.kinoticket-blog.de

wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Jacob Tremblay

Predator – Upgrade (3D) (inkl. Gewinnspiel)

Es gibt wieder mal Filmunterricht, bevor ihr am Ende des Beitrags im Gewinnspielsektor landet!
Am Anfang war:
Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
Aliens – Die Rückkehr
Alien 3
Alien – Die Wiedergeburt
Prometheus – Dunkle Zeichen
Alien: Covenant
Predator
Predator 2
Predators
Alien vs. Predator
Aliens vs. Predators
Soll ich ausholen? 😉 Nein, wir machen keinen zweiten Star Wars-Beitrag, sondern ganz kurz: Nachdem Alien in der Hauptreihe (1-4) eine unvergleichbare Koryphäe im Filmuniversum geschaffen hat, auf die man sich gerne und jederzeit immer wieder bezieht und die in jedem Schädel Platz gefunden hat und der etwas unterschwelligere Predator-Hype mit damals noch meinem Jugendidol Arnold Schwarzenegger ebenso Filmgeschichte geschrieben hat, war klar, dass ein Crossover her musste, nicht um es unlängst Freddy vs. Jason gleichzutun und im Hype der korrelierenden Monster mitzuschwimmen.
Eines hat dieser Misch-Masch-Hype geschafft: Er hat die Einzigartigkeit der Superhelden zerstört und die Gewässer von Bösewichten aufgeweicht: Fortan kann keiner mehr nur einzeln bestehen, man braucht Truppen und immer größere Monster-Armeen, um dem Zuschauer noch genügend Blockbusteranreiz zu liefern, damit er trunken vor Größenwahn ins Kino wankt und sein Geld dort lässt.
Siehe Avengers. Siehe Justice League. Es ist wie beim Sex: Früher die eine, hier und da mal ein Ausrutscher, der mit dem Tode bestraft wurde und fertig. Und heute? Vögelt jeder mit jedem. Eben auch auf der Leinwand. Und bei den Superhelden. (Ich warte immer noch auf Deadpool und Spiderman ;-)).
Nachdem man sich also nun mit den Kreuzungen der beiden Monster-Rassen begnügt hatte und es wieder ans Erneuern eines Zeitalters ging, in dem alte Helden erneut auf der Leinwand toben sollten, erfuhr man, dass die Regeln der Kunst heute eben nicht mehr so simpel funktionieren, wie damals: Es wurde zu viel Trara gemacht, zu modern aufgetischt und Filme wie Predators oder Alien: Covenant kackten zumindest in den großen Sälen komplett ab.
Und daraus schien Twentieth Century Fox gelernt zu haben.
Was mega geil ist! Man schafft nämlich, den Zug entgleisen zu lassen und befährt nun völlig neue Wege, die eigentlich keine sind: Back to the 90s – back to the roots – back to the beginning. Aber eben nicht einfach so “Dann machen wir’s eben wieder in alt”, sondern richtig heftig geil!
Der Sprung zurück ist sowas von tauglich und phänomenal, dass ich gespannt bin, wie der aktuelle Predator – Upgrade bei euch ankommen wird!
Ich will euch nicht spoilern und halte mich brav an mein Versprechen, und ich hasse es jetzt schon, dass alle anderen es garantiert tun werden und bete inständig, dass ihr vor dem Kino nicht zu viel lest oder schaut oder hört: Der Film trumpft nämlich mit einer Warte an Überraschungen auf, die ich kaum zu glauben für möglich gehalten hätte. Damit sind wir nämlich tatsächlich wieder im Stile der guten alten 90er, wo … ich spoiler nicht!
Aber bitte versprecht mir: Geht rein und übersteht die ersten 20 Minuten. Die sind da, um die äh aktuelle Nation abzuholen und irgendwie in Fahrt zu kommen. Danach wird’s mega! Promise!
 
G E W I N N S P I E L
Um um dieses “Mega” mega zu feiern, haut euch das grandiose Twentieth Century Fox wieder einen Latz um die Ohren, dass es knallt: Es gibt FREIKARTEN, FILMPLAKATE und eine ganz besondere Abartigkeit: Dieses hübsche Geschenk hier:
IMG_1369
Und alles gleich mehrfach – also haut rein!
Die Frage diesmal: Welchen Alien- bzw. Predator-Film habt ihr bereits gesehen und welcher gefällt euch davon am besten?
Haut eure Kommentare – wie gehabt – bis einschließlich Mittwoch, den 19. September 2018 unter diesen Beitrag und ihr seid im Lostopf! Und glaubt mir, der ist diesmal riesig!
Die Gewinner werden am Donnerstag von mir via random.org gezogen und per E-Mail benachrichtigt, damit ich euch die Gewinne zukommen lassen kann. Hinterlasst also in eurem Kommentar eine gültige E-Mail Adresse, damit ich euch auch schnell erreiche.
Und damit sage ich: Die Jagd ist eröffnet – feiern wir ein episches neues Zeitalter, dass uns den Spaß der 90er Jahre ganz aktuell wieder zurück auf die Leinwände bringt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Grandios, wie man den Absprung aus der Mittelmäßigkeit hin zur Größe der 90er Jahre problemlos meistert!
Vorbilder gibt’s keine mehr, Mysterien sind längst alle entschlüsselt, es zählt nur noch der Gaudi. Und davon gibt’s hier jede Menge! Genießt es und schöpft aus vollen Zügen.
P.S: Stellenweise mit FSK-18-Material bestückt wird der Film in Deutschland mit FSK 16 zugelassen, was ich persönlich zu niedrig angesetzt finde, vielleicht bewertet die seltsame FSK aber auch mit rationalen Begründungen, die ich nicht kapiere. Alle anderen: Rein da! Endlich macht’s wieder Spaß!

 
Nachspann
❌ Lohnt sich nicht abzuwarten, hier folgt nichts wesentliches mehr.
Kinostart: 13. September 2018
Original Title: The Predator
Length: 107 Min.
Rate: FSK 16 | R

Wunder

Erinnert ihr euch noch an die Zeit vor – ich glaube – ein oder zwei Jahren? Da war cineastisch überhaupt nichts los. Irgendwie lief nur Scheiße. Selbst die Blockbuster waren zum Kotzen und die Lust auf Kino tendierte gegen Null. Der Zuschauer wurde zu Hauf für blöd gehalten und man hatte das Gefühl, die Intelligenz hätte die Segel gestrichen und wir alle könnten nur noch dabei zusehen, wie die Welt nun vollkommen verdummt.
Recht und Ordnung, Moral und Anstand, profilschichtige Tiefe und sinnvolle Pointen – all das suchte man vergeblich. Es gab kein Independent-Kino mehr, keine Nischenfilme, kein Debüt-Kino, keine Insidertipps – und all das hat mir wahnsinnig Angst gemacht!
Die gute Nachricht: Meine Angst ist komplett vorbei! Ich freue mich so tierisch auf dieses Kinojahr, weil ich vieles davon schon gesehen habe. Ein Film davon ist Wunder und er wurde zu Recht und meines Erachtens mit zu wenig Oscar®-Nominierungen bedacht.
Es gibt ja den Ausspruch: “Nur die Harten kommen in den Garten” und dem möchte ich hinzufügen: Im Garten gibt es viele zerbrechliche Blumen, sinnliche Düfte, emotionale Freuden und andere Empfindungen, die mit Härte und Verbissenheit nur unterschwellig etwas zu tun haben. Und genau das trifft auch auf das Publikum von Wunder zu: An Emotionalität ist dieser Streifen wohl kaum zu überbieten und es ist kein Wunder, wenn es Damen gibt, die die ganze Vorstellung über entweder vor Freude oder Ergriffenheit bloß heulen.
Zur Zeit hab ich tatsächlich das Gefühl, Hollywood räumt nun endlich mal mit der moralischen Verkommenheit auf, die sich in den letzten Jahren in unsere Erdengesellschaft eingeschlichen hat und sorgt endlich wieder dafür, dass mal jemand vorlebt, wie man sich zu verhalten hat.
Und dabei kann man sich von allen eine dicke Scheibe Vorbild abschneiden, denn hier wird nicht schmalzig oder klischeehaft verkorkst, was viele andere Filme nicht in den Griff kriegen, sondern die authentische Liebe und der familiäre Zusammenhalt sind jederzeit spür- und greifbar.
 

.kinoticket-Empfehlung: Mich hat der Film tief berührt und ich sehe ihn als eines von vielen (kommenden) Beispielen unvergleichbarer Menschlichkeit, die in unser aller Leben wieder vermehrt Einzug halten sollte.
Lasst euch nicht von Owen Wilsons früheren Werken abschrecken: Dieser Film ist ein Beispiel dafür, dass auch er vollkommen ernste und herzergreifende Filme machen kann.

 
Nachspann
lohnt sich das Abwarten nicht, hier kommt nichts mehr.
Kinostart: 25. Januar 2018

The Book of Henry

The Book of Henry ist für mich eine der berührendsten, traurigsten und zugleich ergreifendsten und lustigsten Geschichten, die ich je gesehen habe. Bei diesem Film bleibt garantiert kein Auge trocken. Vor Lachen. Vor Ergriffenheit. Vor tiefer Trauer.
Nicht mal die Männer halten es aus, ohne Tränen im Saal und gleichzeitig aufmerksam zu bleiben.
“Hat das Tränengas gewirkt, dass wir während der Vorstellung in den Saal eingespeist haben?” als Frage vom Presseveranstalter ist daher gar nicht so blöd gestellt, schaut man danach in die verheulten Gesichter der Privilegierten, die diesen Film bereits vorab sehen durften.
Und wirklich: Es dauert keine zwei Sekunden und man ist gefangen in einer unfassbar herrlichen Welt, die geprägt von Menschlichkeit ist, dass es einem das Herz zerreißt. Offene Fragen, auf die heute viele mit Gleichgültigkeit antworten würden, werden hier eben nicht einfach aus diversen Gründen vom Tisch gefegt, sondern mit detailreicher und liebevoller Hingabe bearbeitet und vorgelebt. Dabei erobern die Charmeure Tremblay und Lieberher hier im Sturm die Herzen ob ihres jungen Alters, als ob es kein Morgen mehr gäbe.
Ich kenne wirklich kein vergleichbares Stück, dass dieser Großartigkeit gewachsen wäre und dem neuesten Geniestreich von Colin Trevorrow gefährlich werden könnte. Save. Versprochen.
Also gebt mir euer Wort drauf, dass jeder – und ich meine wirklich jeder – seinen Arsch hochhievt und in einen der zahlreichen Säle spaziert, in denen dieser Film gezeigt wird. Stürmt die Independent-Buden und zeigt auch den Multiplexern, dass ihr diesen und keinen anderen Film sehen wollt.
Und ich verspreche im Gegenzug davon, dass keiner von euch für seine Anstrengungen enttäuscht werden wird.
 

.kinoticket-Empfehlung: Nehmt euch ein Handtuch mit – das reicht dann für die Fülle an Tränen, die dieser Film produziert.
So etwas unwahrscheinliches ersten Ranges habe ich wirklich noch nicht gesehen. Die Schauspieler umwerben eure Herzen und nehmen euch in einer Story gefangen, aus der ihr nicht mehr raus wollt.
Reingehen ist absolute Pflicht!

 
Nachspann
Die Türen stehen offen, man darf nach draußen, denn hier folgt nichts mehr.
Kinostart: 21. September 2017

(Trailer) The Book of Henry

Wollen wir diesmal einfach nicht so viele Worte verlieren, sondern uns gleich der Essenz zuwenden:
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=qJ0fFQgFlnY?rel=0&w=560&h=315]
eindrucksvolle Geschichte präsentiert von © Universal Pictures Germany
 
Warum man diesen Film gesehen haben sollte
Er wirkt auf den ersten Moment einfach intelligent und wartet dazu mit Kinderdarstellern auf, die mal nicht dem Nerv-Aroma anheim fallen, sondern hier tatsächlich charakterliche Vorbildfunktion für diese Generation an Schauspielern darstellen.
Dazu der Plot, der zwar hier und da ein paar stilistische Schwächen durchblicken lässt, im Gesamtbild dann aber dennoch in vollem Umfang überzeugen könnte und das durchaus ethisch-wertvolle Moral-Ende, dass man dieser Form von Unterhaltung zumuten darf, machen zumindest mir extrem Lust auf mehr.
Und das beste kommt zum Schluss: Ihr müsst darauf gar nicht so lange warten.
 
Kinostart: 21. September 2017

Before I Wake

Mike Flanagan kennen viele eher von Filmen wie Oculus oder Ouija 2: Ursprung des Bösen, der bekanntlich in meinen Augen nicht so der Brüller war.
Selbiger Regisseur fährt hier zur Höchstform auf und klatscht einfach mal so eben einen Streifen auf die Scheibe, die mich in allen Maßen einfach nur begeistert hat.
Zum einen: Die Schärfe. Gibt’s schon 8K oder wird das erst in ein paar Wochen angekündigt und dann großspurig verbreitet, dass Before I Wake bereits diese Schärfe besitzt? Gestern im Kino ging’s mir zumindest so, denn die kristallklare, messerscharfe Feinheit, die hier überall ins Spiel kommt, ist einfach nur beeindruckend.
Zum anderen: Der Plot. Ja, man sieht sich anfangs mit den typischen Bausteinen konfrontiert, aus denen man sich einen Horrorfilm basteln kann, angefangen mit den Charakteren, die in eine solche Geschichte gehören und passend dazu gecastet wurden.
Doch bevor es anfängt, langweilig zu werden, bewirft man den angestachelten Zuschauer mit kreativen Ideen, die sich ins Grundthema des Films eingliedern und hier einer Basis Platz machen, die ich so sehr liebe: Ruhe.
Der ganze Film tänzelt um den Frieden und bereichert die Welt mit einer völlig anderen, irrsinnig einfallsreichen Form dessen, was jeder kennt und keiner bislang so ausgemalt hat, wie Flanagan das in diesem Titel macht.
Die Wendungen, der Überraschungsmoment kommt zwar nicht mit einem derartigen Knall, dass man an dieser Stelle mit euphorischer Begeisterung von einer umwälzenden Erfahrung sprechen könnte, die Story als Ganzes funktioniert aber und liefert hier einen Kinoabend, den man am besten zu zweit in einer kalten Winternacht genießt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Kreativität, Einfallsreichtum, spannende Wendungen und ein trickreicher Plot, gekonnte Inszenierung und dazu eine fantastisch umgängliche Ruhe – machen aus diesem Streifen eine Erfahrung, die man nicht neben sich herschieben sollte.
Mich hat der Film immens beeindruckt, so sehr, dass ich einen Tag später direkt wieder im Kino saß und mir die Vorstellung nochmal anschauen musste.
Man verändert ein bestehendes Konzept so ab, dass aus der Show wieder etwas Inspiratives geworden ist, dass die Ausgewogenheit zwischen Schönheit und Grusel galant umschwärmt.
Fans von Gruselkino dürfen hier gerne zuschlagen.

 
Nachspann
Nix, sobald es schwarz wird, kommt entweder eine spannende Wendung oder der Nachspann – spätestens dann darf man wieder ins Licht flüchten ^^.
 

Powered by WordPress & Theme by Anders Norén