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Der illegale Film

Der illegale Fil

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Schaut euch das Poster mal genauer an – erkennt ihr etwas, das ihr kennt?

Richtig: Wir leben in einer Zeit, in der sich manche Dinge schon so fest im Hirn eingebrannt haben, weil sie zu lange existieren, wir tagtäglich ohne nachzudenken damit umgehen oder verschiedene Werbe- und PR-Gurus einfach einen grandiosen Job gemacht haben oder so penetrant konsequent mit ihrem Tun sind, dass wir es einfach nicht schaffen, aus den Fängen der “Ich hämmer dir etwas in deinen Kopf”-Menschen zu entkommen.

Der Trick: Bilder. Menschen sehen Bilder. Menschen machen Bilder. Menschen teilen Bilder. Wir leben in einer Bilderwelt, die schon so unbegreifbare Ausmaße angenommen hat, dass es Zeit wird, sich damit mal auseinanderzusetzen und einer immens wichtigen Frage nachzugehen: Wie steht es eigentlich um diese Bilder? Wer besitzt die Rechte daran? Warum? Und ist das zeitgemäß? Wo steuern wir hin? Was gibt es längst, das uns bereits heute über den Kopf gewachsen zu sein scheint, obwohl die meisten diese Techniken noch nicht einmal kennen?

Erinnern wir uns zurück an die Zeit, in der die Kinder noch “draußen Ball spielten” und man gemeinsam zum Mittag an den Tisch kam und in der Familie gesprochen hat. Eine Zeit, in der das Internet in seinen Kinderschuhen stand und in der niemals jemand erahnen hätte können, dass eine Website wie FaceBook mal ein nicht wegzudenkender Teil einer Gesellschaft werden würde. Ich wurde in meiner Kindheit deswegen ausgelacht, weil mich die Techniken einer vernetzten Welt interessierten und ich einer der wenigen war, die sich ein Modem zulegten, um diese vernetzte Welt zu erkunden. “Wer braucht denn sowas? Das hat keine Zukunft.”

Wie recht sie damals hatten, sieht man heute, wenn mal für 2 Minuten das WLAN ausfällt.

Genau das gleiche gilt für Fotografien, Fotos, digitale Bildinhalte, die visuelle Welt. Wir sind im Wandel und es ist ein riesiger Umbruch am Stattfinden, der wieder einmal alles umwirft. Dass die meisten Menschen der Technik längst entronnen sind und “nicht mehr mitkommen” sieht man daran, dass es heute immer noch Menschen gibt, die seit 7 Jahren ein Smartphone besitzen und keine Ahnung davon haben, dass sie dort drin direkt Fotos beschneiden können oder drehen und sich dann darüber wundern, dass man das gedrehte Ergebnis sogar dauerhaft dort speichern kann.

Und ich spreche noch nicht mal von künstlicher Intelligenz, Siri, Alexa und alles, was im Großen da hinten dran hängt … dazu bedarf es mittlerweile fast schon mehrerer Studiengänge, um all dies etwas umfassender verstehen zu können.

Wer für dieses Studium grad keine Zeit hat, den interessiert vielleicht Der illegale Film – ein Meisterwerk, dass sich genau mit dieser Materie auseinandersetzt und zukunftsweisende Ideen, Erkenntnisse, Erklärungen zusammengetragen hat, um diese auf den Leinwänden zu präsentieren.

Das Manko: Aufgrund der Spielfilmlänge und der immer noch begrenzten Aufnahmefähigkeit der Menschen ist dieses Werk dermaßen mit Informationen vollgepackt, dass man es eigentlich auch wieder sukzessive konsumieren sollte, um wirklich alles zu ergründen, was jedoch in einer einzigen Kinovorstellung kaum möglich ist.

Aber auch dafür haben die Macher Abhilfe geschaffen:

Heute, am 11. April 2019 feiert der Film im ZKM Vortragssaal, Zentrum für Kunst- und Medientechnologie, Lorenzstraße 19, 76135 Karlsruhe Premiere – mit anschließender Diskussion mit dem Regisseur Martin Baer!

“Na super, ich schaff’s aber heute nicht nach Karlsruhe…”

Kein Problem: Denn es geht weiter mit folgenden Terminen – und immer ist entweder Regisseur Martin Baer oder Regisseur Claus Wischmann mit von der Partie – ihr seid damit also nicht im Kino allein.

Ab 11.04.2019
Freiburg – Friedrichsbau – am 14.04.2019 – 11:00 Uhr (Matinée)
Nürnberg – Cinecitta – Do + Mo um 18.15 Uhr, Fr + Di um 20:30 Uhr
Stuttgart – Atelier am Bollwerk – täglich im Wechsel 16:10 oder 17:50 Uhr

Ab 18.04.2019
Dortmund – Sweet Sixteen – täglich außer Mo. – am 25.05.2019 ist Martin Baer vor Ort im Rahmen der WorldPress Ausstellung
Karlsruhe – Schauburg – 18.04.2019 – 19:00 Uhr

Ab 25.04.2019
Berlin – Kant – 26.04.2019 – 18:00 Uhr | Sputnik
Hamburg – Studio – 27.04.2019 – Uhrzeit wird bekanntgegeben
Aachen – Apollo Kino & Bar – 27.04.2019 – 18:00 Uhr
Essen – Filmstudio – 28.04.2019 – 15:00 Uhr
Köln – Filmpalette – 28.04.2019 – 18:00 Uhr
Magdeburg – Studio – 24.04.2019 – Uhrzeit wird bekanntgegeben

Ab 2.05.2019
Gauting – Kino Breitwand – 30.04.2019 – 19:30 Uhr
München – City Kinos – 2.05.2019 – Uhrzeit wird bekanntgegeben

Ab 16.05.2019
Bochum – Casablanca – 19.05.2019 – 13:00 Uhr (Matinée)

Näheres zu diesen Vorstellungen und jeweils aktualisierte Termine könnt ihr dieser Website entnehmen!

Ich finde es wichtig und gut, dass man hier Präsenz zeigt und das Thema in den Medien und für die Bevölkerung aufgreift und gemeinsam erarbeitet: Denn keiner, wirklich keiner von allen, die auf diesem Planeten leben, kann sich den “Das geht mich nichts an”-Schuh anziehen. Wir hängen alle in vielfältiger Form da mit drin. Und Wissen bedeutet “Macht” – Macht über das eigene Leben. Es kann niemals schaden, etwas zu verstehen, mit dem man tagtäglich umgeben ist und womöglich selbst aktiv mitwirkt – und das trifft in den allermeisten Fällen zu 100% zu.

Hier geht’s also nicht mehr um “Ich hab da grad keine Lust zu”, und auch nicht um eine Empfehlung: Das hier ist eine Pflicht-“Schulstunde” fürs Leben, die jeder von euch einfach zu absolvieren hat.

Geht auf die Seite, sucht eure Stadt aus und fragt zusätzlich in euren Kinos, ob sie den Film bringen werden – das schafft Anreize, damit dieser Titel auch in vielen weiteren (kleinen) Kinos gezeigt werden kann. Und dann geht einfach da rein. Notfalls mehrfach.

.kinoticket-Empfehlung: Leidest du an einer Seh-Erkrankung oder bist gar blind? – Dann braucht dich der Film nicht weiter jucken.

Alle anderen sind betroffen und bekommen hier wieder einmal wunderschön aufgearbeitet ein komplexes Thema unterbreitet, das sich mit der Verantwortung, den Rechten und Pflichten auseinandersetzt, denen sich jeder tagtäglich stellen muss. Wie verhält es sich mit verschiedenen Dingen, die wir einfach so arglos in unseren Alltag einbauen – wie z.B. das “Selfie”?

Claus Wischmann und Martin Baer haben sich hingesetzt und etwas umfassend beleuchtet, wozu es mittlerweile eigentlich eines Studiums bedarf – euch hier aber kompakt in 88 Minuten Spielzeit vermittelt wird.

Dies ist keine Kür, sondern eine Pflichtstunde. Anwesenheit wird kontrolliert.

Nachspann
✅ Schaut es euch an – da wird das Ausmaß erstmal so richtig deutlich!

Kinostart: 11. April 2019

Original Title: Der illegale Film
Length: 88 Min.
Rated: FSK 12

Searching

Eines der überraschendsten Filmbeginne. Und eines der Machwerke, dem man seine Brillanz erst ansieht, wenn man sich ein wenig in der Materie auskennt.

IT-Leute tun das. Menschen des alltäglichen Lebens, die sich der Technik und fortschreitenden Entwicklung der Industrie nicht verschlossen haben. Was da für eine Arbeit und Produktplanung im Hintergrund vollzogen und durchorganisiert wurde, ist der helle Wahnsinn.

Das Prinzip solcher Filme hat es schon mal gegeben, aber noch niemals hat man es so perfekt, so alltagstauglich, so realistisch durchgezogen. Bis dahin, dass selbst im Hintergrund alles komplett stimmt. Und was da alles dazu notwendig war, um tatsächlich eine Umgebung zu schaffen, in der man das Geschehen des Films platzieren kann mit allen Eventualitäten und Dingen, an die selbst erfahrene Nutzer nicht denken, wenn sie über solche Gepflogenheiten nachdenken – mega!

Und jetzt kommt der Knaller: Ich hab das Ding schon lange vor Kinostart im Original gesehen und anschließend nochmal im Rahmen der Sneak Preview auf deutsch, und: Es wurde alles – wirklich alles (!!!) – perfekt übersetzt. Nicht nur die Screens und Inhalte, auf die der Film augenscheinlich Wert legt, sondern selbst irgendwelche Banner und Meldungen im Hintergrund hat man eingedeutscht.

Dieses digitale Biotop aufzubauen und durchzuorganisieren ist ein Heldenwerk, dass so sicher kaum einer wirklich zu schätzen weiß und es fasziniert mich heute noch immer.

Der nächste Punkt: Ich erlebte zum ersten Mal in der Filmgeschichte, dass Technik tatsächlich authentisch und wahr dargestellt und nicht komplett verteufelt wurde. Man zeigt, was möglich ist – und wo Grenzen liegen, an die auch erfahrene User nicht herankommen. Keine dummen Hacks, keine dämlichen “Tipp Tipp grüne Schrift auf schwarzem Bildschirm” und ein “Das haben wir gleich” tippel tippel und er ist drin, sondern die wahren, authentischen und realen Meldungen von Walls, die man ohne das richtige Passwort nicht durchbrechen kann. Monstermäßig!

Wo bitte hat man so fähige ITler auf einmal her, die dem Film eine Authentizität angedeihen lassen, dass jedes Technikerherz höher schlägt?

Dieser Realismus ist Granate! Und das sage nicht nur ich, sondern auch andere, deren täglich Brot durch Tastendrücken verdient wird.

Wer jetzt noch Kritik üben will, darf sich gern ein wenig über das vergleichsweise einfallslose “Ende” des Films aufregen, sollte dabei aber das Wörtchen “vergleichsweise” nicht übersehen, denn hier spielt sich alles auf enorm hohem Niveau ab, dem ich jeden Respekt zolle.

Und wer – ausnahmsweise, ich weiß, es kostet euch unfassbar viel Überwindung und Einsatz ^^ – einfach nur erstaunt sein möchte, dem bietet Searching allen Grund dafür.

.kinoticket-Empfehlung: ENDLICH hat es mal jemand in Hollywood geschafft, technische Revolutionen wahrheitsgetreu wiederzugeben und einzusetzen und dabei gleichzeitig noch den richtigen Wert dieser Technik zu offenbaren und sie nicht per se zu verteufeln.

Was man hier an Projektplanung und Hintergrundarbeit geleistet hat – bis ins allerkleinste Detail – ist verblüffend und sorgt für mächtig Furore in den Kennerkreisen. Man darf mit Fug und Recht behaupten: So einen Film wie diesen hat es noch nie gegeben!

Und ich würde es begrüßen, wenn man sich derlei Ehrlichkeiten technischer Güte auch in Zukunft annehmen würde.

Nachspann
❌ liefert genügend Zeit, um über seine eigenen Onlinegewohnheiten nachzudenken, wartet aber nicht mehr mit Material auf.

Kinostart: 20. September 2018

Original Title: Searching
Length: 102 Min.
Rated: FSK 12 | PG-13

The Cleaners

Dieses Mal ist es ganz einfach: Beantworte folgende Fragen. Falls du bei einem (oder mehreren) Punkten mit “ja” antwortest, dann ist dieser Film für dich Pflicht!

  • Hast du ein Smartphone?
  • Bist du bei Facebook registriert?
  • Nutzt du Twitter?
  • Schaust du hin und wieder (oder regelmäßig) auf YouTube Videos?
  • Nutzt du Instagram?
  • Nutzt du generell soziale Netzwerke?
  • Folgst du auf irgendeiner Plattform Freunden?
  • Hast du dir Ausschnitte eines Lebens schon mal in einer Timeline oder Wall angesehen?
  • Kennst du Menschen, die soziale Netzwerke nutzen?
  • Hast du vom Datenskandal auf Facebook gehört?
  • Hast du schon mal etwas von der Einflussnahme sozialer Netzwerke auf unsere Gesellschaft gehört?
  • Kennst du den Namen “Mark Zuckerberg“?
  • Sagt dir Google etwas und nutzt du deren Online-Angebote manchmal?

Solltest du eine dieser Fragen da oben mit “ja” beantworten, dann stehst du in der Pflicht! Dann bist du mit verantwortlich! Dann bist du Teil von etwas, das der Menschheit längst über den Kopf hinausgewachsen ist – ein entfesseltes Monster, dass es wieder zu bändigen gilt!

In den letzten Tagen und Wochen ist ein Konstrukt durch die Medien gegeistert, von dem diejenigen, die sich nicht aktiv mit Medien, IT und der Macht dahinter beschäftigt haben, vielleicht nicht viel verstanden haben.

Wieder einmal gilt nämlich: Worin Politik, Medien und öffentliche Personen glorreich versagt haben, obsiegt einmal mehr die Leinwand, indem sie eine Filmproduktion zulässt, die jedem Menschen diese Dinge beispielhaft und einleuchtend erklärt.

Es geht um ein Phänomen, von dem kaum einer etwas mitkriegt, weil diesen Personen unfassbare Bürden aufgelegt werden – wie die, über ihre Tätigkeiten schweigen zu müssen … was nun mutige Filmemacher recherchiert und enthüllt haben: Die schmutzige Dreckwäsche der Communities, in denen wir alle uns mehr oder weniger täglich rumtreiben und von dem Gebaren vordergründig kaum etwas mitkriegen.

The Cleaners heißt zu Deutsch: “Die Säuberer” – und dieses Wort allein löst schon eine schmutzige Affirmation aus: Ethnische Säuberungen, brutale Aktionen, Etwas, wo man am liebsten schnell wegschauen möchte, weil es mit Sicherheit irgendetwas Ekelhaftes im Hintergrund birgt.

Dieses Ekelhafte ist der Mensch. Das, was Menschen tagtäglich auf sozialen Plattformen hochladen, was von Facebook sozialgenormt als “hatespeech entfernen” in den Medien salonfähig gemacht wurde. Was so “normal” und wie eine gesellschaftliche Pflicht klingt, ist in Wirklichkeit ein hässliches Geschäft, dass auf dem Rücken weniger ausgetragen wird und enorme Risiken birgt, die eine Grundsatzdiskussion auslösen MÜSSEN!

Leute, um diese Pflicht können und dürfen wir uns nicht mehr drücken: Die Inhalte dieses Films MÜSSEN in den Medien und der Öffentlichkeit, in Schulen, Universitäten diskutiert werden, ja – dieser Film sollte zur Pflichtlektüre werden, bevor man sich als Anwender jemals an ein Smartphone setzen und dieses benutzen darf.

Ich appelliere hier ganz stark an die öffentlich-rechtlichen Medien, von ihrer Reichweite und Gebührenstärke unabhängig von der Quote Gebrauch zu machen und diesen Film breitflächig durch das Programm zu jagen – wieder und wieder – und all diejenigen zu erreichen, die es bislang noch nicht in den Kinos gesehen haben, solange der Film dort läuft.

Diese Botschaft hat nichts mehr damit zu tun, dass jemand hier Geld verdienen will oder man einfach nur “eine Geschichte” erzählt, diese Botschaft grenzt von ihrer Wichtigkeit her an die Grundprinzipien des Menschen, deckt Abgründe auf, in die wir uns alle mit Scheuklappen verrennen und elendig darin zugrunde gehen, sofern wir uns nicht aktiv diesem Thema annehmen und uns alle endlich darüber klar werden, was da eigentlich im Hintergrund gespielt wird – und wieso!

Das hat auch nichts mehr mit “Facebook” allein zu tun oder mit sozialen Netzwerken. Selbst wenn du kein Handy hast, kein Account auf dem Blauen Riesen besitzt, dich vehement dagegen weigerst, ein Smartphone zu besitzen und zu bedienen, aber deine Freunde oder Familie tut es: Deine Pflicht ist hier genauso, sie mit diesem Film zu konfrontieren und zur allgemeinen Debatte beizutragen, damit endlich Aufklärung in diese dunklen Bereiche kommt und die Menschen wissen, WAS sie da in den Händen halten.

Hier gehört Schulung her, hier gehören Menschen her, die mit klugen Gedanken eine Gesellschaft unterrichten und die Kompetenz in jedem einzelnen herstellen, der bereits ein Smartphone besitzt und diese Netzwerke ständig nutzt.

Die jahrelang versäumten Informationen, die aus dem “Was ist das überhaupt? Das braucht doch kein Mensch” ein Medium entwickelt haben, von dem heute viele süchtig sind und ohne das viele nicht mehr leben können, gehören endlich in die breite Öffentlichkeit, damit jeder, der dort drin agiert, endlich selbstbestimmt und verantwortungsbewusst postet und derartige Aktionen nicht mehr in den digitalen Hinterzimmern durchgeführt werden müssen, sondern endlich transparent und vom Bürger verständlich in die Primetime von ARD und ZDF gespült werden, damit diejenigen, die zu dem Zeitpunkt nicht schauen, spätestens in die Wiederholungen in den Dritten reinschalten, weil es vom Ersten in einer Primetime ausgestrahlt wurde und daher wichtig sein muss!

Letztendlich liegt die Verantwortung nämlich allein bei uns – den Anwendern – die ihr Verhalten und ihre Sichtweise mit eigenen Gedanken bespielen müssen, damit nicht mehr das Netz das alleinige Medium bleibt, dem man Glauben schenkt, sondern das eigene Hirn das zentrale Organ wird, mit dem ein objektives Bild hergestellt wird und manche (viele?) Dinge vorerst in Frage gestellt werden.

Und bevor jetzt der ein oder andere Angst kriegt, dass dies wieder so eine aufmerksamkeitsheischende Hetzjagd auf soziale Netzwerke wird: Dies ist es nicht. Dieser Film versteht sehr gut die Bedürfnisse und zeigt genauso auf, wie wichtig diese digitalen Einrichtungen sind. Hier werden keine Pauschalurteile gesprochen, sondern immens wichtige Punkte angerissen und Dinge aufgezeigt, die zum Alltag (!) dieser Netzwerke gehören und die einfach nicht länger ignoriert werden dürfen!

.kinoticket-Empfehlung: Der Film feierte im Rahmen des DOK.fest in München seine Deutschlandpremiere und startet am 17. Mai 2018 regulär in den Kinos.

Seit diesem Zeitpunkt kann niemand mehr behaupten, er “habe ja nichts davon gewusst”, sondern es gehört zu eurer bürgerlichen Pflicht, diesen Stoff zu konsumieren und zu verstehen – und lautstark dafür zu protestieren, dass diese Diskussion endlich von den Medien sachlich aufgegriffen wird, in Schulen und Universitäten verbreitet und flächendeckend die Menschen darauf aufmerksam gemacht werden, wie wir alle in Zukunft mit so etwas umgehen müssen.

Die Zeit des Wegsehens ist vorbei und Ausreden gelten dabei auch nicht: Wer sich den Eintritt ins Kino nicht leisten kann, für den werden TV-Ausstrahlungen zur Verfügung stehen, wo er sich spätestens darüber in Kenntnis setzen kann, was dieser Film zu berichten hat.

Und ja, hier ist nichts gefaked, sondern es ist ein Enthüllungsfilm, der unter enorm schwierigen Voraussetzungen gedreht wurde und bei dem einige Menschen ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um uns an diese Informationen gelangen zu lassen. Also zollt ihnen gefälligst den Respekt dafür, den sie verdient haben!

Ich weiß: Die Konkurrenz diese Woche ist riesig – aber die Message dieses Dokumentarfilms ist um Welten wichtiger!

Nachspann
❌ Raus zu den anderen und darüber reden! Tauscht euch darüber aus. Diskutiert auf den Schulhöfen, in den Klassen, mit euren Lehrern, in Apple-Stores und Handyverkaufsgeschäften. Auf der Straße. Einfach überall darüber, was hier abgeht. Den Nachspann braucht ihr dafür nicht abwarten.

Kinostart: 17. Mai 2018

Original Title: The Cleaners
Length: 85 Min.
Rated: FSK 16

Und das sagen andere zu diesem immens wichtigen Film:
Programmkino.de: https://www.programmkino.de/content/Filmkritiken/the-cleaners/
ARD-Sendung Stilbruch: http://www.ardmediathek.de/tv/Stilbruch/The-Cleaners-Doku-über-die-digitale-/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3914800&documentId=49763856
Variety.com: http://variety.com/2018/film/reviews/the-cleaners-review-1202673932/ (englisch)
Puls im BR: https://www.br.de/puls/themen/popkultur/interview-macher-the-cleaners-100.html


Userstimmen: Wenn ihr auch in diesem Beitrag gelistet und verlinkt werden möchtet, schreibt einfach eine kurze E-Mail mit eurem Blog/Artikel und einem Link dazu an meine E-Mail benjamin@directbox.com – ich werde eure Beiträge sichten und gerne mit einpflegen. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich so viele Menschen wie möglich mit diesem Thema auseinandersetzen und wir denjenigen Gehör verschaffen, die so etwas im Namen dieser Konzerne durchleiden müssen.

Gerne freue ich mich auch über Backlinks: Let’s spread the world!

Bailey – Ein Freund fürs Leben

Ouway, ich höre sie schon – die Bombe. Den Weltuntergang. Den wütenden Mob, der auf mich zurast, nur weil der Titel im Zuge meines Blogs auch auf Facebook auftaucht und man ja sogar davor gewarnt hat, diesen Film zu sichten.
Ja, ich habe eine Pressevorführungseinladung bekommen und musste an diesem Termin leider meinem Geldverdienerjob nachgehen, weshalb ich diese Chance nicht wahrnehmen konnte, sonst hätte ich die Macher zu gerne persönlich mit den Vorwürfen konfrontiert und sie gefragt, was da jetzt nun Sache ist.
Und die Tatsache, dass ich hier und heute darüber schreibe, löst bei vielen sicherlich schon pure Empörung und Hass oder dergleichen aus, weswegen ich an dieser Stelle eine intensive Bitte habe:
Ja, ich weiß, ihr alle seid extreme Tierfreunde. Ich sogar so sehr, dass ich einem Job nachgehe, bei dem man fast täglich mit Tieren zu tun hat in einer Umgebung, die tatsächlich so malerisch und unberührt ist, wie man es sich auf vielen Milchverpackungen und anderen “Verpackungslügenbildern” vorstellt.
Die glücklich weidenden Kühe auf der Alm mit viel Platz, jeder Menge Frischluft und natürlichem Gras, die sozusagen den ganzen Sommer über keinen Stall von innen sehen und ihr Leben zwischen freilaufenden Hasen, Hennen, Eseln, Katzen und anderem Getier verbringen, existieren direkt in meiner Arbeitsstätte und erfreuen sich bester Gesundheit und verbringen ihr Leben in großem Glück.
Und ich liebe diese Form von Natürlichkeit und Tierliebe so über alle Maßen, dass ich meinen Fanatismus bezüglich des Kinos dem Treiben auf den Bergen hinten an stelle und mich in erster Linie um die Arbeit bemühe und dann erst dem Vergnügen Film die Bühne biete.
Ich selbst war stolzer Besitzer einer Katze, die nach unzähligen glücklichen Stunden und extrem viel Zeit, Schmuserei und jeder Menge Abenteuer nach einem sehr langen Leben in hohem Alter friedlich entschlafen ist und mich immer daran erinnert, wer von beiden Spezies der Treue, Zuverlässige und Liebende ist: Nicht der Mensch, sondern das Tier.
Im Zuge dessen kann ich all die empörten Verbreitungen von Tierquälermaterial auf Facebook nicht verstehen – Leute, die Videos posten, mit den Überschriften: “Wer macht sowas?” und dann clickbait-Challenges Starten, um mit ihren voyeuristischen Videos möglichst viele Zugriffe auf Facebook zu erlangen, während sie selbst diejenigen sind, die diese Gräueltaten weiterverbreiten und damit den Tierquälern eine kostenlose Plattform bieten und mit ihrem Sharen dafür sorgen, dass genau diese Quälerei immer mehr Zulauf bekommt und von möglichst vielen Menschen gaffend konsumiert wird.
Genau, wie es bei ISIS-Enthauptungsvideos das beste ist, diesen kranken Schwachsinn gar nicht erst anzuklicken, sondern ihn einfach im Sande verlaufen zu lassen, genauso sollte man die Finger (oder den Mauszeiger) von Tierquälervideos lassen, denn DU bist es, der diesen Tierschändern die Kohle in den Rachen wirft, indem du diese Videos schaust, verbreitest und dafür sorgst, dass die Werbeeinnahmen in den Taschen der Tierquäler landen.
Eigentlich müsste schlussfolgernd jeder, der so ein Video teilt, in seinem Profil die Zwangsaufschrift stehen haben: “Ich unterstütze Tierquäler und verbreite solches Material weiter und verhelfe ihnen so zu mehr Geld.”
Aus diesem Grunde schaue ich mir so einen Schwachsinn gar nicht erst an.
Die zusammengeschnittenen Clips von Bailey – Ein Freund fürs Leben, wo ein Hund laut den Beschreibungen gequält worden ist, habe ich mir angeschaut.
Weil ich nicht persönlich unreflektiert über etwas schreiben möchte, dass tatsächlich mit solchen Handlungen verbunden ist.
Weil ich als Blogger und “öffentliche Stimme” eine “Verantwortung” gegenüber anderen habe, und auf meiner Seite ein Statement abgeben kann, dass andere Menschen aktiv beeinflussen kann und ich daher nicht einfach nur irgendwas wild zusammengeflicktes glauben kann, sondern die Sache untersuchen muss, bevor ich mich darüber äußere.
Und darum meine Bitte: Eure tief aus dem Herzen entspringende Empörung und Wut kann ich so sehr nachvollziehen, dass euch die Galle übergeht, weil man niemals ein Tier schlagen, schubsen, treten oder zu Dingen zwingen sollte, die es nicht freiwillig möchte. Ich kann euren Hass verstehen und bitte euch deshalb darum: Holt kurz Luft, lest erst bis zum Schluss – und zwar so besonnen und ruhig, dass ihr einzelne Wörter nicht überlest und damit evtl. die Bedeutung eines Satzes ins Gegenteil verkehrt, stellt Fragen, nutzt die Kommentare und lest vor allem bis zum Schluss, bevor ihr wütend anfangt, andere zu bashen.
Ich habe das Un-Talent, die Dinge nicht gleich im ersten Satzteil auf den Punkt zu bringen und brauche für meine Ausführungen oftmals eine kleine Weile, um das zu sagen, was ich wirklich sagen will. Wer also gleich beim ersten Abschnitt Hassgefühle auf mich entwickelt, liegt damit sicherlich absolut daneben und hasst mich für Dinge, die so gar nicht sind.
Klar soweit? Dann mal los: Fakten sammeln.
Im Tierquäler-Clip werden Ausschnitte gezeigt und die Frage, ob es hier tatsächlich um die Kulisse des Films geht, war für mich zum Zeitpunkt des Schauens des Clips nicht ersichtlich, da nirgendwo in dem Clip ein Logo oder ähnliches zu finden war, dass tatsächlich auf diesen Film hinweist. Man kann nur vermuten – und so etwas ist schon mal sehr gefährlich.
Man sieht einen Hund, der unsanft ins Wasser gestoßen wird, (ich vermeide an dieser Stelle mal das Wort “panisch”) versucht, dem Becken wieder zu entkommen und schlussendlich doch im Becken landet.
In diversen Weiterverbreitungen wird von “kämpft um Leben und Tod”, “weiß jemand, ob der das überhaupt überlebt hat” etc. berichtet, was meines Erachtens völlig aus der Luft gegriffen ist, da Hunde bekanntermaßen schwimmen können und man auch deutlich erkennt, dass dieses Tier zum Schluss nicht verendet irgendwo im Straßengraben oder einer Mülltonne liegt.
Das bedeutet nicht, dass ich die Handhabe in dem Clip dem Tier gegenüber gutheiße, sondern nur, dass man nüchtern betrachtet ein wenig übertreibt, wenn man hier von “dem Tod nahe” erzählt.
Hier malt sich der Facebook-User gerne mal die irrsten Horror-Stories aus und übertreibt dann mit dem “Stille Post”-Prinzip mal Dinge in eine Richtung, die nichts mehr mit “aufdecken” zu tun haben, sondern schier in abstruse Richtungen abdriften.
Fakt ist (und Fakten sind das einzige, was zählt): Ich persönlich war zu dem Zeitpunkt nicht dabei und kann daher keine Aussage darüber treffen, ob es sich a) tatsächlich um den Filmhund handelt und b) ob er gequält wurde oder das Gezeigte in einem völlig anderen Zusammenhang steht. Und ich gehe mal davon aus, dass der Großteil der “Boykottiert diesen Film”-Meute auch nicht persönlich vor Ort war und daher genauso nur Vermutungen äußern kann, die auf keinerlei Grundlage basieren und daher fragwürdig ist, wie man mit dem Thema nun umzugehen hat.
Eben dies war einer der Hauptgründe, weshalb ich den Film nun erst recht sehen wollte, um herauszufinden, ob diese Szenen, die man sich dann mit viel Fantasie in den Film rein interpretieren muss, dann auch tatsächlich so vorkommen.
Und ja, ich habe im Film das “Becken” entdeckt, in dem diese Form der “Wellen” und “Sprudler” zu sehen war, was ich jetzt zwar nicht 1:1 vergleichen konnte, da Kino und ich den Film nicht stoppen kann, um dann den Clip mitlaufen zu lassen, aber eine Ähnlichkeit aus dem Gedächtnis war tatsächlich vorhanden.
Also kann ich mich auch nur wieder auf die Suche nach Leuten machen, die ebenfalls darüber schreiben, was für mich wieder keine hundertprozentigen Aussagen sind, da auch hier wieder die Frage gestellt werden muss: Wer schreibt für wen? Wer bezahlt die Miete für den Schreiber etc. pp…
… und an dieser Stelle bin ich mal heilfroh, dass ich eben KEINEN Sponsor habe und hier tatsächlich völlig unabhängig über die Dinge berichten kann, da mir niemand von den Großen in die Suppe spucken oder mich zur Rechenschaft ziehen kann – auch die Presse nicht.
Die Vermutungen, dass ich mich hab kaufen lassen, weil ich nicht von vornherein auf den “Ich hasse den Film”-Zug aufspringe, könnt ihr euch deshalb also gerne stecken. Im Gegenteil: Ich bin stolz darauf, wirklich unabhängig zu sein, weil mich das Blog und die Arbeit dahinter ausschließlich kostet und mir keinen einzigen Cent einbringt!
Im Rahmen dessen möchte ich gerne mal auf einen Bericht von Filmstarts hinweisen, der sehr interessant zu lesen ist und mit dem gleichen Enthusiasmus auf Facebook geteilt werden sollte:
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18510340.html
Dort ist die Rede von der AHA, also der American Humane Association, die dafür da ist, dass genau diese Dinge nicht passieren und die bei jedem Dreh permanent vor Ort ist, um auszuschließen, das zum Vergnügen des Menschen Tiere in irgendeiner Weise gequält oder misshandelt werden.
Ist laut denen alles in Ordnung, wird im Nachspann der berühmte Satz “No Animals were harmed” gezeigt, der auch bei Bailey – Ein Freund fürs Leben im Abspann am Schluss zu lesen war.
Fakt: Jeder, der behauptet, dort wäre ein Hund so gequält worden, dass er dem Tode nahe kam, zweifelt damit auch automatisch die Seriösität der AHA an, deren Aufgabe es ist, sich darum zu kümmern, dass Tiere nicht für filmische Zwecke misshandelt werden.
Dies müsste jetzt also eine Grundsatzdiskussion auslösen, die die Existenzberechtigung dieser Vereinigung infrage stellt – nur lese ich darüber kein Sterbenswort, sondern höre nur die wild um sich schlagenden “Tierschützer”, die alle den armen Hund lieben und die Produzenten so sehr hassen.
Auf welcher Grundlage?
Desweiteren ist im Text von Filmstarts die Rede davon, dass der Hund im zweiten Teil des Clips sofort aus dem Wasser geholt und gewärmt wurde und Hercules (so heißt der Süße) extra ausgewählt wurde wegen seiner Vorliebe zu Wasser.
Desweiteren sind viele weitere Dinge beschrieben worden, über die ich jetzt auch persönlich keine Aussage zu richtig oder falsch treffen kann, jedoch wäre ein Versagen der AHA gleichbedeutend damit, zu sagen, das TÜV-Siegel bei Autos hätte keinerlei Bedeutung mehr, weil die die Autos nicht richtig kontrollieren. Und damit müsste man konsequenterweise alles in Frage stellen und dürfte niemandem mehr glauben. Und alles wegen etwas Wasser und einem Hund in einem unscharfen Video in einem offensichtlich zusammengeschnittenen Clip, der wieder vieles aus dem Zusammenhang reißt.
Und genau da sehe ich viele Probleme.
 
Das Tomatenbeispiel
Jeder hat sicherlich schon mal davon gehört, dass im Strunk einer Tomate Blausäure enthalten ist, die bekanntlich giftig für den Menschen ist und daher besser entfernt werden sollte, weil man sich sonst vergiftet, wenn man Tomaten roh isst.
Hier haben wir jetzt das gleiche Problem: Es steht ein Fakt im Raum (“In der Tomate im Strunk ist Blausäure, die giftig ist”), der richtig ist und sicherlich auch wissenschaftlich nachgewiesen werden kann und wurde.
Soweit, so gut. Dann beginnt das Nachdenken und Nutzen des Hirns, bei dem die meisten Menschen aussteigen und es einfach bei der “Horrormeldung” belassen, denn das ist ja einfacher.
Fakt 2 im Raum: Blausäure ist für den Menschen schädlich ab einer Menge von 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
In meinem Fall mit ca. 85 kg Körpergewicht bedeutet das eine Menge von 85 mg Blausäure pro Tag, die ich zu mir nehmen müsste, um gesundheitliche Schäden zu erleiden.
Grob gerechnet enthalten 1000 (eintausend!) Kilogramm rohe Tomaten 1,6 mg Blausäure.
Dreisatz:
1000 kg / 1,6 = 625 kg Tomaten enthalten 1 mg Blausäure.
625 kg Tomaten * 85 mg notwendige Blausäure ergibt ein Tagessoll von 53125 kg rohen Tomaten, die ich täglich verzehren müsste, um von Blausäure vergiftet zu werden.
Um dieser Aussage von oben (“In Tomatenstrunks ist Blausäure, von der du vergiftet wirst”) also Wahrheit beipflichten zu können, muss die Grundlage gewährleistet sein, dass ich als Mensch täglich (!) dreiundfünfzigtausendeinhundertfünfundzwanzig Kilogramm rohe Tomaten zu mir nehme!!!
Na, wie wahrscheinlich ist das?
Ihr seht – die Aussage ist ein Phänomen, dass im Internet rumgeistert und immer wieder auf erfreute Verschwörungstheoretiker stößt, die das weiter verbreiten und Angst und Schrecken schüren. Und wie sinnvoll ist das?
Es ist ABSURD sich mit Tomaten zu vergiften, weil bei dieser Menge ein Mechanismus einsetzt, der dich erbrechen lässt, weil allein der Magen physikalisch schon absolut nicht in der Lage ist, diese Menge an Tomaten überhaupt zu fassen und zu verdauen. Auf Deutsch: es ist UNMÖGLICH an Blausäurevergiftung zu verrecken, nur weil man den Strunk nicht entfernt hat.
Und obwohl diese Aussage nachweisbar ist, ist sie hinfällig, weil es keinerlei Bedeutung hat und im Zusammenhang MIT Nachdenken dazu führt, dass es lächerlich ist, solche Behauptungen aufzustellen.
 
Zurück zum Hund
Ich weiß selbst, dass dieser Vergleich hinkt und vielleicht nicht die beste Methode ist, um hier Aufklärung zu betreiben. Ich möchte nur zeigen, dass es wahnsinnig ist, wenn man sich hinsetzt, auf Facebook einen Clip anschaut und aufgrund von wirren Behauptungen Dinge verbreitet, von denen man auf deutsch gesagt keine Ahnung hat.
Denn konsequenterweise hieße das, dass Hunde als Haustiere absolut verboten gehören, denn Tiere leben in Freiheit und sind nicht für den Menschen geschaffen.
Was ist mit den Hundehalsbändern mit Spikes nach innen? Was ist mit Elektroschocktherapie? Was ist mit Hundeschulen? Erziehung von Hunden? Dingen, die fast jeder Hundebesitzer völlig selbstverständlich macht und die für die Tiere im Ursprungsgedanken genauso unnatürlich sind?
Die sind in meinen Augen viel schlimmer, als ein Tier ins Wasser zu schmeißen. Ja, es ist nicht in Ordnung – aber im Zusammenhang einfach nur “nicht die feine englische Art” und hat nichts mit Tötung oder Quälerei zu tun.
Und nochmal: lest euch den Text auf Filmstarts durch – und dann nochmal. Und lasst es euch auf der Zunge zergehen.
Dem Tier geht es gut. Die Handhabe wurde kritisiert, jedoch wurde kein unwürdiges Verhalten gegenüber dem Tier festgestellt und keinerlei Quälerei nachgewiesen. Die ärztliche Untersuchung des Hundes hat seine völlige Gesundheit ergeben.
Die Macher haben die Pressevorführungen abgesagt, die Weltpremiere abgesagt und somit ihre ganze Arbeit niedergelegt und den Erfolg des Films selbst vernichtet – war das im Interesse des Regisseurs, wenn den das Wohl des Tieres nicht kümmern würde?
 
Was ist denn nun mit dem Film selbst?
Kommen wir also nun mal zu dem bei diesem Thema eigentlich langweiligen Part: Dem Film selbst.
Ich fand ihn mittelmäßig. Er soll den Bezug von Mensch und Tier herstellen, die Liebe und Hingezogenheit von Tieren gegenüber ihren Besitzern unterstreichen und er tut dies mittelmäßig. Für mich war der Plot eher halbgar, die Darstellungen zu gestellt, und die Symmetrie in den Erzählsträngen zu asynchron.
Die Szenen – gerade, die beanstandete Szene – wirkte so herausgerissen und eigentlich völlig überflüssig im Film, dass man sich das gerne hätte schenken können und dem Tier alles ersparen und die Bauchschmerzen im Kinosaal ob dieser ganzen Vorwürfe, waren am Schluss mehr als gerechtfertigt, weil ich keinerlei Bereicherung darin gefunden habe, die dieser Film jetzt an die Welt gibt.
Er ist einfach mal da, wirft einige Dinge in den Raum und wartet nicht mit absonderlichen Neuheiten oder intelligenten Geniestreichen auf, sondern plätschert vor sich hin und erzählt eine Geschichte, die man auch dem Trailer entnehmen könnte.
 

.kinoticket-Empfehlung: Von daher geht nicht nicht in diesen Film, weil ihr ihn wegen Tierquälerei boykottieren wollt, sondern geht nicht rein, weil er nicht wirklich toll ist und man sich im Kino wirklich besseres vorstellen kann als diese 0815-Story mit klischeehaftem Ende und fehlender Euphorie.
Und wenn ihr wirklich etwas gegen Tierquälerei tun wollt, dann hört auf, solche Bilder und Videos zu verbreiten und kümmert euch lieber persönlich um die artgerechte Haltung eines Tieres. Denn dann geht es einem einzigen Tier nämlich richtig gut: eurem.
Denkt mal drüber nach.

 
Nachspann
Der Film hört irgendwie abgehackt auf und bringt es auch nach dem Lauftext nicht zu einem befriedigenden Abschluss.
 
P.S. Und um noch mit einem Vorurteil zu brechen, ich hätte diesen Film jetzt finanziell unterstützt:
Ich zahle im Jahr eine Pauschale von 399,- € für eine Flatrate, die mir erlaubt, in jeden Film zu schlendern ohne auch nur einen weiteren Cent in die Hand zu nehmen.
Bei ca. 300 Vorstellungen jährlich bedeutet dies ein Filmdurchschnittspreis von 1,33 € pro Film. Da ich die 399,- € aber so oder so zahle und es EGAL ist, in welchen Film ich nun gehe oder nicht (ich könnte mir also auch 1000 oder 4000 oder 40.000 Filme ansehen, wenn es die Zeit zuließe), messe ich dem keinerlei weitere Bedeutung bei. Das Kino bekommt also keine explizite Zahlung durch mich.
Und Pressevorführungen kosten mich absolut nichts außer die An- und Abreisekosten (die bei der Deutschen Bahn und der MVG landen) und etwas meiner freien Zeit. Auch hier fließt also keinerlei Kohle zu irgendwelchen Produzenten.
Für weitere Fragen und Ungereimtheiten eurerseits stehe ich in den Kommentaren gerne zur Verfügung.

Snowden

“Oh mein Gott, die müssen echt alles verfilmen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.” … könnte ein Ausspruch jemandes sein, der den Trailer von Snowden zu Gesicht kriegt.
Ehrlich gesagt ist mir das auch durch den Schädel gegeistert, denn so wirklich überzeugend kam die Vorschau nämlich nicht rüber und gepackt hat mich das Thema schon gar nicht.
Mit ein wenig Verbitterung starrte ich also den Titel in der Sneak Preview an und harrte der Dinge, die mich überraschen sollten.
Ein klein wenig schauspielerische Enttäuschung blieb während dem Streifen nicht aus, obwohl hier und da wirklich überragend gut mit den Dialogen gearbeitet wurde, jedoch überzeugte “Snowden” mit seinem Charakter irgendwie nicht wirklich. Man kann hier zwar nicht von einer klassischen Fehlbesetzung sprechen, aber auf den Leib geschneidert ist Joseph Gordon-Levitt die Rolle mal definitiv nicht.
Dafür packt einen die Geschichte um so mehr, egal, wieviel man damals in den Medien mitgekriegt hat. Das hier führt einen nochmal weit mehr hinter die Kulissen dieser ganzen Enthüllungen und zeigt Entwicklungen und mögliche Zusammenhänge in einem ungekannten Ausmaß auf, dass einem als Zuschauer, wenn man zwischen den Zeilen liest, durchaus schlecht werden kann.
Kein Wunder also, dass man sich als Studio nicht unbedingt um den Titel riss, um in der unbarmherzigen Kapitalwelt nicht komplett vor die Hunde zu gehen. Denn der Stoff ist wieder derart harter Tobak, dass The Big Short einen kleinen, durchaus sehenswerten Bruder bekommt, den man sich als Außenseiter solcher Themen zügigst anschauen sollte.
Oder um es anders zu formulieren: Wenn man nach diesem Streifen weiterhin feuchtfröhlich seine allabendlichen Partyfotos auf Facebook postet, hat man wirklich rein gar nichts verstanden. Und genau deshalb sollten sich gerade die Menschen, die beabsichtigen, auch weiterhin den halben Tag kopfüber gebeugt über ihrem Smartphone zu verbringen, schleunigst ans Werk setzen und sich die Inhalte dieser ich möchte fast sagen “Reportage” ins Hirn pflastern – um endlich zu verstehen, was genau sie da in den Händen halten und wie sie am besten damit umgehen.
Der Ansatz “Ich schau mir den Film nicht an, ich will weiterhin unbekümmert am Smartphone spielen” ist hier nämlich genau der Falsche – obgleich dies durchaus passieren könnte, dass sich nach dem Einflößen dieses Wissens so mancher dazu entschließen könnte, künftig vollumfänglich auf derartige Technik zu verzichten.
Ehrlich gesagt war dies eine durchaus ernstzunehmende Alternative für mich, diese Rezension hier die letzte seiner Art werden zu lassen, um die faktische Bedeutsamkeit dieses Films zu unterstreichen – und danach vergnügt von dannen zu ziehen und ein Leben abseits dieses Wahnsinns zu verbringen.
Von daher kann ich gar nicht genug unterstreichen, wie wichtig es ist, dass sich die breite Bevölkerung mit genau diesem Film und Thema auseinandersetzt und begreift, worum es hier wirklich geht. Und das bringt der Film sehr gut rüber. Die schlechte Schauspielerei ist eher noch ein Verstärken des Faustschlags in den Magen, denn das zeigt nur um so mehr auf, dass es hier nicht um Entertainment, sondern Wissensvermittlung ging – und Wissen ist bekanntlich Macht.
Hollywood serviert uns diese Macht auf einem Silbertablett und lässt den Zuschauer entscheiden, was er damit anstellt. Diese Chance würde ich mir an eurer Stelle auf gar keinen Fall entgehen lassen – also …
 

.kinoticket-Empfehlung: … geht schleunigst und zahlreich in diesen Film, allein schon um zu proklamieren, dass ihr mit derlei Aktivitäten und politischen Machenschaften nicht einverstanden seid, denn genau das zeugt öffentlich von der Meinung des Privatbürgers, der bei so mancher Wahl oftmals fälschlicherweise meint, keine Stimme zu haben.
Ihr habt eine. Und die ist wichtig. Verdammt wichtig. Hier wird euch gezeigt, was sich hinter den Kulissen des Lebens abspielt und für mich ist es ehrlich gesagt verwunderlich, dass in der kapitalorientierten Welt etwas derartiges überhaupt den Weg auf die Leinwand gefunden hat – dafür meinen tiefen Respekt und höchste Anerkennung.
Und nun Abflug ins Kino und .kinoticket lösen für Snowden.

 
Nachspann
erfordert allerhöchste Aufmerksamkeit, denn hier verbergen sich dermaßen viele, wichtige Dinge, dass man gut daran tut, seine Augen auf die Leinwand zu tackern und sich unter keinen Umständen von irgendwem ablenken zu lassen.

Unfriend

Wer mich kennt, weiß: Ich liebe guten Horror. Und was hab ich bei Unknown User geschwärmt, als man uns brühwarm ein neues Genre auf den Tisch gepackt hat, das Horror anreißt und dabei die moderne Technologie nicht außer acht lässt.

Endlich mal ein Film, der das Erlebte wahr sein lassen könnte, den halbwegs gebildeten Zuschauer nicht stumpf vor den Kopf stößt und mit Intellekt und durchaus gruseligen Szenen, vor allem aber mit sympathischen Darstellern den Weg in die Herzen der Horrorliebhaber findet.

Unfriend ist nun die deutsche (!) Antwort darauf und damit das komplette Gegenteil: Der Hass keimte bei mir schon während des Trailers hoch und mir war klar, dass dieser Versuch einfach nur ein Schuss in den Ofen sein kann – und was soll ich sagen: Meine Vermutungen hatten Recht! Leider.

Wir kopieren (ja, kopieren!) nun einfach die grandiose Idee aus dem oben genannten Meisterwerk und stülpen die große Kugel der Massenverblödung darüber, schütteln alles einmal kräftig durch, öffnen die Kugel und entlassen danach noch jeglichen Sinn… und fertig ist Unfriend.

Gibt es Gründe, weshalb die Darsteller so handeln, wie sie tun? Nein.

Ergibt es Sinn, was sich da auf den Monitoren abspielt? Nein.

Hat der Rest irgendeinen tieferen Sinn, der vielleicht sogar ethisch erziehend oder dergleichen wirkt? Nein.

Hier handelt es sich um billigsten Horror unterster Schublade, der das Wort “Facebook” aufgreift und somit auf gezielten Massenfang gehen will, denn wer ist dort denn nicht registriert und somit interessiert am Geschehen im Film?

Die Pseudomoral desselben ist genauso fragwürdig wie die Story: Kommt es denn wirklich auf die Größe einer Zahl an einer bestimmten Stelle im Internet im Leben an?

Das Problem dabei ist: In Unknown User haben diese Effekte tatsächlich funktioniert, denn die große Show wurde dort nicht schlecht inszeniert, sondern tatsächlich meisterhaft durchdacht und bis zum Schluss logisch zusammengesetzt. Nicht so hier: Der Grund, weshalb man dieses und jenes tun oder lassen sollte, ist völlig an den Haaren herbeigezogen und ein feister Schlag in die Fresse eines jeden Online-Gängers.

Nicht nur Programmierer dürften sich hier verarscht vorkommen, sondern auch ganz normale Menschen, die zwischenmenschliche Beziehungen pflegen. Getreu dem stereotypischen Darstellen des bösen Internets in den Medien: Wo gesurft wird, ist alles düster, dunkel, unheilvoll und natürlich böse. Gefundenes Fressen für RTL und die öffentlich-rechtlichen Sender, wieder einmal über das Internet herzuziehen und alles pro forma schlecht zu machen, da dort das reinste Übel wartet und die Kundschaft bis zum Tode getrieben wird.

Und die Moral von der Geschicht’: Gehst du ins Internet, bist du des Dämons Hauptgericht.

Was für ein Schwachsinn!

Und nicht zuletzt ist die Handlung hier so dermaßen vorhersehbar, dass das komplette (!) Kino eine Heidenfreude daran hatte, den nächsten Part vorherzusagen, der dann auch … oh Wunder … exakt so eingetroffen ist.

“Gleich werden wir uns alle wieder erschrecken. Nein, jetzt noch nicht, die Tür geht erst noch zu. Aber jetzt … gleich …. JETZT!”

Und da war es.

So etwas überraschungsarmes, langweiliges, stupides und sinnloses hab ich selten erlebt.

.kinoticket-Empfehlung: Spart euch die Kohle und geht lieber in was anderes rein, alles ist besser als das hier.

So verblödet und hirnfrei, wie der Plot ist, so weh tut der Schlag ins Gesicht eines jeden, der halbwegs klar denken kann. Was andere großartig vorgemacht haben, wurde hier mal wieder eingedeutscht und in allen Facetten zerrissen und wunderbar zerstört.

Das Zuschauen macht nicht nur keinen Spaß, sondern ruft Hassempfindungen in einem hoch, dass man besser daran tut, den Saal nicht nur frühzeitig zu verlassen, sondern gar nicht erst zu betreten.

Glaubt mir, lohnen bedeutet etwas anderes.

Nachspann
✅ Bleibt mal sitzen bis ganz zum Schluss. Habt keine Erwartungen und harrt dessen, was da kommt und schickt mir dann mal eine E-Mail oder einen Kommi hier rein und sagt mir, wie ihr es fandet. Ich fühl mich weiterhin verarscht.

Kinostart: 7. Januar 2016

Original Title: Friend Request
Length: 92 Min.
Rated: FSK 16

Unknown User

Die Wartezeit, bis der Film endlich anlief, war für mich teilweise unerträglich. Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass wir jetzt endlich wieder mal einen coolen Horrorfilm zu sehen kriegen, bei dem man nicht unbedingt enttäuscht wird.

Tja – ich sitze also gemütlich mit ein paar weiteren erwachseneren Persönchen im Kinosaal und werde von den kommenden Massenphänomenen in Form von billigen Trailern wieder tief runter auf den Boden gezogen.

Dann der Universal-Schriftzug, der auf einmal wie in einem hängengebliebenen Flashvideo verpixelt, abbricht und tonlich zusammenraucht. Fulminanter Start einer Story, wie sie im Buche steht.

Wer bisher keine Angst vor dem Internet hatte, der hat sie spätestens nach diesem Film. Netzaffine Typen, die sich ein wenig mit der Materie auskennen, dürften bei den gezeigten Szenen ein kleines Gefühl von heimischer Netzkultur erleben, denn der Streifen ist nicht nur eine einzige Hommage an die Funktionalität von Apple-Produkten und -software, sondern auch eine ganz neue Form des Horrors, der auf den Leinwänden erblüht.

Gott, ich saß drin – hab teilweise kaum mehr geatmet und einfach gebannt auf die Leinwand geschaut. Irgendwie gafft man sowieso 83 Minuten lang nur auf ein Display und lebt dadurch unbewusst so richtig schön einen Voyeurismustrieb aus, dem man sich die ganze Zeit über gar nicht so recht bewusst ist. Und es macht riesigen Spaß!

Dabei können selbst kleine Feinheiten, die man aus dem Chatter-Alltag nur zu gut kennt, zu einem stilistischen Höhepunkt mutieren, der einem wahrhaft die Gänsehaut auf den Rücken treibt. Wer kennt das nicht, wenn sein Gegenüber in einer panischen Situation auf einmal nicht mehr reagiert und sich sonst was für Szenen im Kopf abspielen? Eben jene Angstform wird hier auf den Höhepunkt und in Form einer Skype-Show bis zum blutigen Ende getrieben.

Die unterschwellige Kritik, derer man sich als ein Hauptaugenmerk des Films bemächtigt, zieht sich anfangs noch dezent, später dann stärker durch die Laufzeit hindurch und gipfelt schließlich in einer unvergebenen, bislang nicht dagewesenen Skurrilität, die seinesgleichen sucht.

Überhaupt ist es erstaunlich, mit welchem Maß an Beherrschtheit man hier mit den einzelnen Elementen des Films spielt und als Zuschauer sozusagen Gast einer Echtzeit-Show ist, die sich einzig und allein im Zimmer der Hauptprotagonistin abspielt – und jede verdammte Sekunde spannend ist, dass es einen manchmal förmlich zerreißt. DAS ist für mich wahres Meisterkino, denn hier wird nicht mit billigen Tricks und Effekten gearbeitet, sondern an den Stellschrauben der Angst in den Köpfen der Zuschauer gespielt und Gruselfeeling erzeugt, dass einem Hören und Sehen vergeht.

Und ja, der Film hat eine FSK 12 Freigabe (auch wenn ich die in wenigen Sekunden des Films leicht anzweifle), und strömt daher nicht mit Blut, Gedärmen und anderem Quatsch durch die Gegend, sondern richtet sein Augenmerk gezielt auf Psycho-Effekte (und die wurden in der Ära des Kinos ja noch nie extrem bewertet – siehe Der Exorzist [FSK 16]).

Man soll es kaum glauben, aber auch beim zweiten Mal sehen, wo man dann schon alles kannte, gab es wieder diese Momente, in denen mir die Gänsehaut über den Rücken krabbelte und ich jubilierend genoss, was mir geboten ward.

So – meine Damen und Herren – geht hervorragende Unterhaltung auf Meisterniveau – und alles, was man dafür braucht, ist ein PC, Skype, Youtube, ein paar Websites und eine Kamera zum Draufhalten.

Und nein, derartiges spielt sich im echten Facebook niemals in dieser Form ab, aber genau das treibt einem die Schauer durchs Gehirn, denn wer sagt denn, dass es nicht doch passieren könnte? Dieser Moment, an dem man merkt, dass man eben doch nicht die absolute Kontrolle über das hat, was man postet …

.kinoticket-Empfehlung: Solltet ihr im Besitz eines Handys, Skype, PCs, Laptops, Youtube-Accounts oder ähnlichem sein, ist das euer Film.

Genial, was man aus den modernen Kommunikationsmedien gemacht hat und mit welcher meisterlichen Brillanz man hier die einzelnen Komponenten des bekannten Internet-Alltags zu einer virtuosen Studie des Grauens zusammengefügt hat.

Zwar endet die Zählung in einer listenartigen Abarbeitung unvermeidbarer Notwendigkeiten, jedoch tut dieses Manko dem Komplettwerk keinen Abbruch, denn auf die Auflösung kommt es meiner Meinung nach dann gar nicht so richtig an.

Endlich (und ich hatte es schon wochenlang im Gefühl) mal wieder ein Film, der Horror-Liebhaber nicht enttäuscht, sondern brillant unterhält und bis zum Ende an Spannung kein Stück nachlässt. Daumen hoch – 

.kinoticket holen und rein! Rein Rein Rein Rein! 😉

Nachspann
❌ Das erste Lied ist cool, erweiterte Szenen oder Fortsetzungen werden keine angedeutet (und die sind – seien wir ehrlich – auch nicht notwendig). Dieser Film ist in sich stimmig und endet so, wie es sein soll.

Kinostart: 16. Juli 2018

Original Title: Unfriended
Length: 83 Min.
Rated: FSK 12

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