Kennt ihr diese "Bio-Mütter"? Die alles und jeden zu irgendeiner keuschen Vegan-Flunker-Krümel-Backstein-Diät erziehen müssen und alles und jeden verteufeln, der nicht vollständig in ihren eigenen Exzessen aufgeht und sich in seinen Gelüsten allem und jedem beugt und dann der ganzen Welt vorspielt, wie toll und einfach doch alles ist, nur, um hintenrum dann zusammenzubrechen und in einen "Mallorca-Urlaub" in die nächste Anstalt zu fliegen, um sich von den geistigen Krankheiten wieder einigermaßen erholen zu können, bevor man endgültig vor Lüge, Trugsucht und Hass auf das Eigenversagen zusammenbricht und schließlich aufgibt und sich irgendwo auf dem Speicher aufhängt?
Ich erlebe und treffe regelmäßig diesen Schlag Menschen und würde ihnen allen mit Vorliebe kompetent in die Fresse schlagen und spürbar zeigen, dass es so nicht geht.
Und wenn ihr jetzt denkt: Großer Gott, nun kommt der mit so einem Film um die Ecke: Jap! Und nein – es ist so köstlich anders, als ihr nun alle glaubt: Den grandiosen Schlag in die Fresse übernimmt nämlich der Film – oder anders gesagt: Voila, hier ist er.
BAM!
🙂
Jap, ich HASSE diese Raben-rotierende-Helikopter-Bio-Mama-Geraffel-Tanten, die sinnfreien Sprit in ihr seelenloses Hirn pumpen, selbst nicht mit ihrem Leben klar kommen und dir dann erklären, wie dein Leben zu funktionieren hat und sich selbst als "Life-Coach" bezeichnen. Und glaubt mir, meine Waffen waren in den letzten Jahren oft genug gewetzt, und eben jene sind knapp der Gesichtsdresche entgangen, weil mein Beherrschungsgen grad noch so funktioniert hat.
Und im Zuge dessen darf ich euch eröffnen: Es ist ein herrliches FEST, was dieser Film dazu zu sagen hat. Er führt diese Persönlichkeiten nämlich höchst selbstbeweihräuchernd vor und entfesselt danach den Sturm der Gerechtigkeit über dieser Schwadron an Dummheit und Non-Intelligenz, um den gemeinen Kinozuschauer so richtig tiefherzig und umschwelend zu befriedigen. Und zwar in jederlei geistiger Hinsicht. Und anderswie auch.
Ich feiere wieder einmal die Obsieg-Macht der Wahrheit in den Kinos, die offen ansprechen, kein Blatt vor den Mund nehmen, Wahrheiten erkennen lassen, wo sich ganze Heerscharen sonst was vormachen und eben die Dinge auf den Punkt bringen, ohne dabei ausfallend oder verächtlich zu werden.
Und dieses Kunststück – Felicitas Darschin sei Dank – kann ab kommenden Donnerstag endlich ein jeder auf einer Leinwand seiner Wahl bewundern und sich dabei so richtig herrlich amüsieren und feststellen, wie schön vielfältig und inhaltsreich deutsches Kino doch sein kann.
Mit tiefer Verbeugung und aufrichtiger Danksagung: Gebt uns bitte mehr davon. Und behaltet dabei den zynischen Grad an Wahrhaftigkeit bei, so wie hier, dann feier ich euch auch in Zukunft weiter!
 

.kinoticket-Empfehlung: Zynisch, böse, durchleuchtend und offenbarend: Die Wahrheit über die fürchterlichsten Wesen dieser Erde – in seiner glorreichen Gänze!
Frau Mutter Tier echauffiert sich nicht nur über die schlimmsten der Schlimmen, sondern zeigt auch gleich noch bildungsfördernd Möglichkeiten der Eigencharakterbildung auf, um diese grausame Spezies möglichst bald auszurotten und der Vergessenheit anheim gedeihen zu lassen.
Selten so ein wohlschmeckendes Stück Wahrheit mit purer Ironie und dem süßen Geschmack der Offenheit verschlungen. Und glaubt mir – es geht runter wie Öl!

 
Nachspann
❌ braucht man nicht abzuwarten, hier kommt nichts mehr.
Kinostart: 13. September 2018
Original Title: Frau Mutter Tier
Length: 96 Min.
Rate: FSK (tba)