FBI

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Dwayne Johnson in seinem neusten Superwerk: Ich habe es schonmal geschrieben, dass dieser Schauspieler einfach genau weiß, was er möchte, seine feste Fan-Base längst errungen hat und sie ihn für genau das lieben, was er tut: Solides Action-Kino zweiter Güte, viel CGI, Pompösität und ein billiges Drehbuch dazu, ganz, wie man es aus dem klassischen 90er-Jahre-Action-Kino kennt.

Ich denke, mittlerweile dürfte jeder die gleichen Erwartungen an einen Film wie diesen habe. Johnson steht für sein eigenes Genre, für das man ihn kennt und liebt (oder hasst). Und mit jenen Erwartungen bin ich auch in die Show getigert und habe geschaut, was so auf mich zukommt.

Und Leute? Es kracht. Gewaltig. Um es vorweg zu nehmen: Ich glaube, dass dies mit Abstand der beste Film von Johnson geworden ist, den er je herausgebracht hat. All seine Vorläufer (San Andreas, Rampage, Jumanji etc.) kommen bei weitem nicht an das Niveau ran, das man hier auffährt!

Designtechnisch ist das Ding schon mal die absolute Wucht. Klar, hier haben so ziemlich alle bekannten CGI-Studios ihre Finger im Spiel gehabt und mit der neuesten Technik spielen dürfen und das merkt man. Das Ding ist eine optische Augenweide, wie es sie bisher nicht gegeben hat. Dagegen stinkt sogar Passengers ab und den habe ich ja auch wegen seiner Optik vergöttert. Damit hätten wir ein neues Level von Ästhetik und Schönheit erreicht, dass Maßstäbe setzt und dem Kinozuschauer exklusive Einblicke in die Welt des modernen Kinos präsentiert, die ein .kinoticket bereits jetzt schon vollkommen rechtfertigen.

Doch neben der puren Schönheit und Ästhetik tanzt man ebenfalls den Tanz der üblichen Action-Plots, die damals schon lächerlich waren und es heute noch stellenweise sind, obgleich man hier einen sanften Unterton angeschlagen hat, der Lust auf mehr macht und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt: Schmeißt in den Drehbüchern noch mit etwas mehr Hirn um euch und lasst die typischen Actionkracher-Dummheiten gänzlich sein und Marvel bekommt Jünglings-Konkurrenz!

Beim Soundtrack, der (technischen) Kulissenauswahl und dem Look & Feel des Films hat man definitiv voll ins Schwarze getroffen und liefert hier mehr, als man letztendlich erwartet hätte: Grandioses Popcorn-Kino, dass Avancen zum Megablockbuster aufweist und das ich liebend gerne auf der neue LED-Leinwand in Esslingen betrachten wollen würde: Cinema-LED, neue IMAX-Lasertechnik und damit eine völlig neue Generation der Kino-Publikationen hat begonnen und Skyscraper ist genau der Stoff dafür, den man sich auf diesen Leinwänden besehen sollte.

Der Actionkracher startet heute Abend in den Kinos und ihr tätet gut daran, eure üblichen Pläne auf Eis zu legen und euch ins größte Kino der Umgebung zu verziehen, um diesem Machwerk beizuwohnen, denn es lohnt sich seit langem endlich mal wieder, den Abend mit bester Unterhaltung zu beginnen.

 

.kinoticket-Empfehlung: Liefert extrem viel mehr, als man erwartet und macht richtig Spaß dabei: Dwayne Johnson‘s bislang bestes Werk in einer überwältigenden Optik-Wucht und ästhetischem Design, dass einen glauben lässt, man wäre im Himmel!

Der Plot krankt wie üblichen an den bekannten Action-Dummheiten, bleibt seinem Genre damit aber konsequent treu und liefert nichts neues, sondern zwingt hier und da zum unfreiwilligen Lachen, dafür haut der Rest des Films einen tatsächlich vom Hocker.

Beste Popcorn-Kino-Unterhaltung ist auf einem hohen Niveau garantiert, dass es bisher so nicht gab: Leute, geht da rein, solange die größten Screens damit beseelt werden: Es lohnt sich!

 

Nachspann
✅ Wo man im Film selbst oft das Gefühl hat, es wird zu wenig davon gezeigt: Hier kommt es – also bleibt sitzen, bis es wirklich dunkel wird und der übliche Nameroll abläuft.

Kinostart: 12. Juli 2018

Original Title: Skyscraper
Length: 103 Min.
Rated: FSK 12

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Ante, Bad Beat, Fifth Street, Fish, Kicker, Heads Up, Muck, Re-buy, Satellite, Side Pot, Tilt, Whale, Showdown … ein Film, der mit Begriffen wie diesem dealt, wird vermutlich einiges an Kopfarbeit abverlangen und definitiv nicht in die Riege der seichten Popcornunterhaltung gehören.
Vermutlich kennt auch nicht jeder aus dem Stehgreif die Bedeutung dieser Begriffe und man wird erst hellhörig, wenn dann Worte wie “Blind”, “Call”, “Raise” und “All in” dazu kommen.
So richtig spannend wird’s allerdings erst, wenn dann bekannt wird, dass hier keine findigen Drehbuchautoren am Werk waren, die sich in ihrer kreativen Phase keinerlei Einschränkungen hingegeben haben, sondern man sich extrem nah an die unglaublichen Details dieser wahren Geschichte gehalten hat. Also ja: Die Protagonisten sind alle echt und das, was hier von der Leinwand runtersegelt, ist so tatsächlich passiert.
Und damit sage ich: Willkommen in der Kategorie: Das Leben schreibt die besten Geschichten!
Mich hatte man bereits zu dem Zeitpunkt gecatcht, als ich Jessica Chastain auf dem Plakat gelesen habe: Diese Frau …. AHH! Ich erinnere mich an jeden einzelnen Film mit ihr und jeder einzelne davon war ein seelischer Hochgenuss! Was also soll mit ihr in der Hauptrolle schon schief gehen?
Was euch bei Molly’s Game auf der Leinwand erwartet, ist tatsächlich eine enorme Dichte und Fülle an Informationen aus einer Welt, die man entweder kennt und lebt oder von der man weit entfernt ist. Dabei schafft dieser Film auf einzigartige Weise, die klaffende Kluft zu überbrücken und mit verständlichen Aufklärungen und Informationen zu füllen, die einerseits diese unglaubliche Geschichte erneut zum Leben erwecken, andererseits aber auch das urgewaltige Potenzial von Informationsdichte und -erschaffung in kürzester Zeit auf unterhaltsame Weise an den Zuschauer zu vermitteln.
 

.kinoticket-Empfehlung: Molly’s Game ist eine filmische Herausforderung, die einerseits mehrfach gesehen werden kann und dabei die wahre Geschichte einer Frau erzählt, die sich ihren Prinzipien verschrieben und auf dieser Welt Unglaubliches getan hat.
Es macht tierisch viel Freude, verlangt einem viel Aufmerksamkeit ab und trägt aber genauso den totalen Unterhaltungskick in sich – diese Erfahrung wirst du nicht so schnell vergessen!

 
Nachspann
hält keine weiteren Szenen parat – man darf sich also gemütlich wieder aus dem Sessel pulen und nach draußen spazieren.
Kinostart: 8. März 2018

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Stell dir vor, es gibt einen Comedy-Film, der an der FSK 18 Schiene kratzt, du willst nicht lachen – und alles, was aus deinem Mund kommt, sind Schreie vor Glück, da du nicht aufhören kannst, zu lachen 😂
Im Ernst: Niemals im Leben hätte ich Warner Bros. eine derart geballte Portion Humor diesen Ausmaßes zugetraut. Und niemals hätte ich erwartet, dass ich (und der komplette Rest des Kinos) deswegen am Boden liegt vor Lachen 😂
Es ist unfassbar, dass man gerade mit Jason Bateman in der Hauptrolle (der zuletzt für das Drama Office Christmas Party verantwortlich war) einen so dermaßen gelungenen Coup gelandet hat, der garantiert kein Zwerchfell unberührt lässt: Mit einer beschwingten, twistreichen und absolut unterhaltsamen Kurzweil lädt man hier den Zuschauer auf ein Spiel ein, dass er so garantiert noch nie gespielt hat.
Und ich schwöre: Es wird für jeden der witzigste Kinoabend des Jahres!
Wenns um Humor geht und ihr wissen wollte, worauf ich zu 100% stehe: Das hier! Unglaublich pointenreich, absolut nicht unter der Gürtellinie, Situationskomik zum Niederknien und ein Ende, dass geiler nicht sein könnte: Zieht euch … versprecht mir das … definitiv Game Night rein, sobald er in den Kinos anläuft!
 

.kinoticket-Empfehlung: So witzig, humorvoll und durchgeknallt habt ihr Jason Bateman definitiv noch nicht erlebt!
Dieser Film toppt alles, was dieser Kerl bisher gemacht hat – und hebt sich von der sonst so peinlichen Comedy durch exzellente Pointen und absolut nicht vorhandene Unter-der-Gürtellinie-Witze von allen Genrekollegen ab und sorgt für die spaßigste Runde beim Zocken dieses Jahr.
Haut rein und versprecht mir, dass ihr euch diesen Titel definitiv ansehen werdet!!!

 
Nachspann
Sitzen bleiben – und bis ganz zum Schluss spielen… denn nach dem Abspann kommt noch eine längere Sequenz!
Kinostart: 1. März 2018

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Wer erstklassige Action sucht mit grundsoliden Festen, auf denen dieser Erzählspaß fußt, sollte um Liam Neeson einen leichten Bogen machen, denn der äußert sich eher in subversiver Materie, die nicht ganz vorne dran mitspielt, sich aber in den letzten Jahren durchaus seinen Bereich freigekämpft hat.
Dann kam The Secret Man und auf einmal war der Mann riesengroß!
Entsprechend stiegen auch meine Erwartungen und für Übernahme-Dramen hab ich immer etwas übrig, allerdings mittlerweile auch mit sehr gestiegenem Niveau und hohen Ansprüchen.
Der .trailer zu The Commuter (deutsch: Der Pendler) tut sein übriges und teasert wieder eine völlig neue, geile Idee an, für die Neeson wie geschaffen zu sein scheint und der Film dann … naja.
Jüngst hat man darüber diskutiert, wieso Hollywood es so liebt, in Filmen mit Zügen zu arbeiten: Sie bringen Fahrt auf, treiben die Story voran, bringen Geschwindigkeit und Drive in die Sache … und all das findet man in The Commuter eher weniger, ganz im Gegenteil: Es zündet irgendwie nicht so richtig, die Gespräche deuten zwar hochdotierte Kost an, aber das Ergebnis ist dann genauso ernüchternd wie der Blick in den FastFood-Karton eines Burgers.
Und das ist eigentlich traurig, denn das Thema ist spannender denn je und gewinnt in unserer Zeit sogar immer mehr an Bedeutung im Umgang mit dem sozialen Umfeld.
Dass hier dann so enorm mit Effekten, Spannungsbögen, gefühlter Geschwindigkeit und dem durchdringenden Rumms eines unaufhaltsamen Zuges gespart wird, deutet an, dass dieser Film wohl bald wieder aus den Kinos verschwinden wird, obwohl die Zuschauerzahlen noch im angenehmen Bereich sind. Und das Ende ist gelinde gesagt einfach erbärmlich und gnadenlos mit dem Zuschauer, der hier entweder verstört aufspringt und aus dem Saal rennt oder enttäuscht sitzen bleibt und sich fragt, warum das jetzt alles.
Da hätte man den Drehbuchschreibern einfach noch ein paar mehr Nächte aufs Auge drücken müssen, um hier einen etwas glückseligeren Ausgang zu finden, was nicht zwingend bedeuten muss, dass man an der Positiv-Negativ-Waage etwas drehen muss. Nur der Twist ist insofern nicht wirklich da und offeriert eher Lustlosigkeit denn Leidenschaft – sehr zum Leidwesen desjenigen, der sich voller Vorfreude ein .kinoticket für die Show gebucht hat und wieder einmal verblüfft werden will.
 

.kinoticket-Empfehlung: Neeson kehrt zu alter Gewohnheit zurück und überzeugt wieder in seinem bekannten Business ohne großartige Überraschungen oder nennenswerte Elemente.
Der Film ist solide verpackt in unterschwelligem Humor und bringt es die ganze Laufzeit über kein einziges Mal fertig, so richtig Fahrt aufzunehmen. Das Potenzial, dass man anfänglich in den Dialogen noch samenhaft streut, lässt man danach sofort verrotten und wendet sich lieber salonfähiger Action zu, die weder beeindruckend noch nachhaltig ist – in meinen Augen einfach verschenktes Potenzial.

 
Nachspann
braucht man nicht abzuwarten, auch wenn das Design wunderschön gemacht ist. Wer das genießen möchte, darf dies natürlich gerne tun.
Kinostart: 11. Januar 2018

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Oftmals braucht man ja gar nichts mehr zu einem Film sagen, sondern einfach nur ein Gesicht dazu präsentieren, um die gewünschte Wirkung zu erzielen und die Zuschauerschaft ins Kino zu locken.
Wie wäre es mit Liam Neeson? Dessen Konterfei ja mittlerweile auch seinen eigenen Ruf erarbeitet hat und für ein ganz bestimmtes Genre steht, dass sich quasi schon als Subkultur innerhalb der Thriller- und Actionwelt begründet hat?
Ähm … schwierig. Richtig?
Aus dem Grund haben die Kostüm- und Maskenbildner in The Secret Man auch erstklassige Arbeit geleistet, da man den Mann in seiner Güte kaum wiedererkennt. Und seine Rolle schon gar nicht.
Bereits im .trailer entdeckt man eindrucksvoll, zu welch schauspielerischen Höhenflügen dieser bereits in die Jahre gekommene Mann noch fähig ist und dass er es durchaus versteht, seine Fans und darüber hinaus auch andere zu begeistern.
Nicht nur, dass diese Story wieder auf wahren Begebenheiten beruht, die damals von den Medien bis ins unerträgliche ausgeschlachtet wurden, sondern man münzt die Vorfälle in entertainmentfreudige und brachial-unterhaltsame Momente um, die einen erstklassigen und vor allem spannenden Polit-Thriller erschaffen, der gerne wochenlang die Blockbuster-Top-10 anführen darf.
Dass solche Naturgewalten schon seit Jahrhunderten die Massen begeistern, ist ja allseits bekannt. Einen so intimen Einblick in die privaten Bereiche dieser Organisationen mit Messer und Salz bewaffnet für all die wunden Punkte ihrer Karriere hat bislang aber noch keiner so eindrucksvoll hingekriegt.
Mich hat’s extrem mitgenommen und wieder mal hat Hollywood es nachträglich geschafft, eigentlich langweilige, für Schüler und Studenten uninteressante Politik zu einem sehenswerten Erlebnis zu machen, dass noch lange nachhallt und einprägsam einen Teil unserer Weltgeschichte ins Gedächtnis einbrennt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Sehen sollte man den Film auf jeden Fall, denn der zerbricht fast unter seiner selbst aufgebauten Spannung – und das, obwohl eigentlich alles schon vorab bekannt sein könnte.
Dazu sollte man sich ein ungestörtes, großes und soundträchtiges Kino suchen, aber nicht auf Actionsequenzen warten, sondern sich von dem wummenden Sound und der politischen Härte umnieten lassen.
Unterhaltung ist dabei auf jeden Fall garantiert.

 
Nachspann
wahrt die Anknüpfung an die reellen Geschehnisse in Form von Sätzen. Danach folgt nichts mehr.
Kinostart: 2. November 2017

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Normalerweise kennen wir Actionfilme dieser Art mit Jason Statham oder früher Bruce Willis, deren Alter aber schon weit über dem Zenit dessen ist, was die Filmemacher dem Hauptdarsteller hier zumuten möchten.
Michael Cuesta startet daher seinen neuesten Kinostreich mit einem entsprechend jungen Hauptdarsteller mit dem Plan, diesen mit seiner Rolle altern zu lassen. Was man da rein interpretieren möchte, sei nun jedem selbst überlassen: Ob wir demnächst einfach weitere Teile dieser gestarteten Noch-Nicht-Filmreihe sehen werden oder man sich daran versucht, eine neue Moviemarke auf der Welt zu etablieren, die ähnlich The Fast & The Furious in kommenden Jahren immer mehr abwirft, oder man sich einfach nur weitere Optionen für kommende Verfilmungen offen hält, sei dahingestellt.
Tatsache ist, dass wir mit American Assassin definitiv am Anfang von etwas stehen, dass ich mal als grundsolides Action-Unterhaltungskino bezeichnen würde. Dylan O’Brien, den viele vielleicht eher aus den Maze Runner-Filmen kennen werden, widmet sich in dieser Buchverfilmung auf ehrliche und lockere Weise einem immer ernster zu nehmenden Thema ohne dabei zu sehr auf moralische Konsequenzen hinzuweisen, sondern die drohende Gefahr eher durch subtilen Optimismus und offensichtliche Satire zu untergraben.
Und der Plan geht irgendwie auf: Man fühlt sich zeitgeschichtlich an die Aktualität angeknüpft, ohne dazu aufgefordert zu sein, sich mit Martyrien den Kopf zuzupflastern, was die Lösungen für etwaige Probleme angeht. Stattdessen verschwindet der Geist wieder in die Unterhaltungsbranche des Kinos und überlässt die Welt da draußen für knapp zwei Stunden sich selbst.
Und dieses “Loslassen” tut extrem gut. Den Film darum zum Beispiel im Rahmen eines Männerabend zu präsentieren, ist in meinen Augen die exakt richtige Entscheidung, denn da würde auch ich ihn verankern. Und an die Gleichheitsgeier da draußen: Auch Frauen sitzen in solchen Vorstellungen – nur eben mit den richtigen Erwartungen dazu ^^.
Hier zählt nämlich einfach nur: Bombastische Action, spannende Stunts, kein zu blöder Twist und einen Helden, den man sich durchaus zum Vorbild nehmen kann, auch wenn dazu das extrem junge Alter doch noch einige Hürden in den Weg wirft. Aber nach oben steht ja wie gesagt noch alles offen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Bierchen in die Hand, Feierabendstress im Foyer abgeben und einfach einen tollen Film genießen, der Unterhaltung, Spannung, klasse Wendungen und fundierten Witz enthält, ohne dabei über sich selbst hinauszuwachsen und das Hirn zu sehr zu fordern.
Das Potenzial, diese Story weiter auszubauen, ist definitiv gegeben und wer von Anfang an dabei sein will, sollte jetzt die Chance nutzen und den Start davon in einem Kino erleben, dass sich nicht davor scheut, hier und da auch mal die Wände erzittern zu lassen.
Jason, du kriegst Konkurrenz.

 
Nachspann
braucht nicht abgewartet zu werden, der Vorgeschmack ist bereits im Filmende integriert.
Kinostart: 12. Oktober 2017

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CHiPs

Um mit diesem Film glücklich zu werden, braucht man einen ganz besonderen Humor, den ich an dieser Stelle nicht mitbringe. Die Akteure leben in ihrer eigenen Welt nach Regeln, bei denen alle andere Menschen scheißegal sind.
Dabei dann mit derben Sprüchen und kantigem Sarkasmus zu kommen kann funktionieren, muss aber nicht. Sofern man dafür empfänglich ist, erlebt man hier einen sehr guten Film, der sich in der abstrusen Welt der beiden durchaus zurechtfindet und sich in Themengebiete hineinarbeitet, die durchaus würdig umgesetzt wurden.
Wenn man als Zuschauer unter witzig etwas völlig anderes versteht, fühlt man sich von dem Humor eher peinlich berührt und findet so manche Szene dann eben überhaupt nicht komisch, sondern eher zum schämen.
Dass man dann noch an gefährlichen gesellschaftlichen Problemzonen kratzt und sich in einer Art darüber lustig macht, die eventuell viele verletzen könnte, ist hier eben ein sehr schmaler Grat, der in meinen Augen zu oft abgekippt ist.
Schaut man sich im Netz um, stellt man schnell fest, dass auch die breite Masse nicht wirklich zufrieden mit dem Film war. Um hier wirklich eine Punktlandung hinzulegen, braucht es in meinen Augen noch sehr viel mehr Feinfühligkeit, um die Gags sensibler und pointierter zu setzen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Bedient eine ganz spezielle Sorte von Humor, innerhalb dessen er auch sehr gut funktioniert.
Mein Fall war es überhaupt nicht, ich empfand das Niveau zeitweilig zu niedrig.
Aber gottseidank sind Geschmäcker ja verschieden, und somit stellt dieser Film einen Teil der Vielfalt dar, die notwendig ist, um das Kino in seiner Gänze zu erhalten.

 
Nachspann
Nicht gleich nach draußen rennen, hier kommen noch ein paar Szenen.

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“Oh mein Gott, die müssen echt alles verfilmen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.” … könnte ein Ausspruch jemandes sein, der den Trailer von Snowden zu Gesicht kriegt.
Ehrlich gesagt ist mir das auch durch den Schädel gegeistert, denn so wirklich überzeugend kam die Vorschau nämlich nicht rüber und gepackt hat mich das Thema schon gar nicht.
Mit ein wenig Verbitterung starrte ich also den Titel in der Sneak Preview an und harrte der Dinge, die mich überraschen sollten.
Ein klein wenig schauspielerische Enttäuschung blieb während dem Streifen nicht aus, obwohl hier und da wirklich überragend gut mit den Dialogen gearbeitet wurde, jedoch überzeugte “Snowden” mit seinem Charakter irgendwie nicht wirklich. Man kann hier zwar nicht von einer klassischen Fehlbesetzung sprechen, aber auf den Leib geschneidert ist Joseph Gordon-Levitt die Rolle mal definitiv nicht.
Dafür packt einen die Geschichte um so mehr, egal, wieviel man damals in den Medien mitgekriegt hat. Das hier führt einen nochmal weit mehr hinter die Kulissen dieser ganzen Enthüllungen und zeigt Entwicklungen und mögliche Zusammenhänge in einem ungekannten Ausmaß auf, dass einem als Zuschauer, wenn man zwischen den Zeilen liest, durchaus schlecht werden kann.
Kein Wunder also, dass man sich als Studio nicht unbedingt um den Titel riss, um in der unbarmherzigen Kapitalwelt nicht komplett vor die Hunde zu gehen. Denn der Stoff ist wieder derart harter Tobak, dass The Big Short einen kleinen, durchaus sehenswerten Bruder bekommt, den man sich als Außenseiter solcher Themen zügigst anschauen sollte.
Oder um es anders zu formulieren: Wenn man nach diesem Streifen weiterhin feuchtfröhlich seine allabendlichen Partyfotos auf Facebook postet, hat man wirklich rein gar nichts verstanden. Und genau deshalb sollten sich gerade die Menschen, die beabsichtigen, auch weiterhin den halben Tag kopfüber gebeugt über ihrem Smartphone zu verbringen, schleunigst ans Werk setzen und sich die Inhalte dieser ich möchte fast sagen “Reportage” ins Hirn pflastern – um endlich zu verstehen, was genau sie da in den Händen halten und wie sie am besten damit umgehen.
Der Ansatz “Ich schau mir den Film nicht an, ich will weiterhin unbekümmert am Smartphone spielen” ist hier nämlich genau der Falsche – obgleich dies durchaus passieren könnte, dass sich nach dem Einflößen dieses Wissens so mancher dazu entschließen könnte, künftig vollumfänglich auf derartige Technik zu verzichten.
Ehrlich gesagt war dies eine durchaus ernstzunehmende Alternative für mich, diese Rezension hier die letzte seiner Art werden zu lassen, um die faktische Bedeutsamkeit dieses Films zu unterstreichen – und danach vergnügt von dannen zu ziehen und ein Leben abseits dieses Wahnsinns zu verbringen.
Von daher kann ich gar nicht genug unterstreichen, wie wichtig es ist, dass sich die breite Bevölkerung mit genau diesem Film und Thema auseinandersetzt und begreift, worum es hier wirklich geht. Und das bringt der Film sehr gut rüber. Die schlechte Schauspielerei ist eher noch ein Verstärken des Faustschlags in den Magen, denn das zeigt nur um so mehr auf, dass es hier nicht um Entertainment, sondern Wissensvermittlung ging – und Wissen ist bekanntlich Macht.
Hollywood serviert uns diese Macht auf einem Silbertablett und lässt den Zuschauer entscheiden, was er damit anstellt. Diese Chance würde ich mir an eurer Stelle auf gar keinen Fall entgehen lassen – also …
 

.kinoticket-Empfehlung: … geht schleunigst und zahlreich in diesen Film, allein schon um zu proklamieren, dass ihr mit derlei Aktivitäten und politischen Machenschaften nicht einverstanden seid, denn genau das zeugt öffentlich von der Meinung des Privatbürgers, der bei so mancher Wahl oftmals fälschlicherweise meint, keine Stimme zu haben.
Ihr habt eine. Und die ist wichtig. Verdammt wichtig. Hier wird euch gezeigt, was sich hinter den Kulissen des Lebens abspielt und für mich ist es ehrlich gesagt verwunderlich, dass in der kapitalorientierten Welt etwas derartiges überhaupt den Weg auf die Leinwand gefunden hat – dafür meinen tiefen Respekt und höchste Anerkennung.
Und nun Abflug ins Kino und .kinoticket lösen für Snowden.

 
Nachspann
erfordert allerhöchste Aufmerksamkeit, denn hier verbergen sich dermaßen viele, wichtige Dinge, dass man gut daran tut, seine Augen auf die Leinwand zu tackern und sich unter keinen Umständen von irgendwem ablenken zu lassen.

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Anthony Hopkins hat sich in der Vergangenheit ja öfters schon an Werken übersinnlicher Natur probiert und ist damit auch einige Male richtig auf die Schnauze gefallen.
Hier kommt ein weiterer Versuch, bei dem man diesmal vieles richtig gemacht hat, beginnend mit der Ernsthaftigkeit beider Seiten, die dem Ausgangsphänomen gegenüberstehen.
Was als seichte, unüberlegte Kost beginnt, gewinnt sehr schnell an Fahrt und Professionalität und liefert letztlich eine fantastische Jagd nach der Auflösung ab, die in einem großangelegten Finale gipfelt. Hierzu muss gesagt werden, dass dieser Film durchaus verdient, dass man vor ihm warnt, denn das Gezeigte ist nicht etwa massentauglich aufbereitet, sondern wütet manchmal ordentlich vor sich hin, so dass nicht nur von etwas Bösem gesprochen wird, sondern man tatsächlich hin und wieder mit Bildern um sich schlägt, die die Mägen zärterer Gemüter ordentlich aufwirbeln dürften.
Der Gedankengang hinter allem ist großartig und wird auch professionell entschlüsselt, so dass dem Filmspaß bis zum Finale auch kein Abbruch getan, indem bereits vorab Erkenntnisse verraten oder unnötigerweise auf etwas hingewiesen wird. Der Zuschauer darf selbst entwirren und sich von den Machern auf die Fährten führen lassen, die er meint, besteigen zu müssen.
Was gänzlich fehlt, ist die Rührseligkeit bekannter Klischees, in denen solche Filme meistens enden, um hier eine honigseifende Pointe aufs Moralbrot zu schmieren, die selbst die Zunge in Zucker verwandeln würde – ganz im Gegenteil. Man stellt sich Fragen, die im Leben einmal geklärt werden sollten und durchaus zum Nachdenken anregen – und liefert damit nicht nur erstklassige Unterhaltung, sondern auch ein Stück weit Anregung dazu, das Hirn einzuschalten und über gewisse Dinge zu sinnieren.
Allein beim Schluss hätte ich mir etwas mehr Struktur gewünscht, da man zuletzt dann schließlich zu sehr ausbüchst und somit die ansonsten wunderbar geführte Geradlinigkeit verlässt, die dem Film so viel Esprit verleiht.
Und Fragen wie diese, denen sich Hopkins stellen muss, sollten wir uns alle stellen, da sie nicht nur wahnsinnig viel über uns selbst verraten, sondern auch im Umgang mit nahestehenden Personen helfen, Situationen zu ertragen und besser zu verarbeiten.
 

.kinoticket-Empfehlung: In diesem Sinne sollte jeder einmal ab ins Kino und sich dieses Werk ins Hirn ziehen, auch wenn der Zeitpunkt merklich unpassend ist, sofern man grad auf rot-weiß-gold steht und andere Festlichkeiten im Sinn hat.
Dann bitte Ausschau auf TV-Sendern halten, die dieses Werk in ferner Zukunft streamen, denn das Anschauen lohnt sich definitiv – und das Auseinandersetzen mit den Fragen erst recht.

 
Nachspann
läuft keiner, jedoch wird hier noch einmal richtig klar, was für einen grandiosen Soundtrack dieser Film eigentlich genießt. BT hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet.

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Johnny Depp hat schon viele unterschiedliche Rollen gespielt und landete damit mal ganz vorn, mal ganz hinten. In Black Mass tritt er erneut mit einem neuen Gesicht an und beweist einmal mehr, dass in ihm kein kleiner, sondern ein herausragender Schauspieler steckt, der durch Mimik, Sprache, Gestik und exzellente Darstellungen zu überzeugen weiß.
Dabei hatte ich oft das Gefühl, dass seine Mitspieler ihm bei weitem nicht gewachsen waren. Was Depp verkörpert, ist phänomenal und sucht grenzüberschreitend seinesgleichen ohne auch nur ansatzweise fündig zu werden. Die Thematik selbst empfand ich mehr lückenhaft als erfüllend, denn hier wird weder auf der einen, noch der anderen Seite hinreichend inhaltlicher Denkstoff gegeben, sondern mehr oder weniger aufgezeigt, was im Stillen sowieso fast jeder vermutet, auch wenn diese Art der Kooperation dann doch reichlich ungewöhnlich zu sein scheint.
Nichtsdestotrotz erfüllt Hollywood auch hier wieder eine neue Tugend: Man verfilmt Realereignisse und füllt die Kinosäle mit Menschen, die vergangene Geschichten zuschauerverträglich aufbereitet im Kino sehen möchten – dieser Trend scheint zu funktionieren.
Die Szenen (sowohl die lustigen, als auch die ernsten) brennen sich definitiv tief unter die Haut ein, die Skrupellosigkeit und Gier, die Unhaltbarkeit, das Verflechten in Systeme, deren Kontrolle man schon am Anfang verloren hatte – all das wird verständlich und visuell hervorragend rübergebracht.
Was mir allerdings fehlte, war ein zufriedenstellender Schluss. Irgendwie hockt man am Ende da und wartet auf eine Aussage, die einfach nicht kommt. Nach dem Abspann findet man sich dann damit ab, dass die Eindrücke und Szenerien, die während des Films gezeigt werden, allein die Essenz des Movies ausmachen wollen und da jetzt tatsächlich nichts mehr kommt – und das war für mich, als jemand, der den großen Endpaukenschlag abgöttisch liebt, tatsächlich etwas verstörend und enttäuschend.
Dennoch wandert man tief beeindruckt und seelisch mitgenommen wieder aus dem Kino auf die Straße und fühlt sich irgendwie kratzbürstig durchgewaschen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer Johnny Depp liebt, sollte sowieso da rein, wer einfach nur mal geniale Schauspielerei erleben möchte, auch.
Die verkörperte Gestalt von Bulger sucht seinesgleichen, was Charakter, Stärke und Profiltiefe angeht. Die Szenerien beeindrucken nicht in gleichem Maße, wie es Urgesteine wie Der Pate tun, allerdings erhält man hier etwas gleich großes, dem nur der epische Schlusspathos fehlt.
Ansonsten erhält man hier überdurchschnittlich rare Kost, die ein Biopic abzeichnet, das den Film zurecht verdient.

 
Nachspann
gibt es keinen, der Soundtrack von Tom Holkenborg überzeugt aber auch hier wieder auf voller Linie.

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