.kinoticket-blog.de

wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Anime

Mutafukaz

Affiche Muta version web
© 2018 Peppermint Anime

 

Heute Abend – 25. Oktober 2018 – 20:00 Uhr – habt ihr die einmalige Chance, diesen grandiosen Anime auf der großen Leinwand inmitten unzähliger Anime-Fans zu bestaunen. Karten für’s CinemaxX München gibt’s hier.

Warum ihr das tun solltet?

Mutafukaz wird als Anime gelistet und mutet im ersten Moment eher als Comic an, dem seine traditionelle Japan-Einheit komplett fehlt. Und tatsächlich ist das Ursprungsland auch nicht Japan allein, sondern das Teil kommt aus Frankreich und wurde gemeinsam mit Shojiro Nishimi ins Leben gerufen.

Was mich an dem Ding fasziniert hat?

Der Anime fesselt bereits in den ersten Minuten und wirkt ein klein wenig wie das japanische Futurama, bringt dabei aber alle Elemente eines klassischen Animes mit, die man braucht, um als Fan tatsächlich glücklich zu sein: Schräge Figuren, jede Menge Stoff zum Lachen, desaströse Lebenszustände der Charaktere und eine unglaubliche Bildpracht, für die japanische Animes bekannt sind.

Und sobald man sich etwas mit dem französischen Zeichenstil angefreundet hat, geht’s dann richtig zur Sache. Der Plot explodiert, das Universum wird immer schräger und man findet sich alsbald inmitten von unerklärlicher visueller Kraft wieder, die einem die Augen magisch an die Leinwand kleben lässt.

Ich war total gebannt, hab die Story aufgesogen und empfand die gezeichnete Härte als angenehm wohltuend, weil es selten ist, dass eine Geschichte spürbar für Erwachsene ist, ohne dabei in Blut oder Perversitäten zu ertrinken. Dennoch reißt einen der Film aus dem Alltag und schafft eine wunderbare, gesellschaftskritische und unglaublich tiefgründige Denkarea, die so viele Wahrheiten auf einmal ausspricht, dass es als Zuschauer weh tut, wenn man sie alle beim ersten Mal gleich begreifen möchte.

Es ist faszinierend, wie es Menschen immer wieder fertig bringen, Dinge, die unbedingt gesagt werden müssen, zu sagen und wie immer wieder die Leinwände als einzige Plattform dafür herhalten müssen, weil es anderswo scheinbar keinen Platz für Worte gibt, die diese Welt verbessern könnten.

Doch nicht nur deshalb sollte man sich den Spaß unbedingt im Kino gönnen, sondern natürlich auch, weil der Unterhaltungsfaktor immens ist und weil es nirgendwo so viel Spaß macht, einen Film zu sehen, als im Kino – gemeinsam.

Also macht euch den Abend frei und gönnt ihn euch – wo immer ihr wollt: 25. Oktober 2018 – 20:00 Uhr ! Danach ist die Chance dahin.

 

.kinoticket-Empfehlung: Unbedingt heute im Kino ansehen, dieses gemeinsame Sehvergnügen bekommt ihr danach nicht wieder!

Der Zeichenstil verwirrt anfangs ein wenig und lässt glauben, man sitzt in einem Comic statt Manga, die Story reißt einen aber sofort in den Bann und zischt in tiefgründige Abgründe, dass einem Hören und Sehen vergeht. Muss man unbedingt gesehen haben!

 

Nachspann
❌ braucht man nicht auszuharren, es folgen keine weiteren Szenen mehr.

Kinostart: 25. Oktober 2018

Original Title: Mutafukaz
Length: 94 Min.
Rate: FSK 16

Attack on Titan: The Roar of Awakening

Am 26. Juni 2018 feierte die synchronisierte Fassung von Attack on Titan: The Roar of Awakening in Deutschland seine Premiere. Mit ihr begegnen wir einmal mehr einem Phänomen, dass gerade in der Anime-Welt hohe Wellen schlägt und viele der hart gewonnenen Fans immer derbe vor die Kante schlägt: Synchronisation japanischer Originale, die man auch hierzulande lieber im Original mit Untertiteln ausstrahlen sollte, statt auf die “dämlichen deutschen Stimmen” zurückzugreifen, die aus etwas hoch emotionalem dann etwas mittelklassemäßiges machen, auf das man allenfalls noch als absolut Unwissender stolz sein könnte.
Zugleich ist dies wieder einmal ein Zusammenschnitt einer Serie und somit eine brutal heruntergekürzte Variante einer womöglich großartigen Geschichte, die es zumindest in Japan und den USA auf sensationelle Zahlen geschafft hat. Damals hatte man ja viel zu kämpfen, um auch im europäischen und amerikanischen Markt Anteile an Fans und Leserschaft zu bekommen und bis heute hat es der Anime nicht in den Mainstream der (deutschen) Bevölkerung geschafft. Was eigentlich immer als (Manga)-Serie erschaffen wurde, wird nun also womöglich aus PR-Gründen in zeitraffergeschädigte Schnellverfahrens-Filme gepackt, um damit im Kino Boden zu fassen und neue Kundschaft für sich zu begeistern.
Dieser Plan funktioniert meines Erachtens nur mittelmäßig. Fakt ist: Serien haben Zeit. Zeit, Charaktere aufzubauen, ihnen Leben einzuhauchen, auf Details einzugehen und eine Geschichte wirklich in allen Facetten und Optionen zu erzählen und dabei mit dem Kunden gemeinsam auch in die tiefsten Abgründe literarischer Verzweigungen vorzudringen und den Dingen dabei auf den Grund zu gehen. Anime-Serien nutzen dieses Stilmittel genauso und werden manchmal bedeutungsschwangerer, wenn man eben mal minutenlang auf eine Silhouette schaut oder jemandem “tief in die Augen blickt” und einem dabei Zeit gegeben wird, nachzudenken.
Dieses furchtbare Phänomen habe ich schon bei Neon Genesis Evangelion festgestellt, eine Serie, die glaube ich keine einzigen Hater hat, sondern die jeder abgöttisch liebt: Schaut man sie (egal, wie lang das dauern möge) – ist man verliebt in einfach alles. Diese Schwere, die beständig in der Luft liegt, die Zeit, die man sich nimmt, die dadurch immer länger andauernden Qualen, die die Charaktere durchleiden – es passt einfach vollständig. Schaut man stattdessen die 1.11/2.22 oder 3.33-Kinofilme, kommt man sich einfach nur gehetzt und verarscht vor: Die ganze Geilheit dieser grandiosen Story wird durch diese unmögliche Hatz zu einer Farce und man bekommt eher das große Kotzen als dass man sich zurück in die Serie zurückversetzt fühlt und evtl. sogar nostalgische Faktoren aufblühen lässt.
Attack on Titan ist ebenfalls eine Serie, die nicht nur schon zwei Real-Verfilmungen über sich ergehen lassen durfte, sondern eben in – mit diesem Titel – inzwischen drei Kino-Kürzungen reingepresst wurde. Dabei ersetzte Teil 1 die Folgen 1-13, während Teil 2 dann 14-25 der ersten Staffel inkludiert. Mit Attack on Titan: The Roar of Awakening nimmt man sich jetzt der zweiten Staffel an und bringt somit den Compilation-Film auf den großen Screen.
Was mich wieder zum Beginn meines Beitrags führt.
Kurzes Experiment: Stellt euch mal so ein riesiges Monster (nehmt der Einfachheit einfach einen Dino) vor und sprecht dabei langsam den Titel aus: the ROOOOOOAAAAAARRRRRRRRRRRRRR of Awakening. Hört ihr dieses Vieh schreien?
Okay, nochmal in Deutsch: das GEBRRÜÜÜÜLLLLLLLLLLL des Erwachens.
Und dann hoppelt das Monster davon: “Gebrüll”, “Gebrüll”, “Gebrüll” …. merkt ihr: es ist lächerlich!
Also in Englisch: After that the monster runs away: “ROAR!” “ROAR!” “ROOOAAARRRR” – authentischer? Hört man schon anhand der Sprache das Röhren aus den tiefkehligen Monster-Lungen?
Genau diese Intensität, die man als Zuschauer unterbewusst erlebt, geht in der deutschen Synchronisation vollständig verloren. Und ich wage einfach mal zu behaupten, das ist bei (fast) allen Animes so. Warum also übersetzt ihr die Dinger denn überhaupt? Es reichen doch Untertitel.
Ich denke, darunter hat auch die dritte Verfilmung der Serie stark zu leiden, denn die hierzulande mit FSK 16 freigegebene Kinofilmfassung nimmt sich durch die sprachliche Verstümmelung ein wenig die “Brutalität” und das Monströse, dass die Serie womöglich viel besser aufweisen kann. Und da man eben keine Zeit hat, um alles gebührend vorzustellen und die Neueinsteiger und Zuschauer auch in die Story so einzuführen, dass sie verstanden wird, fühlt man sich stellenweise als Quereinsteiger alleingelassen und ratlos. So kann es schon mal vorkommen, dass man zwischendurch auf die Uhr schaut.
Ein anderer Punkt ist auch: die harmonische Zusammensetzung von Ernsthaftigkeit und “japanischem Anime-Humor” kann durch den Schnitt völlig verhunzt worden sein (ich kenne die Serie nicht), aber zumindest kam mir das in den After-Credits-Szenen zu deutlich heraus: Die haben irre Spaß gemacht und eine ganz andere Seite der Geschichte gezeigt. So bleibt mir wohl nur, mich der Serie als solches anzunehmen und herauszufinden, ob die dann besser komponiert ist, als das im Kinofilm der Fall war.
 

.kinoticket-Empfehlung: Höchstwahrscheinlich nur extremen Fans zu empfehlen, die sich in der Attack on Titan-Welt auskennen und einfach in kurzen Schnitten an die Zeit zurückerinnert werden wollen, in denen sie die Serie gesehen haben.
Als Quereinsteiger manchmal schwer zu verstehen und die deutschen Dialoge entbehren stellenweise etwas der Ernsthaftigkeit. In diesem Fall ist es wohl kein Fehler, lieber zu den Serien direkt zu greifen, um wirklich in die umfassende Welt dieser Schöpfung eintauchen zu können.

 
Nachspann
✅ auf jeden Fall bis ganz zum Schluss sitzen bleiben, hier kommt nach dem Abspann noch eine fantastische Szene, die gar nicht mal kurz ist.
Kinostart: Event am 26. Juni 2018 – fraglich, ob da noch weitere Vorstellungen kommen werden.

No Game, No Life: Zero

Ich selbst bin ja nicht “offiziell als Kind” aufgewachsen, sondern hatte wegen einiger externer Eigenarten das Problem, vieles, das normale Kinder einfach während ihrer Kindheit tun, später “nachholen” zu müssen. Dazu gehören auch Comics. Ich hatte nie welche, war wohl genauso interessiert daran, sie zu lesen, aber es sollte halt nicht sein.
Den Umweg über Japan und japanische Mangas hätte ich mir als Kind sicherlich auch extrem gewünscht, aber auch hier hat mir das Leben einen Riegel vorgeschoben. Meinen Einstieg in die Anime-Welt habe ich mit der Serie Neon Genesis Evangelion gefeiert, die ich heute noch extrem liebe und verehre und an deren Großartigkeit bis jetzt noch nichts rangekommen ist. Alles, was man später so im TV mitbekommen hat, war mir entweder zu quirlig, zu extrem kindisch oder einfach “unter meinem Niveau”. Ich konnte Serien wie Sailor Moon oder Pokémon nichts abgewinnen und ich habe auch bis heute noch kein Interesse an Dragon Ball oder anderen Dauerbrennern aus dem deutschen Fernsehen.
Neuerdings ist allerdings die Eigenart in unsere Kinos eingezogen, die Welt der Animes nach Filmperlen abzusuchen und diese in Form von Events auf die deutschen Leinwände zu bringen. Auch hier habe ich mir bereits den ein oder anderen Streifen angeschaut und war von manchen Dingen recht positiv angetan. Aber so richtig gepackt hat’s mich eben nicht.
Doch jüngst flammten dann Filmchen wie Your Name. – Gestern, heute und für immer auf, der sich auch gleich mal zum erfolgreichsten Anime aller Zeiten emporhob und den ich mir tatsächlich sogar 2x auf dem Big Screen angeschaut habe, obwohl er in Deutschland nur 2x über die Leinwand ging. Meine Liebe zum japanischen Anime ist geboren und ich frage mich immer öfters, weshalb man es hierzulande nicht schafft, solche Filme einfach dauerhaft ins Kinoprogramm einfließen zu lassen respektive ganze Kinos eröffnet, die ausschließlich animierte Filme aus der Kultur Japans zeigen. Interesse dürfte ja eigentlich reichlich vorhanden sein.
So ließ ich es mir also auch nicht nehmen, jüngst in das Event von No Game, No Life: Zero zu gehen, von dem ich vorher absolut rein gar nichts gehört hatte. Sei’s drum, die Dinger werden immer besser, also geh einfach rein und lass dich überraschen.
Gesagt, getan. Und es hat mich weggebombt.
Was ich grundsätzlich an Animes mag: Die Stimmen. Sie spielen so echt, so verzweifelt, so laut, so brüllend, so emotional, so glaubwürdig: All das, was man in deutschen Produktionen oft anprangert, nämlich, dass sie keine realistische und anständige Sprache sprechen, sondern sich in ihrem Theater-Hochdeutsch selbst die Füße brechen, findet hier nicht statt, sondern man wird hineingerissen in die Gefühle der Charaktere und kann einfach nicht anders, als mit ihnen mitzufühlen, weil sie ihre Emotionen wahrlich rauslassen.
Was mich genauso begeistert: Der Zeichenstil. Wenn er eben nicht so “kindisch” wie in Sailor Moon und Konsorten ist. No Game, No Life: Zero bringt hier zwar ziemlich viel pink mit ins Spiel und wirkt daher anfänglich für die Boy-Generation etwas abschreckend, allerdings wird man so schnell und intensiv in die Situation hineingezerrt und mit Momenten überströmt, dass es gar kein Entrinnen mehr gibt und man einfach nur gefesselt der Story folgt und hofft, dass alles gut ausgeht.
Was ich ebenfalls grundsätzlich an Animes mag: Der Humor. Die Situationen können noch so deprimierend und niederschlagend sein, man findet immer wieder eine Möglichkeit, um diesen super süßen, sexy Humor auf die Bildfläche zu wedeln und damit für Auflockerung und unfassbar viel Sympathie zu sorgen, ganz egal, wer da grade auf der Leinwand rumspringt.
Und von beidem hat No Game, No Life: Zero mehr als reichlich! Dass ich heute meinem Geldverdien-Job nachgehe und nicht nochmal ins Kino gehen kann, bedauere ich jetzt schon, denn wäre ich im Frei, würde ich sofort wieder Kohle in die Hand nehmen und mir den Titel einfach nochmal anschauen!
Und ich lege euch dringend ans Herz, genau dies zu tun! Diese “Belanglosigkeit”, die man als Erwachsener desöfteren bei Animes aus dem deutschen TV verspüren könnte, passt hier gar nicht rein. Der Streifen wirkt sehr “erwachsen” und “ernst” und bringt einen dabei dennoch ständig zum Lachen und tobt in verschiedenen Szenen vor sich hin.
Fakt ist: Die Laufzeit ist eigentlich relativ kurz – und da die Kinos bei solchen Events in der Regel auch keine Werbung zeigen, kommt es einem noch viel kürzer vor – und das allein hat schon ausgereicht, dass ich mich jetzt nun ernsthaft nach der “Fortsetzung” umsehe: Der Serie.
Diese kommt mit 287 Minuten daher und nennt sich No Game, No Life: Episode 1-12 – dreimal dürft ihr raten, was der Filmtitel dazu ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Also nutzt heute die Chance und geht ins Kino, denn der Titel wird wirklich nur noch heute in den Kinos gezeigt.
Nutzt den Kinofinder oder das Portal https://deinkinoticket.de/filme/ – und gebt dort Titel und euren Wohnort ein, um das nächstgelegene Kino zu finden, dass diesen Anime bringt.
Danach hoffe ich nur, dass möglichst viele Events oder Freilichtbühnen diesen Titel aufnehmen und ihn auch in Zukunft noch zum Schauen bereithalten, denn gesehen zu werden hat sich dieses Werk definitiv verdient!

 
Nachspann
Ist sehenswert, hörenswert und sollte definitiv bis zum Schluss abgewartet werden.
Kinostart: 7. Juni 2018

Detektiv Conan – Der purpurrote Liebesbrief

Mein Bezug zu Animes sieht folgendermaßen aus: Vor Jahren hat mich ein Kumpel nach einer 4tägigen Dauerwachphase mal gefragt, ob ich Neon Genesis Evangelion bereits kenne, was ich verneinte. “Dann musst du dir unbedingt noch eine Folge anschauen, bevor du ins Bett gehst.”
Ihn dazu zu überreden, mit mir zu schauen, war aufgrund seines Unvermögens, noch länger wach zu bleiben, schlicht unmöglich, ich hab mich jedoch breitschlagen lassen und bin nach allen 26 Folgen in japanischer Sprache mit englischen Untertiteln dann auch endlich ins Bett.
Danach habe ich immer wieder mal die Fühler nach Animes ausgestreckt und niemals mehr eine solche Verbundenheit und Nähe empfunden, wie es bei Neon Genesis Evangelion der Fall war.
Seitdem sind Jahre vergangen. Mittlerweile (oder früher auch schon? Und ich hab es nur nicht registriert?) zelebriert man seine Lieblingsserien ja inzwischen auch in Filmform im Kino und manche Ketten haben dazu extra wiederkehrende Events eingerichtet, die genau diese Klientel ansprechen.
Und wenn’s im Kino läuft, interessiert’s jemanden wie mich, also bin ich hin und habe hier und da wieder neue Erfahrungen mit den japanischen Animationen gemacht.
Manche haben mich erneut ergriffen (One Piece Gold zum Beispiel), andere haben mich eher weniger tangiert. Bei Detective Conan kenne ich weder das Serienvorbild noch habe ich je vorher etwas davon gehört oder konsumiert, es war also ein Sprung ins kalte Wasser.
Der mächtig erfrischt hat! Die Story, die Zeichnung, die Charaktere und das Thema haben mich dermaßen fasziniert und ich war so begeistert von dem Film, dass ich mich hinterher tatsächlich in die Stores aufgemacht und Ausschau nach mehr gehalten habe.
Und es gibt mehr. Viel mehr. Dies ist bereits der 21. Kinofilm, der eine luftig-lockere Erzählweise und einen dazu gegensätzlich straffen, unnachgiebigen Eifer hat, mit der die Protagonisten an ihre Sache rangehen. Und diese Mischung funktioniert exzellent. Es gibt kaum Szenen, in denen der Plot nicht vorangetrieben, die Darsteller nicht weiter preschen und somit Langeweile vorbeugend verhindert wird. Auch die “Größe”, die man hier auffährt, hat längst nichts mehr mit einer günstigen TV-Produktion zu tun, sondern bewegt sich vergleichsweise auf Blockbuster-Niveau.
Nach dieser Vorstellung hat sich nun eine weitere Marke in mein bisher noch recht leeres Anime-Verzeichnis geprägt, nach der ich auch in Zukunft weiterhin Ausschau halten werde, um einfach dann und wann mal wieder in diese Welten abzutauchen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Höchst professionelle Auseinandersetzung mit Teilen der japanischen Kultur, in die die westliche Welt kaum Einblicke hat, insofern man dem Land nicht selbst einen Besuch abstattet.
Das Rätselraten macht Laune und der pointierte Witz macht extrem Lust auf mehr.

 
Nachspann
Sitzenbleiben – hier läufts weiter bis zum Schluss und darüber hinaus.

Dragon Ball Z: Resurrection F (3D)

Freunde der Anime-Welt: Ein neuer Stern ist am Himmel aufgestiegen, der den bis dato bereits 15. Dragon Ball Z-Film auf die großen Screens wirft und somit die Anhängerschaft dieses Kult-Mangas beeindruckt.
Ich persönlich kenne mich in dieser Welt zu wenig aus, um darüber professionelle Aussagen treffen zu können und kann daher wieder mal nur meine persönlichen Eindrücke schildern, die hier in keinster Weise irgendjemandes Vorlieben angreifen oder verletzen sollen.
Meine Vergleichsobjekte sind die für mich bislang unerreichte Neon Genesis Evangelion-Saga sowie die letzte Anime Night, in der One Piece Gold gezeigt wurde.
Letzteren empfand ich als mehr systemkritisch, tiefgründiger und mit viel mehr Material, das hinter den Kulissen angeprangert wurde, während man in Dragon Ball Z: Resurrection F sein Augenmerk eher auf die Kampfszenen und den allgemeinen Spaß richtet.
Und das ist auch völlig okay so. Selbst das 3D im Film lässt sich sehen und liefert hier wieder ein Erlebnis der besonderen Art, in dem man sich als Zuschauer und Fan von Animes gerne verlieren darf.
Die Sprüche sind witzig, der Plot funktioniert und die Charaktere leben durch ihre eigene Seele, die von den Übersetzern auch gefühlt gut rübergebracht wird. Man hat beim Zuschauen durchaus seine helle Freude und die ineinandergreifenden Duelle der verschiedenen Typen bereiten auch genrefremden Leuten jede Menge Spaß.
Dazu kommt das einzigartige Publikum bei solchen Vorstellungen, die mit Gelächter und viel Hintergrundwissen den Saal zusätzlich mit Stimmung aufheizen und dafür sorgen, dass man bei der Vorstellung wirklich richtig Gaudi erlebt.
Selbst in 2D hat das Abenteuer seinen Reiz und bietet nicht weniger Entertainment als in der teureren 3D-Variante. Die Farben und typischen Anime-Elemente reizt man auch hier wieder aus und lässt die Geschichte zwar nicht ganz so im Farbeimer versinken wie in One Piece Gold, liefert allerdings aber genügend eigenständige Kreationen, die die Welt realistisch abbilden und sich nicht an anderen Quellen bedienen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Anime-Szenefans werden diesen Titel sowieso schauen, alle anderen dürften dabei aber auch ihren Spaß haben, denn selbst in 2D macht der Film noch richtig Laune und erzählt eine gute Story mit viel Aufregung und Impression.
Der Humor ist fantastisch, der Plot durchdacht, es wird zu keiner Zeit langweilig und die eigenwillige Art, die Anime’s innewohnt, kommt auch diesmal nicht zu kurz.
Wer noch die Chance hat, darf sich den Streifen daher gerne zu Gemüte führen.

 
Nachspann
sollte man unter keinen Umständen verpassen, denn der ist bis zum Schluss gefüllt mit Material. Sitzenbleiben!

One Piece Gold

Die Welt der japanischen Mangas und Animes ist nicht jedermanns Ding. Ich persönlich habe selbst in meiner Kindheit niemals den Draht dazu gefunden, wenn man von Neon Genesis Evangelion einmal absieht – die einzige Serie, die ich bisher verschlungen habe.
Der Rest hat mich irgendwie niemals angemacht und war mir irgendwie zu “billig” – Dinge wie Sailor Moon oder Dragon Ball sind also ungesehen an mir vorbei gezogen. Ein dementsprechend aufgewühltes Gefühl machte sich beim Entschluss in meiner Magengegend breit, als ich Karten für die Anime Night orderte, in der der 12. Film aus der One Piece-Reihe gezeigt werden sollte.
Und wieder mal entpuppte sich diese Entscheidung als Krönung des ganzen Kinotags: Das Teil ist so verrückt, tiefgründig und voll mit hintergründigem Wissen über die Gesellschaft, dass ein Mal ansehen kaum reicht, um all das zu verinnerlichen, was einem dort geboten wird.
Obwohl die Laufzeit mit 120 Minuten angegeben ist, war das Spektakel viel zu schnell vorbei und jeder im Saal hätte sich das Ganze direkt noch einmal antun können. Inklusive mir.
Nicht nur, dass man hier wieder wunderbar kritisch einige durchaus wichtige Themen des Alltags durchzelebriert, sondern man tischt auch dermaßen viel abartigen Humor auf, dass das Schauen allein deswegen schon zur reinsten Glücksveranstaltung mutiert. So viel Zuschauersympathie und Charme verpackt in ein teilweise so ernstes Thema schafft man aufgrund der technischen Einschränkungen schon in anderen Filmen kaum, was bei mir den Drang auslöste, mich vielleicht doch mal etwas mehr in diesem Genre umzusehen und hier und da noch ein paar neue Goldstücke zu entdecken.
Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, und sollte einer von euch die Chance haben, den Film nochmals irgendwo zu sichten, dann nutzt sie.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auch wenn Animes nicht jedermanns Sache sind: Der Gang in diesen Streifen gehört für mich zum guten Ton, denn hier stimmt einfach alles: Unterhaltungsfaktor, Humor, visuelle Eindrücke, Musik, Spannung, Plot und alles weitere auch.
Ich für meinen Teil werde mir das Teil definitiv für meine Sammlung zulegen und da rein schaffen es nur die besten der besten. Und da gemeinsam schauen immer mehr Spaß macht als allein vorm Fernseher sollte jeder die Chance nutzen und die Vorstellung im Kino abgreifen, sofern sie noch einmal geboten wird.

 
Nachspann
bleibt man eh sitzen, der ist nicht so lang wie hierzulande und dazu noch bis zum Schluss wunderbar animiert.

Powered by WordPress & Theme by Anders Norén