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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Carmen Ejogo

Roman J. Israel, ESQ.

So schwierig der Titel, so komplex das Thema – und alles hat man kurz vor der Oscar®-Verleihung noch schnell in OV abgespult, damit die meisten einfach mal nichts verstanden haben, denn dieses Werk ist extrem textlastig und erfordert viel Aufmerksamkeit und Hingabe. So wie sich viele zwar vorstellen können, schnell mal Jura zu studieren und geil zu verdienen, so erwachen die meisten dann schon zu Beginn des Studiums und stellen fest: Der Preis, den man als Otto-Normalverbraucher oft als überhöht empfindet, ist tatsächlich gerechtfertigt, bedenkt man, was diese Person alles geleistet hat, um dorthin zu kommen, wo sie jetzt steht.
WAH – es erschlägt einen förmlich … und birgt darin doch eine wunderbar erzählte, von Kuriositäten durchzogene Geschichte, die sich um Moral, Menschlichkeit und diverse Abgründe dreht. Zwar kann nicht jeder etwas damit anfangen, Denzel Washington wurde jedoch zu Recht für den Oscar® nominiert. Man sollte als Zuschauer eben ausgeschlafen in die Vorstellung tippeln und keine Geistesvernebler geschluckt oder konsumiert haben.
Dieses Stück zeigt auf, mit welchen Methoden hinter dem Rücken der Gesellschaft gearbeitet wird, um Dinge zu erreichen, die sich Menschen von der Straße kaum vorstellen können. Wer sich ein wenig für das “Hinter den Kulissen des Lebens” interessiert, findet hier drin interessante Denkansätze und darf sich gerne durch den Wust an Informationen, Gesprächen und Machenschaften durchbuddeln, denn für diejenigen, die daran Spaß haben, ist Roman J. Israel, Esq. ein wahres Fest.
 

.kinoticket-Empfehlung: Sehr textlastig und nicht als Unterhaltung geeignet, aber sehr weise und strukturell intelligent aufgebaut.
Man sollte sich Zeit und Muße mitnehmen, ein wenig was von Juristerei verstehen oder zumindest den Willen mitbringen, die Dinge im laufenden Betrieb analysieren zu können. Dann macht dieser sehr hoch angelegte Streifen sehr viel Spaß!

 
Nachspann
braucht man nicht abzuwarten, hier folgen keine weiteren Eskapaden.
Kinostart: 19. April 2018

It Comes at Night

Heute möchte ich euch eine Perle des aktuellen Kinos vorstellen: It Comes at Night.
Leute: Ich bin sprachlos! Der .trailer lässt Hoffnung auf einen mittelmäßigen Horrorstreifen aufkommen und in meiner Sehnsucht nach gutem Material zieht es mich natürlich in die Lichtspielhäuser.
Ticket gekauft, Popcorn im Schoß und los die Show!
Und was da kommt, ist so viel besser als das, was man erwartet – ich habe lange nicht mehr so einen grandiosen, unbeschreiblich guten und bewundernswerten Streifen gesehen wie diesen hier!
Mein bester Freund steht überhaupt nicht auf Schockmomente und hasst es, wenn man Suspense-Stimmung aufbaut und ihn werde ich definitiv vor den Bildschirm fesseln und  dieses Teil zeigen! Natürlich hat man auch hier stimmungsmäßig ordentlich die Sau rausgelassen, aber eben nicht so, wie man vermutet! Mit so viel Liebe, Detailangst, Misstrauen und menschlicher Analyse hat man sich einer Situation zugewandt, die von Anfang bis Ende absolut spannend bleibt und einen mit einem übermäßigen und fast unerträglichen Brainfucked-Gefühl wieder aus dem Saal stößt. Mein Gedanke war eher, dass das extrem durchdachtes, extrem intelligentes Kammerspiel ist, in dem bedrohliche Elemente die Hauptrolle übernehmen, die keinerlei Anstalten machen, auch nur anflugweise an der Intelligenz des Zuschauers zu zweifeln.
Es hat lange gedauert, aber ich war tatsächlich wieder einmal sprachlos nach einem Film!
 

.kinoticket-Empfehlung: Von daher: Es wird zur Masteraufgabe, das Kino zu finden, in dem dieser Titel überhaupt (noch) gezeigt wird, aber der Kampf um diesen Platz ist mehr als lohnenswert, denn man darf endlich wieder mal in einen Plot abtauchen, in den sich der Regisseur selbst verliebt hat!
Großartig – beklemmend – fesselnd und absolut sehenswert!

 
Nachspann
folgt keiner mehr, der Saal kann freigegeben werden.
Kinostart: 18. Januar 2018

Alien: Covenant (mit Gewinnspiel)

Achtung: Gewinnspiel weiter unten – wer keine Kritik lesen möchte, sondern nur am Gewinnspiel teilnehmen, bitte einfach runter scrollen!

Gott, was kribbelt es mich in den Fingern, wenn ich nur daran denke, dass Alien endlich wieder auf den großen Screen kommt. Als Fanatiker der alten Schule und Anbeter der klassischen Filme gab es für mich keine bessere Meldung, als endlich wieder meine Lieblingsbösewichter über die Leinwand huschen zu sehen und den Kult im modernen Zeitalter erneut zu feiern bzw. frenetisch in historischen Erinnerungen zu schwelgen.

Ja, ich bin wirklich Fan erster Stunde und habe eine galante Geschichte hinter mir, die meine Kindheit mit dem Urvater des Weltallhorrors verbindet: “Im Weltall hört dich niemand schreien.” steht auch für mich heute noch als Synonym für perfekten Horror, der einfach alles mitbringt, was benötigt wird, um sich mal wieder richtig zu gruseln.

Und ich LIEBE die Aliens, ihre Art, ihre Denkweise, ihre Brutalität, ihren Verstand, ihre genetische Beschaffenheit und das Durchtriebene, wobei man als Mensch nur hilflos davor steht und zusehen kann, wie man per Definition verliert.

Der Aufstieg und Fall, die Geschichte der Crew, der Raumschiffe, das ganze Leben im All rund um das Alien-Universum haben mich von Anfang an bis heute begeistert. Und ich kann die klassischen Filme fehlerfrei mitsprechen und habe sie bis heute unzählige Male gesehen. Die DVD-Veröffentlichungen gekauft, die Neuerscheinungen, Legacy, Quadrilogy und wie sie alle hießen. Ja, Alien war der erste Film in meiner Sammlung, wo ich wirklich jede Version besaß und es mir auch nichts ausgemacht hat, dass die Inhalte doppelt, drei- und später vielfach vorhanden waren. Die Chronologie war es einfach wert.

Für mich sind diese Filme (Alien, Aliens, Alien 3 und Alien Resurrection) auch irgendwie das allumfassende Synonym des perfekten Kinos meiner Kindheit. Ganz klar, dass man da selbst auf die Pressevorführung hinfiebert und es kaum erwarten kann, wenn der Godfather himself Ridley Scott wieder seine Finger ins Spiel bringt und erneut die böse Brut über den Boden tanzen lässt.

Und genau an dieser Stelle muss man als alteingefleischter Alien-Fan ein paar kleine Abstriche machen, die man wahrscheinlich schon von Prometheus her kennt: Die Klassik innerhalb der Filme hat in unserer Zeit irgendwie keinen Boden mehr gefunden (obwohl ich mir relativ sicher bin, dass man damit genauso punkten könnte, es sich nur aus unerfindlichen Gründen keiner mehr wirklich traut), sondern man ist mehr in Richtung Alien vs. Predator oder aber eben Prometheus gegangen, auch wenn die Geschichte nun wieder im Original-Alienverse spielt.

Mir zumindest rannte die Gänsehaut überall hoch und runter, als endlich die bekannten Klänge und Themes der traditionellen Filme zu hören waren – wenn auch diesmal soundtechnisch designed by Jed Kurzel, der gemeinsam mit Michael Fassbender ja schon in Assassin’s Creed hervorragende Zusammenarbeit bewiesen hat.

Muss man erwähnen, dass in Sachen Brutalität und Horror eins oben drauf gepackt wurde und man hier wesentlich mehr in die Tiefe des Alls vordringt, ohne Rücksicht auf Verluste? Ich möchte nichts spoilern um niemandem den Spaß am Schauen zu verderben und frage mich darum, wie ich es sagen soll, dass mir an manchen Stellen der totalitäre Einfluss des mittlerweile leider von uns gegangenen H.R. Giger etwas gefehlt hat. Dieser innere Verlust wird zwar im Mittelteil des Films durchweg durch viele Szenen getragen, aber andererseits durch bekannte Charaktere wieder wettgemacht, die das Weltraumgemetzel auch heute noch überzeugend und absolut spannend rüberbringen.

Stellenweise fühlte mich mich ob der blitzschnellen Schlagfertigkeit mancher Momente eher an Resident Evil denn an Alien erinnert, was dem Sehspaß aber keinerlei Abbruch tut und auch im Jahr 2017 noch dafür sorgt, dass man sich im Kino gruseln darf und dabei auch hin und wieder angeekelt den Kopf wegdreht.

 

.kinoticket-Empfehlung: Fans alter Schule haben wohl hier und da ein wenig Ziepen im Nacken, wenn man die Modernisierungsmethoden veranschaulicht kriegt, werden jedoch durch jede Menge Traditionalität und hervorragende Schauspieler entschädigt, die – allen voran Michael Fassbender – eine unglaubliche Geschichte aus einer unglaublichen Welt erzählen, die man gesehen haben muss!

Also packt eure Freunde ein, krallt euch in die Armlehnen und lasst euch von dem noch brutaleren Schocker des Urvaters des Sci-Fi-Horrors erneut überraschen!

 

Nachspann
bleibt aus, genau so wie man es auch aus den traditionellen Filmen kennt.

GROSSES GEWINNSPIEL sponsored by Twentieth Century Fox

Sodale, zur Feier des Tages gibt es zu diesem geilen Film auch wieder mal ein Gewinnspiel bei mir im Blog – und zwar gleich mit mehreren Preisen, damit nicht einer gewinnt und andere leer ausgehen.

Twentieth Century Fox hat für euch ein paar extrem coole T-Shirts und megacoole Poster locker gemacht, die ich hiermit an euch weiterverlosen möchte.

Alles, was ihr dafür tun müsst, ist folgendes:

Postet unter diesen Eintrag (hier direkt im Blog oder auch auf Facebook in den Kommentaren) einfach euren Lieblingsalien rein … Auswahl gibt’s ja viel:

Xenomorph, Chestbuster, Facehugger, Neomorph usw. und schickt diesen Kommentar bis zum 31. Mai 2017 ab. Am 1. Juni werde ich dann unter allen Kommentatoren die Gewinner auslosen, welche entweder ein T-Shirt oder ein Poster zugeschickt bekommen. Die Gewinner werden dann auf gleiche Weise informiert (entweder hier im Blog oder auf Facebook) und um Mitteilung ihrer Adresse gebeten, um euch die Ware zuschicken zu können.

Das ganze gesetzliche Blabla lass ich an dieser Stelle einfach mal unerwähnt stehen, denn wir alle sollten erwachsen genug und bei ausreichend Verstand sein, um zu akzeptieren, dass die üblichen Regeln aus Gewinnspielen auch hier gelten: Keine Barauszahlung der Gewinne, keine doppelte Teilnahme, keine Bevorteilung und kein Zwang zur Teilnahme auf Facebook – darum geht auch die Möglichkeit, hier im Blog zu kommentieren.

Wer kein Lieblingsalien hat oder die alten und neuen Filme nicht gesehen hat, der darf dies auch gerne drunter schreiben und dessen Beitrag fließt genauso mit in die Auswertung ein.

Die Preise wurden von Twentieth Century Fox bereitgestellt – vielen Dank an dieser Stelle nochmal an das Studio. Und zum Schluss noch eine kurze Notiz für Facebook: Facebook, deren angeschlossene Tochtergesellschaften oder sonstige Gesellschaften stehen in keinerlei Verbindung zu diesem Gewinnspiel: Dies wird ausschließlich durch kinoticket-blog.de veranstaltet und die Preise wurden von Twentieth Century Fox gestellt.

So, und nun wünsche ich vergnügtes Kommentieren, wünsche euch allen viel Glück und hoffe auf rege Teilnahme, damit ich die wahnsinnig coolen Sachen endlich weiter verschicken kann.

Euer Ben von kinoticket-blog.de

In der Kürze liegt die Würze – Anleitung für’s Gewinnspiel:

  1. Lieblingsalien posten
  2. Kommentar bis zum 31. Mai 2017 abschicken (hier im Blog oder auf Facebook)
  3. Glück haben und entweder ein T-Shirt oder Poster von Alien: Covenant  zugeschickt kriegen

 
Nachtrag: Alle Gewinner wurden benachrichtigt und die Gewinne verschickt. Viel Spaß damit! 🙂

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