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Und weiter geht’s im Reigen der Filme “Was gibt es alles, das aus dem Rahmen der Alltäglichkeit rausfällt und womit sich noch nie jemand eingehend beschäftigt hat”. Regisseur Bernard Weber nimmt sich ein Thema vor, mit dem jeder Mensch tagtäglich konfrontiert ist, über das man in diesem Stil und Ausmaß aber gewiss als Normalsterblicher noch nie so eingehend oder überhaupt nachgedacht hat: Die menschliche Stimme.

Nun mag Der Klang der Stimme kein sonderbar begeisterungsfähiges Meisterwerk sein, dass alle Bande sprengt und hier mit erstaunlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen punktet, was mir an dem Streifen aber ungemein gefallen hat, sind die absurden Winkel und Ideen, in die man erzählerisch hineingeführt wird: Dieser Fußtritt ins Labyrinth der Gedanken darüber tut gut und ist ungemein anregend, weitere Ausführungen dazu im Kopf zu entwickeln und sich einfach mal mehr mit diesen Ideen zu beschäftigen.

Tatsächlich gebrauchen wir alle unseren Mund tagtäglich und sind mehr oder weniger wie automatisiert damit beschäftigt, unser Sprechorgan zu beackern, haben uns aber selten die Zeit genommen, darüber nachzudenken, was alles damit geschehen kann und wie diese Stimm(ung)en unser tägliches Leben beeinflussen.

Hier trumpft dieser Film mit jeder Menge Input, gibt Anregungen und entreißt einen aus alten Denkmustern und liefert genügend Ansätze, weiterzudenken und selbst Nachforschungen anzustellen und diese an sich selbst zu testen. Unglaublich, in welch zwanghafte, unbewegliche Lage uns unsere Gesellschaft förmlich getrieben hat, sich einfach mit diversen Begebenheiten abzufinden und diese nicht weiter zu hinterfragen.

Und genau das bedeutet im Normalfall den Tod. Einen Tod, vor dem eigentlich jeder Angst hat und fliehen möchte – den man in diesem Fall aber ungehemmt hinnimmt und sich darin suhlt mit der Ausrede, alles sei doch “normal”.

Dass eigentlich nichts normal ist und was genau damit gemeint ist … findet’s doch einfach raus, indem ihr ein .kinoticket löst und es euch im großen Saal erzählen lasst?

 

.kinoticket-Empfehlung: Eine Entdeckungsreise in die Abgründe von Klängen, Stimmen und der dahinterstehenden psychologischen Wirkung auf einen selbst: Kein Meisterwerk, aber gut genug, um seinen tristen Alltag zu hinterfragen und selbst ein paar Experimente zu starten.

Tatsächlich beinhaltet der Film jede Menge Ansätze, die einen selbst zum Weiterdenken anregen und mit denen man sich einfach mal befassen sollte: Es erweitert vielleicht deinen Horizont und bringt auf jeden Fall ein paar spannende Aufbauten zutage, an die man so wahrscheinlich nie geraten wäre.

 

Nachspann
❌ braucht man nicht auszuharren, hier folgt nichts mehr.

Kinostart: 1. November 2018

Original Title: Der Klang der Stimme
Length: 82 Min.
Rate: FSK 0