten Teil nun endlich allen Saft aus dem Wollmilchkuhschwein herausgepresst hätte und nicht mehr viel Neues hinzukommen kann: Es wurde alles gesagt, es wurde alles gezeigt und nun geht’s in immer wiederkehrende Wiederholungen rasant in Richtung Langeweile? Nein! Genau diese Erwartungen mag man vielleicht als unvoreingenommener Kinobesucher anfangs haben, aber genau da erlebt man, weshalb ich diese Filmreihe so sehr schätze: Man trumpft mit Inhalten und gibt sich nicht mit billigen Wiederholungen zufrieden.
Es sind eben nicht die sonst bekannten Splatter-Erfahrungen, die abseits jedweder Vernunft und Größe den Geist dieser Horrorlandschaft ausfüllen, es sind wohl durchdachte, provokante und tiefgründige Gedankenexperimente, denen man Leben einhaucht und ihnen Bilder und Töne angedeihen lässt, damit sich der Zuschauer gänzlich darauf einlassen und die Folgen dessen genießen kann. Selten hab ich so viel Menschlichkeit in einem Film gesehen, dessen Aufgabe es ist, das Leben in jeder Form zu verachten und den niederträchtigsten Gelüsten Freiraum zu verschaffen!
So mag vielleicht der ein oder andere enttäuscht sein, weil die Werbung, .trailer und Poster andere Töne angezeigt haben, der Film selbst überrascht aber mit einer großartigen Portion Seligkeit und türmt dabei die professionellen Erwartungen an diese Filmreihe weiter nach oben auf: The First Purge zeigt Größe und beweist einmal mehr, dass Horror nicht gleich Stumpfsinn sein muss: So wird’s eben richtig gemacht!
 

.kinoticket-Empfehlung: Anders, als so manch einer vielleicht erwarten würde, aber dafür umso reichhaltiger und bewundernswerter: The First Purge opfert seine Liebe dieser ausgefallenen Idee und steht als Prequel ganz oben auf dem Treppchen der gelungenen Fortsetzungen.
Soundtrack, Kulisse, Dramaturgie und Tiefgang als auch Kostüme und Masken: Hier hat man richtig investiert und sorgt einmal mehr für offenes Staunen und Verwunderung, wenn auch aus völlig anderen Beweggründen als anfangs angenommen. Diesen Film darf man sich als wahrer Purge-Fan sowieso nicht entgehen lassen!

 
Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, es sei denn, man steht auf den Soundtrack 😉
Kinostart: 5. Juli 2018

Spider-Man: Homecoming (3D)

Einigen wird wohl nicht entgangen sein, dass sich Robert Downey Jr. höchstpersönlich dafür entschieden hat, aus dem Marvel-Universum auszusteigen, solange es noch nicht peinlich geworden ist. Seine Zeit war bei Iron Man, wo er sagenhafte Leistungen ablieferte und als Filmserienheld Reden von sich machte.
Danach holte man ihn immer an Deck, wenn man mal wieder eine funktionelle Zuschauerspritze brauchte, oder einfach, um das Coolness-Level etwas aufzufrischen und andere Superhelden besser dastehen zu lassen. Denn, sind wir mal ehrlich: Mit einer Person allein funktioniert das in unserem Supergiganten-Universum nicht mehr wirklich. Die Zeiten haben sich irgendwie geändert und die Geschichten von früher müssen heute einfach anders erzählt werden. Und da ist die Auswahl der Hauptdarsteller manchmal eine ganz wichtige Angelegenheit.
Zu Downeys Coolness gehört neben einer sensationellen Schauspielerleistung aber auch, dass man sich würdig von den Bühnen der Welt verabschiedet und nicht verkrampft versucht, bis zum Schluss Kasse zu machen und auf Teufel komm raus nochmal zu brillieren (so wie man es bei Tom Cruise in Die Mumie vermuten könnte).
Und statt zu zeigen, was für ein toller Hecht er ist, welche Brillanz und Größe an ihm verloren gehen wird, setzt er sich hin und überträgt dieses Level einfach gnadenlos auf den – meiner Meinung nach – besten Spiderman überhaupt: Tom Holland.
Hier zählt auch wieder, dass Marvel durchaus weiß, was es tut. Nach der sensationellen Niederlage von The Amazing Spiderman wollte man sich eine derartige Blamage nicht noch einmal geben und nahm deshalb vollständig die (kreativen) Zügel in die Hand, um einen Film zu kreieren, der von sich Reden machen wird. Und auf Holland ist die Rolle wie maßgeschneidert: Der Kerl bringt einfach alles mit, was es in heutiger Zeit braucht, um ein anbetungswürdiger Superheld zu werden: Er ist jung, süß, strotzt nur so vor jugendlicher Agilität und ist fesch in seiner Spielweise. Er geht neben den Schauspiel-Legenden keineswegs unter oder kämpft erbittert um Aufmerksamkeit, sondern spielt sich mit Tony Stark die Bälle zu, dass es nur so kracht. Die Synergie, derer die beiden sich bedienen, ist beispiellos. Es funkt – wie man so schön sagt – auf einer ganz anderen Ebene als erwartet.
Dazu trägt auch das Drehbuch und die ganzen Rahmenbedingungen bei: Man hält sich eben nicht mehr damit auf, eine bekannte Story jetzt nochmal zu erzählen, sondern setzt gewisse Vorkenntnisse voraus, die auch Nicht-Film-Kenner wissen sollten und steigt einfach gleich mit Vollspeed ein. Das macht aus dem Stück ein herrlich-neues, ebenbürtiges Iron Man-Abbild, dessen Elemente, die wir alle bis heute lieben, nun auf die nächste Generation übertragen werden.
Somit erlebt man als Zuschauer im Kino kein Revival alter Marotten, die einem das Gefühl geben würden, das Geld aus der Tasche gezogen zu kriegen, sondern erhält einen munter-heiteren Neustart in einem Universum, dass der Allgemeinheit bekannt ist und sich darum nicht länger an äußeren Erzählhistorien aufhält.
Und dieser Schachzug macht Spider-Man: Homecoming für mich zu dem besten Spider-Man überhaupt, der selbst sein Original noch übertrumpft. Genau wie auch schon bei The First Avenger: Civil War erkennbar war, dass Marvel noch ganz andere Trümpfe in der Tasche hat, hält man jetzt alte Versprechen und enttäuscht die Kinozuschauer ein weiteres Mal nicht.
 

.kinoticket-Empfehlung: Sollte man sich als Fan der Saga bekennen, stellt sich einem gar nicht die Frage, ob man nun hier rein geht oder nicht.
Für alle anderen ist dies der exakt richtige Zeitpunkt, um damit anzufangen und sich bei Bedarf dann die alten Streifen nochmal im Heimkino zu Gemüte zu führen. Und derer gibt es ja mittlerweile einige.
Spider-Man: Homecoming trumpft jedenfalls nicht nur mit unglaublichem 3D und genialer Frische auf, sondern verzückt auch in Sachen Soundtrack, Humor, schnellem Schnitt und unglaublicher Erzählfreude, die einem das Leben für gute 2 ¼ Stunden so angenehm wie möglich macht.

 
Nachspann
Üben wir einfach nochmal alle zusammen:
Ich darf in Marvel-Filmen niemals früher aufstehen.
Ich darf in Marvel-Filmen niemals früher aufstehen.
Ich darf in Marvel-Filmen niemals früher…
Ich glaube, irgendwann kapiert das auch der letzte. Und Leute: Auch hier beweist man wieder: Es ist ein neues Zeitalter angebrochen und die Jungs haben das tatsächlich kapiert und sind ihrer Zeit – selbst ganz zum Schluss – wieder weit voraus.
Kinostart: 13. Juli 2017

The Big Short

Anspruchsvisage aufgesetzt: Hier kommt ein Film, bei dem die Dummen schon vorher den Saal verlassen sollten – oder sich zumindest darauf einstellen, dass sie nach dem Gesehenen nicht mehr als solche bezeichnet werden können.

FaktThe Big Short trägt derart mit verbaler Kommunikation zwischen den Zuschauern und Machern auf, dass selbst gebildeten Bürgern das Folgen der Leitlinien im Film schwer fallen dürfte. Dies stellt jedoch kein Betrachtungs-Dilemma auf, da Adam McKay gekonnt Stilmittel einsetzt, um den Zuschauer bei der Stange zu halten und selbst trockene Themen wie diese unterhaltsam und kurzweilig präsentiert.

Fakt 2: Wer irgendwas mit Geld zu tun hat, sollte sich diesen Film ansehen!

Fakt 3: Wer nichts mit Geld zu tun hat, sich aber für Aktien, Banken, Finanzen, Gelder, Geldströme und die ausbeuterischen Machenschaften der (Welt)-Banken interessiert, sollte sich diesen Film ansehen!

Außerdem jeder, der einkaufend tätig ist oder in irgendeiner Form Waren gegen Geld veräußert oder ersteht. Und dann noch alle, die in unserem Zeitalter leben und die Finanzkrise 2008 bei lebendigem Leib mitgekriegt haben.

Zuguterletzt diejenigen, die planen, irgendwas in Richtung Aktien, Fonds, Anlagen, Wertpapiere, Wetten und ähnlichem in naher und später Zukunft zu machen.

Was hier offenbart wird, basiert zwar nur teilweise auf wahren Begebenheiten und erhält seine Inspiration ansonsten aus einem Buch von Michael Lewis, dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass mit dem Unwissen um unsere Finanzwelt hart und offen abgerechnet wird, indem man das dumme Publikum schlichtweg einfach mal eben … bildet.

Wo ARD, ZDF und Konsorten mit ihrem Bildungsauftrag versagten und stattdessen wild das unverständliche Gelaber der Presseagenturen herunterbeten, um die Zeit zwischen 20:00 Uhr und dem Spielfilm zur Primetime irgendwie sensationsheischend zu füllen, schickt sich dieser Film hier an und erpresst das Hirn eines jeden Zuschauers in kürzester Zeit mit wahnsinnig wichtigen Fakten, die einem – die richtigen Schlussfolgerungen daraus ziehend vorausgesetzt – jede Menge Geld einbringen können.

Was offensichtlich breit und fett auf den Bannern der Macher stand: Wissen schaffen. Wissen schaffen im Wirrwarr der unverständlichen Bezeichnungen im Finanzwesen, mit denen Banken auf legale Art und Weise Menschen ausbeuten, Existenzen vernichten, Menschen dazu erziehen, über ihre Verhältnisse zu leben und sie systematisch mit immer neuen – scheinbar tollen – Angeboten in den Ruin locken und nebenbei mit dem Geld, das sie daraus ziehen, zocken und somit im großen Stil Unheil anrichten. Denn zahlen tut immer der, der am wenigsten dafür kann: Du.

The Big Short gibt hiermit eine wahnsinnig wichtige Anweisung mit auf den Weg, wie man als Privatbürger in Zukunft mit der Bank seines Vertrauens umgehen kann, um eben jener Abzocke zu entweichen und sich nicht mehr mittäterisch an den inhumanen Machenschaften zu beteiligen.

Dass hierbei nicht an Witz, Komik und Unterhaltung gespart wird, ist für mich mehr als ein großes Kunststück, denn der Blick hinter die Kulissen unserer Zeit ist hier so offensichtlich und großangelegt, dass einem beim Schauen oftmals fast schon schlecht werden kann, wenn der Erkenntnishammer wieder und wieder von innen gegen die Schädeldecke schlägt.

Überträgt man die gewonnenen Einsichten dann auf das Gebrabbel aus den Abendnachrichten, stellt man sehr schnell fest, dass “Buch” und “Fiktion” aus diesem Kapitel Kinogeschichte ganz schnell gestrichen werden können und hier fast schon als Stilmittel eingesetzt wurden, damit der Bürger nicht zu hart mit den Fakten unserer Realität konfrontiert wird und brav weiter sein “Es ist ja nur ein Film und nicht die Wirklichkeit” runterbeten kann.

Leute, die jedoch Freude daran haben, ihre Augen zu öffnen und die Dummheit begehen, einfach mal hinzusehen, werden anschließend völlig anders mit ihrem Geld umgehen und feststellen, dass der Reichtum im eigenen Denken begraben liegt, da einfach absolut jeder mit seinen derzeitigen Finanzen um so vieles reicher sein könnte, als es anfangs den Anschein hat.

Wenn man sich an die Botschaft hält, die dieser Film mit auf den Weg gibt.

.kinoticket-Empfehlung: Das ist keine Empfehlung, das ist ein Befehl: GEHT IN DIESEN FILM!

Geht meinetwegen auch nochmal rein. Wartet bis zur Veröffentlichung, damit ihr die Stellen pausieren und euch die Untertexte in Ruhe durchlesen und verstehen könnt, aber geht solange ins Kino und schaut ihn euch an.

Jede Minute, die verstreicht, in der ihr nicht über diese Machenschaften aufgeklärt seid, ist eine Minute, in der ihr in eurem Leben viel Geld verlieren könnt, einfach aus dem Unwissen heraus, in das die Finanzwelt euch rein erzogen hat.

Die Zeiten sind vorbei, in denen einigen exklusiven Menschen das Recht auf Wissen und Reichtum vorbehalten war. Heute kann jeder dazu beitragen, sich selbst zu bilden und über die Dinge Bescheid zu wissen, die sich vor unseren Augen abspielen, um hinterher gezielt und richtig und vor allem wirkungsvoll darauf zu reagieren.

Eine wahnsinnig spannende, unterhaltsame, witzige und zutiefst intelligente Methode, um sich in diesem Sektor zu bilden, stellt dieser Film. Man darf sich also sogar zurücklehnen und weiß hinterher trotzdem besser, was da draußen vor sich geht.

Also geht verdammtnochmal einfach rein und lasst mich nicht ständig darum betteln!

Nachspann
✅ Im Nachspann flackern hier und da noch ein paar Bildchen auf, mit dem Rausrennen kann man sich also Zeit lassen. Lieber das Gesagte noch eine Weile sacken lassen und verinnerlichen.

Kinostart: 14. Januar 2016

Original Title: The Big Short
Length: 131 Min.
Rated: FSK 6

Alle Jahre wieder – Weihnachten mit den Coopers

Die Masse braucht Stoff. Stoff, um an Weihnachten unterhalten zu werden. Man nehme eine Portion von etwas, das jeder kennt (“Die Coopers”) und einen passenden Rahmen dazu (“Weihnachten”) und bastle daraus eine Komödie, die die Massen ins Kino zieht und den Machern zu jeder Menge weihnachtlicher Kohle verhilft.
Das zumindest vermittelt der Trailer, wenn halbherzige Witze wieder und wieder wiederholt werden und damit schon partout nach wenigen Sekunden Langeweile erzeugen und vorführen, dass man es hier wohl mit einem etwas anstrengenderen Werk zu tun kriegen wird.
Anstrengend wird es – aber nicht so, wie anfangs gedacht. Die Anstrengung liegt eher darin, dass hier nicht der falsche Inhalt angeteasert wurde, sondern das falsche Genre: Statt Komödie erwartet einen eine eher ergreifend-trächtige Tragödie, die die Geschichte einer Familie durchleuchtet, die mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat als dem weihnachtlichen Traditions-Zusammenkommen.
Nach einiger Zeit macht das charakteristische Aufschlüsseln der einzelnen Familienmitglieder sogar richtig “Spaß” (obgleich das Wort in diesem Zusammenhang wohl eher missgünstig gewählt ist) und die Tiefe, in die man dabei vordringt, bricht einen Damm vorurteilsbehafteter Einstellung und lockert die Atmosphäre etwas auf.
Es ist halt Weihnachten und irgendwie bekommt man das Gefühl nicht los, dass die Macher dieses Thema zwanghaft aufarbeiten mussten, um vom cineastischen Weihnachtskuchen auch ein Stück abzubekommen. So richtige Adventsstimmung taucht auf jeden Fall nicht auf und das Lachen bleibt selbst dem gediegenen Comedy-Liebhaber sanft im Halse stecken.
“Bis jetzt ist es eher eine Tragödie.” sprach mein Nachbar zu mir … und meinte damit das Genre des Filmes, was man – unter uns – auch auf das Machwerk als solches projizieren könnte. Zwar hat man hier schon liebevoll gearbeitet und lässt den Personen irgendwo ihren Raum, um sich selbst zu entfalten, allerdings sind entweder die Charaktäre zu schräg, um damit bei der Zuschauerschaft anzukommen, oder die Story als solches einfach zu blass, um mit irgendeinem filmischen Phänomen auf der Bildfläche aufzutauchen.
Auf jeden Fall wandert man mit einer gleichgültigen Haltung wieder aus dem Kino. Die Lachen-Woller mit enttäuschter Miene, weils kein Comedy war, die Weihnachts-Fuzzis, weil kein Weihnachten auftaucht und die Standard-Movie-Gänger, weil nicht so wirklich eine Geschichte erzählt wurde. Es ist eben wie bei fast allem heute: Man erwartet alles ein bisschen, kriegt das dann auch, dafür aber eben nur so la la und nicht mehr wie in guten alten Zeiten, wo man sich auf die Ansagen auf der Verpackung auch verlassen konnte.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer sich auf tummelnden Weihnachtsmärkten aufhält, den Kaufrausch der kapitalisierten Wachstumsgesellschaft mitmacht und dabei dann nach ein wenig Ruhe und Runterkommen sucht, der darf sich gerne die Laufzeit über in den Kinosaal verkriechen und seine Seele zur Ruhe kommen lassen.
Das nämlich ist eines der Dinge, die dieser Film wahnsinnig gut kann: Er erschreckt nicht, er weckt nichts in einem und er fordert nichts – keine geistigen Anstrengungen, keine zerreißenden Muskeln, keine Anspannung. Man kommt einfach nur runter und hinterlässt ein fades Gefühl der Ruhe in den Herzen der Zuschauer, wenn diese den Saal wieder verlassen.
Einmal mehr ein Beweis dafür, dass das kitschige Weihnachten, wie man es bislang kannte, irgendwo am Aussterben ist und diese Facette nun auch im Kino offensichtlich zur Schau stellt.

 
Nachspann
nach traditioneller Manier: Hier wird familiär weitergefeiert, bis zum letzten Atemzug.

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