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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Christophe Beck

Score – Eine Geschichte der Filmmusik

An alle meine Leser, Freunde, Begleiter und Unterstützer:

Ein FROHES NEUES JAHR 2018!

Nachdem ich euch zwischen den Jahren ein wenig mit Beitragszukleisterei verschont habe, gibt es frisch und munter zum Jahresstart gleich eine hochwertige Perle des Kinos für alle von euch: Score – Eine Geschichte der Filmmusik
Wenn mich – schon zu Schulzeiten – jemand gefragt hat, was ich gerne höre, dann kam als Antwort von mir stets “Filmmusik”. “Hä? Was ist denn das?”
Macht dazu doch einfach mal einen Test: Lass einen Spielfilm eurer Wahl laufen und dreht dabei den Ton ab und schaut euch das Ding mal komplett an. Was fühlt ihr?
Jetzt dreht ihr den Spieß um und lasst einen Film laufen, verdeckt aber das Bild und hört euch nur den Ton an. Schon viel spannender, oder?
Aus diesem Grund gibt es in jedem gut sortierten Multimedia-Laden auch eine reichhaltige Auswahl an Filmscores und Soundtracks zu erwerben, aber ich habe noch nirgendwo gesehen, dass man die Bilder ohne den Ton zum Verkauf anbietet.
Daran sieht man, wie enorm wichtig und essentiell Soundtracks und musikalische Untermalungen in Filmen überhaupt sind, denn sie hauchen dem Streifen erst Leben ein und machen ihn zu dem, was er am Schluss ist.
So mancher Kultklassiker wäre nicht das, was er ist, wenn man ihn seiner Töne beraubt hätte. Und wenn man sich ein klein wenig dafür interessiert (oder auch gar nicht, aber bei den Abspännen nicht sofort rausgerannt ist), dann kennt man wohl den ein oder anderen Namen dann doch:
Marco Beltrami, Max Steiner, Christopher Young, David Newman, Trevor Rabin, Bear McCreary, Mervin Warren, Mychael Danna, Hans Zimmer, Rachel Portman, Christophe Beck, Joseph Trapanese, John Debney, Howard Shore, Buck Sanders, Alex North, John Barry, David Arnold, Ennio Morricone, Tom Holkenborg, Bernard Herrmann, Tyler Bates, Heitor Peireira, Mark Mothersbaugh, Joshua Ralph, Dario Marinelli, Patrick Doyle, Moby, Quincy Jones, Jerry Goldsmith, John Williams, Brian Tyler, Alexandre Desplat, Deborah Lurie, Harry Gregson-Williams, Elliot Bruce Goldenthal, Danny Elfman, Christopher Lennertz, Thomas Newman, Michael Trent Reznor, Atticus Ross, Henry Jackman, Steve Jablonsky
Für musikalische Verhältnisse liest sich das runter wie die Creme de la Creme aus Hollywood, das who is who der musischen Szene in allen Facetten, Varianten und Zeitaltern der Filmmusik. Und genau das liefert Score – Eine Geschichte der Filmmusik den Zuschauern auch auf die Leinwand: Die geballte Power von:
Scream
Todeszug nach Yuma
Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Vom Winde verweht
King Kong und die weiße Frau
Casablanca
Hellbound – Hellraiser II
Verlockende Falle
Password: Swordfish
Der Fluch – The Grudge
Anastasia
Die Flintstones
Armageddon
Con Air
Duell der Magier
Battlestar Galactica
The Walking Dead
Outlander
Honey
Little Miss Sunshine
Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger
Blade Runner 2049
Der König der Löwen
Buffy – Im Bann der Dämonen
Straight Outta Compton
Oblivion
Tron: Legacy
Die Passion Christi
Der Herr der Ringe
Aviator
Resident Evil
I, Robot
Knowing
Warm Bodies
World War Z
Spartacus
Endstation Sehnsucht
Cleopatra
Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
Jenseits von Afrika
Der mit dem Wolf tanzt
Independence Day
Stargate
Alle James Bond von 1997 bis 2008
Zwei glorreiche Halunken
Spiel mir das Lied vom Tod
The Hateful Eight
Mad Max: Fury Road
Deadpool
Psycho
Final Destination Reihe
Minions
Ich, einfach unverbesserlich I & II & III
Thor: Ragnarok
Lucky Number Slevin
Stolz und Vorurteil
V wie Vendetta
Harry Potter-Reihe
Der Schakal
Heat
Die Farbe Lila
Get Rich or die Tryin’
Poltergeist
Total Recall
Basic Instinct
Schindlers Liste
Sieben Jahre in Tibet
E.T. – Der Außerirdische
Der Weiße Hai
Krieg der Sterne
The Fast and the Furious-Reihe
Alien vs. Predator 2
Die Unfassbaren I & II
Die Queen
Der seltsame Fall des Benjamin Button
Florence Foster Jenkins
The Danish Girl
Valerian
Hellboy – Die goldene Armee
Spider Man 2
Wanted
Shrek-Reihe
Die Chroniken von Narnia
X-Men Origins: Wolverine
Friedhof der Kuscheltiere
Alien 3
Interview mit einem Vampir
Frida
Edward mit den Scherenhänden
Alice im Wunderland
Batman
Good Will Hunting
Men in Black
Alvin und die Chipmunks
Kill the Boss
Passengers
Die Verurteilten
Skyfall
The Social Network
Verblendung
Fear the Walking Dead
The Da Vinci Code – Sakrileg
Fluch der Karibik
The Dark Knight
Monsters vs. Aliens
Michael Bays Texas Chainsaw Massacre
Die Insel
Transformers-Reihe
Deepwater Horizon
The Last Witch Hunter
Battleship
Desperate Housewives
… könnt ihr noch?
Das waren jetzt aber nur Auszüge … denn hier sind die Leute am Start, die in 100% aller Fälle ihre Finger mit im Spiel eines jeden je gemachten Films (selbst Stummfilmen) hatten: Komponisten.
Score – Eine Geschichte der Filmmusik entführt hinter die Kulissen des Filmemachens und erzählt die Geschichte, Abenteuer, das familiäre Zusammenspiel einer in sich geschlossenen Welt innerhalb der Faszination Hollywoods und ist nicht nur für Musikbegeisterte eine wahre Bereicherung.
Allein das Gefühl, in einem Kino zu sitzen und wieder die echten “aus der guten, alten Zeit”-Dinos aus Jurassic Park über die Leinwand springen und brüllen zu sehen – gefolgt von den geilsten Szenen aus Mad Max: Fury Road und einem Tom Holkenborg, der aus dem Nähkästchen seiner Produktion plaudert, um alsgleich von einem schwertschwingenden Transformer hinweggebasht zu werden … und es sind gerade einmal 48 Sekunden vergangen … der Wahnsinn!
Und dabei wird wirklich nichts ausgelassen, was sich im Laufe der Geschichte Hollywoods alles so getan hat: Von den frühen Anfängen über verschiedene Epochen (wusstet ihr, dass Star Wars musikalisch eine entscheidende, prägende Rolle im Filmbusiness gespielt hat?) bis hin zur Moderne bekommen diejenigen das Wort, die einem jeden Film Leben einhauchen und ihn erst zu etwas besonderem machen.
Score läd euch ein dazu, in die Kathedralen der Tonmacher abzutauchen, ihre Arbeitsweise kennenzulernen und so vieles über Filme zu erfahren, das man als Zuschauer oft gar nicht mitkriegt, denn: Der beste Soundtrack in einem Film ist der, den der Zuschauer gar nicht bemerkt.
Wie könnte man besser in ein Jahr starten, als mit solch einem Meisterwerk, dass die geballte Ladung Kino an den Ort zurückträgt, aus dem sie entstammt?
 

.kinoticket-Empfehlung: Matt Schrader läd ein zum Tag der Offenen Tür in Hollywoods Filmschmieden und lässt den Zuschauer auf eine gewaltige Produktion los, die alle ereignisreichen und bedeutenden Filme in 93 Minuten verpackt und dem Zuschauer als monströs-kompaktes Spektakel-Extrakt vor die Füße wirft!
Wer hier nicht zuschlägt, hat von Filmen keine Ahnung – und sei es nur, um alte Ereignisse erneut auf dem Big Screen zu bewundern.
Heimkino, TV-Publikation und alle anderen Veröffentlichungen zählen hier nicht: Der einzige Ort, an dem man dieses Wunderwerk bestaunen darf, sollte ausschließlich Kino sein – auch wenn ich mir persönlich das Ding sofort zu Verkaufsstart in die eigene Sammlung stellen werde… – aber ich war ja auch bereits schon im Kino und anschließend megamäßig geflasht.
Rein!

 
Nachspann
Sitzen bleiben, oder ihr verpasst eine wahnsinnig spannende Geschichte zu Titanic.
Kinostart: 4. Januar 2018

Die Peanuts – Der Film (3D)

Charlie Brown – wieder so ein Massenphänomen, das jeder kennen sollte. Neuer Stoff für neue Geschichten sind in Hollywood immer gerne gesehen – und wenn man dabei dann auf Altbewährtes zurückgreifen kann, das den Erfolg quasi schon per Definition vorgibt, umso besser.
Demnach ist es in einer Zeit, wo so ziemlich alles, was irgendwo irgendwie existiert, zu einem Film gemacht wird, nicht verwunderlich, dass nun auch Die Peanuts das Kino erobern.
Ich spare mir an dieser Stelle die übliche “Buch-besser-Film-schlechter”-Diskussion und verweise erneut auf das Nichtvorhandensein diverser Vorkenntnisse, da – man mag es kaum glauben – ich auch an den Peanuts in meiner Kindheit vorbeigeschlichen bin. Ergebnis: Vorurteilsfreie Rezension zu einem Kinofilm, dessen Besuch sich durchaus lohnt.
Was definitiv positiv auffällt, ist das Fehlen von bösen Elementen. Blue Sky Studios schlagen hier nicht mit Disney-Tönen an, bei denen immer ein Gegensatz existiert, der in beide Richtungen extravagant ausgedehnt ist und in stereotypischer Weise jeweils nach oben oder unten verkommt. Bei der Sippe von Charlie Brown hat man tatsächlich mal vollends auf niedliche, kindgerechte, ordentliche und erzählerische Art gesetzt und den Zuschauern bewiesen, dass man Comics und Animation nicht zwingend mit Blödsinn oder absolutem Übertreiben in Verbindung bringen muss.
Die Charaktere zeichnen sich durch vergleichsweise hohe Profiltiefe gegenüber der Konkurrenz markant ab und erzählen hier aus einer Welt, der man deutlich anmerkt, dass sie nicht erst seit gestern existiert. Vielleicht auch ein Grund, weshalb das Gros der Figuren nicht groß erklärt wird, sondern man einfach loslegt.
Das funktioniert selbst bei Menschen wie mir, die zwar schon davon gehört und das ein oder andere Comicbildchen gesehen, sich jedoch nie tiefer in die Materie eingegraben haben und somit völlig ahnungslos vor der Leinwand hocken.
Was mir ein wenig gefehlt hat, war, dass man unterschwellig doch gespürt hat, dass das Medium “Film” begrenzte Mittel hat und kaum eine derartige Tiefe erreicht werden kann, wenn man Ideen und Spinnereien, die sich im Kopf beim Lesen abspielen, dann materialisieren und somit begrenzen muss. Schließlich ist Fantasie immer noch der größte Inspirationsmotor und dem mussten sich die Macher des Films irgendwo beugen.
Somit landet man hier für die junge Generation definitiv einen Volltreffer, der einfach nur putzig ist, mit Liebe und kindlicher Geborgenheit punktet und neben wahnsinnig überzeugendem 3D auch mit inhaltlichem Intellekt überzeugt und sogar die Erwachsenenriege in ihren Bann ziehen kann.
An dieser Stelle muss ich allerdings auch erwähnen, dass dieser Film nicht mehr “für die ganze Familie” gedacht ist, sondern man mit den Peanuts auch etwas anfangen können muss, um hier wirklich Spaß zu haben. Geht man völlig vorurteilsfrei an die Sache, findet man sich nämlich irgendwo im Kinderzimmer wieder, auch wenn hier interessante Werdegänge und Überlegungen eingearbeitet werden und man sich so von anderen Animationen deutlich abhebt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer sich in Nostalgie baden, mit seinen Kindern einen tollen Nachmittag erleben oder einfach mal etwas ausschließlich Gutes in sein Hirn brennen möchte, der macht mit den Peanuts sicher keinen Fehler.
Jedoch sollte man sich dessen bewusst sein, dass das Zielpublikum hier eindeutig die jüngeren Zuschauer sind und man sich als Erwachsener in die Welt von Charlie Brown reinfinden muss. Hat man diesen Schritt hinter sich, macht der Rest dann richtig Spaß und hinterlässt ein wärmendes Gefühl von Liebe und Geborgenheit in einem drin.
Und nicht zuletzt bietet der Film ein 3D, dass so richtig reinhaut und allein für sich schon den Kinobesuch wett macht. Dieses Feature sollte man in diesem Fall auf jeden Fall mitbuchen.

 
Nachspann
Gibt es … und der hat es sogar richtig in sich. Ich sag mal so viel: Die Kinder rannten nach vorne und tanzten alle auf der Bühne vor der Leinwand. Hier wird Stimmung gemacht, Bilder gezeigt und der Song ist hammergeil. Drin bleiben!

Ant-Man (3D)

Nach der in meinen Augen riesigen Enttäuschung von Avengers – Age of Ultron, kommt Peyton Reed nun mit einer weiteren Verfilmung eines Marvel-Klassikers daher und punktet damit in fast allen Bereichen.
Die Spielerei, die ich bei Age of Ultron noch so bemängelt habe, wird hier nicht nur ironisch auf die Schippe genommen, sondern gekonnt umschifft und mit Ernsthaftigkeit untergraben. Sofort in den ersten zwei Minuten des Films bekommt man eine ganz große Ladung Professionalität aufs Tablett serviert, die so üppig ist, dass man daran fast erstickt. Und das tut einem super gut!
Die Einführung des nächsten Charakters, die geschaffene Bühne für eine neue Persönlichkeit im Filmuniversum und der kreative Freiraum, der hierfür ausgiebig ausgeschöpft wurde – eine Wohltat. Nicht nur die Dialogträchtigkeit, sondern auch das galaktisch-gute 3D, die pointierten Humoreinlagen und die ernstzunehmende, an allen Stellen spannende Geschichte sorgen dieses Mal nicht nur für Kurzweil und exzellente Unterhaltung, sondern lassen sich einen vergnüglich im Rauschbad der Gefühle suhlen.
Das “Thema” (falls man das so bezeichnen kann) wird nun so gekonnt ausgebildet und ausgeschöpft, dass es einfach nur Spaß macht. Nichts wurde vergessen, nichts überstrapaziert oder gar verhunzt, und schon gar nicht ins Lächerliche gezogen oder dermaßen übertrieben, dass die Glaubwürdigkeit darunter leidet. Im Gegenteil: Ant-Man fungiert fast schon als eine große Entschuldigung an alle Fans und entschädigt für das, was sein Avengers-Vorgänger angerichtet hat.
So sieht in meinen Augen perfekte Popcornunterhaltung aus, die keine Ansprüche auf Realität erhebt, sondern eine eigene kreiert, die aber ernsthaft genug ist, um für bare Münze gehalten zu werden. Der Facettenreichtum, mit dem man die Ideen garniert, ist hier geradezu grandios und sorgt neben vielen tiefgründigen und gekonnten Jokes für erstklassige Unterhaltung, die einfach nur nach mehr schreit.
 

.kinoticket-Empfehlung: Dieses Mal ein dickes Dankeschön an die Worte im Abspann, die den Nachfolger von Ant-Man ankündigen.
Genau so – und nicht anders – wollen wir Filme sehen und um den Nachfolger anschauen zu können, muss man diesen Film hier kennen.
Reingehen – dieses Mal werdet ihr nicht enttäuscht. Weder vom 3D, noch von Story, Darstellung oder Drehbuch: Marvels dicke Entschuldigung an den Mist, der vorher verzapft wurde.
Also gebt euch den Ruck und genießt es, dass Ant-Man nicht so tief in der Kapitalisierung von Kunst versunken ist, sondern grandios am Rande des Mainstreams seine Erfolge einfordern darf.
Großartige Unterhaltung mit großartigen Darbietungen, tollen Dialogen und einer Geschichte, die Lust auf mehr macht.
Daumen hoch!

 
Nachspann
Ja, es gibt einen. Und nein, er hört nicht mittendrin auf, sondern ganz zum Schluss. Es gibt also zwei. Und die sind wirklich nicht unwitzig 😀 Also: Zappelt mit den Füßen, kriegt Asthma-Anfälle, Kreislaufzusammenbrüche und sonstwas – aber bleibt einfach im Saal bis es wirklich zu Ende ist ^^.

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