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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Janina Uhse

Der Vorname

Der Vorname
© 2018 Constantin Film Verleih GmbH

 

Theateradaption von Regiemeister Sönke Wortmann neu für die Leinwand erfunden, um das Kinopublikum mit anspruchsvollen Inhalten zu begeistern: Ich liebe es, dass dieser Schachzug nun mehr und mehr ausgeführt wird und man sich auch ohne Abendgarderobe an diesem niveauvollen Anspruch erfreuen kann.

Dabei trifft man inhaltlich nicht mal wieder nur absolut den Kern, sondern bewegt sich in süffisant-humorvollen Gefilden, die Spaß, Ehrgeiz, Diskussionsfreudigkeit und tief empfundene Freundschaft zelebrieren.

Es ist herrlich, den schrägen Ausführungen der Protagonisten zuzuhören, die sich zum gemeinsamen Mahl verabredet haben und dabei allerlei verbalen Schabernack treiben. Dass dabei jeder seine Rolle gefunden hat und darin hervorragend aufgeht, versteht sich von selbst. Für eine deutsche Produktion unverhältnismäßig gut umgesetzt und in höchstem Maße unterhaltsam, so wie man sich eben perfektes Kino wünscht: Viel gute Laune, supertolle Bilder, hervorragende Twists und jede Menge Bauchschmerzen vom Lachen.

Und all das, ohne unter die Gürtellinie abrutschen zu müssen, um irgendwelche Zuschauer zu ködern oder sonstige billige Tricks anzuwenden, sondern konsequent auf einem Niveau, dass ich persönlich zutiefst erbaulich finde. Und dass das Münchner Premierenpublikum sogar während der Vorstellung Applaus spendete, zeugt ebenso von einem gelungenen Auftritt, den es so selten gibt.

Großartig – weiter so!

 

.kinoticket-Empfehlung: Verbale Gaudi auf höchstem Niveau: Man diskutiert hier in wundervollem Ambiente über Themen, die die Welt bewegen und erschafft dabei eine humorgeladene Atmosphäre, in der sich jeder Zuschauer einfach wohlfühlen muss!

Der Film überrascht mit großartigem Humor und einer Peinlichkeitsfreiheit und gleichzeitig mit tollen Twists. Gelungener könnte ein Kinoabend nicht werden als mit diesem Titel! Unbedingt reingehen!

 

Nachspann
❌ kümmert sich dann endlich auch um den Nachnamen, bereitet ansonsten aber keine Überraschungen, rausgehen ist also erlaubt.

Kinostart: 18. Oktober 2018

Original Title: Der Vorname
Length: 91 Min.
Rate: FSK 6

 

Und zum Schluss gibt’s noch ein paar exklusive Einblicke vom Red Carpet im mathäser Filmpalast in München, wo am 9. Oktober 2018 ein Special Screening des Films stattfand, für das natürlich der komplette Cast mit Regisseur Sönke Wortmann und Produzent Tom Spiess geladen war, das auch viele Prominente besuchten.

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Sky-Moderator und Synchronsprecher Sebastian Höffner

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Schauspielerin Veronica Ferres und Constantin Film Verleih Marketing & Filmpresse-Geschäftsführer Torsten Koch

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Tänzerin, Choreographin, Fotomodel & Schauspielerin Tiger Kirchharz

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Das Schauspielerensemble Christoph Maria Herbst, Iris Berben, Justus von Dohnányi, Janina Uhse und Florian David Fitz

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… gemeinsam mit Regisseur Sönke Wortmann

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Schauspieler Christoph Maria Herbst und Florian David Fitz

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Schauspieler Justus von Dohnányi und Schauspielerin Iris Berben

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Florian David Fitz und Schauspielerin Janina Uhse

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Buchautorin Rita Falk

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Im Saal beim Special Screening von Der Vorname im mathäser Filmpalast in München am 9. Oktober 2018

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Hotel Transsilvanien 3

Zur Zeit ist der Markt hart umkämpft. Rivalen wie Netflix oder Amazon Prime machen knallharte Preisansagen und umwerben des Users Zeit, die er dann nicht mehr geldspendend im Kino verbringen kann, was Hollywood derzeit mächtig zu schaffen macht. Warum wohl umkämpfen derzeit die Monster-Studios den Verkauf der 20th Century Fox? Es ist eine Schlacht der Superlative, die sich um die Marktmacht im Bereich Film ausbreitet und aus der einige Leichen hervorgehen werden.

Zeitgleich spürt man, wie jedes Label eigenständig aufrüstet und in allen erdenklichen Bereichen aufstockt, um konkurrenzfähig zu bleiben. Ob diese Entscheidungen alle aus reiner Vergnüglichkeit oder aus schierer Panik heraus getroffen werden, vermag man als Außenstehender kaum sagen können.

Fakt ist: Auch der Animation-Market ist ein Segment, in dem jedes Major Label aufrüstet und seine eigene Ideenschmiede mit immer neuem Stuff ausstattet. So geschehen mit den jüngst erfolgreichen Filmen aus der Hotel Transsilvanien-Reihe, die eigens Geschichte geschrieben haben.

Womit wir beim aktuellen Thema wären. Der Startfilm eröffnete eine völlig neue Welt, hatte zynische und bissige Kommentare, eine schnuckelige Niedlichkeit und war eben wieder etwas eigenes ohne von anderen abzukupfern. Von Teil zwei behaupte nicht nur ich, dass er “einfach da” war, seine Bestwerte aber während der Laufzeit in der Tasche behalten hat und in weiten Teilen mit Langeweile glänzte.

Und nun möchte man diese Filmreihe wiederbeleben und schickt die Animationsfiguren erneut auf die Reise, um die Leinwände der Welt zu bevölkern und hat bereits im Vorfeld pressetechnisch schon einen ziemlich großen Aufriss gestartet. Und tatsächlich, von der Bauart und Witzigkeit kommt man erneut fast an den ersten Teil heran, der Speed ist wiederhergestellt und die Erzähltiefe erlebt ein Revival der wünschenswerten Art. Auch technisch spürt man, dass hier jetzt richtig Geld drin steckt und man mächtig in diesen Zweig investieren möchte und hat.

Die Animationen sind super ordentlich konstruiert und auch die Einfälle glänzen hier und da mit gelungenen Gags und Impressionen, die man größenmäßig von Fluch der Karibik 5 kennt: Hier wurde anständiges Handwerk abgeliefert und tatsächlich mächtig Drive in den Hintern gesteckt.

Wo ich allerdings ein klein wenig Probleme sehe, ist, dass es nun stellenweise genauso wirkt, was ich mal als “disneyhaftes Verhalten” bezeichnen möchte: Man wird groß. Riesig. Man will Kinder beeindrucken und tut dies mit unglaublich viel Geld.

Leute: Geld ist nicht alles. Mit Geld kann man viele Dinge lösen, das stimmt, Geld ist ungemein hilfreich, um seine Ziele im Leben zu erreichen, aber Geld ist niemals ein Allerweltsheilmittel, um sämtliche Probleme aus dem Blickfeld wegzukaufen. Und genau das denkt man manchmal, wenn man sich die Dialoge anhört oder den Plot genauer betrachtet: Die ersten Atemzüge der Angst gedeihen und man spürt bereits kleine Kompromisse, die in Richtung Größenwahnsinn deuten – und das war noch niemals gut.

Und in diesem Bereich erlebt der Film gewaltige Abstriche. Wirkt teilweise nicht mehr so authentisch, sondern konstruiert, macht Einbußen in seiner Bissigkeit und driftet teilweise sogar in die Aberwitzigkeit ab. Kinder vermögen dies vielleicht nicht so stark bemerken, für die ist es einfach nur eine spektakuläre und großartige Show, Erwachsene jedoch müssen die Abstriche hinnehmen und damit verliert das Werk an Wert. Konnte man beim ersten Teil noch ungeschunden ins Kino rennen und den Sonntagnachmittag dort genießen, kann man sich den dritten Teil nun auch gerne als Nachmittagsunterhaltung auf dem heimischen Fernseher betrachten. Die Wirkung wäre hier zwar nicht ganz so pompös, wie sie auf der großen Leinwand ankommt, allerdings entfällt langsam das Interesse der Erwachsenen und damit geht der Film meiner Meinung nach den Weg in die falsche Richtung.

.kinoticket-Empfehlung: Wirkt großartig und kommt nahe an den ersten Teil heran, stolpert aber ein klein bisschen über seine eigene Größe und hinkt durch anfangende Kompromisse beim Drehbuch und anderen Sachen.

Für Kinder eine großartige Show, lustige Szenen und ein toller Plot, für Erwachsene jedoch nur noch bedingt geeignet, da er hier und da etwas zu überdreht wirkt. Tut den Kleinen nicht weh, wäre aber schade, wenn in kommenden Teilen diese Richtung beibehalten würde.

Nachspann
✅ ist animiert, und das auch ziemlich witzig, sitzenbleiben lohnt sich also wieder mal.

Kinostart: 16. Juli 2018

Original Title: Hotel Transylvania 3: Summer Vacation
Length: 97 Min.
Rated: FSK 0

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