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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Aaron Kissiov

Liliane Susewind – Ein tierisches Abenteuer

Kinder weiß man auf Bildschirmen immer zu beeindrucken – viele Eltern dürften davon ein Lied zu singen wissen. Sony Pictures nimmt sich ab sofort eines gewaltigen Abenteuers an und schickt euch gemeinsam mit den Kleinen wieder auf eine Reise, die gleich mit einem spannenden Twist beginnt. Dieser benötigt zwar einige Reifezeit, aber alsbald haben sich die Kleinen damit abgefunden und sind mitten im Geschehen gefangen.
Hier werden unter anderem wichtige Fragen geklärt, die auch im Alltag immer wieder aufkommen und mit denen man sich gerne einmal neu auseinandersetzen darf: Liliane Susewind – Ein tierisches Abenteuer bietet hier auch für Erwachsene ganz neue Denkanstöße z.B. im Umgang mit Tieren und der Tierhaltung zu Hause.
Der Plot und die bekannt-überzogene Darstellung erwachsener Schauspieler wirkt für Kinder glaubwürdig, verlangt Erwachsenen aber einiges an Toleranzvermögen ab, so dass diese ihre Kinder wohl besser in einem der Kinosäle “absetzen” und nach der Vorstellung wieder aufgreifen sollten.
Die moralische Erziehung der Kinder steht auch hier wieder subtil im Subkontext und vermittelt das ethisch-verantwortungsvolle Verhalten gegenüber anderen Lebewesen sehr eindrucksvoll und unterhaltsam.
Dabei geht es auch um Korruption, Verhaltensfragen und deren hintergründige Beleuchtung, die sich u.a. sehr nah an der Buchvorlage für Kinder orientieren und hier einen würdigen Filmvertreter dieses Stoffes abliefern.
 

.kinoticket-Empfehlung: Die Story reißt Kinder in ihren Bann und sorgt für kurzweilige und pädagogisch wertvolle Unterhaltung.
Laufzeit und Inhalte sind sehr schön an Kinderverhältnisse angepasst und eignen sich hervorragend, um den Kleinen den korrekten Umgang mit anderen Lebewesen auch im eigenen Haushalt gut erklären und beibringen zu können.
Als Familienfilm eignet sich dieser eher weniger, da erwachsene Teilnehmer wohl eher ihre Schwierigkeit mit der überzogenen Darstellung ihrer Pendants im Film haben dürften, die Kinder jedoch hatten ihren Spaß und waren allesamt vom Film begeistert.

 
Nachspann
Nicht aufstehen, der wird bis zum Schluss wunderbar durchgezogen und fällt gar nicht großartig durch Langeweile auf.
Kinostart: 10. Mai 2018

Die Wilden Kerle: Die Legende lebt

Den Titel darf man im bereits sechsten Filmteil dieser Saga tatsächlich wörtlich nehmen: Ohne dass diese Legende lebt, wäre es wohl niemals zu diesem Reboot gekommen.
Über die Inhalte brauch ich Genre-Kennern wohl kaum noch etwas erzählen. Die einzige Neuerung ist diesmal, dass man den Staffelstab an die jüngere Generation weiterreicht und somit das Spiel mehr oder weniger von vorne anfängt. Und das auch inhaltlich.
Sprachtechnisch hapert’s wieder ein kleines bisschen, dem wirkt allerdings die spielerische Fähigkeit der Jungdarsteller entgegen, die alles andere als enttäuschen und hier einen sinnvollen Kinderfilm abliefern, der nicht nur unterhaltsam wirkt, sondern tatsächlich auch Botschaften vermittelt, auch wenn diese unlängst bekannt sein dürften.
Gefreut hat mich die zurückhaltende Stellung der alten Hauptdarsteller, die sehr reif, weise und unterschwellig gewirkt und somit weder Wehleidigkeit noch Enttäuschung oder krampfhaftes Nochmal-Aufleben-Wollen praktiziert haben.
Ich würde jetzt nicht unbedingt nochmal reinrennen wollen und empfände es angesichts der Bekanntheit der Story auch eher als anstrengend, mir diesen Film ein zweites Mal anschauen zu müssen, rate aber auch nicht davon ab, ihn als Ziel für eine Kinovorstellung mit seinem Nachwuchs herzunehmen, denn dafür taugt das Teil auf jeden Fall.
 

.kinoticket-Empfehlung: Für Kinder ist genügend Stoff dabei, um Unterhaltung zu bekommen, auch wenn herausragende Leistungen und einzigartige Momente gänzlich fehlen.
Die solide (und bekannte) Geschichte taugt aber dennoch und darf von interessierten Kleinkinogängern durchaus gesehen werden. Hier wird fundiert gearbeitet und nicht nur auf Blödsinn gesetzt.
Für die absolute Weiterempfehlung fehlt mir ein wenig der Sprit, der das Teil durch die Decke gehen lässt, dafür war man zu konservativ und unaufgeregt, allerdings hat man sich hier auch nicht lumpen lassen und ist gänzlich in die Kleinkindschiene abgerutscht.

 
Nachspann
beginnt mit Bildern, die Darsteller und weitere Momente aus dem Film zeigen. Also nicht gleich aufspringen, sondern gemütlich abwarten.

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