© 2018 PRO-FUN MEDIA GmbH

 

Willkommen in einer Nische des schwulen Gay-Cinema bei einem Film, der gleichermaßen fasziniert wie verstört.

Da dies das pure Genre-Kino ist, sollte man sich darüber im Klaren sein, um was es hier geht und welche Bilder man evtl. zu erwarten hat. Die hochchristliche, konservativ-kirchliche Lektüre dürft ihr also allesamt beiseite legen und ich will keine Beschwerden hören von wegen “Oh mein Gott” … dieser Film ist genau für diese Zielgruppe erschaffen worden und alle anderen halten einfach den Rand.

Soviel mal zum Thema “Toleranz und Integration”.

Bewegen wir uns jetzt innerhalb des Gay-Kinos, dann begeistert dieser Film zum einen mit einem unfassbar non-mainstreamigen Soundtrack, der mal nicht in die Porno-Klischeekiste passt, sondern tatsächlich so gerne in verschiedenen Locations laufen darf, wo ich mich liebend gern dazu gesellen würde. Der Beat rockt.

Zum anderen wird man hier verwöhnt mit stilistischen Bildern und optischen Reizen (Nein, ich meine nicht die Männer!), die an und für sich eine absolute Augenweide sind und auch wiederum nicht in die übliche “Gay-Klischee-Box” passen, sondern aus dem Metier etwas herausstechen. Und wer für diesen Typus Mann noch etwas abgewinnen kann, der bekommt Bonus-Views oben drauf. 😉

Dennoch verstört dieser Film, da die Art des Themas und die Umsetzung zum einen sehr schwer begreifbar ist, sofern man sich nicht vorher mit dem Inhalt in Textform befasst hat, und zum anderen das Ding einfach … naja, merkwürdig ist. Seltsam, seltsame Wendungen, seltsamer Ausgang, nach dem man aber (dank des Soundtracks und der Optik) nicht enttäuscht ist, da dieser Streifen definitiv eine Kinoerfahrung wert ist, die ihr seit dem 26. Oktober 2018 allesamt im Heimkino nacherleben dürft.

Warum ich das erst heute poste? Neben ein zwei Festivals (u.a. Porn-Festival), wo der Film gezeigt wurde, sind mir keine Kinos bekannt geworden, die den Film tatsächlich ins reguläre Programm geschmissen hätten, also hab ich gewartet, bis er auf DVD erscheint.

 

.kinoticket-Empfehlung: Ganz klares Gay-Kino mit berauschend gutem Soundtrack und toller Optik – auch die Auswahl an Darstellern wirkt überzeugend.

Der Plot verwirrt, lässt teilweise Fragen offen und mutet insgesamt seltsam an, den Film deshalb aber nicht zu sehen, empfände ich als falsche Entscheidung. Gönnt ihn euch, sofern ihr mit “Männersex” klar kommt.

 

Nachspann
❌ braucht nicht abgewartet zu werden, hier folgt nichts weiter.

Heim-Kinostart: 26. Oktober 2018

Original Title: M/M
Length: 81 Min.
Rate: FSK 16