.kinoticket-blog.de

wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Daniel Kaluuya

Widows – Tödliche Witwen (inkl. Gewinnspiel)

Widows

© 2018 Twentieth Century Fox

Twentieth Century Fox hat euch für diesen Film wieder ein Gewinnerpaket geschnürt bestehend aus 3×2 Freikarten sowie 3x Kinoplakaten, die ich unter dem Beitrag an meine Leser weiterverlosen darf!

Der Rachefeldzug gegen die männliche Dominanz im Kino geht weiter – und erbt inzwischen ertragreiche Früchte, die nichts mehr mit Gender-Gerede zu tun, sondern den Absprung zum ernsthaften und wahnsinnig unterhaltsamen Kino-Entertainment-Abenteuer längst vollzogen haben.

Widows – Tödliche Witwen ist das geistige Erbe eines Fans der TV-Serie von damals, der die geballte inhaltliche Power auf die neuzeitliche Gegenwart und damit eine völlig andere Gesellschaft projizieren wollte und in meinen Augen einen großartigen Coup gelandet hat.

Gleichzeitig berührt der Film abseits der Action auch sensible Parts des Lebens und liefert übersetzbare Vorbildpraktiken für ein gemeinschaftlicheres Ziele-Erreichen, das jeder auf seine Art in den Alltag interpretieren und (ohne Waffen & Gewalt) umsetzen kann.

Steve McQueens Werk steht dabei aber in keinem Schatten und muss sich durch irgendetwas behaupten, sondern er wartet mit starken, überzeugenden und inhaltlich tragbaren Elementen auf, die am Ende einen unglaublich sehenswerten Streifen auf die Leinwand gebracht haben, der für einen gemeinschaftlichen Kinoabend lässig taugt.

Das Metier, in dem man sich hier bewusst bewegt, grenzt an das Plot-Genre des Actionkinos heran und trumpft hier und da mit ein paar tollen Überraschungen auf, die aus dem Gesehenen definitiv keine Enttäuschung werden lassen.

Damit schafft McQueen ein vorzeigbares Neuzeitelement von Lynda La Plantes Miniserie und liefert als Oscar-Gewinner für 12 Years A Slave erneut einen Titel für die große Leinwand ab, den man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte.

G E W I N N S P I E L

Twentieth Century Fox hat wieder zugeschlagen und euch ein Bundle geschnürt, bestehend aus 3×2 Freikarten für den Film sowie insgesamt 3 Kinoplakaten, die ich hiermit an euch weiterverlosen möchte.

Beantwortet diesmal einfach folgende Frage:

Welche Filme mit starken Frauenrollen habt ihr bereits im Kino gesehen und welcher hat euch davon am besten gefallen?

Unter allen Kommentaren, die bis einschließlich Sonntag, 16. Dezember 2018 unter diesem Beitrag im Blog eingehen, werden die Gewinne verlost. Bitte gebt hierfür bitte dringend eine gültige E-Mail-Adresse an, unter der ich euch schnell erreichen kann.

Nach Abfrage eurer Adresse wird euch im Falle des Gewinns dieser postalisch zugeschickt und alle Daten anschließend wieder gelöscht.

Ich wünsche euch viel Glück und natürlich – wie gehabt – mega viel Spaß in den gemütlichen Sesseln der Kinos.

.kinoticket-Empfehlung: Starke Geschichte über extrem starke Frauen!

Steve McQueens Filmwerk ist eine Hommage an die Londoner TV-Serie und trägt deren Inhalte ins moderne Chicago, was an der kraftvollen Aussage dieses Werks rein gar nichts ändert und definitiv für einen gelungenen Kinoabend steht.

Nutzt die Chance auf die Freikarten und bevölkert die Kinos – dieser Titel lohnt sich definitiv.

Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 6. Dezember 2018

Original Title: Widows
Length: 129 Min.
Rate: FSK 16 | R

Black Panther (3D)

Die Fans warten sehnsüchtig auf den Kinostart von Black Panther, gehört Marvel mittlerweile doch zu den Labels, die ausschließlich Erfolgsprodukte auf den Markt werfen, der wieder ein ganz bestimmtes Klientel umfassend befriedigt: Comicfans!

In meinen Augen hat Marvel auch alles richtig gemacht: Man hat verschiedene Charaktere genommen, ihnen eine Geschichte und ein Leben verpasst, der Welt genügend Zeit gegeben, um sich daran zu gewöhnen, in der Gesellschaft etabliert zu werden, von Kindern und Jugendlichen zu Halloween und Fasching getragen zu werden und dann alle gemeinsam in ein Universum geschmissen, in dem es um nichts weniger als die Rettung der Menschheit und faszinierende Technologie geht.

Dabei hat man sich nicht an anderen orientiert, sondern seinen eigenen Stil entwickelt und ist sich stets treu geblieben: Marvel‘s MCU (Marvel Cinematic Universe) hat viele Markenzeichen, für die es von allen Fans geliebt wird. Eines davon ist der unvergleichliche Humor, der bei aller Ernsthaftigkeit pointiert eingesetzt die Kinomannschaft niemals in Depressionen abgleiten lässt und jede noch so ernste Situation durch wahnsinnige Coolness wieder aus dem Loch reißt. Nicht umsonst wird der mittlerweile von vielen zu kopieren versucht, was meiner Meinung nach aber nicht gelingt. Es gibt immer nur ein Original – und das ist hier.

Ein weiteres ist die allumfassende Eingliederung jedweder menschlicher Interessen, die aus dem Gezeigten keine banale Unterhaltung mehr machen, sondern weitaus mehr, indem man sich mit Dingen beschäftigt, die tatsächlich auch für die Wissenschaft interessant wären: Man wird gefordert, man denkt nach, wird inspiriert und ist gleichermaßen fasziniert von den filmischen (Un)Möglichkeiten, die einem da vor die Nase gesetzt werden – ein Grund, weshalb Tony Stark so großer Beliebtheit gewahr ist.

Und diese Faszination für das Unglaubliche, das Ferne, das wiederum aber gar nicht mal so Unabwegige, ist es, die Marvel-Fans gleichermaßen begeistert und in ihrem Bann gefangen hält.

Und Marvel hat es auf unterschwelliger Ebene geschafft, viele Schichten und Kulturen, Länder und Gegenden gemeinsam an einen Tisch zu holen und miteinander feiern zu lassen. Ein Grund, weshalb Black Panther inzwischen in Amerika schon von den Black People gefeiert wird: Man zollt ihnen Respekt und holt sie international auf die Ebene, wo sonst eben nur Weiße gespielt haben. Und dafür liebe ich diesen Film schon jetzt. Integration und Gleichstellung auf extrem hohem Niveau!

Den Regeln des Vorbildcharakters, den Marvel seinen Titelhelden abverlangt, unterwirft sich der Verein selbst und lebt damit beispielhaft das Gute auch in dieser Welt aus. Man sieht also, dass nicht nur auf, sondern vor allem hinter der Leinwand markante Zeichen gesetzt werden.

Nachdem dies abgefrühstückt ist, können wir uns nun mal auf Inhalte (keine Angst, keine Spoiler hier!) konzentrieren, in dem ich einfach mal meine Einschätzung zu .trailer und Film gegenüberstelle:

Der .trailer erweckt den Wunsch und die Gier auf unfassbare Action, jede Menge Krawoum, teasert ein wenig das Spektakel an, auf das sich die Fans freuen werden und macht unglaublich Lust auf mehr!

Der Film selbst ist wesentlich erwachsener, erfüllt zwar stellenweise auch diese Ansprüche, geht aber in vielen ruhigen Episoden darüber hinaus und beschäftigt sich mit elementareren Dingen. Und das unfassbar gut!

Wo meine Befürchtung liegt: Dass der gemeine Kinogänger evtl. nicht das Gesamtbild betrachtet, sondern diesen Film als Einzelstück wertet, was man meiner Meinung nach nicht tun sollte, denn Black Panther ist tatsächlich der Vorreiter zu Infinity War und darum quasi mehr oder weniger als “Zwischensequenz” anzusehen, quasi die Ruhe vor dem Sturm.

Und Leute: Damit haut der absolut rein! Unterhaltung ist definitiv garantiert, technologische Spitzfindigkeiten werden auch hier wieder ordentlich auf den Tisch gepackt und jede Menge ansehnliche Bilder gibt es auch! Man merkt, dass die Richtung definitiv stimmt und dem Filmfetischisten wird damit die Wartezeit auf Infinity War mal grundlegend erleichtert!

.kinoticket-Empfehlung: Wenn wir später, nach vielleicht drei weiteren Filmen dann die Marvel-Reihe in line schauen, wird Black Panther definitiv dazugehören und ein gewaltiger Auftakt für das sein, was uns jetzt bald erwartet!

Ich denke, dass einige Action-Erwartungen, die vom .trailer her rühren, evtl. nicht ganz erfüllt werden, dafür hat man aber auch hier unglaublich präsente, beeindruckende und gewaltige Elemente in einen Film gepackt, in dem das Knistern förmlich spürbar ist. Ich bin gespannt auf den großen Krieg!

Nachspann
✅ Marvel. Mehr sag ich dazu nicht mehr. Also Zwischensequenz UND After Credits Scene. Wer nicht ganz bis zum Schluss sitzen bleibt, verpasst eben unfassbar viel. Aber wer das jetzt noch nicht kapiert hat, der lernt’s eh nie.

Kinostart: 15. Februar 2018

Original Title: Black Panther
Length: 135 Min.
Rate: FSK 12

Get Out

Mich würde ernsthaft mal interessieren, was die Regisseure solcher Filme für Zielpublikum wünschen und wie sie selbst ihre Filme einordnen, denn ich weiß immer nicht so recht, welches Genrelabel ich derartigen Publikationen verpassen soll. Horror? Suspense? Gruselschocker? Die Vorankündigung einer seelischen Zerstörung, die niemals folgen wird?
Die Idee, aus dem hausgemachten “Schrecken der Nation” jetzt tatsächlich einen Film zu machen, der eben jenes Thema als Element in die Welt des Grauens einspeist und daraus verwertbaren Kinostoff produziert, verlangt mir schon einige huldigende Verneigungen ab, denn diese Idee ist einfach genial. Chapeu an Blumhouse, denen ich sonst gegenüber aufgrund ihrer Weichgespültheit im Horror-Genre ja nicht so positiv aufgeschlossen bin. Warum?
Normalerweise bauen die ihre Filme nach dem Gruselbaukastensystem: Der anfangs gequält eingeführte Charakter, teils lieblos dargestellt und mit Krawall auf Sympathisch gebügelt, damit der Zuschauer sich damit identifizieren kann, der klassische Twist – meist durch irgendeine Autofahrt irgendwo hin, wo sich am Ende alles als böse rausstellt – der “Merkwürdige Charakter” am Ende dieser Reise, der sich im Verlauf entweder als gut oder böse darstellt, die “Alte Frau” – ist es euch schonmal aufgefallen? In fast allen Horrorfilmen spielt immer eine merkwürdige alte Frau mit… – und ein Reigen an Merkwürdigkeiten, der den Film dann auf hohes oder niedriges Niveau boxt und ihm damit seine Sprosse auf der Leiter der Beliebtheit zuspricht.
Dieses System spiegelt sich in den allermeisten als “wahnsinnig gruselig” ausgeschriebenen Horrorstreifen wieder und entlockt mir nur ein sanftes Gähnen und fördert schon mal überhaupt keine Gänsehaut, sondern allenfalls ein entzückendes Jucken.
Der Trailer von Get Out lockt mit genau den Versprechen, wieder einer der Horrorfilme zu sein, die sich an obigem Schema bedienen und liefert schlussendlich etwas völlig anderes. Ein paar Gäste, die ich aus der Sneak spazierend dazu befragte, waren auch eher der Meinung, dass hier viel mehr von einem Thriller die Rede sein müsste, der wahnsinnig guten Spannungsaufbau betreibe und den Zuschauer durchweg positiv unterhält.
Die Idee konsequent umzusetzen und irgendwie in die Maschinerie einzuflechten ist den Machern auch soweit gelungen, mit dem Ergebnis, dass es eben doch wieder diese Maschinerie ist und kein wirklich verblüffender neuer Overall, den man diesem Genre gerne mal anziehen dürfte – sofern man meint, hier jetzt wirklich in einem Horrorstreifen zu sitzen.
Bewertet man dies unter dem Aspekt, dass der Trailer falsch lag und man den Film eher mit Jussi Adler-Olsen inklusive einer guten Portion Witz vergleichen sollte, nähert man sich schon viel mehr dem Aspekt des guten Films und erhält tatsächlich unglaublich gut gemachte Unterhaltung. Selbst die deutsche Synchronisation ist mal einigermaßen gelungen und stört nicht so, wie ich es bei Sieben Minuten nach Mitternacht erwarte.
Meine beiden Interview-Männer waren sich einig darüber, dass man Get Out am besten im Heimkino als Auftakt für einen tollen Horrorabend hernimmt, nach dem die Show dann erst richtig los geht – sozusagen der “Vorglühfilm” – denn im Kino hätten sie ihn sich nicht freiwillig angeschaut, seien jetzt aber auch nicht enttäuscht gewesen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Insofern man die Muße und Zeit hat, sich das Werk zwei mal zu besehen, erklärt sich nach gefundener Auflösung sogar sehr schlüssig und relativ fehlerfrei das abstruse Verhalten der Darsteller im vorderen Teil des Films.
Diese Erkenntnis hat sich mir nach der 2. Vorstellung deutlich im Hirn eingebrannt und den Film schlussendlich in viel positiveres Licht gerückt, als einst, wo ich eigentlich nur enttäuscht davon war, dass man nicht die Horrorversprechen eingelöst hat, die man im Trailer großzügig verteilte.

 
Nachspann
bleibt folgenlos, der überhastete Ausbruch in das Reich des Sonnenscheins ist also gewährt.

Powered by WordPress & Theme by Anders Norén