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wenn aus filmen leidenschaft wird

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Creed II: Rocky’s Legacy

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© 2019 Warner Bros. Ent.

Eines haben Legenden immer gemeinsam: Sie sind oben an der Spitze ziemlich einsam einem Sturm ausgesetzt, der extrem hohe Erwartungen fordert, die teils kaum noch zu erfüllen sind und weit über das menschliche Vermögen hinaus gehen.

Oftmals treten dann “jüngere Schauspieler” in die Fußstapfen von Meistern, an deren Vorgaben sie kaum heranreichen und die “Masterpiece-Legende” stirbt schon, bevor sie überhaupt begonnen hat, zu leben.

Creed als Fortsetzungs-Ableger der legendären Rocky-Verfilmungen war einer dieser Geniestreiche, die Sylvester Stallone ins Leben gerufen hat, um die Geschichte nobel abzugeben und selbst wieder in den Hintergrund treten zu können, jedoch merkt man auch im zweiten Teil der “Nachgeschichte”, dass er die viel größere Legende ist, als der Hauptdarsteller selbst. Und so etwas verurteilt quasi das Werk an sich schon von Anfang an zum Tode.

Michael B. Jordan hat auch im zweiten Teil nicht das, was ich als ein rühmliches Scheinen bezeichnen möchte, sondern seine Rolle bleibt blass und unstrukturiert, fast schon langweilig und unbeholfen und erzählt eben einfach einmal mehr den nicht besonderen Plot eines ganz gewöhnlichen Boxerfilms.

Der heimliche Favorit und in meinen Augen unterschätzte Star des Films ist Florian Munteanu, dem eigentlich nur die “Nebenrolle” gegeben wurde, der darin aber brilliert und einen hochedlen Glanz auf die Leinwand pfeffert, der alles andere des Films mit Leichtigkeit in den Schatten stellt. Das, was er hier zur Vollendung führen möchte, ist der Biss, den ich von Creed erwartet hätte, der jedoch eher “rumjammert” als zu liefern und damit dem Reigen der Langweiligkeit angeschlossen bleibt, während Munteanu abzieht und alles hinter sich liegen lässt.

Florian Munteanu beim Special Screening von Creed II: Rocky’s Legacy in München

Klar sind auch hier wieder gestählte Muskeln und unglaubliche Eigendressuren im Hintergrund notwendig gewesen, um derart gewaschenen Männerschweiß und edle Linien auf die Leinwand zu werfen – auch das möchte geschätzt und gewürdigt werden, auf beiden Seiten.

Fakt ist, dass das Publikum den Film trotzdem liebt und auch eine Woche nach Kinostart beim Abspann noch Applaus durch den Saal hallt, der einmal mehr beweist, dass die Welt dem Boxsport mehr abgewinnen kann, als ich.

Wenn ich aber vergleiche, dann ist die Legende weniger wert als der viel mehr hingebungsvolle Underdog, der im Polnischen auf die Bretter schickt und in meinen Augen die wesentlich bessere Aussage mit sich bringt. Hier fehlt mir dann doch etwas das Epische und man zögert sich zu zaghaft aus dem Plotende heraus.

.kinoticket-Empfehlung: DER Hingucker und Star des Films ist und bleibt für mich Florian Munteanu, der nicht nur den Plot, sondern auch seine Hauptdarsteller in den Schatten stellt und als Gegenspieler auf Platz 2 beweist, dass er eigentlich an die Spitze gehört und seine Hollywood-Karriere gerade erst begonnen hat.

Dieser Typ ist Bombe und haut einen nach dem anderen raus und liefert den Biss und die Schlagfertigkeit, die ich einem Boxfilm abgewinnen möchte und weder von Stone noch von Jordan geliefert bekomme.

Jürgen Prochnow als Sylvester Stallones Synchronsprecher einzusetzen, schließt zwar an die Nostalgie an, ist aber für die heute lebende Generation eher nicht so der geniale Schachzug, denn diese Stimme ist tatsächlich befremdlich und wirkt irgendwie “falsch”, auch wenn dieser früher seine Filme gesprochen hat. Wir sind mit einer anderen Stimme aufgewachsen und empfinden es nicht mehr als das Original, was der deutschen Version zusätzlich etwas den Reiz nimmt.

Nachspann
❌ beginnt mit Bildern, muss aber nicht abgewartet werden, nach dem üblichen Blackroll kommt nichts mehr.

Kinostart: 24. Januar 2019

Original Title: CREED II
Length: 130 Min.
Rated: FSK 12

Capernaum – Stadt der Hoffnung

Capernau

© 2019 Alamodefilm

Nadine Labaki möchte etwas erzählen und hat sich dafür drei Jahre Zeit genommen, um Persönlichkeiten zu finden, die dieses Elend tatsächlich durchlitten haben und damit nicht schauspielern müssen, sondern ihren Gefühlen freien Lauf lassen konnten.

Schaut man sich das Plakat einmal näher an, bemerkt man schnell, dass hier keine alten Haudegen am Werk sind, sondern der zerbrechlichsten aller Sorten Mensch eine Bühne geboten wurde: Kindern. Kleinkindern.

Capernaum – Stadt der Hoffnung erzählt eine schier unglaubliche Story, die allein von Zain Al Rafeea getragen wird. Nun kann man darüber erbost sein, dass Kinder nun auf diese Weise ausgebeutet werden und vor aller Welt vorgeführt … oder man öffnet seine Augen und sieht, was im Hintergrund wirklich passiert:

Al Rafeea, der niemals zur Schule gehen konnte, sondern 2012 als Flüchtling aus Syrien in den Libanon ging, hat durch seine internationale Aufmerksamkeit nun ein Ausreisevisum für Norwegen bekommen und kann dort mit seiner Familie ein neues Leben beginnen und zur Schule gehen.

Treasure kommt aus dem Libanon und lebte während der Dreharbeiten bei der Casting-Direktorin, da ihre Eltern tatsächlich verhaftet wurden. Um deren Freilassung kümmerte sich das Filmteam und setzte sich auch hier dafür ein, dass die Familie sicher aus dem Land ausreisen und nun in Freiheit leben kann.

Yordanos Shiferaw, Treasures Film-Mutter arbeitete illegal im Libanon und wurde ebenfalls tatsächlich verhaftet, weil sie keine Papiere vorweisen konnte. Ihre Tränen im Film sind deshalb echt, weil sie exakt diese Situationen real durchlebt hat und sich zu dem Zeitpunkt daran erinnerte. Im Film kann sie ihr Erlebtes zum Ausdruck bringen und verarbeiten.

Kawthar Al Haddad, Zains Film-Mutter hat ebenfalls keine Ausweispapiere und kämpft mit ihrem Mann um die Registration ihrer Söhne, damit diese Bildung, Impfungen und Zugang zum Gesundheitswesen bekommen. Teile der Geschichte hat sie selbst durchlebt. Im Gerichtssaal durfte sie zum ersten Mal aussprechen, was man ihr vorher bislang verboten hatte.

Die Regisseurin hat extremen Wert darauf gelegt, dass hier einzig Aufrichtigkeit das Wort erlangt und keine der Darsteller und Darstellerinnen etwas vor der Kamera spielen muss, sondern jeder seine eigenen Erlebnisse einpflegen und damit der Weltbühne präsentieren kann, was in diesen Ländern so vor sich geht. Der ganze Film ist ein einziges Prestige-Projekt, um die Gewaltdarstellungen zu demonstrieren, die vielen Menschen immer noch angetan werden und sie um grundlegende Grundrechte betrügen. Capernaum – Stadt der Hoffnung ist ein Aufschrei all jener, die auf dem Erdball leben müssen und niemals in den Genuss kamen, freie eigene Entscheidungen treffen zu können um ein Leben zu führen, dass das Attribut “Würde” auch trägt.

Die imposanten Darstellungen lassen garantiert niemanden kalt und erzeugen hier einerseits ein unglaublich tief einschneidendes Momentum, dem man sich garantiert nicht entziehen kann, sorgen andererseits aber auch für Betroffenheit und erzeugen Aufmerksamkeit für Themen, die dringend auf den Tisch gehören.

Die Erzählung ist “fiktiv”, also nicht wirklich so passiert, besteht aber ausschließlich aus Puzzle-Steinen der Recherche, die Nadine Labaki in den drei Jahren vollzogen hat und erzählt hier quasi “nur Wahres”. Der einzige “unwahre Charakter” ist sie selbst in einem kurzen Auftritt, alle anderen haben diese Dinge eben so erlebt, wie sie im Film geschildert werden.

Dass dies keine “dramatische Dokumentation” sondern ein Spielfilm ist, der es versteht, packende Situationen zu erzeugen und dem Kinogänger ein unvergessliches Bild von Teilen dieser Erde zu vermitteln, ist ein Grund mehr, seine Hufen zu schwingen und ins Kino zu gehen. Fakten wie diese sollte man kennen – gerade in Zeiten, wo sich jeder über Schutzsuchende aufregt und sich in seinem Wert beschnitten sieht.

.kinoticket-Empfehlung: Mich hat der Film zutiefst beeindruckt, der hier ausschließlich auf recherchierte Wahrheiten zurückgreift und sie zu einem “fiktiven Ganzen” zusammenfügt.

Die Darsteller bringen ihren Part zur Story alle aus eigener Erfahrung mit und “spielen” nicht vor der Kamera, sondern bekommen erstmalig die Chance, der Weltbühne ihren Seelenschmerz zu präsentieren und nach Gerechtigkeit zu fragen.

Die sollte man ihnen geben, indem man ihnen zuhört … und ganz nebenbei noch einen Spielfilm bekommt, den man lange nicht vergisst. Geht ins Kino und nehmt euch dickes Fell dazu mit!

Nachspann
❌ braucht man nicht ausharren, rausgehen erlaubt, hier folgt nichts mehr.

Kinostart: 17. Januar 2019

Original Title: Capharnaüm
Length: 123 Min.
Rated: FSK 12

Der Vorname

Der Vorname
© 2018 Constantin Film Verleih GmbH

 

Theateradaption von Regiemeister Sönke Wortmann neu für die Leinwand erfunden, um das Kinopublikum mit anspruchsvollen Inhalten zu begeistern: Ich liebe es, dass dieser Schachzug nun mehr und mehr ausgeführt wird und man sich auch ohne Abendgarderobe an diesem niveauvollen Anspruch erfreuen kann.

Dabei trifft man inhaltlich nicht mal wieder nur absolut den Kern, sondern bewegt sich in süffisant-humorvollen Gefilden, die Spaß, Ehrgeiz, Diskussionsfreudigkeit und tief empfundene Freundschaft zelebrieren.

Es ist herrlich, den schrägen Ausführungen der Protagonisten zuzuhören, die sich zum gemeinsamen Mahl verabredet haben und dabei allerlei verbalen Schabernack treiben. Dass dabei jeder seine Rolle gefunden hat und darin hervorragend aufgeht, versteht sich von selbst. Für eine deutsche Produktion unverhältnismäßig gut umgesetzt und in höchstem Maße unterhaltsam, so wie man sich eben perfektes Kino wünscht: Viel gute Laune, supertolle Bilder, hervorragende Twists und jede Menge Bauchschmerzen vom Lachen.

Und all das, ohne unter die Gürtellinie abrutschen zu müssen, um irgendwelche Zuschauer zu ködern oder sonstige billige Tricks anzuwenden, sondern konsequent auf einem Niveau, dass ich persönlich zutiefst erbaulich finde. Und dass das Münchner Premierenpublikum sogar während der Vorstellung Applaus spendete, zeugt ebenso von einem gelungenen Auftritt, den es so selten gibt.

Großartig – weiter so!

 

.kinoticket-Empfehlung: Verbale Gaudi auf höchstem Niveau: Man diskutiert hier in wundervollem Ambiente über Themen, die die Welt bewegen und erschafft dabei eine humorgeladene Atmosphäre, in der sich jeder Zuschauer einfach wohlfühlen muss!

Der Film überrascht mit großartigem Humor und einer Peinlichkeitsfreiheit und gleichzeitig mit tollen Twists. Gelungener könnte ein Kinoabend nicht werden als mit diesem Titel! Unbedingt reingehen!

 

Nachspann
❌ kümmert sich dann endlich auch um den Nachnamen, bereitet ansonsten aber keine Überraschungen, rausgehen ist also erlaubt.

Kinostart: 18. Oktober 2018

Original Title: Der Vorname
Length: 91 Min.
Rate: FSK 6

 

Und zum Schluss gibt’s noch ein paar exklusive Einblicke vom Red Carpet im mathäser Filmpalast in München, wo am 9. Oktober 2018 ein Special Screening des Films stattfand, für das natürlich der komplette Cast mit Regisseur Sönke Wortmann und Produzent Tom Spiess geladen war, das auch viele Prominente besuchten.

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Sky-Moderator und Synchronsprecher Sebastian Höffner

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Schauspielerin Veronica Ferres und Constantin Film Verleih Marketing & Filmpresse-Geschäftsführer Torsten Koch

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Tänzerin, Choreographin, Fotomodel & Schauspielerin Tiger Kirchharz

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Das Schauspielerensemble Christoph Maria Herbst, Iris Berben, Justus von Dohnányi, Janina Uhse und Florian David Fitz

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… gemeinsam mit Regisseur Sönke Wortmann

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Schauspieler Christoph Maria Herbst und Florian David Fitz

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Schauspieler Justus von Dohnányi und Schauspielerin Iris Berben

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Florian David Fitz und Schauspielerin Janina Uhse

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Buchautorin Rita Falk

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Im Saal beim Special Screening von Der Vorname im mathäser Filmpalast in München am 9. Oktober 2018

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Tully

Über Tully gibt es nicht sonderlich viel zu verraten, wenn ich meiner “Absolut keine Spoiler”-Regel treu bleiben will, denn: Jeder gesagte Satz ist im Prinzip ein Satz zu viel. Menschen, die den Twist bereits im Voraus kennen, dürften beim Anschauen dann wesentlich gelangweilter und unfreudiger sein, was sich teilweise bei den Previews geäußert hat: Fast alle, die den .trailer bereits kannten, fanden den Film schlechter als die, die völlig unvoreingenommen reingegangen sind.
Das Thema empfand ich allerdings sehr anschaulich präsentiert und gerade als Nicht-Betroffener außerordentlich einprägsam und plastisch dargestellt. Auch Charlize Theron zeigt einmal mehr, was für schauspielerische Fähigkeiten in ihr stecken. Bei einem so heiklen Thema, zu dem schon oft wütende Diskussionen entbrannt sind, einmal so ehrlich und aufgeschlossen auf der Leinwand zu sein und damit einige Tabus zu brechen und für diese Menschen zu sprechen, ist in meinen Augen das, was Tully am besten gelungen ist. Von dieser einfühlsamen, hingebungsvollen und absolut nachvollziehbaren Annäherung an diesen Konflikt war ich sehr angetan.
Am Ende ist man zwar vom Twist überrascht, jedoch nicht sonderlich begeistert, weil mir dafür einfach die Pointenschwere fehlt, wenn man so möchte. Der Knall kommt zwar, schlägt aber nicht wie gewünscht ein, sondern hinterlässt eher Fragezeichen auf den Augen und hat damit in meinen … Augen … das Ziel verfehlt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Charlize Theron spielt großartig und mimt einmal mehr den Fürsprecher einer ganzen Nation zu einem diskussionsfreudigen Thema.
Umsetzung, Darstellung und Verträglichkeit sind garantiert und funktionieren auch, das gewisse Etwas, dass diesen Ballon dann auch wirksam platzen lässt, bleibt aber – trotz hervorragendem Twist – irgendwie aus. Für einen gemütlichen Abend mit den Freunden und Freundinnen aber nicht die schlechteste Wahl.

 
Nachspann
❌ braucht nicht abgewartet zu werden, es folgen keine weiteren Szenen.
Kinostart: 31. Mai 2018

Die Reise der Pinguine 2

Zwölf Jahre ist es nun her, dass sich Regisseur Luc Jacquet an die Antarktis aufgemacht und das Leben der Pinguine dort filmisch dokumentiert hat.
Mit 25 Millionen Zuschauern weltweit, davon 1,4 Millionen allein in Deutschland gehörte diese Aktion zu den erfolgreichsten in der Geschichte der Dokumentation. Fasziniert vom Leben und dem Anmut dieser Tierchen packte ihn 2015 erneut die Reiselust und er machte sich mit Team und 4K-Kameras sowie Drohnen und Unterwasserequipment auf, um seinen tierischen Freunden erneut zu begegnen und faszinierende Aufnahmen von ihnen für die Nachwelt festzuhalten.
Ich mein: Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was dafür notwendig ist: Filmisches Equipment, dass dazu in der Lage ist, mehrere Tauchgänge an der Antarktis – dem so ziemlich feindlichsten Lebensraum überhaupt – zu überstehen und dabei noch hochwertige Bilder in gestochen scharfem 4K zu liefern, damit unsereiner gelangweilt ins Kino rennen kann, um sich davon berieseln zu lassen.
Was mir da auf der Leinwand begegnet ist, war ein sehr angenehmes, narratives Erlebnis, dass die Enttäuschungen, die einige beim ersten Teil empfanden, sanft dahinwehen ließ und sich nunmehr aufs Beobachten konzentrierte, so dass man tatsächlich die Wunder des Lebens weit entfernt auf unserem Planeten bestaunen und ihnen so nah sein kann, wie sonst nie.
Es ist nicht nur eine herzerwärmende Geschichte, sondern sie ist auch frei von jedwedem “Ach, ist der süß”-Kitsch, den viele an dieser Stelle vielleicht erwarten würden.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wem das Geplänkel mit Vorschauen und Werbetrailern im Fernsehen zu viel ist und wer sich einfach mal ungemein viel Zeit für etwas Wunderschönes nehmen will – oder sogar durch den Kauf eines .kinotickets folgende Filme dieser Art supporten möchte, der sollte genau dies tun und auch beim zweiten Teil zeigen, dass die Lust auf derartige Momente immer noch vorhanden ist.

 
Nachspann
hält keine weiteren Momente bereit.
Kinostart: 2. November 2017

The Boss Baby

Meine Erwartungen waren groß, der Trailer herausragend und der Film einer der Filme, auf die man schon lange hinfiebert.
Dass das 3D genial werden würde, ließ der 3D-Trailer bereits erahnen. Wie tiefgründig die Geschichte am Schluss tatsächlich sein wird, konnte aber niemand vorhersehen. Im Prinzip war der gesamte Saal positiv überrascht.
Und dabei spreche ich jetzt nicht von den eingefleischten Literatur-Kritikern aus der einschlägigen Presse, sondern von Menschen wie dir und mir und jeder Menge Kindern. Dieser Film birgt so viele Herzensgüte, Familiensinn, beleuchtet die Beziehungskomplikationen verschiedener Generationen und arbeitet sie in witziger, familientauglicher und lehrreicher Form auf.
Dabei besinnen sich die Macher auf eine Sache, für die eine Kinoleinwand quasi wie geschaffen ist: das Geschichten erzählen. Als Zuschauer bekommt man hier so eine wunderbare Story vorgelegt, der es prinzipiell an nichts mangelt. Vielleicht hat der ein oder andere zu Beginn noch 5-10 Minuten Schwierigkeiten damit, sich in die Charaktere hineinzuversetzen, danach packt einen die Story und man ist komplett in dieser Welt gefangen, in der einem (wieder) beigebracht wird, zu träumen. Genau diese Fähigkeit haben viele Erwachsene ja mit zunehmendem Alter verloren.
Hier spielt der Film eine seiner größten Stärken aus: er ist nicht nur für das jüngste Publikum, was man anhand des Kinoplakats vielleicht vermuten würde, sondern er spricht alle Altersgenerationen an und vermittelt hier nicht nur Unterhaltung für die Kids, sondern birgt neben unzähligen Anspielungen auf weitere Filme noch so viel Tiefgründigkeit und philosophisches Potenzial, dass auch erwachsenen Zuschauern jede Menge mit auf den Weg ins Leben gegeben wird.
Man hat extrem viel zu lachen, feiert eine Form von trockenem Humor, dem ich sehr viel abgewinnen kann und trumpft mit Gag-Salven auf, die die Vorschau aus dem Trailer klein aussehen lassen.
Dabei beschränkt man sich aber nicht auf eine erzwungene Witzigkeit, wie es bei vielen Comedyfilmen der Fall ist, sondern liefert ehrliche Gags und ein breites Potpourri großartiger Emotionen. In Verbindung mit der herrlichen Inszenierung verschiedenster Gedanken und Träume ergibt The Boss Baby einen Film, der sich den Weg direkt ins Herz des Kinogängers spielend leicht erobert.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer also mal wieder ungeniert und völlig frei lachen möchte und dabei vielen Emotionen freien Lauf lassen, für den ist dieser Film genau das richtige.
Er packt sowohl Jung als auch Alt am Schopf und überbringt neben vielen gelungenen Gags auch mega viele eindrückliche Botschaften, die bei allen Anwesenden reine Begeisterung auslösten.
Ein Film, für den sich der Gang ins Kino definitiv lohnt!

 
Nachspann
Sitzen bleiben. Hier wird nicht nur der komplette Abspann durchanimiert, sondern dazwischen und auch nach dem Ende kommen noch weitere lustige Szenen.

Bridget Jones' Baby

Nach Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück und Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns erblüht nun nach jahrelanger Pause der dritte Teil dieser Filmreihe und besticht einmal mehr mit der sympathisch-unsympathischen Renée Zellweger, die wieder in die Rolle des tollpatschigen Mittdreißigers schlüpft und ihre Unbeholfenheit zum Besten gibt.
Man muss die beiden Vorgängerfilme lieben, um auch im dritten Teil voll auf seine Kosten zu kommen. Dies gestaltet sich bei mir durchaus als schwierig, da ich dieser Art von Erzählungen so gar nichts abgewinnen kann, das Verhalten nicht als amüsant, sondern fast schon als peinlich bezeichnen würde.
Klar – auch die Mitstreiter Colin Firth und Patrick Dempsey leisten hier volle Arbeit und bilden einen bunten Reigen rund um die Stammgeschichte, jedoch hat Ersterer in Kingsman: The Secret Service eine wesentlich bessere Figur abgegeben, die dem britisch-zurückhaltenden Humor viel mehr gewachsen ist, als der Unbeholfenheit, die er hier ausstrahlt. Und auch Dempsey hat bereits in anderen Rollen bewiesen, dass er es besser drauf hat, zumindest was die Integration in die Geschichte angeht.
Dass hier auf charmante Weise wohl eher weibliches Publikum unterhalten werden möchte, gereicht an dieser Stelle dann bei mir wohl zum Minuspunkt. Einzig und allein Emma Thompson leistet vollwertigen Einsatz und besticht durch ihren Charakter und Komik, was den Film für mich bis zum Schluss erträglich machte. Jedoch hat sie bedingt durch ihre Besetzung nicht allzuviel Spielzeit auf der Bildfläche – die Erbrachte jedoch kostet man in vollen Zügen aus.
Dass man als Plotinteressierter auch keine großartigen Geschmackskirschen auf der Sahne oben drauf suchen braucht, muss glaube ich nicht unbedingt erwähnt werden. Man zieht die Sache durch, belebt die ganze Geschichte wieder und führt sie auf seine Weise fort. Das weibliche Publikum findet’s einigen Meinungen nach durchaus witzig und dann bleibt mir wohl auch nur noch zu sagen:
 

.kinoticket-Empfehlung: Geht rein, aber nehmt die Freundinnen mit, für Kerle ist das schwere bis unerträgliche Kost, die nicht nur langatmig ist, sondern eben keinerlei Freudenperlen ausstößt, die männliches Publikum gekonnt unterhalten könnten.
Das Schauspiel der Hauptdarsteller/innen ist sehr wohl gut anzusehen, jedoch passt die Story für mich irgendwie nicht oder das ist einfach nicht meine Welt.

 
Nachspann
Wer’s bis zum Schluss aushält, wird noch mit einer unspektakulären Überraschung belohnt.

Bad Neighbors 2

Ich hab mich erfolgreich um diese Vorstellung gedrückt. So lange. Erst nicht zur Pressevorführung gegangen, dann ein paar Sneak Previews versäumt in der Hoffnung, dass ich den überspringe und schlussendlich vor einem leeren Kinoprogramm gestanden und ihn doch mitnehmen müssen.
Und meine Vermutungen haben sich bestätigt. Wer den ersten Teil gesehen hat, hat das Beste aus dieser Art Geschichte schon intus und kann getrost auf die Fortsetzung verzichten.
Das, was hier verkauft wird, ist quasi aufgewärmter Brei einer erstmals eigentlich guten Idee, die jedoch so sehr vor amerikanischer Alltagsfilm-Manier trieft, dass einem als Zuschauer schon schlecht davon werden kann.
Es mag Leute geben, denen so etwas gefällt, mir so überhaupt nicht. Und es ist irgendwie auch genau wie bei American Pie, wo der erste Teil noch seinen Charme hatte und eben ein ganz bestimmtes Publikum angesprochen hat, während man mit den Folgefilmen dann einfach nur noch auf den Zug aufspringen und es mit der günstigeren Schauspieler-Riege erneut versuchen will. Und dieser Schachzug funktioniert in meinem Fall nicht, da die Ersatztruppe, die die Jungs aus dem ersten Teil ersetzt, hier keineswegs mithalten kann, sondern allerhöchstens als billige Kopie durchgeht, die verzweifelt versucht, genauso cool zu sein wie ihre Vorreiter.
Selbst bei den hoch dotierten Darstellern vermisst man hier die gut gemeinte Portion Coolness und findet eher Peinlichkeiten, die nichts mehr im Kino verloren haben, sondern allenfalls aufs Abstellgleis eines Ramsch-Fernsehsenders gestellt gehören. Ob das nun bewusst auf dämlich gebügelte Darstellerkunst war, oder schlichtweg einfach Nicht-Können, lass ich mal so dahingestellt.
Die einzige Szene, die sich meines Erachtens lohnte, war … achja, ich wollte ja nichts spoilern. Da hat es jemand wirklich drauf gehabt und das so gekonnt in Szene gesetzt, dass es sich dermaßen vom Rest des Films abhebt, dass die Szene in sich wiederum völlig ausgeklammert wirkte und so gar nicht zu dem Rest des Films passte.
Der Rest war langweilig, geschmacklos, intentionslos und ohne jede Würde und Moral und das ist einfach nicht mein Ding. Doch gottseidank sind Geschmäcker verschieden und es gibt mit Sicherheit Menschen, die jene Art Film gutheißen und im Kino begrüßen – und denen sei eine sporadisch besetzte Vorstellung auch von Herzen gegönnt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer sich mit Zac Efron nochmals durch die Welt der Plagenachbarn schlagen will, der sollte sich wohl eher erneut den Vorgänger zu Gemüte führen.
Die Show wird hier zwar weitergeführt, insofern aber doch nur billig kopiert und damit ohne geistigen Auftrieb nach vorne geprügelt. Und diesem Konzept merkt man seine intellektuelle Lustlosigkeit einfach an, was das Ganze zu einer banal-langweiligen Show des Vergessens werden lässt, der man nach der Vorstellung keinen einzigen Gedanken mehr nachreicht.
Und genau so etwas hatte ich auch erwartet.

 
Nachspann
darf abgekürzt werden, hier folgt nichts zusätzliches mehr.

The Witch

Glaubt man den Pressemeldungen, erwartet man hier eine fulminante Show unglaublich horrender Schockermomente, die einem nicht nur das Blut in den Adern gefrieren lassen, sondern den Horror selbst von der Leinwand ins Kino spritzen.
Die Anteaser-Texte der Filmbeschreibung lassen auch nichts anderes vermuten und man freut sich tierisch auf eine Show, die normal beginnt und im Wahnsinn endet.
Genau mein Ding. Und mit eben solcher Vorfreude spazierte ich in den Saal, wartete darauf, dass das Licht ausging und der Horror beginnen möge.
Ums knapp zu machen: What the Hell … ? Aber nicht im positiven Sinne, sondern mega enttäuschend. Mag sein, dass alles auf irgendwelchen Überlieferungen basiert, deren Erzählungen man dialoggetreu nachgespielt haben will, aber die Eigenarten der gesamten Familie zeigen hier wohl eher nicht die Art Horror, die man als derart angefixter Kinobesucher erwarten würde, sondern lassen eher erzittern vor der frenetisch abgefeierten Gläubigkeit krankhafter Menschen, bei denen man im Verlauf des Films fast schon herbeisehnt, dass alles bitte möglichst schnell ein Ende haben möge.
Ganz ehrlich? Gefürchtet hab ich mich keine einzige Sekunde da drin und so richtig Stimmung aufbauen konnte man auch nicht. Ja, manch einer mag jetzt daher kommen mit Bodenständigkeit, 17. Jahrhundert, alles noch einfacher, zurück zu den Wurzeln des Horrors … sorry, Gruselmomente aus dem Jahr 1913 funktionieren heute einfach nicht mehr – zumindest nicht bei mir.
Da das Ganze eher an Suspense angelehnt ist und nicht wirklich Horror per Definition, gab ich der Geschichte zumindest hier eine Chance, möglichst gruselige Stimmungen zu erzeugen und es alles eben in einer mehr oder weniger netten Auflösung gipfeln zu lassen. Fehldenken. Auch hier schafft man es nicht, die Gänsehaut auf den Rücken zu produzieren, sondern der Zuschauer ist entweder gelangweilt oder genervt ob des vielen religiösen und zumeist dummen Gequatsche, dass man hier ins Drehbuch geschrieben hat.
Wer denkt sich so etwas aus und wieso feiert die Presse diesen Schinken so derartig ab? Ich hab keine Ahnung. Für mich auf jeden Fall eine riesige Enttäuschung. Aber ich konnte auch schon mit It Follows nichts anfangen und der kommt beim Genre-Publikum ja bekanntlich auch irgendwie an.
Mein Tipp: Macht euch auf jeden Fall vorher mit Filmausschnitten vertraut, bevor ihr dafür Geld liegen lasst und am Ende genauso bitter enttäuscht seid, wie ich es bin.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer sich hier gruselt, der hat wahrscheinlich auch vor einem Hund Angst, der gemütlich die Straße überquert.
Die Protagonisten laden dazu ein, selbst zum Serienkiller zu werden um dem Verbalhorror ein Ende zu bereiten. Unter unterhaltsam oder schockierend verstehe ich etwas völlig anderes.
Für mich bis dato einer der schwierigsten Filme dieses Jahres überhaupt.

 
Nachspann
Ist das Ding vorbei, renn raus. Hier kommt sowieso nichts weiteres mehr, also kann man am besten auch gar nicht erst reingehen.

Gut zu Vögeln

An dieser Stelle ist es wohl gut, dass ich jeweils 7 Tage ins Land ziehen lasse, bevor ich mich ausführlich dem letzten Sneak Preview-Film widme, denn sonst hätte ich meinem Ärger über das bevorstehende Werk sicherlich mit anderen Worten Luft gemacht, als diesen hier.
Ja, ich fand Gut zu Vögeln zum Kotzen. Wenn es einen neuen Rekord in Sachen Niedrigniveau gibt: Dieser Film hat ihn seit letzter Woche Montag inne.
Ja, der Trailer hat ausdrücklich erwähnt, dass es sich hier um eine “anti-romantische Komödie” handelt und ich hatte bereits bei den vorgestellten Kurz-Sequenzen sanftes Grummeln im Magen, da ich kaum erwartet hätte, dass man hier jetzt mit Geistesblitzen punkten würde und zumindest ein Werk auf die Füße stellt, das den Durchschnittsverstand nicht in dem Maße angreift, wie es das Endergebnis definitiv tut.
Was sollte also erledigt werden, um bei dem Film möglichst viel Spaß zu haben?

  • keine Ansprüche an irgendwas stellen
  • sich besaufen
  • Drogen konsumieren, um das restliche Denkvermögen auch noch auszuschalten
  • eine Vorliebe für schlechte Ballermann-Parties besitzen
  • Denkprozesse hassen
  • Überraschungen hassen
  • Lieblosigkeit beim Kulissendesign etwas abgewinnen können
  • etwas Geschmack für brillante Musik mitbringen

Hä? Genau. Was?
Also mal Klartext: Nein, man sollte keine Drogen konsumieren oder sich bis zur Besinnungslosigkeit besaufen, denn das ist schädlich und zudem illegal (zumindest, was die Drogen betrifft – komisches Land mit komischen Gesetzen).
Man sollte allerdings auch keinerlei Anstalten machen und erwarten, dass hier in irgendeiner Form großartige Unterhaltung oder eine annähernd verstrickte Geschichte erzählt wird, denn womit dieser Film punktet, sind einzig und allein peinliche, flache Darmwitze weit unter der Gürtellinie, die nicht nur Schamesröte ins Gesicht treiben, weil man sich abgrundtief für das Gezeigte fremdschämt, sondern die den Intellekt eines jeden beleidigen, der nicht besinnungslos besoffen in der Ecke liegt und über jede noch so peinliche Abartigkeit lachen kann.
Das “anti” in “anti-romantisch” hätte man durchaus mit Stil (und ich schreibe hier bewusst “Stil” und nicht “mehr Stil”, denn da ist kein Stil, der mehr werden könnte) umsetzen können und auf die peinlichen Momente verzichten, die sich hier Minute für Minute aneinanderreihen und zu einem Filmwerk mutieren, das in seiner Gänze ein geradezu jämmerliches Bild abgibt.
Man liest in den Medien (ja, ich habe tatsächlich viele Artikel gesucht, um dem Film irgendetwas positives abgewinnen zu können!) viel über die Studios, die sich mit anderen Werken gemeinsam nun den Weg an den Pop-Himmel der Filmindustrie erkämpfen wollen und darum besonders stolz auf die Zusammenarbeit untereinander sind, allerdings ändert dies nichts an meinem Empfinden, hier als Zuschauer vor den Kopf gestoßen zu werden, indem in mir das Gefühl erzeugt wird, ich sollte mich schleunigst von den gezeigten Persönlichkeiten entfernen.
Und ja, ich wurde auch Zeuge dessen, dass meine Mitzuschauer aus dem Saal tigerten und ihr Kinokärtchen bei “Gut” in die Bewertungsbox fallen ließen – bitte erklärt mir, weshalb. Ich versteh’s nicht.
Und auch ich habe bereits einige “Drogenfilme” gesehen, in denen ebenfalls Normalität ein Fremdwort war und die für sich eine schwachsinnige Idee nach der anderen umgesetzt haben, dabei aber ihre Würde dennoch behielten. Und die fehlt mir in Gut zu Vögeln einfach komplett.
Ist das einmal mehr der Beweis, dass man sich hierzulande einfach nicht mehr trauen sollte, mit selbstproduzierter Kost an die Öffentlichkeit zu gehen? Wäre an dieser Stelle wohl besser gewesen, denn witzig ist das zu keiner Sekunde. Auch nicht mit Toleranz. Viel eher wird hier der Stereotyp eines Unsympath in den Olymp der Selbstverherrlichung geschickt und bei seinem narzisstischen Treiben gefilmt. Ob dies nun zu einer glorreichen Veränderung charakteristischen Ausmaßes wird oder einfach nur absolut keine Rolle spielt, ist völlig unwichtig, da man sowieso von Anfang an mit Bier zugeschüttet war und es auf eine Moral mehr oder weniger nun auch nicht mehr ankommt.
Wo manches Genie die Grenzen der üblichen Konstellationen galant zu brechen weiß und mit Stilbruch ein völlig neues Verständnis von eben jenem Stil erschafft, gleicht dieses Werk hier dem Nachhall grauer Staubwolken, die noch nicht mal farbtechnisch etwas auf die Reihe bringen.
Die Frage, ob ich mich wenigstens auf der Party wohlfühlen würde, wäre ich selbst vor Ort gewesen, löste in mir reinen Ekel aus und hievte Fragen an die Oberfläche, was denn der Grund für eben jene Maßlosigkeit an Geschmacksverirrungen gewesen sein könnte, die dieses armselige Bild einer Kulisse rechtfertigen würden. Im Ernst? Im Glanz einer Ära, die sich in technischer Relevanz kaum zu überbieten schafft, erhebt man ein Werk in den Himmel, das völlig anspruchslos eben jene Technik verwirft und auf Dinge zurückgreift, die nicht mal 4jährige toll finden?
Entschuldigt, falls ihr zu denen gehört, die bei diesem Film gelacht haben. Entschuldigt, falls ihr zu den Darstellern oder Machern zählt, deren Arbeit ich jetzt hier ungeniert zertrample. Entschuldigt, falls ihr vor hattet, euch mit diesem Streifen einen gemütlichen Abend zu kredenzen und ich eure Träume nun mit meinen Worten zerstört habe. Aber ich kann nicht anders, als jedem zu empfehlen, den Besuch dieses Films gründlich zu unterlassen.
Und sollte man doch einen Grund suchen, weshalb man hier rein darf, dann ist es einzig und allein die Musik. Ja, der Soundtrack war herrlich, die gewählten Songs aus einer Ära, in der Musik noch Relevanz an der Tagesordnung hatte und die Beats waren letztendlich auch das einzige, das ich diesem Film als Pluspunkt durchgehen lasse. Den Rest darf man getrost in die Tonne treten und sie irgendwo tief im Meer versinken, auf das jeder ihren Inhalt vergesse.
 

.kinoticket-Empfehlung: Nein. Geht nicht. Tut euch diese verlorene Zeit nicht an. Es lohnt sich nicht. Auch betrunken nicht.
Selbst RTL hat besseres im Nachmittagsprogramm zu bieten als dieser Film. Hier war wirklich alles unterste Kanone und weit entfernt von witzig, humorvoll, stilgerecht und echt.
Ich könnte dem Hauptdarsteller permanent eine reinwürgen und die Flachwitze und Gegebenheiten sind nichts anderes als zum Fremdschämen.
Einzig bei der Auswahl der Songtitel hat man Klasse bewiesen und sie in einen Film gezerrt, der vor Niveaulosigkeit nur so strotzt – was an und für sich eigentlich schon selbst fast wieder eine Unverschämtheit ist.
Also besorgt euch die Playlist auf iTunes und lasst den Film dafür einfach links liegen. Alles ist besser als das.

 
Nachspann
“glänzt” mit Outtakes, die keineswegs an die Brillanz eines Fack Ju Göhte 2 oder Abschussfahrt heranreichen und somit selbst völlig in der Glanzlosigkeit des Gesamtwerks untergehen. Und diese beiden Werke sind ebenfalls deutsch. Aber wer es bis hierhin ausgehalten hat, dem schaden die paar Minuten extra nun auch nicht mehr. Immerhin ist der Titel mit seinen 92 Minuten nicht all zu lang.

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