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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Familie Page 1 of 7

Ben is Back

Ben is Back

© 2019 TOBIS Film GmbH

Dass ich erstmal mit dem Namen sympathisiere … logo.

Lucas Hedges – ein Gott von einem Darsteller, der mich bis jetzt kein einziges Mal auch nur ansatzweise enttäuscht hätte – im Gegenteil: Ich liege ihm zu Füßen! Und sein Dad führt Regie und bietet seinem Sohn einmal mehr eine Bühne in Hollywood, die er mit seinem Charme füllen und den Kinozuschauer begeistern kann.

Und glaubt mir: Es geht vielleicht um völlig andere Themen, aber eines hat sich dieser Film in blutroten Buchstaben auf alle Fahnen geschrieben: Megakrasse Spannung! Im Ernst: Du fieberst sowas von mit und spürst allgegenwärtig eine Anspannung, die Gänsehaut, Grusel, Erwartung und Adrenalin gleichzeitig hervorruft und auch von einem alten Kinohasen wie mir noch nicht so gesehen wurde.

Julia Roberts verbinde ich zumindest immer noch mit Pretty Woman, das war ihre Traumrolle, mit der sie sich in unser aller Herz gespielt hat und die sie auch nicht so leicht wieder los wird. Was diese Frau jedoch in Ben is Back leistet, drückt dermaßen auf die Tränenkanäle, dass Taschentücher gemeinsam zum .kinoticket gereicht werden sollten.

Überhaupt: Wie kriegt man ein derart krasses Skript hin, bei dem eigentlich gar nicht viel passiert, was den Zuschauer so bannt, dass der sich kaum bewegen kann? Schon lange habe ich die Wartezeit zwischen Pressevorführung und Kinostart nicht mehr so unerträglich lang empfunden wie hier. Und ich werde ihn mir definitiv noch so oft wie irgend möglich reinziehen, denn dieser Film löst unglaubliches in einem aus!

Tut euch selbst den Gefallen und flieht förmlich vor .trailern und allem, was euch irgendwie den Lauf der Geschichte spoilern könnte … vertraut mir und geht einfach da rein. Wirklich: Hier kommt niemand enttäuscht wieder raus! Promise.

.kinoticket-Empfehlung: Einfach nur krass … hier tobt es an Spannung und gebannter Fesselung, dass einem Hören und Sehen vergeht!

Selten hab ich einen Film so mitreißen sehen, wie es Ben is Back tut – und das bei einem so vergleichsweise lahmen Titel! Lasst euch das nicht entgehen und schaut oder lest vorher NICHTS darüber, sondern geht einfach rein! Vertraut mir!

Nachspann
❌ bringt keine weiteren Szenen oder Bilder, rausgehen erlaubt!

Kinostart: 10. Januar 2019

Original Title: Ben is Back
Length: 103 Min.
Rated: FSK 12

Der Junge muss an die frische Luft

Der Junge muss an die frische Luft

© 2018 Warner Bros. Ent.

Dass Hape Kerkelings Buch demnächst auf die Leinwand kommt, haben ja bereits einige .trailer zahlreich angedeutet. Dass Julius Weckauf den jungen Hape spielt, haben auch viele schon sehnlich herbeigewartet … und nun ist der Film endlich im Kino!

Und ja, man hat in der Vorschau bereits gemerkt, dass der Cast-Operator hier einen Meistercoup gelandet hat und mit der Auswahl des Jungen DEN Volltreffer des Jahrhunderts gemacht!

Ganz ehrlich? Ich wünsche mir derzeit grad nichts sehnlicheres, als dass der Kleine einfach nochmal die Laufbahn von Hape einschlägt und wir ihn in der Form einfach nochmal ins Fernsehen bekommen! Wahnsinn! Der spielt einfach mal alles und jeden dermaßen an die Wand, dass es nur so kracht!

Und demnach waren meine Erwartungen vor dem Film bereits extrem hoch. Man spürt, welch gefühlvolle Kraft nebeneinander gepaart mit Humor und Tragik in diesem Stück eine große Rolle spielen werden… und bangt ein wenig, weil der Plot nahezu danach schreit: “So war er als Kind … so entwickelt er sich … um dann in seinem “ersten großen Auftritt” zu gipfeln”.

Und genau das passiert eben … nicht!

Ein weiterer der Punkte, die mich im Kino ungemein gefreut haben. Es ist nicht alles Freude-Sonnenschein, es ist kein völlig auf eine Seite gebügeltes Werk, man zielt nicht auf seine “Und so war er als Kind und da kommt das alles her” ab, man erwähnt manche Dinge einfach gar nicht und muss einige seiner Auftritte selbst kennen, um die Andeutungen überhaupt zu verstehen – und liefert damit ein wunderbar einfühlsames Porträt eines Lebens ab.

Und: Dieser Film ist beides – super lustig und gleichzeitig mega dramatisch und beides ist sehr eng beieinander. Da reinzugehen mit der Erwartung, jetzt hier DEN Comedy-Brüller geliefert zu bekommen, ist in meinen Augen genauso falsch, wie davon auszugehen, dass es da überhaupt nichts zu lachen gibt – beides ist nicht der Fall.

.kinoticket-Empfehlung: Wesentlich besser als erwartet mit einer Performance von Julius Weckauf, der einfach alles und jeden absolut an die Wand spielt und den Kinobesuch allein wert ist!

Wenn irgendwer was Problematisches daran entdecken möchte, dann finde ich nur die falschen Erwartungen, wer hier unbefangen ran geht, erlebt einen vollkommen wunderschönen Film, der einen mitreißt und viel mehr abliefert, als der .trailer verspricht.

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 27. Dezember 2018

Original Title: Der Junge muss an die frische Luft
Length: 100 Min.
Rated: FSK 6

Bumblebee (3D)

© 2018 Paramount Pictures Germany GmbH

Inzwischen läuft der Streifen schon ne Weile und er wird von euch völlig zu Unrecht durch Nichtbesuchen abgestraft: Dem müssen wir langsam mal etwas entgegen wirken.

Viele haben sich von der Transformers-Tour der letzten Jahre etwas abschrecken lassen: Die Kombination Shia LaBeouf und Megan Fox hatte ja noch so ihre Reize, aber mit den Teilen 4 und 5 hat man es actiontechnisch dann echt übertrieben und die Menschen mehr oder weniger in die Enge getrieben, was bei vielen wohl für Überdruss an der Filmreihe über Hasbro-Spielzeuge geführt hat. Logisch, was soll noch groß kommen und die Realität sieht leider oft so aus, dass diese Art Film eben im falschen Kino angeschaut wird, was dann kein Genuss, sondern bloße Enttäuschung ist.

Dafür sind die meisten Dorfklitschen schlichtweg zu klein bzw. werden selbst in den Städten diese Titel oft nicht in den angemessenen Sälen präsentiert, was diese Filmreihe zusätzlich drückt, da diese Filme tatsächlich nur laut und groß und in 3D wirken und popcornmäßig Spaß machen.

ABER – und das ist das große ABER: Dieser Titel hier heißt Bumblebee und nicht: „Transformers 8 – Bumblebee“ oder sowas … man könnte also gut und gerne sagen, dass dieser Film erstmalig rein gar nichts mit Autobots und Decepticons zu tun hat, sondern etwas völlig anderes ist, obwohl diese Tierchen darin auftreten.

Fakt ist: Man hat endlich (!) gemerkt, dass mit stupider Action auf Dauer kein Geld zu machen ist und es die Leute zunehmend langweilt und hier echt richtig seine Hausaufgaben gemacht und Drehbuchautoren an das Game herangelassen, die sich nach Lust und Laune austoben durften. Und was dabei rausgekommen ist, ist echt ein sensationeller Film mit tollen Dialogen, einer wunderbar austarierten und liebevollen Geschichte, die fast schon vor Anmut und Herzwärme erstrahlt.

So viel Liebe, Mitgefühl, Normalität und Austariertheit kennt man schlichtweg nicht im Zusammenhang mit Transformers, dazu paaren sich sensibel erzählte Witze und eine absolut … ja … romantische (?) Story, die mehr oder weniger schon halb zu der Herzlichkeit an Weihnachten passt, weswegen der Starttermin gar nicht so doof gewählt ist.

Leider merkt dies der Zuschauer erst, wenn er bereits in dem Film sitzt und muss die Kaufentscheidung aber lange davor treffen – und dazu reichen weder .trailer noch andere Vorabinformationen aus, um ihn dazu zu bewegen.

Man könnte sagen: Michael Bay gibt die Schablone und zeichnet aus, wie die Transformer aussehen sollen, wobei auch hier ein wunderbar 80s-lastiger Look und nostalgischer Charme aufgespielt wurde. Steven Spielberg bringt seine BFG – Big Friendly Giant-Avancen mit ein und jemand anderes schreibt dazu das Drehbuch und liefert grandiose Dialoge. Dieser geniale Mix bringt’s einfach und macht aus Bumblebee den besten Transformers aller Zeiten, obwohl er eigentlich gar keiner sein möchte.

Hier werden nämlich noch ganz andere Dinge völlig richtig gemacht: Klischeerollen nicht besetzt, Menschen nicht die absolut dämlichsten Worte in den Mund gelegt, um sie wieder in diese Schubladen zu pressen, eine völlig unbefangene und tolle Freundschaft aufgebaut und viele der üblich-bekannten Actionfilm-Fehler nicht begangen: Hier stehen die Soldaten eben nicht einfach, nachdem sie von Betonklötzen erschlagen wurden, eigenhändig wieder auf und laufen, als wäre nichts gewesen … selbst in diesen Dingen hat man sich ein wenig Gedanken gemacht und es „realistischer“ gestaltet, was dem Film zusätzlich sehr viel mehr Glaubwürdigkeit und Ehre verleiht.

Bee hatte schon in den alten Teilen die Avancen dazu, „menschlicher“ zu sein als die anderen und in seinem eigenen Film kriegt er jetzt einfach vollkommen Spielraum, stiehlt dabei einer grandiosen Hailee Steinfeld nicht die Show und lässt sie ihre Geschichte erzählen. Und die ist den Kauf eines .kinotickets allemal wert!

.kinoticket-Empfehlung: Es ist KEIN Transformers-Film – also lasst eure Vorurteile nicht eure Entscheidungsfreiheit trüben!

Die drei magischen Worte lauten: GROSSE Leinwand, LAUTE Anlage und 3D-BRILLE auf dem Kopf! Aber nicht, weil das wieder eine martialisch-bestialische Actionschlacht wird, sondern weil Filme wie dieser da einfach laufen. Das hier? Romantik, Feingefühl, Liebe und wahre Freundschaft. Weit weg von all dem, was Transformers früher geliefert hat – und damit wahrscheinlich der beste Transformers aller Zeiten.

Lasst euch den nicht entgehen!

Nachspann
❌ Den Song sollte man mitnehmen, der im Übrigen als Soundtrack generell grandios ausgewählt ist – neue Szenen kommen aber keine mehr.

Kinostart: 20. Dezember 2018

Original Title: Bumblebee
Length: 113 Min.
Rate: FSK 12

Trouble

Trouble

© 2018 Kinostar Filmverleih GmbH

Anjelica Huston – diese Frau ist mir persönlich zuletzt von Die Nebel von Avalon in Erinnerung, ein Werk, das kaum jemand kennt und das man definitiv gesehen haben darf. Und auch, wenn diese Dame einen beeindruckenden Lebenslauf vorzuweisen und für ihr Schaffen inzwischen erkenntlich viele Preise bekommen hat … so wirklich “präsent” auf der Leinwand hab ich sie nie empfunden.

Ein wenig anders ist es schon mit Bill Pullman, der in meinem Leben erstmalig in Spaceballs in Erscheinung trat und dessen wohl prominenteste und in meiner Kindheit auch prägendste Rolle als Präsident in Independence Day sowie dessen Nachfolger war und damit sein Konterfei in mein Gehirn einbrannte.

Beide gemeinsam treten nun in Trouble gegeneinander an und brüsten sich mit verbaler Schlagkräftigkeit und dramatischer Lethargie. Die Aufschlüsselung, die man dem Plot angedeihen ließ, reißt mich zwar nicht sonderlich vom Hocker, die Rollenverteilung – bei der Huston definitiv die besseren Karten zugeschanzt bekommen hat – ist aber amüsant und sorgt grade zu Beginn des Films für unglaublich viel Kurzweil.

Dennoch hat mir – um hier eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen zu können – einfach zu sehr das gewisse Extra gefehlt. Man stellt sich eher die rollkragenpullovertragende Oma-Armada vor, die glückselig die Kinosäle bereist und wahnsinnig empört wieder nach draußen kommt, was heutzutage alles fürn Mist gedreht wird – auch wenn das jetzt unfassbar klischeehaft und vorurteilsbehaftet klingt … aber genau so ging’s mir: Es ist eben fast alles Heiter-Sonnenschein und damit einer dieser “American Moms”-Filme, die zwar herzallerliebste Szenen beinhalten, jedoch die Masse nicht beeindrucken und für die coole Gefolgschaft an Peinlichkeit kaum zu überbieten sind.

Damit muss man klar kommen, dann hat man mit diesem Film auch seine helle Freude.

.kinoticket-Empfehlung: Nicht zwingend für jüngeres Publikum geeignet, dafür aber bissig, scharf und genau so, wie sich “Oma” den Verlauf einer Story wünscht.

Kann man sich sehr wohl anschauen, sollte aber bedenken, dass dies eher für die gesetzteren Altersklassen geschaffen ist und nicht zwingend Schulfhoflektüre.

Nachspann
❌ muss man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 20. Dezember 2018

Original Title: Trouble
Length: 100 Min.
Rate: FSK 12

Müslüm

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© 2018 Kinostar Filmverleih GmbH

Lang lang ist’s her, dass ich mal wieder einen türkischen Film auf dem Teller serviert bekommen habe und ehrlich gesagt war mir zwischendrin zwar sehr wohl die Chance gegeben, hier und da mal wieder in diesen Kulturkreis zu schauen, allerdings hat mich die überdrehte und oftmals doch sehr ungewöhnliche Art, “Humor” zu betreiben, abgeschreckt und lieber etwas anderes schauen lassen.

Müslüm war auf einmal dann doch interessant für mich, weil ich den .trailer gesehen und festgestellt habe, dass hier absolut rein gar nichts witzig ist, sondern man sich ernsthaft um ein Drama (wenn man so möchte) bemüht, das die reale Geschichte eines türkischen Stars aufzeichnet, der durch einige Höllen gegangen ist, die ich besser niemandem wünsche.

Zwar braucht man jetzt als Westeuropäer nicht zwingend von der Form Kunst sprechen, die hierzulande alltäglich ist und in irgendeinem Maße überjubelnd begeistern würde, jedoch zählt der Film, nachdem ich ihn gesehen habe, sehr wohl zu den Dingen, die man nicht ungesehen an sich vorbeistreifen lassen sollte, da nicht nur dramaturgisch, sondern auch inhaltlich harter Tobak auf den Tisch kommt, der einen eben doch ungeniert bei den Eiern packt.

Und dafür ist Kino ja da: Um Geschichten zu erzählen, die spannend, mitreißend, unterhaltsam und allgemein tauglich sind und nicht nur eine ganz spezielle Klientel ansprechen.

Was mich ebenso fasziniert hat, war, dass ich hier eine völlig neue Seite türkischen Kinos bewundern konnte, die wirklich absolut gar nichts mit allem, was mir je aus diesem Land schon unter die Füße gekommen ist, zu tun hat oder in irgendeiner Weise vergleichbar wäre. Diese schwermütige Ernsthaftigkeit und krasse Drama-Tiefe sitzt einem hinterher tatsächlich noch in den Knochen und wirft ein völlig neues Licht auf dieses Land.

.kinoticket-Empfehlung: Unvergleichlich, was sonstige türkische Filme angeht – man erzählt eben eine wahre Geschichte eines Menschen, der ziemlich viel krassen Mist hinter sich gebracht hat und damit einen völlig neuen Weg beschreitet, der es bisher noch nicht in unsere Kinos geschafft hat.

Die dramatische Schwere, die diesem Werk beihaftet, packt einen sehr und liefert eben nicht nur völlig andere Einblicke in diese Kultur, sondern berichtet auch über ein Phänomen, der ein ganzes Land begeistert hat. Auch, wenn der Kinostart schon etwas her ist: Wer noch die Chance hat, nehmt ihn ruhig mit, bevor er wieder verschwindet.

Nachspann
✅ zeigt Fotos von dem echten Müslüm, ist also gar nicht unspannend.

Kinostart: 15. November 2018

Original Title: Müslüm
Length: 132 Min.
Rate: FSK 12

Das Krumme Haus (inkl. Gewinnspiel)

© 2018 Twentieth Century Fox

 

Twentieth Century Fox hat für euch wieder fette Gewinne klargemacht, die unter diesem Beitrag verlost werden!

Agatha Christie dürfte selbst modernen Leuten ein Begriff sein: Mit über zwei Milliarden verkauften Werken im letzten Jahrhundert hat sie Maßstäbe gesetzt und zählt seither zu den erfolgreichsten Bestseller-Autorinnen aller Zeiten.

Bislang wurde ihr Können in TV und Theater sowie auf dem Buchmarkt frenetisch gefeiert, doch komischerweise hat ihre Brillanz jüngst nicht mehr den Weg ins Kino gefunden. Also haben sich Produzent Joe Abrams und Produktionspartnerin Sally Wood hingesetzt und alle 66 Romane durchpflügt, die noch nie verfilmt wurden. Beide schrieben ihren Favoriten auf ein Stück Papier und zeigten es sich gegenseitig: Es war… Das Krumme Haus.

Was dann kam, kann sich jeder denken und gleichzeitig ab sofort in Deutschland auf den Leinwänden ansehen.

Und das Ergebnis kann sich sehr wohl sehen lassen: Man spürt, dass hier ein professionelles Verständnis guter Geschichten im Hintergrund wirkt und der Film auch überdeutliche Anzeichen der typischen Agatha Christie-Merkmale hat, die man aus ihren früheren Verfilmungen so kennt. Das Krumme Haus bringt aber nicht nur die jüngst neu verfilmte Nostalgie-Modernitätssymbiose wieder auf den Plan, die viele schon bei Mord im Orient Express geliebt haben, sondern führt tatsächlich auch beim Erzählstrang mal neue Blüten aus, die traditionelle Leser ebenfalls etwas fordern und somit eben nicht den typischen Baustein klassischer Literatur in sich tragen, sondern mit trickreichen Wendungen punkten und somit ein Spannungselement auf die Leinwand schießen, das viele in solchen Filmen oft vermisst haben.

Dies stieß bei einigen Presse-Vertretern sauer auf und war einer der Punkte, der mir besonders gefallen hat, weil man ein Überraschungsmoment erlebt, das in so einer klassischen Tradition nahezu ausgeschlossen erscheint. Womöglich wurde aus diesem Grund dieser Stoff bislang filmisch nicht angetastet.

Man begeht auf jeden Fall einen Fehler, wenn man sich das Ergebnis nicht auf der großen Leinwand besieht. Und damit das für einige noch etwas leichter wird, gibt‘s hier und heute nun das große…

 

G E W I N N S P I E L

Twentieth Century Fox hat mir nämlich 5×2 Freikarten sowie 5 Kinoplakate für Das Krumme Haus zur Verfügung gestellt, die ich unter allen Kommentatoren dieses Beitrags verlose.

Um teilzunehmen, beantwortet bis einschließlich Freitag, 7. Dezember 2018 die folgende Frage in den Kommentaren und gebt dabei eine gültige E-Mail-Adresse an, unter der ihr erreichbar seid, damit ich im Gewinnfalle eure Adressdaten abfragen kann, um euch den Gewinn postalisch zukommen lassen zu können.

Welche Werke von Agatha Christie kennt ihr, habt ihr gelesen, im Theater gesehen oder im Fernsehen geschaut und gibt es evtl. sogar Bücher, die ihr gerne in den kommenden Jahren verfilmt sehen möchtet?

Unter allen Kommentaren entscheidet das Los über die Gewinner/innen. Eure Daten werden nur von mir persönlich ausgewertet und zur Sendungsübermittlung verwendet und anschließend wieder gelöscht.

Ich drücke jedem die Daumen und wünsche viel Glück und natürlich: Viel Spaß und gute Unterhaltung im Kino!

 

.kinoticket-Empfehlung: Sollte man gesehen haben, da selbst die nostalgisch-moderne Symbiose, die man derzeit mit Agatha Christie im Kino vollzieht, hier völlig neue Wege geht.

Die Story enthält alle typischen Merkmale ihres Schreibkönnens, punktet aber mit einem grandiosen Twist und vollzieht bis zum Schluss perfekte Filmkunst, die den Gang ins Kino sehr wohl rechtfertigt.

 

Nachspann
❌ muss man nicht zwingend aussitzen, hier folgen keine weiteren Szenen mehr.

Kinostart: 29. November 2018

Original Title: Crooked House
Length: 115 Min.
Rate: FSK 12

So viel Zeit

So viel Zeit
© 2018 Universum Film GmbH

 

So viel Zeit vereint augenscheinlich so ziemlich alles, was in Deutschland Rang und Namen hat und in der Filmbranche irgendwelche Erkennungsmerkmale aufweist. Nicht umsonst sind zwei namhafte Fernsehmogule (ARD Degeto und Sky) maßgeblich in die Produktion involviert.

Genau hier liegt in meinen Augen auch das Problem: Man hat als Leader der deutschen TV-Gesellschaft und Botschafter-Beauftragter endlich mal die Chance, zu zeigen, was man auf dem Kasten hat und wie man eben doch alle Genres und Altersklassen bedienen kann und macht? Wieder nur Musik für die Alt-Generationen und weicht dabei kein Stückchen in die jugendliche Vitalität ab, sondern beschäftigt sich wieder nur mit der abgehalfterten Sterbebett-ZDF-Fraktion, die man in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten so gerne bedient. Dabei wäre die Szenerie prädestiniert dafür gewesen, endlich seine Fühler in jüngere Gefilde auszustrecken und damit der gesamten Bandbreite die Hand zu reichen.

Und ja, es ärgert mich maßlos, dass dieser Geniestreich gar nicht versucht wurde. Also bleibt nur, sich auf die Oldies zu konzentrieren und das Werk auch nur innerhalb der Grenzen des Altersheims zu bewerten.

Beschränkt man sich auf diese Zielgruppe, ist der Film durchaus sehr brauchbar, wandlungsfähig und fährt auch mit einigen Geschützen auf, die durchaus wert sind, dass man sich aus seinem Sesselchen erhebt und den beschwerlichen Weg in den großen, kalten Kinosaal antritt, weil Fernsehen dem hier fast nicht mehr gerecht werden kann, da man ein gewisses Niveau erreicht und auch etwas zu erzählen hat, wofür selbst mir die ARD dann auch wieder zu schade wäre.

Immerhin zählen die auf dem Plakat genannten Schauspieler mittlerweile quasi zum Portfolio deutschen Kinos und gehören nunmal nicht nur in die 22:00 Uhr-Schiene eines Oldie-Senders, wenn es der Film je auf so eine frühe Ausstrahlungszeit schaffen sollte.

Ich für meinen Teil hab ihn mir sogar 2x im Kino angeschaut, und das nicht nur, weil ich Jürgen Vogel mag und sein Schauspiel sehr schätze.

 

.kinoticket-Empfehlung: Verhält sich leider genauso altbacken, wie man es von der ARD erwarten würde und verpasst somit die sensationelle Chance, endlich ein jüngeres Publikum für das Schaffen der GEZ-Mogule zu begeistern, was bei dieser Steilvorlage problemlos möglich gewesen wäre.

Abseits davon hat dieser Film genug zu erzählen, um wirklich im Kino und nicht nur im TV beschaut zu werden, denn er fährt mit einigen Cast- und Plotüberraschungen auf und liefert auch sonst ein solides Bild ab – dass halt leider den Sprung in die Jungvitalität verweigert.

 

Nachspann
❌ aufstehen, rausgehen – dann macht man auch hier glaube ich alles richtig.

Kinostart: 22. November 2018

Original Title: So viel Zeit
Length: 100 Min.
Rate: FSK 6

Juliet, Naked

Juliet Naked
© 2018 PROKINO Filmverleih GmbH

 

Ich sitze wieder einmal da und weiß nicht recht, was ich über diesen Film erzählen soll, ohne euch etwas zu verraten: Das Schwierige ist, dass er weder gut noch schlecht ist und auch kein Mittelmaß als Aussage dafür herhalten könnte, denn alles trifft gleichermaßen zu und auch nicht zu.

Juliet, Naked hat definitiv seine Momente und ich stelle es mir als Buch irre toll vor, die Verstrickungen und bösen Anwandlungen machen sicherlich Lust, das zu lesen, aber als Film kommt er nicht wirklich aus sich heraus und bläst so richtig den Comedy-Marsch, den man erwarten würde, wenn man die Sprüche vom Coverplakat durchliest.

Er ist da, er hat wirklich seine vor Komik rührenden Situationen, die stellenweise auch wirklich zum Lachen herausfordern, aber alles schwankt dann zu sehr hin und her und hat irgendwie keinen richtigen Bestand. Man möchte gleichzeitig elitär wirken, die ältere Generation mit seichter Unterhaltung beschäftigen und setzt verschiedene Anhaltspunkte für Personenkult an, die wiederum ein ganz bestimmtes Klientel ansprechen sollen und rudert sich dann mit der Story in Gewässer, in denen man schier die Kontrolle über das Geschehen zu verlieren scheint und einfach alles nur noch so dahin schwappt. Es ist kein klares Ziel mehr erkennbar, die Komik verschwindet irgendwie in kitschiger Roman-Fließbandarbeit und am Ende hat man einen Film, der da ist – den man aber auch wieder vergessen könnte. Und sicherlich in 10 Jahren dann auch endgültig hat.

Dabei sind die Schauspieler aber eigentlich gar nicht schlecht und auch die Ideen gar nicht übel – nur an der Umsetzung hapert es halt gewaltig.

 

.kinoticket-Empfehlung: Man muss genau diese Erzählart lieben, um mit dem Film warm zu werden.

Der hat seine Momente, büchst aber nie daraus aus, sondern schippert dann zum Ende hin einfach ziellos hin und her, ohne auf etwas wirklich hinaus zu wollen. Und das zerstört das eigentlich gute Prinzip, das man anfangs inszeniert.

 

Nachspann
✅ Ja, nicht gleich raus springen, hier kommt noch ein kleines Video.

Kinostart: 15. November 2018

Original Title: Juliet, Naked
Length: 105 Min.
Rate: FSK 0

Alles ist gut

Kennt ihr das, wenn jemand bockwütend im Zimmer steht, schnaubt und ächzt und ihr fragt: “Is was?” und diese Person euch antwortet: “Nö, alles gut.”?
Wenn offensichtlich ist, dass was ist, und man geradewegs ins Gesicht gelogen kriegt, obwohl man einfach die Wahrheit sagen könnte und somit die Probleme aus der Welt schaffen?
Und man dann dasteht und einen unbändigen Hass oder Gleichgültigkeit auf diese Person kriegt, weil sie die Dinge nur unnötig verkompliziert und ins Lächerliche zieht, statt aktiv an dem Problem zu arbeiten und es mit einem Fingerwisch ins Nirvana zu katapultieren?
Genau diesen Hass löst Alles ist gut als Film in mir (und einigen anderen ebenso) aus. Die Idee ist simpel: Ein Team junger Filmschaffender sitzt in einem Raum und fragt sich: Worüber können wir denn mal drehen?
Die Medien brüllen laut aus allen Poren: #metoo, #metoo, #metoo und die Filmschaffenden jubilieren und eröffnen das Feuer auf die moderne, männerhassende Welt, in der Individuen männlichen Geschlechts als Dreck und Abschaum beschimpft werden, einfach nur weil sie männlichen Geschlechts sind.
An dieser Stelle sollte ich wahrscheinlich schon mal vorsorglich zynisch applaudieren und der modernen Frauenbewegung meine herzlichen Glückwünsche aussprechen, ihr habt es tatsächlich geschafft, diese Welt wahnsinnig zu verbessern und zu wesentlich mehr Frieden und Miteinander beigetragen! Großartiges Kino!
Fakt ist nämlich: Dieser Film in seinem Fail-Whale-Verhalten projiziert genau die Probleme, die die moderne Gesellschaft mit Emanzipation, Frauenrechtsbewegungen, #metoo und anderem (mittlerweile) Quatsch hat: Angeblich wurde ja bereits alles vor der großen #metoo-Erleuchtung geschrieben und gedreht. Trotzdem versagt der Film in meinen Augen auf allen nur erdenklichen Ebenen.
Man castet eine junge Frau, die dominant, aufrecht, selbstsicher und charakterstark ist, packt sie in eine klassisch-klischeetriefende Opferrolle hinein und lässt sie jeglichen Seelendummfug anstellen, der einem nur aus den Fingern gesogen werden kann. Ihre Darstellung ist sowas von unlogisch, überzogen, dämlich und unglaubwürdig, dass es einem eigenständig sämtliche Fußnägel auszieht und Fingerkuppen von selbst brechen lässt. Facepalmen ist angesagt – und zwar fast schon sekündlich!
So viel abartige Dummheit, über die man sich wenige Sekunden später dann männeranklagend beschwert, habe ich selten auf einem Haufen gesehen. Ihr werden hunderte, tausende, ja millionenfach immer wieder Angebote vor die Füße geschmissen, um andere Ausgänge dieser Story zu produzieren und sie weigert sich vehement dagegen, ihre offensichtliche Charakterstärke dafür einzusetzen, tatsächlich einfach diese starke Frau zu sein, statt rumzuheulen und zu meinen “Nö, alles gut” und dann medienlastig als ein schwer gebeuteltes Opfertier zur Schlachtbank geführt zu werden und zu “offenbaren”, wie böse die bösen bösen Männer doch alle sind.
Hau ihm halt eine rein? Tritt ihn? Wehr dich? Geh nicht wieder zu ihm zurück? Schmeiß ihn aus deiner Wohnung? Lad ihn gar nicht erst zu dir ein? Geh in die obere Etage, in der du mit der Kamera kürzlich erst durchspaziert bist und lass ihn nicht die Treppe rauf? Hau ihm ins Gesicht? Tritt ihm in den Bauch? Geh selbst auf die Straße und damit aus der Situation raus? Lass es gar nicht erst zu, dass was passiert? Renn weg und stell nicht teilnahmslos irgendwelche dummen Fragen? Nimm das Angebot an, das dir unzählige andere hinterher anbieten und erzähl einfach, was los war und mach daraus eine Sache von Wahrheit und kein Schweigen und hinterher, wenn alles viel zu spät ist, rumheulen und auf völlig blödsinnige Weise nach “Gerechtigkeit” zu schreien, die völlig unangebracht, unrechtens und illegal ist?
Du bist sowas von blöd und dämlich und das hat auch überhaupt nichts mit Hilflosigkeit oder falschem Verständnis in der Gesellschaft zu tun, sondern ist schlichtweg einfach nur dumm und dumm und dumm!
Und sowas regt mich maßlos auf! Und dass dann irgendwelche Heinis noch daherkommen und erzählen, dass dieser Film die #metoo-Debatte auf den Punkt bringt, zeigt eigentlich nur, dass keiner dieser modernen Bioanbeter verstanden hat, worum es eigentlich gehen sollte. Sorry, sowas gehört fast schon verboten!
Dieser Film bringt überhaupt nichts auf den Punkt, sondern zeigt offen und für jeden erkennbar, welches Problem diese ganze Frauenrechtsdebatte hat: Sie führt sich selbst ad absurdum, indem eben nicht echte Vergewaltigungsszenen beleuchtet oder tatsächliche Opfer zu Wort gebeten werden, sondern irgendwelche Möchtegerne eine Plattform bekommen, auf der sie ungestraft über alles und jeden herziehen können, der ihnen gerade nicht in den Kram passt und das dann unter dem Deckmantel des #metoos verstecken und Menschen für Dinge büßen lassen, die an sich überhaupt keine Straftat sind.
Dass dabei den echten Opfern die Brisanz und grandiosen Möglichkeiten zur Findung wahrer Gerechtigkeit ganz nebenbei mit entzogen werden und diese nach Gerechtigkeit schreienden Monster dafür verantwortlich sind, dass wahre Opfer im tosenden Sturm der Entrüstung sang- und klanglos untergehen, dafür wird a) niemand zur Rechenschaft gezogen und b) interessiert’s auch keinen weiter, hauptsache, man dreht den Spieß jetzt einfach um und wehrt sich mit Unterdrückung und wüster Beschimpfung und Hasstiraden und Beil und brennender Fackel gegen das männliche Geschlecht um am Ende die selben Probleme wieder zu haben: nur umgekehrt.
Rache. Blutrünstige Rache war schon immer DAS Mittel der Wahl, um hier auf Erden das Himmelreich entstehen zu lassen. Man nehme: Gleichgültigkeit, forciertes Fehlverhalten und lehne jede Möglichkeit zur vernunftbasierten Klärung offensichtlicher Tatbestände vehement ab. Dann hat man wenigstens einen selbst herbeigezauberten Grund, sich zu beschweren.
Und weil grad alle so wahnsinnig toll mitwolfheulen, passt’s doch wunderbar in diese Zeit mit rein und mit dem Thema hat man sogleich einen “Nerv der Zeit getroffen”, der nur mit Filmförderung und Subvention unterstützt werden kann – immerhin geht’s um Frauenrechte!!!
Wer Zynismus in meinen Worten findet, darf ihn behalten oder auf Internetplattformen versteigern. Sorry – bei aller Liebe, aber so nicht!
Wenn man schon in so eine Schiene möchte, dann bitte auf glaubwürdige Art und Weise und nicht mit einer Darstellerin, die genau das Gegenteil von dem verkörpert, was sie in ihrer Rolle eigentlich aussagen möchte und ohne die dämlichen forcierten Anti-Möglichkeiten, die sie mit Leichtigkeit hätte ergreifen können, um aus der Situation eine gänzlich andere zu machen: Das ist nichts weiter als pure Verarsche, die im Wahnsinn des Gerechtigkeitsaufschreis einfach nicht zur Kenntnis genommen wird, aber alle verarscht ihr damit eben nicht automatisch.
Und die Gesellschaft täte gut daran, eben dies auch zu erkennen. Das heißt nicht, dass ich hier eine Lanze für Männer breche, das heißt nur, dass in diesem Film das dümmste anzunehmende Beispiel gewählt und ausgebrütet wurde, dass man auf diesem Planeten finden konnte und dass mich dieser Schwachsinn so überhaupt nicht überzeugt hat.
Und wie schon erwähnt: Ich steh damit nicht alleine da. Dieser Film hat unbändige Diskussionen ausgelöst und noch ein paar Pressevorführungen weiter wurde immer noch hitzig darüber diskutiert – wenn das das Ziel war: Erreicht. Etwas für die Frauen zu unternehmen: Kläglich versagt!
Also Finger weg von diesem Mist und lieber selber vorher das Hirn einschalten, dann wird’s auch was mit der besseren Welt, von der alle träumen.
 

.kinoticket-Empfehlung: So einen unfassbaren Schwachsinn hab ich selten erlebt: Man forciert genau wie in der Gesellschaft auf stupide Weise eine charakterstarke Lady in eine herbeigezauberte Situationen, aus der sie sich angeblich nicht selbst befreien kann und am Ende leider leider das großartige Opfertierchen wird, vor dem sich alle Welt verneigen sollte.
Wenn das der Versuch für mehr Gleichberechtigung und härtere Bestrafung für männlichen Trash sein soll, dann ist’s leider tierisch in die Hose gegangen. Und diese Windel wird euch niemand freiwillig wechseln, aus der Scheiße müsst ihr euch schon selbst wieder rauskämpfen.
Also lasst die Finger davon, überlegt selbst und stellt fest: Alles, was im Film passiert, hätte einfach nicht sein müssen, wenn an winzigen Stellschrauben gedreht worden wäre, was keinerlei Anstrengung und Aufwand bedeutet hätte, sondern einfach nur eines gewesen wäre: Vernünftig. Und nein, sie hätte dafür auch nicht ihren Charakter eingebüßt, sondern alles wäre am Ende tatsächlich einfach “gut” gewesen.
Aber mit Debatten lebt sich’s ja einfacher, gell?

 
Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, der macht’s auch nicht besser.
Kinostart: 27. September 2018
Original Title: Alles ist gut
Length: 93 Min.
Rate: FSK 12

Crazy Rich

Beim Originaltitel Crazy Rich Asians denkt unsereiner im schönen Europa ja erstmal “Was für ein Schmarren” – und wendet sich, sofern keine Liebe zum asiatischen Kino vorhanden ist, elegant zur Seite.
Aus dem Grund hat man den Filmtitel auch geändert um dieser Fehlentscheidung ein wenig entgegen zu wirken, denn dieses Ding mischt zwar im “Wir möchten den asiatischen Markt erobern”-Feldzug mit, zählt aber zu den Titeln, die auch jeder Europäer einmal gesehen haben sollte.
Und ganz ehrlich: Der Film ist richtig gut! Das ganze Kino hat sich während der Vorstellung den Arsch abgelacht und seinen Heidenspaß dabei. Interessanterweise löst weder der Titel, noch das Plakat noch der .trailer eben dieses Gefühl aus, was ich bei einigen Probanden mittlerweile getestet habe. Einerseits erzählt man im .trailer wieder die halbe Geschichte, ohne dabei jedoch auf das Wesentliche zu kommen, andererseits hab ich zur Zeit das Gefühl, man hat generell kein Interesse mehr daran, gute Filmtrailer zu machen, sondern lässt einfach so per Zufall KI entscheiden, welche von den Szenen jetzt in den .trailer sollen.
Zumindest ist mir das schon häufiger begegnet, dass die Vorschauen sowas von selten dämlich waren und der Film hintendran dann richtig gut.
Crazy Rich macht hier keine Ausnahme und ist überhaupt nicht das, was man im Vorfeld vielleicht vermuten würde – und vor allem nicht, was man im .trailer verspricht, sondern einfach ein Film, der eine wunderbare Story erörtert und dabei auch noch eine wunderbare Moral in sich trägt, die sich im Laufe der Spielzeit gänzlich entfaltet.
Diese Pointe tut einfach nur gut und man spaziert am Schluss wieder aus dem Saal und hatte ein richtig gutes Filmerlebnis.
 

.kinoticket-Empfehlung: Begrabt eure Vorurteile und gebt diesem Titel eine Chance, er hat es echt verdient!
Hier schlummert wesentlich mehr unter der Decke, als anfänglich angenommen, was weder Plakat, noch .trailer offenbaren. Erst im Film merkt man, dass die Entscheidung zum Kauf eines .kinotickets eigentlich doch gar nicht verkehrt war und hat hinterher das Gefühl, etwas richtig gemacht zu haben – geht rein!

 
Nachspann
✅ ist ziemlich cool animiert, hält zwar keine weiteren Szenen bereit, aber betört durch geile Grafik.
Kinostart: 23. August 2018

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