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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Hochzeit Page 1 of 3

Mackie Messer – Brecht's Dreigroschenfilm

Die Mission “Operisierung des Kinos” schreitet voran und bekommt mit Mackie Messer einen Film, der sich gehörig gewaschen hat und selbst die Theaterwelt auf den Kopf stellt. Seinerzeit von Brecht inszeniert erlebt das Kino des modernen 21. Jahrhunderts ein Revival der Rebellion gegen die Künste der Gegenwart und das borniert-verstoßene Auftreten der offiziellen Pagen des Theaters. Brecht bricht mit allen bekannten Konventionen und legt selbst Hand an das Gewissen und die Psychowelt der Zuschauer, um sie davon zu überzeugen, dass alles Bekannte förmlicher Schwachsinn ist.
Und genauso, wie ihr beim Lesen des ersten Absatzes dieses Beitrags verwirrt seid, verwirrt dieser Film. Auf eine unfassbar positive Art und Weise. Ich habe jüngst schon bekannt gegeben, dass ich die mediale Einflechtung von Theaterinhalten in die Form des Kinofilms beginne, abgöttisch zu lieben. Und dieser Titel beansprucht zwar viel Lebenszeit ob seiner unglaublich starken Laufzeit, besticht dabei aber mit einer optischen und inhaltlichen Brillanz, wie sie lange nicht im Kino zu sehen war.
Kenner der Szene beschweren sich schon vor Kinostart darüber, dass man viel zu wenig Augenmerk auf die Dreigroschenoper selbst gelegt hat, ich als blutender Anfänger empfand es eher als eine herausragende Einführung in eben jene Welt, von der der Durchschnitt längst nichts mehr wissen will. Genau das Alltäglich-Durchbrechende, mit dem Brecht groß geworden ist, besticht hier mit einer mitreißenden und anmutenden Eleganz, wie ich sie in einem Kinofilm lange nicht erlebt habe.
Ich meine, der Streifen ist durch und durch seltsam. Hat keine Handlung und irgendwie doch, ist Theater und doch wieder keins, räumt Wände beiseite und baut gleichzeitig Räume, in denen man sich hin und her bewegen kann ohne zu wissen, was man tut. Es fühlt sich an, als durchflute eine dunkle Masse deine Seele und gräbt sich dabei immer tiefer in deine Psyche vor, packt dann zu und lässt dich nicht mehr los.
Und obwohl du eigentlich denkst: “Was für ein Schwachsinn” fühlst du dich gleichzeitig dazu hingezogen, nochmal rein zu gehen und ihn dir wieder anzusehen, denn irgendwas fasziniert dich daran. Damit erhebt man nicht nur den längst nicht erloschenen Hype um die Dreigroschenoper selbst erneut zu güldenem Glanz, sondern feiert gleichsam eine Wiederauferstehung der Magie, die Systeme durchdringt und sie von innen heraus aufbricht.
Dieser künstlerisch durchzogene “Hass”, den Brecht auf diese erhabene Weise auslebt, trifft genau den Nerv einer Zeit, deren Ära noch lange nicht vorbei ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer eine vollkommen neue Kinoerfahrung sucht, sollte hier zupacken.
Die Inhalte des Theaters ins Kino zu bringen ist eine Sache, wenn man aber dann etwas, dass selbst den Bühnen Schwierigkeiten bereitet hat, so aufarbeitet, dass die Vorhänge dabei zerrissen werden und man in völlig neue Dimensionen eintauchen kann, dann wird’s erst richtig spannend.
Ein so aufgewühltes, hassdurchdrungenes und künstlerisch wertvolles Werk hat es selten gegeben. Es ist in jeder Hinsicht einzigartig und besticht durch Optik, inhaltliche Brillanz und intellektuelle Forderungen, die der Zuschauer selbst unwissentlich erfüllen kann.

 
Nachspann
✅ Den Anfang darf man noch mitnehmen, sobald dann auf schwarz geblendet wird, ist es rum.
Kinostart: 13. September 2018
Original Title: Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm
Length: 135 Min.
Rate: FSK 6

Crazy Rich

Beim Originaltitel Crazy Rich Asians denkt unsereiner im schönen Europa ja erstmal “Was für ein Schmarren” – und wendet sich, sofern keine Liebe zum asiatischen Kino vorhanden ist, elegant zur Seite.
Aus dem Grund hat man den Filmtitel auch geändert um dieser Fehlentscheidung ein wenig entgegen zu wirken, denn dieses Ding mischt zwar im “Wir möchten den asiatischen Markt erobern”-Feldzug mit, zählt aber zu den Titeln, die auch jeder Europäer einmal gesehen haben sollte.
Und ganz ehrlich: Der Film ist richtig gut! Das ganze Kino hat sich während der Vorstellung den Arsch abgelacht und seinen Heidenspaß dabei. Interessanterweise löst weder der Titel, noch das Plakat noch der .trailer eben dieses Gefühl aus, was ich bei einigen Probanden mittlerweile getestet habe. Einerseits erzählt man im .trailer wieder die halbe Geschichte, ohne dabei jedoch auf das Wesentliche zu kommen, andererseits hab ich zur Zeit das Gefühl, man hat generell kein Interesse mehr daran, gute Filmtrailer zu machen, sondern lässt einfach so per Zufall KI entscheiden, welche von den Szenen jetzt in den .trailer sollen.
Zumindest ist mir das schon häufiger begegnet, dass die Vorschauen sowas von selten dämlich waren und der Film hintendran dann richtig gut.
Crazy Rich macht hier keine Ausnahme und ist überhaupt nicht das, was man im Vorfeld vielleicht vermuten würde – und vor allem nicht, was man im .trailer verspricht, sondern einfach ein Film, der eine wunderbare Story erörtert und dabei auch noch eine wunderbare Moral in sich trägt, die sich im Laufe der Spielzeit gänzlich entfaltet.
Diese Pointe tut einfach nur gut und man spaziert am Schluss wieder aus dem Saal und hatte ein richtig gutes Filmerlebnis.
 

.kinoticket-Empfehlung: Begrabt eure Vorurteile und gebt diesem Titel eine Chance, er hat es echt verdient!
Hier schlummert wesentlich mehr unter der Decke, als anfänglich angenommen, was weder Plakat, noch .trailer offenbaren. Erst im Film merkt man, dass die Entscheidung zum Kauf eines .kinotickets eigentlich doch gar nicht verkehrt war und hat hinterher das Gefühl, etwas richtig gemacht zu haben – geht rein!

 
Nachspann
✅ ist ziemlich cool animiert, hält zwar keine weiteren Szenen bereit, aber betört durch geile Grafik.
Kinostart: 23. August 2018

Destination Wedding

Ich sehe schon wieder die Frauenwelt vor mir: Man liest "Wedding" und packt schonmal die alten Hochzeitsbilder aus und schreit vergnüglich vor Freude an Hochzeiten … Ahhhhhhh :)))))) #tränchen #geil #hochzeitskleid #opernballstimmung …
Ich darf euch freudiglich enttäuschen: Keanu Reeves und Winona Ryder haben keinerlei Interesse daran, Kitschwelten neu aufleben zu lassen. Genau an dieser Stelle waren viele Damen enttäuscht, eben nicht das gesehen zu haben, was sie erwartet hatten, sondern mit einem völlig neuen Konzept überstülpt worden zu sein, an dem sogar auch Männer Spaß haben dürften.
Es ist nämlich großartig! Die Ideen, die stümperhafte Umgangsweise mit einem so zärtlich besaiteten Thema, die Art und Weise von Annäherung, Ablehnung, Destruction und ironischer Hassliebe – etwas derartiges hat es in so einer Form noch nie gegeben und ich finde auch beide Schauspieler wunderbar dafür gecastet.
Der Film lebt vom Dialog. Vom Ballspiel einer sarkastisch-zynischen Lebensweise, die ihre Höhepunkte im gemeinsamen Ausloten und Ablehnen von allerorts beliebten Ritualen und dabei selbst eine neue Form des Aushaltens findet. Und das machen sowohl Drehbuchschreiber als auch Darsteller in vergnüglicher Perfektion.
Wer mich kennt, weiß, dass Andersartigkeit mein zweiter Vorname ist und ich eben deshalb auf genau diese Art Film stehe. Ich möchte nun keinen Twist vorwegnehmen oder andere Dinge verraten, darum nehmt euch ein Herz und beruhigt die Hochzeitshasser: Für sie ist dieser Film wie geschaffen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Großartige Devastation eines überhypten Themas mit Darstellern, die in genüsslicher Manier gesellschaftliche Rituale grandios zerpflücken und die Schönheit in atemberaubenden Dialogen systematisch zerstören.
Die Andersartigkeit ist berauschend und genau das macht den Film sehenswert: Man bekommt eben nicht, was man erwartet, sondern eine völlig neue Erfahrung, mit der man sich spätestens zwei Tage später dann doch anfreundet, sofern die ursprünglichen Erwartungen enttäuscht wurden.

 
Nachspann
❌ braucht man nicht abzuwarten, hier folgen keine weiteren Szenen mehr.
Kinostart: 2. August 2018

Catch Me!

Catch Me! – ein Spiel, dass glaube ich jeder in seiner Kindheit unzählige Male gespielt hat. Kindheit – die Zeit im Leben, in der man unbeschwert und voller Sorglosigkeit in jeden Tag hineinlebt und ein Abenteuer nach dem anderen durchstreift und dabei immer wieder neue Dinge entdeckt.
Dann kommt das Erwachsensein, man übernimmt Verantwortung, sucht sich Arbeit, wird seriös, macht gewisse Dinge nicht mehr, weil “das so gehört” und benimmt sich nicht mehr kindisch, um in der Gesellschaft nicht negativ aufzufallen.
Der “Ernst des Lebens” beginnt und damit einher gehen Traurigkeit, Depressionen, Sorgen, Nöte, Ängste, Abgründe und unvergleichlich viel negative Emotionen.
So selten fragen sich Menschen dann, wann und vor allem, warum sie die Fähigkeit des Lachens und der Freude aufgegeben haben und was sie eigentlich ganz genau davon abhält, diese Freude auch weiterhin zu verspüren, auch im höheren Alter?
Ich beobachte dieses Phänomen schon seit Jahren und habe mir persönlich damals gesagt, dass es wichtig ist, niemals die Fähigkeit zu opfern, täglich zu spielen. Wer aufhört, das Leben als ein Spiel zu betrachten, der öffnet gewissermaßen Depressionen und Ängsten Tor und Tür.
Catch Me! kommt nun mit einer wahren Geschichte daher, in der ein paar Männer eben jene Fähigkeiten nicht aufgrund ihrer Karrieren oder Lebenswegen geopfert haben, sondern sich alljährlich zusammentun und ihre Kindheit weiterleben lassen, indem sie einfach spielen. Die Idee und Botschaft, die hinter diesem Streifen steckt, ist also außerordentlich und beinhaltet eine gewisse Wichtigkeit, die sich jeder zu Herzen nehmen sollte.
Filmisch umgesetzt wurde das Thema super lustig, sofern man auf Ed Helms-Humor steht. Ich persönlich kann ihm weniger etwas abgewinnen und war auch kein allzu großer Fan der Hangover-Filme, es ist ganz nice anzuschauen und man lacht sich hier und da auch krumm ob der wirklich abstrusen Einfälle, jedoch verliert sich der Streifen damit ein wenig an “Ernsthaftigkeit”, die das Publikum – das ja nun mal erwachsen ist und bereits in der ‘Ich spiele nicht mehr’-Falle gefangen ist – dadurch nicht wirklich abholt, sondern bestenfalls top unterhält.
Die Message des Films bleibt davon aber absolut unberührt, was ihn für mich dennoch zu einem sehenswerten Film macht, den man am besten mit seinen Freunden im Kino anschauen sollte. Zusammen macht’s eben einfach mehr Spaß! 🙂
 

.kinoticket-Empfehlung: Tolle Botschaft, wahre Story und ein Appell an alle, die die Fähigkeit verlernt haben, sorglos durchs Leben zu spazieren.
Ed Helms hat einen besonderen Humorstyle, den man mögen sollte, um völlig bespaßt zu werden, unterhaltsam und witzig ist das Ding allemal und die Moral von der Geschicht’ würde unsere Welt auch in Teilen etwas mehr auflockern. Kein Überflieger, aber für einen tollen Kinoabend durchaus zu gebrauchen.

 
Nachspann
✅ Sitzen bleiben – selten so gelacht!
Kinostart: 26. Juli 2018

Am Strand

Passend zum Sommer schickt PROKINO den Titel Am Strand in die Kinos, was einerseits als Aufforderung verstanden werden darf, andererseits geht es – wie man dem englischen Original On Chesil Beach entnehmen kann – um einen ganz bestimmten Strand. Saoirse Ronan als Hauptdarstellerin passt ebenso perfekt in die Rolle, wie ihr gegenüber Billy Howle, die sich gemeinsam an einem Thema zu schaffen machen, über das unsereiner heutzutage vielleicht nur noch lächeln mag.
Eben dies veranlasste mich dazu, die dargebotene Jahreszahl als etwas zu “jung” zu erachten. Aber meine Recherchen und einige Interviewgespräche haben ergeben, dass zu dieser Zeit damals tatsächlich nicht nur in England oder anderen Ländern solche noblen Sitten an der Tagesordnung waren, sondern selbst ein paar Straßenzüge von dem Kino, wo ich den Film gesehen habe, weiter derartiges Alltag war.
Wie schnell sich die Welt doch ändert. Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb gerade solch ein Thema, exerziert aus einer Buchvorlage, heute auf der Leinwand so viel Spaß machen kann, weil man sich so köstlich über die Unbeholfenheit und teilweise Hilflosigkeit der beiden amüsiert und es wirklich herzallerliebst anzuschauen ist, wie sie sich stückweise nach vorne quälen und dabei immer wieder in verschiedene Fettnäpfchen treten.
Unterlegt mit wunderbaren Bildern ergibt dies einen herrlichen Film, der einem den Kinoabend vollends versüßen kann. Und macht es anschließend bitte besser als die beiden 😉
 

.kinoticket-Empfehlung: Kultiviert, konservativ und herrlich schräg dabei: Am Strand ist herrliche Lektüre, die sowohl als Buch, als auch auf der Leinwand wunderbar funktioniert.
Die Rollen sind hervorragend gecastet und das Thema ist heutzutage so herrlich altmodisch, dass eine durchaus ernste Angelegenheit hier die Basis für viel Schmunzeln und Lachen bildet. Wer sich einfach mal gut unterhalten lassen möchte, ist hier genau richtig.

 
Nachspann
❌ braucht nicht abgewartet zu werden, hier kommt nichts mehr.
Kinostart: 21. Juni 2018

Das Leben ist ein Fest

Frankreich. Ziemlich beste Freunde. Damit ist eigentlich alles schon gesagt.
Nur, dass der Humor hier noch viel zynischer, sarkastischer, witziger und greifbarer ist. Es macht so viel Spaß, sich mit dem Protagonisten von einem Fettnäpfchen ins nächste zu bewegen, der einen Tag erlebt, den sicher niemand – auch kein Kinozuschauer – mehr so schnell vergessen wird.
Lachen ist vorprogrammiert. Aber sowas von!
Dass sich die beiden Regisseure Eric Toledano und Olivier Nakache auf spaßige Unterhaltung verstehen, haben sie mit ihrem Welterfolg bei Ziemlich beste Freunde ja schon längst bewiesen. Allerdings zäumt man das Pferd jetzt nicht wieder von der gleichen Seite auf (“Ah, die, dann muss es ja gut sein!”), sondern generiert einen Plot, der dem Zuschauer die Chance bietet, sehr tief blicken zu lassen und ein Profil zu ergründen, dass in unkontrollierbaren Lachkrämpfen endet.
Und die Situationskomik schreit tatsächlich mit großartigen Tönen in die Welt. Vielleicht braucht man hier und da ein wenig Verweildauer, aber man hat es definitiv geschafft, die Zuschauer mitten ins Geschehen zu katapultieren, die sich nicht mehr als fremde Betrachter, sondern Teil des Geschehens erleben und damit Kino in seiner größten Vollendung genießen dürfen.
Und wahrlich: Das Leben ist ein Fest ist hier wörtlich gemeint: Es ist ein seelischer Gaumenschmaus, diesem Possenspiel beizuwohnen und man wackelt vergnügt wieder zurück ins Leben und hat definitiv keine schlechte Laune mehr, egal, was vorher gewesen ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Darum: Reingehen!
Auch wenn dieser Titel sicher nicht in jedem Kino zu finden sein wird: Die Suche danach lohnt sich!
Die üblichen Verdächtigen wie “Frankreich kann Comedy” hier runterzuplätschern, fühlt sich fast schon verräterisch an, denn Das Leben ist ein Fest ist so viel mehr: Herzallerliebst, urkomisch, zum Schreien, herrlich, lustig und in vielen Facetten mit Gefühlen verbunden, die jeder Mensch gerne um sich herum hat.
Also gönnt euch mal wieder etwas und besucht diesen Film – es lohnt sich!

 
Nachspann
nicht sitzenbleiben, geht den Saal zum Reinigen frei 🙂
Kinostart: 1. Februar 2018

Table 19 – Liebe ist fehl am Platz

Dieser Film besticht durch seine komplette Andersartigkeit sowohl in der Auswahl des Themas, als auch in seiner Art, die Dinge zu erzählen. Wenngleich die großen Köpfe des verbalen Intellekts hier auch ihre Schwierigkeiten haben mögen, so entfaltet dieser Titel dennoch eine ungewohnte, völlig absurde und dadurch absolut interessante Plattform, auf der man sich eines Themas annimmt, von dem der normale Zuschauer denkt, dieses gehöre wohl kaum als Hauptaugenmerk auf die Leinwand.
Dass genau dies passiert, macht diesen Streifen zu einem sehenswerten Konstrukt, denn man findet sich mal nicht in den üblichen platten Klischee-Zelebrierungen wieder, sondern widmet einen ganzen Spielfilm einer Gruppe, die sonst außen vor bleibt.
Dass man da jetzt keine schauspielerischen Offenbarungen oder horizonterweiternde Erlebnisse erwarten braucht, ist glaube ich jedem von Anfang an klar. Dass der Besuch eines Lichtspieltheaters trotzdem lohnenswert ist, bezeugt allein schon die Tatsache, dass diese wirklich derb komischen Vögel gemeinsam besser belacht werden können, als zu Hause auf der heimischen Couch.
Und der Spaß kommt mit dem Tun: Im Laufe der Zeit entwickelt der Plot immer mehr Eigenständigkeit und kommt durch seine skurrilen Ausführungen ins Rollen, auch wenn das groß erwartete Finale eher unspektakulär wirkt, so gehört genau dieses Ende auch wieder der Zielgruppe an, um die es hier geht.
Es ist nicht der Inhalt oder die Pointe, sondern vielmehr die Tatsache, warum dieser Film gedreht wurde, der uns einen Spiegel vorhält und zeigt, dass eben nicht nur die üblichen Verdächtigen auf einer Leinwand Platz haben, sondern man auch ganz andere Materie hernehmen kann, um diskussionswürdigen Stoff zu produzieren.
Mit Table 19 schickt man da einen Film ins Rennen, der durchaus kritisch begutachtet werden darf und den man sich gerne als Grundlage für weitere Gespräche ranziehen kann.
 

.kinoticket-Empfehlung: Erwartet nichts normales, sondern stellt euch einfach auf eine völlig andersartige Überraschung ein, dann wird es auch keine Enttäuschung.
Die Nische, in der man hier wandelt und die gekonnte Nicht-Inszenierung dessen, was eigentlich jeder erwartet hätte, lässt aufleuchten, dass hinter den Absichten mehr steht, als man eingangs vermutet.
Definitiv eine interessante, aufschlussreiche Erfahrung.

 
Nachspann
Aufstehen, anziehen, rausgehen – hier folgen keine weiteren Szenen.
Kinostart: 17. August 2017

Lommbock

Zur Zeit strotzen die Kinos ja vor Wiederholungen, Wiederaufbereitungen, Neuinterpretation alter Geschichten und aufgewärmtem schon einmal Dagewesenem, dass man meinen könnte, es gebe keine genialen Buchautoren mehr.
Lommbock reiht sich in die Riege der Geschichten ein, die eine alte, bereits einmal funktionierende Welt erneut auf die Kinoleinwand bringen möchten, um dem dagewesenen Erfolg noch einen obendrauf zu setzen.
An dieser Stelle höre ich die an Kreativität Interessierten bereits stöhnen – und das zu Unrecht. Denn dieser Film frisch nicht nur eine bereits dagewesene Geschichte wieder auf, sondern lässt sie in so einem hellen Licht erstrahlen, dass dieser Teil seinen Vorgänger bei weitem überflügelt.
Wenn man wie ich die Meinung vertritt, dass jeder Schauspieler nur eine einzige Rolle hat, die perfekt auf ihn zugeschnitten ist, dann ist es im Fall von Moritz Bleibtreu dieser Film.
Wir hatten in jüngster Zeit bereits einmal das Beispiel bei Trainspotting, dass eine vor Jahren ins Leben gerufene Welt wieder neuen Odem eingetaucht kriegen sollte, was ja bekanntlich voll in die Hose ging. In diesem Fall hier ist genau das Gegenteil passiert: Teil zwei ist um so vieles besser als der erste Teil und bringt nicht nur die Welt erneut zum Beben, sondern forciert mit überflügeltem Witz, einer derart trockenen und inspirierenden Darbietung an Flapsigkeit, Ernsthaftigkeit und Kult, dass man als Fan des alten Films garantiert nicht enttäuscht wird. Und das ist für eine Fortsetzung alles andere als einfach.
Die Pointen sind herausragend ausgearbeitet, das Niveau kippt niemals über, der Humor leidet an keiner Stelle an Zwanghaftigkeit und gerade diese trockene und selbstverständliche Art und Weise, mit der die beiden Hauptdarsteller agieren, machen hier den großen Charme aus.
Ich habe mich auf jeden Fall von Anfang bis ganz zum Schluss köstlich amüsiert, konnte sehr viel lachen und hatte mit vielen weiteren im Saal richtig Spaß.
Und obwohl das hier ein deutscher Film ist, dazu noch eine Fortsetzung, und man als Kinogänger eigentlich keinerlei Intention hegen dürfte, hier gezielt rein zu gehen, so ist dieses Stück eines der wenigen, das man als mega positives Beispiel für exzellente Filmkunst made in Germany zitieren kann.
 

.kinoticket-Empfehlung: Nicht nur als Fan des ersten Teils, sondern auch als Freund und vor allem Feind des deutschen Kinos sollte man sich diese Komödie zu Gemüte führen.
Die Gageinlagen sind pointiert herausgearbeitet, der Humor trifft absolut meinen Geschmack und nicht nur ich hatte während des Films immensen Spaß und hervorragende Unterhaltung.
Also fiebert dem Kinostart entgegen und füllt die Säle, denn auf diesem Niveau darf man hierzulande gerne mit dem Geschichten erzählen auf der Leinwand weitermachen.

 
Nachspann
folgt keiner weiter, das aus dem Sall rennen ist also folgenlos.

Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe

Es ist soweit: Der Film, auf den die Massen gewartet haben, steht vor der Tür und feierte vorgestern seine Deutschlandpremiere in Hamburg.
Ich selbst war heute im Rahmen der Ladies Night in Augsburg und habe zusammen mit ca. 1400 Frauen die Vorpremiere von Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe geschaut.
Es ist ein Kulturphänomen, das seinesgleichen sucht. Als Fanfiction zu den Twilight-Filmen gestartet und ursprünglich als reine SM-Kopie von Edward und Bella geschrieben entwickelten sich die im Nachhinein als Christian und Anastacia betitelten Figuren zu einem weltweiten Erfolgsprodukt, dass seit jeher als Publikumsmagnet gilt.
Doch statt jetzt hier meinen Senf zum Film abzugeben, möchte ich euch an den Meinungen einiger Damen teilhaben lassen, die mir freundlicherweise hinterher zum Interview zur Verfügung standen (und namentlich nicht genannt werden möchten ^^).
 

Wie hat dir der Film gefallen?
“Ich fand ihn schon gut. Also ich fand ihn teilweise ein bisschen lächerlich.”
Ist das förderlich für den Unterhaltungseffekt?
“Ja, ich glaube schon.”
Das ist ja jetzt der zweite Teil. Habt ihr den ersten auch gesehen und wie fandet ihr den Nachfolger im Vergleich?
“Ja, viel besser als den ersten.”
Von der Technik her oder vom Schauspiel oder komplett besser?
“Mei, es war halt mehr Sex…” (lacht)
Und was hat dir besser gefallen?
“Die Handlung war irgendwie näher am Buch.”
“Ich fand ihn von allem her eigentlich besser. Man hat mehr gesehen. Beim 1. Teil hat man sich viel mehr erwartet, von den sexuellen Handlungen her, dass es da mehr in die Tiefe rein ging.”
Hast du auch alle drei Bücher gelesen?
“Ja.”
“Ich habe die Bücher nicht gelesen, aber mir hat er gut gefallen. Alles war dabei.”
Was findest du besser? Die Bücher oder was sie mit dem Film daraus gemacht haben?
“Ich muss sagen, der erste Teil: Da fand ich das Buch besser, und jetzt den Film. Ich hab die Bücher ab der Mitte des zweiten Teils auch nicht mehr weiter gelesen.”
“Ich hab nur das erste Buch gelesen, ich kann es gar nicht sagen, weil ich dachte, dass ist eh das gleiche. Aber jetzt hätte ich es vielleicht lesen sollen, wo ich das jetzt gesehen habe.” (lacht)
Wie fandet ihr den Humor des Films?
“Ja, naja (lacht) – eher stumpf.”
“Vom Witz her? Ich fand’s witzig. Erotischer wie im ersten Teil.”
“Der Humor war absolut richtig. Wir haben uns davon sehr unterhalten gefühlt.”
Hat man gemerkt, dass es ein Abklatsch von Twilight ist?
“Nein, gar nicht.” – “Überhaupt nicht.”
Auf meine Erklärungen und Vergleiche hin, die ich aus Spoilergründen hier mal nicht anbringen möchte, meinten die Damen dann:
“Ja, stimmt. Ich mochte Twilight auch, die hab ich auch angeschaut.”
“Ja, dann ist es aber echt so, dass die, die Twilight mögen, auch den hier mögen. Ich war nämlich auch kein Twilight-Fan und bin auch hiervon kein Fan.”
“Ich bin Twilight-Fan, ich habe auch alle Filme zu Hause, aber ich hätte das jetzt nicht so gesehen. Aber jetzt, wo du es so sagst…”
Was war jetzt der Grund, warum ihr ins Kino gegangen seid und euch genau diesen Film angeschaut habt?
“Musste man einfach jetzt wieder sehen. Ich hab die Karten schon im Dezember gekauft und hab die hier alle überredet. Wir haben halt den ersten gesehen und wollten die Fortsetzung sehen. Ist jetzt ja schon zwei Jahre her.”
“Ich bin nur mitgegangen, ich hätte ihn mir jetzt nicht alleine angeschaut.”
“Ich bin vielleicht jetzt auch nicht repräsentativ, ich kann das auch gar nicht so richtig begründen. Das hätte man sich vor Jahren auch gar nicht vorstellen können, dass das wirklich so groß übertragen wird und ich finde, dass man an manchen Stellen wegschauen muss und peinlich berührt ist. Und deswegen hab ich auch ein bisschen Abneigung.”
Würdest du sagen, durch Fifty Shades of Grey werden Sex und Tabuthemen öffentlicher präsentiert und dadurch mehr salonfähig gemacht? Dass man öffentlich besser und leichter drüber reden kann?
“Ja, das schon, dadurch, dass das jetzt öffentlich ausgestrahlt wird auch in den ganzen Kinos wird bei manchen Leuten, wo noch ein Tabu ist, dieses vielleicht schon gebrochen. Aber viele – glaube ich – haben da auch keine Berührungsängste.
“Jein, also im ersten Teil wird’s schon sehr verharmlost. Wenn Tenies das anschauen, die denken, das ist normal, wenn man die Freundin übers Knie legt. Es kommt halt drauf an, wer es schaut und wie man es aufnimmt.”
Was sagt ihr jetzt als Frauen dazu: Im Film wird ja immer ein wenig die Stellung der Frau im Gegensatz zu der Emanzipation und Gleichberechtigung, die ja heute eigentlich auf dem Plan steht, wieder komplett ins Gegenteil verkehrt. Ist das gut oder schlecht oder warum meint ihr, reagieren da so viele Leute drauf?
“Also ich finde sogar, dadurch, dass sie die einzige ist, die es schafft, ihn zu ändern und nicht zu allem Ja und Amen sagt, spiegelt sie die Emanzipation wieder. Weil sie eben dagegen ankommt. Im ersten Teil nicht, aber jetzt im zweiten vielleicht schon ein bisschen.”
“Ich finde nicht, dass es Schwierigkeiten mit der Darstellung der Frau gibt, die im Film ja oft als “Objekt” dargestellt werden soll. Es kommt halt darauf an, wer was mit sich machen lässt. Geschmäcker sind da verschieden.”
Würdest du sagen, dass dieser Film ein Erfolg wird? Würdest du ihn dir nochmal anschauen?
“Ja, würde ich schon machen.”
“Ich kauf mir auch die DVD” (lacht)
“Ja.” (mehrfach wie aus der Pistole geschossen ^^)
“Definitiv ja.”
“Kann es mir schon vorstellen, weil eben dieses ‘Verbotene’
oder nicht Alltägliche mal übertragen wird.”
Und da liegt jetzt die Faszination drin, dass gerade beim weiblichen Publikum – wie man ja sehen kann – der Film so gut ankommt?
“Ja, könnt ich mir schon vorstellen.”
Freut ihr euch auf den dritten Teil?
“Ja, auf jeden Fall.”
Würdet ihr diesen Teil hier weiter empfehlen?
“Ja, auf alle Fälle.”
Was hat euch am Film am meisten gefallen?

 
Und an dieser Stelle möchte ich vor spoilernden, aber interessanten Antworten mal aus den Interviews aussteigen und mich nochmal für alle bereitwilligen Antworten der Gäste bedanken, die sich die Zeit genommen haben und mir Rede und Antwort standen.
Was mir persönlich am meisten gefallen hat?
Man ist endlich ein wenig tiefer in die Materie eingestiegen, auch wenn man von Fifty Shades of Grey noch lange nicht behaupten kann, wirklich im Genre angekommen zu sein, sondern das alles durchaus noch sehr oberflächlich und – um es mit den Worten einer Dessouladenbesitzerin zu sagen – “langweilig” ist.
Das Interesse an Erotik und dem Verbotenen ist wohl vielerorts schon immer da gewesen, aber es wurde in unserem Jahrzehnt nicht derart offen ausgelebt, wie es Fifty Shades of Grey jetzt tut.
Ich erinnere nur an die rühmlichen 68er, da wäre ein Film dieser Größenordnung wohl eher langweilig gewesen und hätte den Zuschauern nur müdes Lächeln abgerungen. Dass wir danach wieder in einer amerikanischen Prüderie angelangt sind, aus der man sich jetzt schrittweise wieder hervorkämpft, ist nun mal Tatsache und beweist, dass die Gesellschaft nicht nur permanent im Wandel ist, sondern sich gewisse Dinge in Abschnitten auch immer wiederholen.
Der Design-Effekt, der mir beim ersten Teil noch am besten gefallen hat, fällt in dieser Fortsetzung nun komplett weg, diese Liebe zur Unerreichbarkeit ist weg und man befindet sich mehr auf dem Boden der Tatsachen.
Über den Plot brauchen wir nicht reden, auch die Dialoge sind wieder zeitweilig so beschissen, dass sich in vielen Situationen allein aus der dämlichen Ausdrucksweise eine Art Selbstironie entwickelt, die als solches dann schon wieder lustig ist und durchaus seinen Unterhaltungseffekt hat.
In punkto Forschheit und anzüglicher Anmache hat man sich hier tatsächlich gesteigert und langsam ein Gespür dafür entwickelt, wie man in die Tiefen der Dunkelheit vordringen kann, die sich in der Allgemeinheit noch zu befinden scheint, jedoch agiert man auch hier relativ zaghaft und plotbedingt teilweise lächerlich.
Ich persönlich habe immer noch meine Probleme mit der Darstellung der Frau, die immer wieder als Sexobjekt und “Gegenstand” bzw. “Eigentum” angesehen werden soll. Diesbezüglich gibt es – wie beim Interview oben schon benannt – zwar nun endlich halbwegs vernünftige Gegenwehr, das Thema als Solches finde ich aber im Film zu unreflektiert und damit für die heutige Generation als zu unverantwortlich behandelt. Die Unterwerfung der Frau dem Mann gegenüber ist immer noch Thema in der Gesellschaft, was man schon anhand der Problematiken sieht, die aus dem Arabischen in die westliche Welt überschwappen und immer wieder für Unmut in unserem Land sorgen.
Interessant war auch, den Einlass zu beobachten, wie sich die Scharen der weiblichen Welt ins Kino zwängten und immer ein bedrückt dreinblickender Typ dazwischen … Macht euch den Spaß und vergleicht einfach mal mit Twilight und ihr werdet im Film so extrem viele Parallelen finden, dass man fast behaupten könnte, die Schreiberin der Fifty Shades of Grey-Romane hat absolut keine Fantasie, sondern tatsächlich Wort für Wort in den SM-Slang übernommen. Selbst Nebencharaktere bilden so eindeutig und erkennbar das Gegenstück zu den jeweiligen Doublen aus Twilight, dass einem fast schon die Lust daran vergeht.
Fakt ist, dass hiermit ein Nerv der Zeit getroffen wird, der gestern in Augsburg fast 1500 Menschen zeitgleich ins Kino gelockt hat und sicher wie beim ersten Teil auch in den nächsten Wochen und Monaten für volle Kinosäle sorgen wird.
Müsste ich mich zwischen beiden Filmen entscheiden, würde ich sofort zum neuesten greifen, da der tatsächlich sehr viel mehr Unterhaltungseffekt bietet und nicht mehr so zimperlich mit den Dingen umgeht, auch wenn man die Thematik durchaus besser hätte beleuchten und ausarbeiten können. Stichwort: SM-Variante von Underworld…? 😉
Die Damen bekommen in den nächsten Wochen auf jedenfalls einiges zu sehen – und das nicht nur im Kinosaal, sondern auch davor…

© Dessous und Modelle ausgestellt von Fee, Steingasse 10, 86150 Augsburg, www.my-fee.de

 

.kinoticket-Empfehlung: Das Gespür, in die Materie einzusteigen, erwächst langsam, Teil zwei ist um Welten besser als der erste, erreicht aber noch lange keine Krone der Filmschöpfungen, sondern etabliert sich in der Frauenwelt durch Diskussionen über Tabuthemen garantiert immer noch zu einem Publikumsliebling und punktet durch teils sehr selbstironische Züge.
Ernst nehmen sollte man den Film auf keinen Fall, sondern einfach die Show genießen und sich über teils abartig dämliche Aktionen lustig machen und mit richtig viel Publikum, das stellenweise sogar zu den Entscheidungen der Darsteller applaudiert, wird auch der Kinobesuch zu einem ganz eigenen Erlebnis.

 
Nachspann
Da es sich hier um eine back-to-back-Produktion handelt (der folgende Teil ist also bereits abgedreht), sollte man auf jeden Fall noch sitzen bleiben, denn die Vorfreude auf 2018 wird in der Mitte des Abspanns nochmal angehoben.

Mein Blind Date mit dem Leben

Der Trailer verbreitet ja an sich schon extrem gute Stimmung und deutet auf eine unglaubliche Geschichte hin, die tatsächlich so passiert ist. Kostja Ullmann spielt hier den Hauptdarsteller und punktet damit schon mal grundsätzlich, sofern ihr mir an dieser Stelle gestattet, mich als heimlichen Fan dieses Schauspielers zu outen.
An der Seite von Jacob Matschenz taucht er in einen Berufszweig ein, aus dessen Abgründen ich als Gebrandmarkter sowieso selbst genügend Stories erzählen kann. Umso interessanter ist es dann, eben jene Gleichgesinnten auf der Leinwand wiederzuentdecken und damit nicht nur tiefer ins Berufsfeld vorzudringen, sondern sich zumindest gedanklich auch noch mit den Einschränkungen zu befassen, die dem Hauptdarsteller hier gegeben waren.
Dadurch, dass Kostja sich nicht nur immens auf seine Rolle vorbereitet hat, sondern auch mit dem wahren Helden dieser Story angefreundet und von ihm unterrichtet wurde, was Mimik, Gestik, Wahrnehmung und Co. betrifft, erhält der Film nochmals ein Stück weit mehr “Nähe zur Realität” und offenbart auf ehrliche Art und Weise, mit welchen Problemen sich der “echte Akteur” rumzuschlagen hatte.
Dies wurde nicht nur überzeugend und nachvollziehbar rübergebracht, sondern auch in unterhaltsame Kurzweil verpackt, die beim Schauen richtig Spaß macht.
Dass man sich dann als Drehort noch für die Stadt entschieden hat, zu der ich ganz besondere Gefühle entwickelt habe und in einem Hotel dreht, in dessen Hallen ich auch schon zugegen war, setzt für mich dem Ganzen die Krone auf.
 

.kinoticket-Empfehlung: Mir hat es riesig gefallen und ich kann diesen Titel auch ohne Vorbehalte weiterempfehlen.
Die Darsteller sind allesamt überzeugend und das Metier wird einigermaßen gut eingefangen. Der Blick “hinter die Kulissen” ist für manche vielleicht genauso spannend wie der Plot, der eine schier unglaubliche Story aufgreift und zum Besten gibt.
Dieser Film macht sogar in kleinen Kinos richtig Gaudi und sorgt für einen wohlig-gemütlichen Abend und gute Unterhaltung. Reingehen!

 
Nachspann
braucht nicht abgewartet zu werden, hier kommt nichts mehr.

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