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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Forest Whitaker

Black Panther (3D)

Die Fans warten sehnsüchtig auf den Kinostart von Black Panther, gehört Marvel mittlerweile doch zu den Labels, die ausschließlich Erfolgsprodukte auf den Markt werfen, der wieder ein ganz bestimmtes Klientel umfassend befriedigt: Comicfans!

In meinen Augen hat Marvel auch alles richtig gemacht: Man hat verschiedene Charaktere genommen, ihnen eine Geschichte und ein Leben verpasst, der Welt genügend Zeit gegeben, um sich daran zu gewöhnen, in der Gesellschaft etabliert zu werden, von Kindern und Jugendlichen zu Halloween und Fasching getragen zu werden und dann alle gemeinsam in ein Universum geschmissen, in dem es um nichts weniger als die Rettung der Menschheit und faszinierende Technologie geht.

Dabei hat man sich nicht an anderen orientiert, sondern seinen eigenen Stil entwickelt und ist sich stets treu geblieben: Marvel‘s MCU (Marvel Cinematic Universe) hat viele Markenzeichen, für die es von allen Fans geliebt wird. Eines davon ist der unvergleichliche Humor, der bei aller Ernsthaftigkeit pointiert eingesetzt die Kinomannschaft niemals in Depressionen abgleiten lässt und jede noch so ernste Situation durch wahnsinnige Coolness wieder aus dem Loch reißt. Nicht umsonst wird der mittlerweile von vielen zu kopieren versucht, was meiner Meinung nach aber nicht gelingt. Es gibt immer nur ein Original – und das ist hier.

Ein weiteres ist die allumfassende Eingliederung jedweder menschlicher Interessen, die aus dem Gezeigten keine banale Unterhaltung mehr machen, sondern weitaus mehr, indem man sich mit Dingen beschäftigt, die tatsächlich auch für die Wissenschaft interessant wären: Man wird gefordert, man denkt nach, wird inspiriert und ist gleichermaßen fasziniert von den filmischen (Un)Möglichkeiten, die einem da vor die Nase gesetzt werden – ein Grund, weshalb Tony Stark so großer Beliebtheit gewahr ist.

Und diese Faszination für das Unglaubliche, das Ferne, das wiederum aber gar nicht mal so Unabwegige, ist es, die Marvel-Fans gleichermaßen begeistert und in ihrem Bann gefangen hält.

Und Marvel hat es auf unterschwelliger Ebene geschafft, viele Schichten und Kulturen, Länder und Gegenden gemeinsam an einen Tisch zu holen und miteinander feiern zu lassen. Ein Grund, weshalb Black Panther inzwischen in Amerika schon von den Black People gefeiert wird: Man zollt ihnen Respekt und holt sie international auf die Ebene, wo sonst eben nur Weiße gespielt haben. Und dafür liebe ich diesen Film schon jetzt. Integration und Gleichstellung auf extrem hohem Niveau!

Den Regeln des Vorbildcharakters, den Marvel seinen Titelhelden abverlangt, unterwirft sich der Verein selbst und lebt damit beispielhaft das Gute auch in dieser Welt aus. Man sieht also, dass nicht nur auf, sondern vor allem hinter der Leinwand markante Zeichen gesetzt werden.

Nachdem dies abgefrühstückt ist, können wir uns nun mal auf Inhalte (keine Angst, keine Spoiler hier!) konzentrieren, in dem ich einfach mal meine Einschätzung zu .trailer und Film gegenüberstelle:

Der .trailer erweckt den Wunsch und die Gier auf unfassbare Action, jede Menge Krawoum, teasert ein wenig das Spektakel an, auf das sich die Fans freuen werden und macht unglaublich Lust auf mehr!

Der Film selbst ist wesentlich erwachsener, erfüllt zwar stellenweise auch diese Ansprüche, geht aber in vielen ruhigen Episoden darüber hinaus und beschäftigt sich mit elementareren Dingen. Und das unfassbar gut!

Wo meine Befürchtung liegt: Dass der gemeine Kinogänger evtl. nicht das Gesamtbild betrachtet, sondern diesen Film als Einzelstück wertet, was man meiner Meinung nach nicht tun sollte, denn Black Panther ist tatsächlich der Vorreiter zu Infinity War und darum quasi mehr oder weniger als “Zwischensequenz” anzusehen, quasi die Ruhe vor dem Sturm.

Und Leute: Damit haut der absolut rein! Unterhaltung ist definitiv garantiert, technologische Spitzfindigkeiten werden auch hier wieder ordentlich auf den Tisch gepackt und jede Menge ansehnliche Bilder gibt es auch! Man merkt, dass die Richtung definitiv stimmt und dem Filmfetischisten wird damit die Wartezeit auf Infinity War mal grundlegend erleichtert!

.kinoticket-Empfehlung: Wenn wir später, nach vielleicht drei weiteren Filmen dann die Marvel-Reihe in line schauen, wird Black Panther definitiv dazugehören und ein gewaltiger Auftakt für das sein, was uns jetzt bald erwartet!

Ich denke, dass einige Action-Erwartungen, die vom .trailer her rühren, evtl. nicht ganz erfüllt werden, dafür hat man aber auch hier unglaublich präsente, beeindruckende und gewaltige Elemente in einen Film gepackt, in dem das Knistern förmlich spürbar ist. Ich bin gespannt auf den großen Krieg!

Nachspann
✅ Marvel. Mehr sag ich dazu nicht mehr. Also Zwischensequenz UND After Credits Scene. Wer nicht ganz bis zum Schluss sitzen bleibt, verpasst eben unfassbar viel. Aber wer das jetzt noch nicht kapiert hat, der lernt’s eh nie.

Kinostart: 15. Februar 2018

Original Title: Black Panther
Length: 135 Min.
Rate: FSK 12

Rogue One – A Star Wars Story (3D)

So, jetzt muss ich als alteingesessener Filmhase jedem vorheucheln, wie gut ich das Star Wars-Universum kenne und hier einen vom Pferd erzählen, in welcher Kategorie man dann den neuen Füllfilm einordnen darf.
Quatsch. Ich weiß, es ist wahrlich verwerflich, hier zu äußern, dass ich mich immer noch nicht dazu durchringen konnte, tatsächlich mal alle 6 Vorläufer zu sichten, sondern ich das brav vor mir herschiebe (wie auch schon bei Harry Potter), einfach, weil mir nicht in den Sinn will, wie man etwas derartiges so abartig in den Himmel heben kann.
Aber beim Publikum funktionierts. Die Säle sind voll (hab den Film inzwischen 3x gesehen) und der Applaus am Ende schwillt auch hier und da an, ergo werden die Massen erreicht und wohl auch zumindest teilweise befriedigt.
Und da sind wir bei etwas angelangt, von dem ich mich normalerweise so weit wie möglich entfernt halte: Mainstream. Star Wars geht irgendwie immer. Egal, wo. Tassen, Taschen, Lätzchen, Handtuchhalter, Brillen, Masken, T-Shirts, Hosen, Accessoirs, Bilder, Sticker, Spiele, Interpretationen anderer Spiele, Musik, Themes, Cremes, Parfum .. eigentlich egal, wo immer man das Label dieses Filmmeilensteins hinkleistert – es verkauft sich.
Selbst Phänomene in der Wirtschaft, die man bei allen anderen Filmen beobachten kann (sie werden teuer auf den Markt gestellt und im Laufe der Zeit dann günstiger) bleiben bei Star Wars außen vor. Die Filme kamen vor Jahrzehnten auf die Scheiben und waren unerschwinglich und am Preis wird sich auch in 100 Jahren noch nichts geändert haben. Kein Verfallsdatum.
Was genau fasziniert die ganze Welt jetzt auf einmal an dieser Scharade? Dass Chewbacca laut schreit? Und man dann bei jedem Fitzelchen wieder gebetsmühlenartige Vermarktung vornimmt, die alle Apple-Jünger zusammengenommen als Kindergartenvorstellung verkommen lassen?
Zumindest kommt es mir mal so vor. Und da ich mir bei jedem von euch sicher sein kann, dass ihr schon längst eine Vorstellung gesichtet habt, habe ich mir mit der Rezension im Blog wieder mal Zeit gelassen und sie nicht schon um Mitternacht online gestellt.
Und wo wir grad bei den Beichten sind: Meine Kindheit hab ich zu Zeiten des TVs auch eher im Nachtprogramm verbracht, wenn die Wiederholungen von Star Trek liefen, ergo werde ich von der eingeschworenen Star Wars-Gemeinde ja schon per Definition verpöhnt.
Dennoch wage ich das gefährliche Experiment und vergleiche die beiden Weltallgiganten mal miteinander, zumindest was den filmischen Teil angeht.
Denn auch bei Star Trek hat man ja kürzlich angefangen, die Story irgendwo neu zu vermarkten und den Menschen etwas vorzusetzen, was den Titel wieder aktuell auf die Cover der Medienmagazine bringt. Und das Geschrei der echten Liebhaber ist groß, die ihre Urtümlichkeit vermissen und sich zurück zu den alten Wurzeln sehen – andere wiederum, (die von Filmgeschmack absolut keinen Plan haben, weil sie die wahrlich guten Stücke sowieso nicht auf YouTube illegal zu sehen kriegen), sind mit den neuen Filmen ganz zufrieden und finden sie cool.
Ich für meinen Teil kenne sowohl die alte als auch die neue Variante und da hat mir der dritte Star Trek schon ausgesprochen gut gefallen, weil man einfach mit der Technik gegangen ist und hier einmal mehr höchsten Anspruch konzipiert und erfüllt hat. Obwohl die Geschichten alt sind, hat man das Kino drumherum verjüngt und den Leuten etwas vorgesetzt, dass jetzt mit 4K-Bildqualität und anderen Augenschmäußen punkten kann.
Und genau dieses Gefühl hat mir Rogue One – A Star Wars Story auch vermittelt. Der Film ist ja quasi nur als “Füllmaterial” zwischen Teil 7 und dem 2018 erscheinenden 8. Teil der originalen Star Wars-Filme anzusehen und wartet daher nicht mit besonders hohem Anspruch oder Weiterverarbeitungspotenzial auf, sondern soll die Leute bei der Stange halten und die Zeit bis zum “echten” Nachfolger einfach etwas verkürzen.
Und das schlägt sich sowohl in der Besetzung als auch dem dramaturgischen Wandel nieder, den man im Laufe der durchaus respektablen Spielzeit durchläuft. Der Plot wartet jetzt nicht mit irgendwelchen filmischen Highlights auf, die wiederum für einen eigenen Kult Grundstein sein könnten, aber die Technik und Filmweise dahinter ist definitiv im heutigen Jahrzehnt zu Hause und setzt auch hier wieder Meilensteine.
Und was so mancher am erzählerischen Content vermissen könnte, wird durch wuchtige Action und durchaus passables Popcornkino wieder wettgemacht. Auch, wenn das 3D hier nicht ganz so weit in den Raum hineinragt, trägt es dennoch dazu bei, den Film plastischer wirken zu lassen und sorgt mit dafür, dass das Erleben im Saal ein durchweg positives ist.
Einziger Kritikpunkt meinerseits wäre da wieder die deutsche Synchronisation, die viele witzige Momente irgendwie nicht so richtig gut rübergebracht hat, da man sich auch hier bei der Übersetzung wieder mal nicht 1:1 an das Original gehalten hat, sondern frei von der Leber weg gedichtet, was so manch wirklich geilen Joke aus dem Original zu einem laschen Nachgeschmack im Deutschen hat werden lassen. Diesbezüglich wieder ein Hoch auf die OV.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer kein Problem mit den “Neuauflagen” vergangener Klassiker hat, sich bei perfektem Popcorn-Actionkino zu Hause fühlt und damit klar kommt, dass das hier nur die Wartezeit bis zum nächsten Star Wars verkürzt, der erlebt eine Show, die nicht nur sehenswert, sondern herausragend ist.
Einmal mehr trumpft hierbei aber die Genialität der Originaldialoge gegenüber der übersetzten Variante auf, da hier die Jokes einfach spritziger und mit viel mehr Esprit auf der Leinwand erscheinen.
Die Richtung stimmt, das Potenzial ist da und wird stellenweise ausgeschöpft, aber deeeer Überflieger ist das jetzt auch nicht geworden. Soll dem Filmerlebnis jetzt jedoch nicht zum Nachteil gereichen – reingehen sollte man definitiv.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, nach dem Abgesang klatschen und dann nach draußen.

Arrival

Beide Daumen gedrückt, hoffend darauf, dass exakt dieser Titel in die Kinos flattert, wenn es wieder heißt: Sneak Preview. Meine Erwartungen wurden … übertroffen.
Der Trailer mutete mit einigen Actionszenen an und sprach damit unverblümt die Riege Popcornkino an, die man aus der Masse rausholen und in die Kinosäle bringen wollte. Diesbezüglich wird Arrival wohl viel negative Kritiken ernten, denn der Film entbehrt jedweder aufgesetzter Durchschlagskraft und entfaltet seine Stärken ganz wo anders.
Sehr zur Freude meiner einer. Es wird schwer, nicht zu spoilern und euch trotzdem davon zu überzeugen, die Vorstellungen zu stürmen, denn der Lohn wird groß sein.
Die Power steckt hier abartigst in den Vorbereitungen zu diesem Film. Konkret in den Ideen, den Gedanken, dem Brainstorming, das man der Schaffenskunst hier vorauseilen hat lassen. Da hat sich jemand übelst Gedanken um etwas gemacht, die Dinge hinterfragt, Tellerränder überschritten und das gesamte Machwerk in seine Idee verpflanzt, damit es selbst das beste Beispiel für die Botschaft abliefert und quasi als Referenz der Moral herangezogen werden kann.
Nach dem Film spült man entspannt zum Ausgang hin mit dem Gefühl, absolut beruhigt und zufriedengestellt zu sein, nur um hinterher festzustellen, dass der Film mit einer immensen Geschwindigkeit abgespult wurde, die sich erst durch Nachdenken im Nachhinein ergibt.
Philosophischer Tiefgang auf Wunsch im Kopf des Zuschauers? Oh ja! Möglichkeiten zur Interpretation dieses absurden Themas, das vom Namen her zwar bekannt, von der Umsetzung so aber völlig neu ist? Oh ja! Ich sag nur: Bonusmaterial. Hoffen wir alle, dass das die Spielzeit des Films deutlich überschreitet.
Dennis Villeneuve schafft es hier, Spannung zu erzeugen, die teilweise sogar Gänsehaut auf dem Rücken entblättert, und verzichtet dabei auf jederlei ablenkende visuelle Eindrücke. Allein der Look des Films ist ein paar Diskussionen wert, denn hier wurde wirklich auf allerhöchstem Niveau gearbeitet. Ich war fasziniert von der einheitlichen und doch alles durcheinanderbringenden Art, die hier kongruent durch die Spielzeit durchgezogen wurde und in einem Finale gipfelt, dass niemanden enttäuschen dürfte.
Doch nicht nur die Kulissenbauer, Designfetischisten und Bühnenprofis haben hier ganze Arbeit geleistet, sondern alle Bereiche, die einem Film zuträglich sind, arbeiten hier in einer Synergie zusammen, die etwas oscarreifes produziert, das im Kino einfach nur eines macht: Begeistern.
Jóhann Jóhannsson zum Beispiel, der seinerseits auch schon verantwortlich für den Soundtrack von Sicario war, hat hier wieder einmal mit Selbstübertreffen gepunktet und einen Beat kreiert, der nicht nur in völlig andere Dimensionen entreißt, sondern als alleinstehendes Werk eine derartige Überzeugungskraft mitbringt, dass man zum Schauen des Films zusätzlich empfehlen kann, ein paar Euro für den Soundtrack hinzublättern.
Hier ein brachiales Ereignis vorzuführen, ohne dabei an die superlativen Exponate zu stoßen, die von Hollywood in derlei Situationen aufgefahren werden, sondern gegenteilig die Reize zu minimieren um dann einen Effekt zu erzielen, der um so vieles größer ist – wow!
Ihr merkt schon – ich komme ins Schwärmen, und das ist gut so. Arrival ist die Art Film, die es für mich dauerhaft geben könnte, bei der – realistisch betrachtet – der kreative Geist der Schöpfer jedoch zwingend an seine Grenzen kommt, bevor die Show überhaupt gestartet ist. Arrival gehört zu den Filmen, die man nicht einmal, nicht zweimal, sondern viele Male gesehen haben sollte, um alle Wesenszüge zu entdecken, die tief in den profilstarken Vorbereitungen drin stecken, die man vor dem ersten Paukenschlag gemacht hat.
Jeremy Renner, Forest Whitaker, Michael Stuhlbarg und andere Schauspielgrößen hier auflaufen zu lassen, zeigt, dass der Sinn für tiefgründiges Kino auch in Hollywood noch nicht ausgestorben ist und ich hoffe – ich bete – für viele Auszeichnungen, um genau diese Art Unterhaltung nach vorne zu pushen, die den Geist anspricht, das Denken erfordert und die Zuschauer dazu animiert, wieder selbst in die Materie einsteigen zu wollen und sich nicht nur mit plumpen Animationen und stupidem Geballer zufrieden zu geben.
 

.kinoticket-Empfehlung: Pflicht! Absolutes Pflichtprogramm.
Dieser Film bringt alles mit, was ich von einem exzellenten Streifen erwarte. Hier wurde vor der Produktion an Details gefeilt, die sich erst im Nachhinein ergeben und in ihrer Intelligenz und Durchdachtheit derartig überzeugen, dass wir wohl lange auf “Nachahmerfilme” warten dürfen.
So viel exzessive Atmosphäre, so eindrückliches Entführen in eine Geschichte und deren Tiefe, so eine überzeugende Soundstärke und visuelle Bildgewalt, die auf ein Minimum reduziert ist, habe ich selten bis gar nicht erlebt.
Wenn es ein Wort geben müsste, dass diesen Film treffend beschreibt, dann: AbsoluteBegeisterung!
Geht rein und genießt die Show – endlich wieder mal eine Story, für die sich jeder einzelne Cent verdammt lohnt!

 
Nachspann
kommt keiner, allerdings erhält man hier nochmal eine heftige Dosis Sound, die man unbedingt mitgenommen haben sollte. Nicht umsonst ist das halbe Kino sitzen geblieben.

Southpaw

Eigentlich bin ich jetzt nicht der große Box-Fan, der sich ständig jeden Kampf auf RTL anschaut oder da in irgendeiner Weise mitfiebert.
Ein größerer Grund, weshalb ich mir Southpaw überhaupt geben wollte, war Jake Gyllenhaal, dessen schauspielerische Leistungen bei mir schon früher für Begeisterungsstürme gesorgt haben.
Und richtig: Auch dieses mal landet man wieder einen Coup, der sich durchaus sehen lassen darf und in seinem Genre vollends überzeugt.
Im Film kommt gleich zu Anfang Stimmung auf und man begibt sich auf die Reise durch das Leben eines Boxers, erlebt Höhen, Tiefen, Abstürze und Wiederauferstehungen, die sehr sentimental und berührend auf die Leinwand gebracht werden.
Das Schauspiel aller Beteiligten kann sich sehen lassen, die Dialoge sind präzise zurechtgeschnitten und die Emotionen kochen nicht gekünstelt, sondern zuerst brodelnd und später mitfiebernd in den Gemütern aller Zuschauer hoch.
Selbst im Kino neben mir begaben sich einige Pärchen an bestimmten Stellen des Films näher zueinander hin, weil sie dem Druck nicht standhielten und um Erlösung bangten, denn was hier gezeigt wird, crasht dir teilweise so richtig das Hirn raus und fordert deinem Empfinden einiges ab.
Eben typisch Gyllenhaal-Movie. Und genau das hat nicht nur beim mir einen super positiven und ummantelnden Eindruck hinterlassen, aus dessen Umarmung man sich nur ungerne löst.
Gerne dürfen mehr Sportarten in dieser Weise verfilmt werden. Ohne akribische Suche nach dem großen Durchbruch, sondern einfach heimisch verfilmt und den Menschen darin total nahe gebracht.
 

.kinoticket-Empfehlung: Mit Southpaw landet man einen Volltreffer, was das Herantragen an die menschlichen Empfindungen angeht.
Die werden nicht nur teilweise überstrapaziert, sondern permanent so richtig gefordert, denn was man hier sieht, geht einem tierisch an die Seele.
Die ausbleibende Suche nach dem Gigantismus versüßt den heimeligen Auftritt dieses Sport-Movies noch zusätzlich und endet in einem mehr als gemütlichen Kinoabend, bei dem sogar auch die weibliche Fraktion durchaus Freude haben dürfte.

 
Nachspann
braucht nicht abgewartet zu werden, hier folgt nichts interessantes mehr.

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