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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Gewinn

Leto (inkl. Gewinnspiel)


© 2018 Weltkino Filmverleih

 

So Leute: Auf euch wartet ein immens wichtiger Film, zu dem es viel zu sagen gibt. Und damit den möglichst viele sehen, hat Weltkino euch 2×2 Freikarten für den Film zur Verfügung gestellt, die unter diesem Beitrag verlost werden.

Kirill Serebrennikow – der Director dieser Erinnerungsnacherzählung von Natalia Naumenko – steht seit dem 23. August 2017 (!) in Russland unter Hausarrest, der es ihm verbietet, weitere Stellungnahmen zu seinem Werk zu äußern und der es ihm u.a. auch verbot, seine eigene Weltpremiere im Rahmen des Wettbewerbs der Filmfestspiele in Cannes zu besuchen.

Er wurde während der finalen Drehaufnahmen festgenommen und hat den Film darum unter Hausarrest fertiggestellt. Künstler wie Cate Blanchett, Volker Schlöndorff und Nina Hoss solidarisierten sich mit ihm und forderten seine sofortige Freilassung.

Ihr spürt, welche Brisanz in diesem Thema steckt? Schaut euch das Plakat an und ratet mal, worum es geht…

Musik, Unterhaltung, Entertainment, das Volk durch Worte und Töne zu bewegen, emotional mitzureißen und dabei nicht vollkommen diktatorisch zensiert zu werden.

Ja, wenn ihr gegen das System seid: Das ist euer Film.

Ich liebe ihn und werde ihn so oft schauen, wie es mir irgendwie möglich ist – denn das trifft genau den Kern auf den Punkt: Der Musik-Style ist der meine, die Botschaften hinter den Texten sind die meinen und der Grundgedanke an die Freiheit künstlerischen Schaffens ist das, wofür ich quasi lebe. Und dieser Film erzählt keinen fiktiven Schwachsinn, sondern basiert auf den Erinnerungen von Natalia, die das damals alles live so erlebt hat und quasi das Portrait der geistigen Gefangenschaft eines ganzen Volkes durch Serebrennikow dokumentiert und über die Leinwände in die Welt hinaus schreit.

Moah, spürt ihr diesen Vibe? Spürt ihr, wie wichtig Kino tatsächlich ist und was für (vom System unentdecktes) Potenzial hierin steckt, freie Gedanken äußern zu dürfen und Wahrheiten entgegen dem Willen einer Regierung doch ans Licht zu bringen und aufzudecken und das weltweit zu können? Welche demokratische Kraft auf diesen Leinwänden zu finden ist und warum es wichtig ist, dass die Menschen bis an ihr Lebensende niemals damit aufhören, Kinos zu besuchen?

All die Unterdrückung, Unmenschlichkeit und immer noch aktuelle Zensur, die durch staatliche Organe vorgenommen wird und Menschen verbietet, ihren Geist frei entfalten zu dürfen und mit etwas positivem zu füllen, wird hier in einem Film präsentiert, der es absolut in sich hat und in meinen Augen auf jede Leinwand gehört, die dieses Land zu bieten hat.

Und lasst euch von unwichtigen Randfakten nicht abschrecken: Dass der Film in schwarz-weiß gedreht wurde, ist für mich oft ein Indiz, etwas distanzierter mit der Auswahl umzugehen und es eher in die hinteren Ränge der “To do”-List zu schieben. Bei Leto hatte ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl, dass in diesen Grautönen extrem viel Farbe verborgen ist und dass das einfach so sein muss und nicht anders gehört. Es wäre ein Fehler gewesen, ihn in Farbe zu drehen, weil auch das wieder die Zeitepoche dokumentiert, die Russland damals einfach so erlebt hat und deren Auswirkungen aktuell (siehe Festnahme) immer noch anhalten.

Ich feiere es, wenn irgendwo die Wahrheit gesprochen wird und es mächtige Leute gibt, die diese Wahrheiten ankotzen. Je mehr solche teils weltfremden Personen von Wahrheit angewidert sind, umso wichtiger erachte ich es, dass diese Wahrheiten gesprochen werden. Und genau das tut dieser Film in einer ehrwürdigen Form, die für mich einfach mit einem sensationellen Kinoerfolg gekrönt gehört, der wiederum Aufmerksamkeit auf Serebrennikow lenkt und ihn durch Proteste und andere Reaktionen aus seiner Gefangenschaft befreit.

Das hier ist kein Aufruf dazu, Gewalt anzuwenden oder in anderer Form auszuticken: Es ist ein Aufruf dazu, sich diesen Film anzusehen und darüber in Kenntnis zu kommen, wie es anderswo aussieht. Diese Fakten richten nämlich viele ungeraden Ansichten in den Köpfen der Menschen wieder gerade. Und dass die Welt in Tagen wie diesen so etwas bitter nötig hat, brauch ich ja wohl nicht extra erwähnen oder?

 

.kinoticket-Empfehlung: Eines der wichtigsten Werke, in denen der Kampf um die Freiheit des Geistes weitergeführt wird – das überaus gelungene Portrait einer Gesellschaft, die ihren Geist öffentlich nicht frei entfalten darf.

Filme wie dieser gehören auf die Pflicht-Liste eines jeden Menschen, egal, ob Kinogänger oder nicht: Die Wahrheiten, die hier gesprochen werden, kotzen große Regierungen an. Umso wichtiger ist es, sie weiter zu verbreiten und den Menschen zu sagen, damit die Mehrheit dieser Welt über das Gebaren Bescheid weiß und dementsprechend reagieren kann. Und wenn es nur korrigierte Ansichten im Kopf sind, weil man danach definitiv mehr weiß als vorher.

 

Nachspann
❌ I love the music, mehr Szenen kommen deshalb aber nicht. Wer also rausgehen möchte, dem sei es erlaubt.

Kinostart: 8. November 2018

Original Title: Leto
Length: 128 Min.
Rate: FSK 12

 

G E W I N N S P I E L

Weltkino hat für euch von diesem extrem wichtigen Film 2×2 Freikarten klargemacht, die ich hiermit an euch weiter verlosen darf.

Kommentiert bis einschließlich Sonntag, 11. November 2018 unter diesem Beitrag, mit wem ihr euch den Film gerne ansehen möchtet und ihr seid im Lostopf dabei. Die Gewinner/innen werden anschließend via random.org gezogen und von mir per E-Mail benachrichtigt. Gebt also unbedingt eine gültige E-Mail-Adresse an, unter der ich euch schnell erreichen kann.

Die Freikarten werden dann per Post zugeschickt und können von euch in jedem Kino eingelöst werden, das diesen Film regulär im Programm hat und in der gewünschten Vorstellung noch freie Plätze zur Verfügung stellt. Genaueres erfahrt ihr dann im Anschreiben.

Ich drücke euch die Daumen und wünsche allen viel Glück und lege jedem ans Herz: Geht da rein und schaut es euch an – dieses Movie ist enorm wichtig für eine weitere gute Welt!

Barry Seal – Only in America (mit Gewinnspiel)

Gleich zum Gewinnspiel? Dann einmal bitte ganz nach unten scrollen … 😉
Nachdem uns in Die Mumie Tom Cruise alle so wahnsinnig negativ begeisterte, wird es Barry Seal – Only in America unglaublich schwer haben, mit ihm als Frontmann wieder Punkte beim Publikum abzugreifen oder generell die Säle gefüllt zu kriegen. So zumindest mal meine Vermutung.
Und das ist schade, denn dieser Film hätte ausgebuchte Vorstellungen unglaublich verdient. Der Hype um diesen kontroversen Darsteller wird im Film nämlich absolut beiseite geschoben und einer Erzählung Platz gemacht, die es wert ist, von den Menschen gehört zu werden.
Dem Zuschauer hierzulande bleibt wohl nur der Vorschuss an Vertrauen, wenn man erklärt kriegt, dass diese Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, die von Produzent Doug Davison und Drehbuchautor Gary Spinelli aus den Akten hervorgekramt wurden. Ich möchte nicht mal abschlagen, dass es sich hier tatsächlich um Tatsachen handelt, denn – wie jeder so schön aus dem Filmregelwerk weiß – ist eine Geschichte dermaßen bizarr, kann sie nur wahr sein.
Und dazu gesellt sich dann ein unglaublich frischer, spaßig aufgelegter und gute Laune verbreitender Tom Cruise, der wie aus einem anderen Holz geschnitzt zu sein scheint und hier mit Frohsinn und Leichtigkeit seine Rolle spielt, die den Patzer aus seinen vorherigen Werken leicht vergessen lässt.
Und obwohl es eigentlich um seine Person geht, steht er als Persönlichkeit vollständig im Hintergrund und überlässt wieder dem Charakter, den er darstellen soll, das Spielfeld. Die Selbstbeweihräucherung fehlt und genau das gibt Barry Seal so unglaublich viel Auftrieb.
Man hat als Zuschauer enorm viel zu lachen, zu staunen, zu bewundern und zu sehen, dass die die Laufzeit von 115 Minuten wie im Flug vergeht. Und das Prädikat “Besonders wertvoll” wurde auch zu recht verliehen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Cruise ist wie ausgewechselt und verbreitet auf einmal ganz andere Stimmung im Kino.
Der Film ist intelligent, unglaublich, wahnsinnig unterhaltsam und unfassbar und damit ein Garant für einen gelungenen Kinoabend mit der Freundesclique.
Also .kinoticket gekauft und ab in die Kinos!

 
Nachspann
bringt keine weiteren Überraschungen mit, wer also unbedingt raus muss, darf dies konsequenzlos tun.
Kinostart: 7. September 2017

* * GEWINNSPIEL * *

Universal Pictures hat euch fünf Plakate zur Verfügung gestellt, die euch den Kinostart von Barry Seal versüßen. Wie kommt ihr dran?
Ganz einfach unter diesen Beitrag oder auf Facebook im Post euren Lieblingsfilm kommentieren, in dem Tom Cruise mitgespielt hat. Die Auswahl ist ja groß.
Hier mal eine kleine Auswahl:

Es zählen alle Kommentare, die bis einschließlich 10. September 2017 unter einer der beiden Beiträge eingegangen sind. Kommentieren mehr als 5 Personen, entscheidet das Los. Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht.
Facebook oder andere Seiten / Firmen sind nicht in das Gewinnspiel involviert. Die Verlosung wird ausschließlich durch www.kinoticket-blog.de ausgeführt und die zu verlosenden Plakate von Universal Pictures International gestellt.
Ich wünsche jedem von euch viel Glück und natürlich mega viel Spaß und beste Unterhaltung im Kino bei Barry Seal – Only in America.
Ben

(Trailer) Miss Sloane – Die Erfindung der Wahrheit

Trailersonntag – mit einem Blick auf die aktuellen Filme im Kino. Warum?
Weil der Film verdammtnochmal viel zu wenig gewürdigt wird und es den Anschein hat, als würde er bereits wieder aus den Sälen verschwinden. Und das darf nicht passieren!
 
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=wyzYatXVN7Q?rel=0&w=560&h=315]
Unglaubliche Performance präsentiert by © Universum Film
 
Warum man den Film gesehen haben sollte:
habe ich ja bereits in meinem Beitrag hier gesagt, aber einfach nochmal in Kürze:

  • Jessica Chastain: eine unglaubliche Schauspielerin, die hier zu Höchstform aufläuft und alles und jeden in den Boden spielt, der sich auf der Leinwand bewegt! Phänomenal!
  • Das Thema: Unglaublich, wenn sich einzelne mit derartigen Megamonstern anlegen und die Show gewinnen wollen – allein das macht den Film schon megamäßig interessant.
  • Unglaublich hoher Bildungswert: Wenn die Bevölkerung darüber aufgeklärt werden soll, wie ihre Welt funktioniert, dann legt man solche Filme ein und spielt sie jedem vor. Nutzt die Gelegenheit, solange er noch im Kino ist.

Über den Film wird viel zu wenig gesprochen. Ich habe bisher einige ins Kino geschickt und sie alle haben es mir gedankt, weil der Film tatsächlich unglaublich ist. Darum an dieser Stelle mal ein .trailer von einem aktuell laufenden Film, der es wirklich wert ist, gesehen zu werden, denn die Spitze der besten Filme 2017 hat er längst erklommen.
 
Kinostart: 6. Juli 2017

Casino Undercover

An alle, die beim Namen Will Ferrell einen Brechreiz kriegen: Ich fühle mit euch. Ich hasse den Typ und seine stupide Dummheit in seinen ständigen Rollen.
An alle, die bei Amy Poehler denken: Oh mein Gott, was für eine talentlose Frau, die in ihrer Erbärmlichkeit aufgeht und vor aller Welt beweist, was für armselige, lächerliche Schauspielerin sie ist: Ja, ich habe bei fast allen Filmen von ihr so gedacht.
Und ich lege euch wärmstens ans Herz, ab 6. Juli 2017 in Casino Undercover zu gehen.
Hauptdarsteller/in: Will Ferrell und Amy Poehler.
Was geht jetzt?
Ähm – so richtig begreifen kann ich es selbst noch nicht, was da passiert ist. Ich habe nicht mal bei den Minions so viel lachen müssen, wie vorgestern in Casino Undercover, als sich Ferrell und Poehler gegenseitig die Bälle zuspielten und ein Gagfeuerwerk entfesselten, dass seinesgleichen sucht.
In Zusammenarbeit mit Jason Mantzoukas erreichen die zwei hier Höhen, die unglaublich sind! Nicht nur, dass man es wohl endlich einmal geschafft hat, eine Komödie zu kreieren, die meinen Comedy-Hass galant beiseite stößt und mich für das Werk schwärmen lässt, sondern auch das Austarieren zwischen Unmöglichkeit und Überzogenheit hat hier in perfekter Weise geklappt. Man ist verrückt, durchtrieben, überdreht, wahnsinnig und voll auf dem Trip, schafft es aber trotzdem nicht, in irgendwelche Löcher abzurutschen oder es mit billigen Jokes zu versemmeln.
Im Gegenteil: Die meisterhaft geschnittene Schnelligkeit beweist, dass in den Drehbüchern des Films sehr wohl extrem viel Inhalt und wenig Zeit für Streckungen oder ähnliche Zeitschindereien gewesen ist, sondern man sich rühmlich auf das Wesentliche konzentrieren wollte und alles Lahmarschige dafür weggelassen hat.
Gott sei’s gedankt, denn so einen Film hätte man auch gerne gute 2 Stunden ausgehalten. Diese Entscheidung, hier tatsächlich nur mit knapp 90 Minuten zu spielen, zeigt einmal mehr das könnerhafte Verständnis für extravagante Filme der Macher.
Und im Ernst: Ich hasse diesen ganzen Komödienmist, von dem immer alle meinen, er sei “lustig” und der irgendwelche blöden Schulhofjokes feiert, als sei Gott persönlich vom Himmel herabgestiegen. Ich hasse es.
Und ich liebe diesen Film. Nachdem der gestern aus war, waren meine ersten Worte:
“Das ist mit Abstand der beste Film, den Ferrell jemals gedreht hat und das mit Abstand beste, was Poehler jemals aus sich gemacht hat.”
Und ich stehe dazu – ich liebe ihn. Ich ziehe ihn allem anderen “lustigen” vor und verweise jeden darauf, definitiv diese Vorstellung zu besuchen und sich selbst ein Bild zu machen. Obwohl man eigentlich nicht lachen will, weil es zu “dumm” ist, muss man lachen – und es bleibt auch keine Zeit, sich auszuruhen, sondern man hat eine Szene noch nicht ganz verdaut, während man bereits in den nächsten vieren gefangen ist und auch da wieder zum Lachen gezwungen wird.
Leute im Ernst: Casino Undercover geht damit für mich in die Geschichte ein als allererster Film, den ich als Komödie wirklich für absolut gelungen bezeichne. Und damit meine ich einfach alles. Die Besetzung, die Dramaturgie, die Konversationen, die Einfälle, die realistische Glaubwürdigkeit innerhalb eines Metiers, dass extra für diesen Film geschaffen wurde, den Schnitt, die Musik, die Kostümierung, die Profilzeichnung – einfach alles!
 

.kinoticket-Empfehlung: Zutiefst beeindruckt ziehe ich meinen Hut und gebe zu: Es gibt doch eine Komödie, die ich restlos feiere und vor der ich mich tief verneige: Casino Undercover.
Hier stimmt einfach alles – und die Dichte der Gags, die allesamt (!) gelungen sind und nirgendwo unter die Gürtellinie oder sonst wie abrutschen, ist überirdisch.
Geht da rein und erlebt ein einziges Mal, was es wirklich bedeutet, einen lustigen Film zu sehen – alles andere stinkt dagegen wirklich nur ab.

 
Nachspann
Läuft keiner, nur Text. Rausgehen ist also erlaubt.
Kinostart: 6. Juli 2017

Greg's Tagebuch: Böse Falle

Es ist wieder Kinderzeit im Kino: Mit Gregs Tagebuch: Böse Falle startet Twentieth Century Fox am Donnerstag den vierten Teil der Verfilmung dieser Kinderbuchreihe, der auf Band 9 der Gregs Tagebuch-Reihe basiert.
Für diesen Teil wurde ein komplett neuer Cast an Board geholt. Gespickt mit wunderbar niedlichen Animationen hätte der Film meiner Meinung nach sogar vollanimiert eingeschlagen, denn er vermittelt ein unglaublich heimeliges, nachvollziehbares und spannendes Ambiente für die Kids, die allesamt im Saal einen riesigen Spaß hatten.
Im hintersten Eckchen meiner kritischen Meinungshöhle bildete sich zwar ansatzweise eine leichte Furcht vor der FSK 0-Freigabe, die der Film erhalten hat, da manche Szenen verwirrend und durchaus fragwürdig sind, denen ich stellenweise sogar lieber FSK 12 verpasst hätte, jedoch ändert dies nichts an der wunderbar komischen und durchaus realistischen Darstellung der verrückten Abenteuer des Kinderbuch-Helden.
Das Zielpublikum ist natürlich die jüngste Riege, auch wenn selbst Erwachsene hierbei ihren Spaß haben können. Es ist also verständlich, dass man kein FSK 12 in Erwägung gezogen hat, da man dadurch per se die gewünschte Zielgruppe systematisch ausgeschlossen hätte, jedoch wäre ich dann beim Schnitt dazu übergegangen und hätte den Film um die entsprechenden Szenen gekürzt.
Abgesehen davon hat es selbst mir Spaß gemacht, denn dieses Mal musste man sich – im Vergleich zu vielen anderen Familienfilmen – nicht für irgendwelche Dummheiten fremdschämen. Gerade diese abstruse Natürlichkeit verleiht diesem Film einen unglaublichen Charme und hinterlässt ein wohliges, unterhaltsames und liebenswürdiges Areal, das die Fantasie und Abenteuerlust der Kleinsten auf seine Weise vollkommen anregt und für Abwechslung im Alltag sorgt.
Und genau dafür ist Kino ja wie geschaffen: Zum Ausblenden, Abschalten, in andere Welten eintauchen und sich von fremden Abenteuern überraschen und unterhalten zu lassen. All dies tut der Film auf beste Weise und liefert damit für mich den bis dato besten Kinderfilm dieses Jahres ab.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auch wenn stellenweise ein paar Szenen dabei sind, die man 3-4jährigen jetzt nicht unbedingt auf die Augen drücken muss, ist dieser Film einer der besten Familien-Action-Blödelfilme, die ich jemals gesehen habe.
Der neue Cast ist sympathisch, spielt spritzig und liefert dabei jede Menge komische Momente und spannende Abenteuer für die Kids, bei denen auch Erwachsene eine Portion Unterhaltung bekommen.
Daumen hoch!

 
Nachspann
braucht man nicht abwarten, es sei denn, man mag die Animationen, die mit durchlaufen.
Kinostart: 1. Juni 2017

Der 100. Beitrag: Dann werden wir mal persönlich (inkl. Gewinnspiel)

So meine Lieben,
es ist soweit: Packt den Champagner aus, werft die Störenfriede aus den Zimmern, schließt die Fensterläden und lasset die Spiele beginnen – wir feiern gemeinsam den 100. Beitrag dieses kleinen beschaulichen Blogs!
Wahnsinn!
Schon als kleines Kind hatte ich extrem viel Vergnügen an bewegten Bildern und konnte es kaum erwarten, wieder und wieder einen neuen Film zu sehen. Der erste Titel auf damals noch VHS war Auf der Flucht mit Harrison Ford in der Hauptrolle.
Den ersten Streifen im Kino belebte Mr. Bean in seinem ultimativen Katastrophenfilm in einem Kino in meinem damaligen Kaff, dessen Pforten inzwischen geschlossen sind.
In der Zwischenzeit habe ich unzählige Kinosäle von innen besichtigt, unzählbar viele Filme gesehen und mich in meinem Bekanntenkreis zu einem lebenden Filmlexikon avanciert. Beschreibe kurz eine Szene und ich sage dir in 2 Sekunden, zu welchem Film sie gehört.
Viele von ihnen wollten mich oft zu Wetten, dass ..? schicken, wo ich dann kurze Ausschnitte gezeigt kriege und den dazu passenden Film hätte sagen … oder in abgewandelter Form das gleiche mit diversen Studiologos hätte machen sollen.
Manche zweifeln heute immer noch daran, dass ich wirklich jeden Film, den ich jemals gesehen habe, auswendig kenne – auch darin habe ich mich in meinem persönlichen Umfeld schon des öfteren beweisen können.
Ja, ich habe eine totale Filmmacke und kenne keine bessere Art, um abzuschalten, Gefühle zu verarbeiten oder einfach nur einen schönen Abend allein oder mit Freunden und Familie zu verbringen. Filme sind für mich schon seit jeher das allergrößte.
Zu Beginn diesen Jahres habe ich mir dann eine Kinoflatrate zugelegt, die es mir ermöglicht, ohne Aufpreis jeden Film meiner Wahl anzuschauen und euch – dank Sneak Previews, Testscreenings und dem permanenten Abgrasen der Neuerscheinungen – bereits im Vorfeld darüber zu berichten, ob sich ein Titel im Kino tatsächlich lohnt oder nicht.
 
Meine Devise dabei:
Nicht spoilern. Nichts ist ärgerlicher, als wenn irgend so ein Vollidiot in einem Text vor aktuellem Kinostart bereits Handlung und Ende eines Films verrät und somit den kompletten Sehspaß verdirbt. Meine Texte sind garantiert spoilerfrei und dürfen von jedem Interessierten ohne Angst gelesen werden.
Sei subjektiv. Was bringt einem eine abgekartete Lüge aus dem Kartell aus Medien, Korruption und Geldgeilheit, wo Meinungen gekauft oder möglichst wikipediahaft alles neutral und gleichgestellt berichtet wird? Nichts. Ich sehe, ich bewerte und ich schreibe darüber. Lerne meinen Style und du hast dein ganz persönliches Filmbarometer. Dir gefällt ein Film überhaupt nicht, den ich hier in den Himmel lobe? Dann ist das höchstwahrscheinlich öfters der Fall und du kannst andere Filme, die mir gefallen, genauso in den Wind schießen und gehst besser in die, die bei mir negative Kritiken erhalten.
Meinungsbildend. Es gibt nichts, was ich mehr hasse, als das ständige Achtgeben auf alle möglichen Parameter, um ja keinen zu verletzen. So etwas tötet jegliche Individualität und macht aus einer ehrlichen Aussage nur einen Haufen Mist.
Aus diesem Grund schreibe ich hier keine Pressemitteilungen für diverse Filmstudios, sondern berichte über die ganz persönlichen Erfahrungen im Kino und hänge daran eine subjektive Kritik und persönliche Empfehlung. Wichtig für mich ist nicht das Pro und Kontra, sondern das persönliche Gefühl, das sich beim Schauen einstellt und andere vielleicht sogar mitreißt.
Niemand braucht Roboter. Kino ist für echte Gefühle und Emotionen gemacht – und genau die versuche ich, auch bei meinen Lesern hervorzurufen.
 
Das Jahr 2015 hat für mich den Ausschlag gegeben, zum einen meine Erfahrungen selbst zu verwursten, zum anderen, mein Umfeld und euch alle an den Errungenschaften teilhaben zu lassen, die ich dank dieser Flatrate genieße: Dieses Blog wurde geboren.
Anfangs noch im Teststadium entwickelte sich mit der Zeit ein kontinuierlicher Peak, mit dem die neuen Filme nun erscheinen. Mein Ziel: Alle zwei Tage einen neuen Kinofilm vorzustellen, der möglichst zeitnah die Neuerscheinungen der Woche vorstellt und euch somit als Barometer dienen kann, insofern ihr beabsichtigt, einen Kinoabend zu erleben.
Begonnen hat alles mit der Vorstellung von Baymax – Riesiges Robowabohu, aus der bis zum heutigen Zeitpunkt exakt 155 Kinovorstellungen geworden sind, für die ich jedesmal mindestens 158 km (eine Strecke) zurücklege, um ins Kino meiner Wahl zu kommen, das bild- und soundtechnisch mit meinem Heimkino mithalten kann.
 
Die Top 10 der besten Filme für mich dieses Jahr lautet wie folgt:
1. Mad Max – Fury Road: Außergewöhnlich harte Action, trifft mich persönlich zutiefst im Herzen und verkörpert als Ganzes einen Film, von dem ich glaube, dass der Regisseur in mein Innerstes geschaut und meine Gefühle verfilmt hat.
2. Coconut Hero: Selten habe ich mit einem Hauptdarsteller so mitgelitten und wurde so extrem tief in den Sog der Tränen gezogen wie hier.
3. Sicario: Mich mit dauerhaft offenem Mund im Kino sitzend zu erleben – bei diesem Film bislang 2x die Chance gehabt.
4. Run All Night: Die Sphäre und Stimmungen, die nicht nur vom Soundtrack dieses Films hervorgerufen wurden: Einmalig! Der machte in den 23 Uhr-Vorstellungen jedesmal so richtig Spaß!
5. Love & Mercy: Vielschichtig, persönlich, nah: So hat man Musik noch nie erlebt. Hat mich sehr ergriffen und absolut erreicht.
6. Escobar – Paradise LostJosh Hutcherson gibt nicht nur in Mainstream-Mehrteilern eine gute Figur ab, sondern führt einen hier an die Abgründe der Drogenkartelle. Eine Geschichte, die ihresgleichen sucht und mit Bildern in Welten entführt, die mir persönlich mehr als gut gefallen.
7. Vacation – Wir sind die Grisworlds: Blödsinn, ohne peinlich zu sein: Hier habe ich schon beim Vorspann herzhaft gelacht. Für mich der Sommerfilm des Jahres.
8. Alles steht Kopf: Sensationell, was Disney und Pixar aus dieser Idee rausgekitzelt haben. So viel Spaß hatte man bei animierten Filmen schon lange nicht mehr.
9. Die Augen des Engels: Ist irgendwie in der Masse untergegangen: Ein tiefer Einblick in die Gestaltung von Medien, Nachrichten, Mordaufklärung, visualisiert mit beeindruckenden Bildern einer traumhaften, italienischen Kulisse.
10. Unknown User: Horrorkino der anderen Art: Mit so wenig Hilfsmitteln einen so mitreißenden Streifen zu gestalten, der selbst mir zeitweise die Gänsehaut auf dem Rücken spazieren schickt – der Überraschungserfolg, was die “böse Rubrik” angeht.
 
Doch nicht jede Vorstellung ist purer Genuss, es gibt auch manchmal den berühmten Griff ins Klo. Hier sind meine bisherigen Top 5 der qualvollsten Filme diesen Jahres:
1. It Follows: Meiner Meinung nach alles falsch gemacht, was falsch zu machen geht: Pointe zu Beginn, Langeweile, dumme Geschichtsführung – selten war ein Film so irre und abgedreht, wie hier.
2. Warte, bis es dunkel wird: Hat vielleicht in den 60er Jahren funktioniert, kredenzt heute aber nur Langeweile. Die Zeit durchzuhalten war für mich eine Qual.
3. The Visit: Grausame Kameraführung, langweilige Einführung, profillose Charaktere – bis auf ein, zwei lustige Szenen nichts packendes dabei.
4. Gespensterjäger: Ich kann Kinderfilmen viel abgewinnen, finde sie manchmal sogar erhabener als Erwachsenenkost, die zeitgleich läuft, aber das hier war überdrehter Mist, der langweilte und schlecht gespielt wurde. Gähn.
5. Pixels: Budgetreiches Potenzial in den Sand gesetzt durch hirnlose Komik, die keinerlei Liebe zum Spiel aufwies, sondern eher mit peinlichem Humor beschämte.
 
Die Blockbusterenttäuschungen des Jahres sind für mich bis jetzt:
1. Die Bestimmung – Insurgent: Trotz beeindruckender Kulisse in noch beeindruckenderem 3D: Der Schauspielgeist und die Dialoge in diesem Film waren der größte Mist.
2. Fantastic Four: So setzt man Milliarden in den Sand: Langweilige Story, lieblos aufgearbeitet und ohne jegliche Überraschungen und Antrieb.

3. Terminator: Genisys: Trotz altem Arny völlig charmebefreit und auch in Sachen Action eher eine Enttäuschung als die Wucht in Tüten.
 
Aber nun genug der Statistiken, das Jahr ist noch nicht vorüber und es gibt noch viele der Filme, die gesichtet und bewertet werden möchten.
Aus diesem Grund habe ich es nun amtlich gemacht und meinem bisherigen Nischenblog eine richtige Domain spendiert:

www.kinoticket-blog.de

Ihr dürft eure Favoriten also aktualisieren und diese Adresse gerne an Freunde und Bekannte weiterempfehlen oder in den sozialen Netzwerken teilen.

Kommen wir nun also zum schönsten Teil dieses Beitrags – der Verlosung.
 
Um euch grundsätzlich zu qualifizieren, solltet ihr die Adresse www.kinoticket-blog.de auf Facebook, Twitter oder Google+ in eurer Timeline geteilt oder gepostet haben.
Einen Permalink zu eurem Post schreibt ihr bitte an mich und beantwortet dazu die folgenden Fragen via E-Mail an benjamin.klob@gmx.de (Achtung: Antworten innerhalb der Kommentare werden gelöscht und nehmen nicht an der Verlosung teil!):
1. Was glaubt ihr, welcher Titel auf dem Soundtrack von Mad Max – Fury Road gefällt mir am besten?
2. Wie lautet der Titel des Kinoerfolgs aus dem Jahr 2014, in dem die Hauptdarstellerin aus Sicario mit Tom Cruise gemeinsam in die Schlacht zieht?
3. In welchem Land spielt Escobar – Paradise Lost?
4. Welche Farbe haben die “guten Kugeln” in Alles steht Kopf?
5. Mit welchem Betriebssystem arbeitet Shelley Hennig in Unknown User?
6. Welcher Sport-Adrenalinfilm kommt als Remake voraussichtlich Ende diesen Jahres in die Kinos?
7. Welchen Spitznamen hat der Agentenanwärter im Film Kingsman – The Secret Service?
8. Wie lautet der Film, der als erste Sneak Preview in diesem Blog veröffentlicht wurde, der unter die Kategorie “Horror” fällt?
9. Wieviele Sneak Previews wurden innerhalb der ersten 100 Einträge gepostet?
10. Was war dein letzter Film, den du im Kino gesehen hast und wie hat er dir gefallen?
 
Zu gewinnen gibt es ein Blu-ray-Package bestehend aus:

Interstellar
(Christopher Nolans grandiosem Meisterwerk
über die Zukunft der menschlichen Rasse)

und

Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(ein Film, der gefühlsmäßig unter die Haut geht
und die romantischen Empathiker dieser Welt anspricht)

 

Also schnell die Blog-Domain www.kinoticket-blog.de in einem sozialen Netzwerk teilen, Link davon mitsamt der 10 richtigen Antworten in eine E-Mail an mich schicken und mit etwas Glück gewinnen. Jede Einsendung entspricht einem Los, das in die Ziehungstrommel geworfen wird.

Bonus-Lose abgreifen (Möglichkeit 1): Frage 1 lässt sich nicht explizit recherchieren und ist daher Glückssache. Wer zufällig den richtigen Track trifft, erhält 5 Bonuslose für die Ziehung. Alle anderen erhalten jeweils 1 Los für die Beantwortung dieser Frage.

Bonus-Lose abgreifen (Möglichkeit 2): Solltest du die Blog-Domain nicht nur in einem sozialen Netzwerk teilen, sondern in mehreren, erhältst du für jedes zusätzliche Netzwerk nochmals ein Los mehr in die Trommel. Je mehr Lose man hat, desto höher sind die Gewinnchancen.

Der Sieger wird anschließend via www.random.org unter allen Losen ermittelt und von mir über den Gewinn benachrichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.

Diese Verlosung wird von mir persönlich durchgeführt und finanziert und steht in keinem Verhältnis zu irgendwelchen Studios, Firmen, Marken oder Produkten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und nun ran an die Arbeit. Alle richtigen Einsendungen, die bis zum 31. Oktober 2015 via E-Mail an mich eingehen, nehmen teil. Der/die Gewinner/in wird dann in der ersten November-Woche bekanntgegeben.

Und nun wünsche ich allen meinen Lesern, E-Mail-Abonnenten und Kino- & Filmfreunden viel Glück.

Auf viele weitere Jahre gefüllt mit prächtigen Kinofilmen, mächtigen Bildern, tiefgründigen Erzählungen und natürlich spoilerfreien Rezensionen hier auf diesem Blog.

Euer Ben von kinoticket-blog.de

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