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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: 96 Minuten Page 1 of 2

Alpha (3D)

Es gibt prähistorische Filme und es gibt den kompletten vergleichbaren Rest: In der Historie aller Altertumsfilme waren diese bislang immer eigenständig und konnten schlichtweg nicht mit der Vielfalt anderer Filme in Vergleich gesetzt werden.
Daraus macht Alpha überhaupt keinen Hehl und sorgt mit seinem Auftreten erstmalig wieder für total verblüffende Momente in einem Altertumsfilm: Allein die Optik und der Beat, den man sich hier ansehen und -hören darf, lädt dazu ein, wieder einmal nach dem größten Kino um Umkreis Ausschau zu halten.
Und ich mein das Ernst: Bereits im Vorspann erlebt man Gänsehautmomente, die sich gewaschen haben: Dreht die Boxen auf, sperrt eure Glysen weit auf und beherrscht euch, wenn’s um Jubelschreie und Jauchzer geht: Das Ding haut rein und erhebt die Brachialität wuchtiger Kinos in der Oberklasse über alles andere hinweg.
Nun kommen die mäkelnden Presse-Elitären und mockieren sich über mögliche Zustände der Realismus-Annäherung, die der Film niemals erhoben hat und beschweren sich über zu maßgeschneiderte Elemente in Sachen “Bekleidung” oder zeithistorischer Nonsense-Avancen, die weder vom Durchschnittszuschauer erwartet werden, noch vom Plot beantwortet werden müssten: Genau diesen Humbug muss man zu Alpha nicht von sich geben, denn der Kinogänger weiß: Es ist ein Prähistorienfilm und er erwartet: Säbelzahntiger, Mammuts, gewaltige Haudrauf-Action und geile Bilder.
Und genau das kriegt er! Leute? Selbst beim Schreiben des Textes kommt mir wieder die Gänsehaut über den Rücken, wenn ich an die plastischen Bilder des Streifens zurückdenke! Es ist genau das, was man als solcher Zuschauer sehen will und man übertrifft sich hier in einem Maße, wie es wohl niemand erwartet hätte!
Die Kamera ist der Hammer! Die durch-optimierte Bildqualität zeugt von IMAX-Qualitäten und lässt sich wohl (hoffentlich) später im Heimkino wieder als Referenz-Material hernehmen, die Schwarz-Werte und Farb-Plastizität ziehen einem vor Geilheit die Schuhe aus!
Dazu kommt eine doch relativ realitätsgetreue Recherche, eine der üblichen Plots (darum geht’s und ging’s hier nie!) und einfach grandioses Kino, wie es für den Action-Liebhaber im Buche steht.
 

.kinoticket-Empfehlung: Das Ding lebt vom impressionistischen Eindruck, wartet mit grandioser Mucke und monströsen Bildern auf und verblüfft in allen Maßen!
Endlich wieder großartiges Antike-Kino, dass alles bisher in diesem Genre gezeigte von der Leinwand wischt und nur sich selbst zulässt!

 
Kritik am Film
Mögliche Diskussionen wegen der Tötung von fünf Bisons für Filmzwecke sind im Vorfeld zu diesem Titel entbrannt, die von der AHA (American Humane Association) derzeit noch untersucht werden. Diesbezüglich wurde das bekannte “No Animals were harmed”-Zertifikat wieder entzogen und auch PETA hat bereits zum Boykott des Films aufgerufen. Allerdings laufen die Ermittlungen noch und die Sache muss aktuell (Publishing-Date) noch als Spekulation bezeichnet werden.
 
Nachspann
❌ braucht nicht abgewartet zu werden, hier folgt nichts weiter.
Kinostart: 06. September 2018
Original Title: Alpha
Length: 96 Min.
Rate: PG-13 | FSK (tba)

Mein Name ist Somebody

Wer kennt sie nicht – Terence Hill & Bud Spencer, letzterer bereits im glückseligen Western-Himmel. Die beiden werden oft als italienische Stars des Spaghetti-Westerns gefeiert, dabei kommt Hill ursprünglich aus der deutschen Stadt Lommatzsch nähe Dresden und heißt eigentlich Mario Girotti. 1945 hat er mit seiner Familie Deutschland verlassen und ist nach Italien gegangen.
Kaum zu glauben, dass so eine Filmgröße nach so langer Zeit den Weg auf die Leinwand zurückerobert, aber es war längst überfällig, dass er nochmal auf die Bildfläche treten musste, da die ganze Welt mit dem Tod von Bud Spencer einen tiefen Schlag erlitt und sein langjähriges Herzensprojekt somit gleichzeitig die Verarbeitung vom Abschied seines besten Freundes ist.
Diese tiefsitzende Trauer spürt man zu jeder Sekunde. Es ist, als wäre Hill aus seinen einfachen Western in die moderne Welt getreten und würde nun versuchen, die altbekannten Stilmittel neu zu beleben, um ein letztes Mal zu beweisen, wer er war und welches Vermächtnis er an seine treue Fangemeinde längst überreicht hat.
Man spürt deutlich, dass der Anschluss an die teils absurden Filmverhältnisse der Neuzeit vollständig gekappt ist und er sich ganz von selbst sein altes Reich erblühen lässt, ohne dabei jedoch nostalgisch zu wirken. Das Niederknien vor den guten alten Zeiten ist zwar da, die selbstreflektierte Auseinandersetzung mit anderen Umständen jedoch genauso. Und es tut gut, als Zuschauer wieder einmal an das Flair seiner alten Filme herangetragen zu werden und die typische Haudraufstimmung zu erleben, wenngleich sie sehr pointiert und zielgerichtet eingesetzt wird.
Hill nutzt die Chance, um die Rückkehr in sein Mutterland gebührend zu feiern und tritt im Rahmen einer Kinotour noch in folgenden Städten auf:
24.08.18 – Worms – Open Air Worms
25.08.18 – Frankfurt – Cinestar Metropolis
25.08.18 – Sulzbach – Kinopolis Main-Taunus
26.08.18 – Nürnberg – Cinecitta
26.08.18 – München – Mathäser Filmpalast
27.08.18 – Stuttgart – UFA Palast
27.08.18 – Karlsruhe – Open Air am Schloss Gottesaue
Karten dafür gibt’s im Vorverkauf unter https://deinkinoticket.de/filme/mein-name-ist-somebody – bitte rechtzeitig kaufen, da die Nachfrage riesig ist!
Außerdem wird der Film als bundesweites Kino-Event am 26. August 2018 flächendeckend in den deutschen Kinos zu sehen sein und im September auch in Österreich auf den Leinwänden flimmern.
 

.kinoticket-Empfehlung: Macht diesen Film zu solch einem durchschlagenden Erfolg, dass sich die Kinos darum reißen, ihn ins reguläre Programm zu holen: Er hat es sich verdient und es täte unserer Zeit ebenfalls gut, eines dieser gutmütigen Werke ohne Zeitdruck auf dem Big Screen bestaunen zu können.
Hill hat’s immer noch drauf und schenkt der Welt sein Herzenswerk, um einerseits Spencers Tod zu verarbeiten, andererseits eine zutiefst emotionale Geschichte zu erzählen, die die altbekannten Welten nochmal aufleben lässt.

 
Nachspann
✅ zollt ihm diesen Respekt und rennt nicht vorschnell aus den Kinos, zumal er sowieso in vielen Orten persönlich anwesend sein wird.
Kinostart: Bundesweites Einmal-Event am 26. August 2018 und im September in Österreich.

Sauerkrautkoma

Langsam wird’s unübersichtlich im Eberhofer-Universum, darum hier für euch mal die Reihenfolge der Bücher/Filme zum Nachschlagen und Nachschauen:
1) Winterkartoffelknödel
2) Dampfnudelblues
3) Schweinskopf al dente
4) Grießnockerlaffäre
5) Sauerkrautkoma (aktuell in den Kinos)
6) Zwetschgendatschikomplott
7) Leberkäsjunkie
8) Weißwurstconnection
9) Kaiserschmarrndrama
Sauerkrautkoma bildet nun also die derzeitige Halbzeit der bisher erschienenen Krimis von Buchautorin Rita Falk, die in ihren Geschichten rund um den konsequent genervten Polizisten Franz Eberhofer ein geniales Universum geschaffen hat, dass die Bayern in ihren tiefsten Klischees ausleuchtet und dabei durch bissigen Humor und zynische Pointen bestens unterhält.
Und da es Krimis wie Sand am Meer gibt und immer irgendwo irgendwer umgebracht, erschossen, getötet oder sonstwas wird, fragt sich der TV-getränkte Zuschauer vielleicht, weshalb er jetzt genau in diesen Film gehen sollte. Mein Tipp: Schaut euch die Vorgänger einfach nochmal chronologisch von Beginn an, damit ihr den Aufbau der Charaktere und die Erschaffung vieler Running Gags besser versteht, denn dadurch kommt die Sympathie und das Ins-Herz-Schließen ganz von allein. Die Truppe ist einfach ein bayerisches Original, dass es selbst außerhalb des Weißwurst-Äquators zu Bekanntheit geschafft hat und sogar im Norden Deutschlands für Nachfrage sorgt.
Mit den Eberhofer-Krimis ist in meinen Augen ein Stück deutsche Kinogeschichte gelungen, das man selbst international als Erfolg verkaufen könnte, da die Bissigkeit und Einzigartigkeit der einzelnen Protagonisten so detailliert und sprachlich genial herausgearbeitet wurde und dieses Biotop der dörflichen Kommune einfach funktioniert. Wer sich also von bayerischer Authentizität bespaßen lassen möchte, kommt um die Falk-Verfilmungen nicht drumrum und sollte hier beherzt zugreifen.
Im mittlerweile fünften Teil der längst nicht abgeschlossenen Buchreihe (Falk arbeitet aktiv an neuen Krimis) hat man nun einen gewissen Standard etabliert, der vielleicht nicht mehr mit dem versessenen Zynismus aus Teil 1 und 2 aufwartet, deshalb aber trotz allem nicht weniger lustig ist, sondern bestens unterhält und schon in der ersten Minute für ein wohliges Heimatgefühl sorgt, das es in diesem Ausmaß so noch nicht auf der Leinwand gegeben hat.
Für mich ist es immer wieder ein Fest, wenn ein neuer Teil in die Kinos kommt und ich nutze die Chance, mir dann die bestehenden Teile erneut anzusehen um wieder völlig in das Eberhofer-Universum abzutauchen und diese Welt voll auszuschöpfen und zu genießen. Ich zumindest wünsche mir bei jedem weiteren Teil, dass die Saga niemals enden möge, dafür ist sie einfach viel zu gut!
 

.kinoticket-Empfehlung: Der griesgrämige Polizist Franz Eberhofer in seinem fünften Streich: Alle Vorgängerfilme waren zumindest im Süden Deutschlands ein riesiger Erfolg und an diesen Geniestreich grenzt auch der aktuelle Teil an: Lacher, Tränen und jede Menge urkomische Bayern-Originale sind garantiert und sorgen in den Kinos für Kurzweil und beste Unterhaltung.
Reingehen definitiv erlaubt: Wer die Vorgänger noch nicht kennt, sollte dies schleunigst nachholen, da die Reihe auf sich selbst aufbaut und man sonst die Running Gags und viele Insider nicht wirklich versteht.

 
Nachspann
❌ muss man diesmal nicht bis zum Schluss abwarten, hier folgt nichts weiter. Man wird soft entlassen.
Kinostart: 09. August 2018
Cast & Crew werden im Rahmen des Kinostarts von Sauerkrautkoma eine Kinotour veranstalten und sind in unterschiedlicher Besetzung an vielen verschiedenen Orten zugegen, um ihren Film vorzustellen und Fans Rede und Antwort zu stehen.
Los gings am 6. August 2018 im mathäser München und ab sofort dann durch 33 Städte, bis die Tour am 19. August 2018 im Cinestar Ingolstadt endet.
In den verschiedenen Orten werden jeweils unterschiedliche Darsteller und/oder Crew vor Ort sein, genaueres entnehmt ihr bitte dieser Seite, die neben den einzelnen Standorten auch jeweils die Kinos und anwesenden Stars aufgelistet hat.
Weitere Kinostarts in ganz Deutschland folgen und werden bei Bekanntgabe hier aufgelistet.
Und zum Abschied noch ein paar Impressionen von der Deutschlandpremiere in München direkt vom Red Carpet! Viel Spaß! 🙂
 

Tully

Über Tully gibt es nicht sonderlich viel zu verraten, wenn ich meiner “Absolut keine Spoiler”-Regel treu bleiben will, denn: Jeder gesagte Satz ist im Prinzip ein Satz zu viel. Menschen, die den Twist bereits im Voraus kennen, dürften beim Anschauen dann wesentlich gelangweilter und unfreudiger sein, was sich teilweise bei den Previews geäußert hat: Fast alle, die den .trailer bereits kannten, fanden den Film schlechter als die, die völlig unvoreingenommen reingegangen sind.
Das Thema empfand ich allerdings sehr anschaulich präsentiert und gerade als Nicht-Betroffener außerordentlich einprägsam und plastisch dargestellt. Auch Charlize Theron zeigt einmal mehr, was für schauspielerische Fähigkeiten in ihr stecken. Bei einem so heiklen Thema, zu dem schon oft wütende Diskussionen entbrannt sind, einmal so ehrlich und aufgeschlossen auf der Leinwand zu sein und damit einige Tabus zu brechen und für diese Menschen zu sprechen, ist in meinen Augen das, was Tully am besten gelungen ist. Von dieser einfühlsamen, hingebungsvollen und absolut nachvollziehbaren Annäherung an diesen Konflikt war ich sehr angetan.
Am Ende ist man zwar vom Twist überrascht, jedoch nicht sonderlich begeistert, weil mir dafür einfach die Pointenschwere fehlt, wenn man so möchte. Der Knall kommt zwar, schlägt aber nicht wie gewünscht ein, sondern hinterlässt eher Fragezeichen auf den Augen und hat damit in meinen … Augen … das Ziel verfehlt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Charlize Theron spielt großartig und mimt einmal mehr den Fürsprecher einer ganzen Nation zu einem diskussionsfreudigen Thema.
Umsetzung, Darstellung und Verträglichkeit sind garantiert und funktionieren auch, das gewisse Etwas, dass diesen Ballon dann auch wirksam platzen lässt, bleibt aber – trotz hervorragendem Twist – irgendwie aus. Für einen gemütlichen Abend mit den Freunden und Freundinnen aber nicht die schlechteste Wahl.

 
Nachspann
❌ braucht nicht abgewartet zu werden, es folgen keine weiteren Szenen.
Kinostart: 31. Mai 2018

Ich – Einfach unverbesserlich 3 (3D) (mit Gewinnspiel)

Am 6. Juli 2017 ist es wieder soweit: Dann bevölkern erneut landesweit die kleinen gelben Minions die Kinoleinwände und sorgen bei Jung und Alt für Spaß und Vergnügen!
Mit zwei bahnbrechenden Vorgängerfilmen und einem exklusiven Minions-Spin-Of sorgten bereits in den letzten Jahren die Macher Pierre Coffin und Kyle Balda für einen unglaublichen Hype, der weltweit für Aufsehen gesorgt hat.
Ein Schachzug, der weitreichende Folgen haben sollte und dem sich dieses Jahr ein weiterer Filmteil anschließen wird: Ich – Einfach unverbesserlich 3. Die Marke ist längst etabliert und hat in Ländern wie Japans bereits Platz 1 der lizensierten Spielzeugfiguren erreicht.
Der Bekanntheitsgrad ist enorm und Illumination Entertainment darf jetzt schon auf eine Einspielsumme von über 4,7 Milliarden Dollar zurückblicken. Diese Zahlen beweisen, dass man seine Publikmachung längst hinter sich hat und keinerlei Imagepflege mehr zu betreiben braucht, um beim Publikum anzukommen.
Vielleicht ist das der Grund, weshalb man jetzt mit dem Erzählspeed sehr viel langsamer wird und sich eher an dem Schema einer Fernsehserie orientiert, als zu viele Inhalte in einen Film zu packen, obwohl der auf der großen Leinwand gescreent wird.
Man munkelt ja, dass demnächst noch einige Filme kommen, in denen wir unsere Lieblingsbösewichter wieder zu Gesicht bekommen werden. Und damit eröffnet man einer Welt Tür und Tor, durch die zu gehen jeder Kinobesucher bereit ist – die Zuschauerzahlen des aktuellen Films werden es beweisen.
Wer jetzt jedoch glaubt, dass damit die Essenz der Filme streikt und man sich eher auf billiges Niveau herunterlässt, der irrt sich ein wenig. Klar, die Inhalte protzen nicht mehr so arg mit Einfallsreichtum und Eleganz, wie es in den ersten beiden Ich – Einfach unverbesserlich-Teilen der Fall war, dass man deswegen jetzt aber weniger zu lachen hätte oder betrübter aus dem Kinosaal fliegt, heißt das aber noch lange nicht.
Die Minions sorgen auch im aktuellen Teil für enorme Stimmungsaufhellung und machen wieder jede Menge Klamauk, den zu betrachten das .kinoticket definitiv wert ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auch, wenn die Schlagzahl der Gags deutlich verringert wurde und man sich jetzt thematisch langsam ans Ausschöpfen der Möglichkeiten ran macht, bedeutet der neuste Teil über die Minions und Gru aktuell auch wieder enormen Spaß auf den Leinwänden.
Macht es zu einem weiteren Erfolg und zeigt, dass sich die Macher auch für die kommenden Teile anstrengen sollten, um hier nicht im Niveau abzusinken oder daraus etwas Alltägliches werden zu lassen, damit die kleinen gelben Bösewichter auch in Zukunft noch etwas besonderes für uns bleiben.

 
Nachspann
sollte man natürlich noch dabei bleiben, denn auch der wartet wieder mit einigen Überraschungen auf.
Kinostart: 6. Juli 2017
 
Gewinnspiel
Zum aktuellen Gewinnspiel gibt’s auch dieses Mal wieder eine kleine Aufgabe:
Postet euren Lieblingsfilm der Minions (“Ich – einfach unverbesserlich“, “Ich – einfach unverbesserlich 2“, “Minions“, etc.) unter diesen Beitrag oder auf Facebook in den Kommentaren und nehmt automatisch an der Verlosung teil.
Zu gewinnen gibt es dieses Mal eine Auswahl an verschiedenen Postern zum aktuellen Kinofilm, die von Illumination Entertainment / Universal Pictures International Germany gesponsort wurden.
Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 31. Juli 2017 – die Gewinner werden dann Anfang August ausgelost und bekommen ihr Plakat nach Hause geschickt.
Kurz und knapp:

  • Lieblingsfilm mit den Minions hier im Beitrag oder auf Facebook in den Kommentaren posten.
  • Mit etwas Glück im August ein Plakat der Minions zugeschickt kriegen.

Ich wünsche jedem viel Glück und natürlich viel Spaß im Kino.

Abgang mit Stil

Und wieder einer der Filme, in dem es um …. Achja, ich wollte ja nicht spoilern, jedoch fällt mir enorm auf, wie wichtig und präsent dieses Thema die letzte Zeit durch alle Medienkanäle geistert und auch von Hollywood als thematisch relevanter Stoff mit Freuden verarbeitet und durchexerziert wird.
Wer’s gar nicht aushält, schaut halt den Trailer und nimmt sich damit schon mal einen Großteil der Freude vorab weg – ich rate davon eher ab und empfehle lieber, direkt die freien Ostertage zu nutzen und eines der Kinos zu besuchen, die diesen Film neben Fast & Furious 8 zeigen (den man natürlich ebenfalls gesehen haben muss!).
Ich glaube, die Spitzenbesetzung mit CaineFreeman und Arkin löst auch so schon jede Menge Sympathiebekundungen in den Köpfen der Leute aus, und ihre schnippische und andere Art zeigt etwas von dem, dem sich in Zeiten wie diesen viele gegenübergestellt sehen und womöglich darunter leiden.
Ihre ausgeführte Konklusion ist zwar keinesfalls realistisch oder als mögliche Nachahmertat zu empfehlen, der sprudelnde Esprit und die humoristische Verpackung sorgen aber für galante 96 Minuten Kurzweil, wenn auch mit kurzen Hängern.
So wird man ganz im klassischen Stil für ein paar Momente aus seinem Alltag gezerrt und in fremde Welten entführt, in denen alles möglich zu sein scheint.
Die Stelle, an der mich der Film dann richtig gepackt hat, war die, als langsam klar wurde, worum es hier wirklich geht. Ich möchte gar nicht mal so viel vorwegnehmen. Schon allein wegen der Botschaft möchte ich einfach jeden Einzelnen ohne Vorbehalte da rein schicken und euch mit auf den Weg geben: Achtet darauf, nicht nur im Film, sondern in eurem Leben. Sorgt euch darum, denn am Schluss wird nichts anderes mehr außer das da sein.
Und Rückblickend – mit Ziel auf diese finale Erkenntnis – ist der Film generell gespickt mit Hinweisen und Offenbarungen, die genau das unterstreichen und unterstützen – und diese Nachhaltigkeit, mit der man zum Schluss diese Erkenntnis ins Gedächtnis hämmert, hat mir sozusagen den Rest gegeben und mich ganz tief drin berührt.
 

.kinoticket-Empfehlung:Man verbirgt ganz viele kleine, wunderschöne Dinge in einer Welt, die für sich schon wieder als liebenswürdig angesehen werden kann und richtet ein emotionales Fest aus, bei dem Lacher und tiefe Betroffenheit nicht weit voneinander entfernt sind.
Was ich befürchte, ist, dass der Film neben den Epos-Krachern untergeht, die gerade im Kino laufen und hoffe natürlich darauf, dass sich möglichst viele ein weiteres Mal dazu aufraffen, um genau diese Vorstellung hier zu besuchen, denn dieses .kinoticket gilt noch lange als wegweisendes Erinnerungssouvenir für’s eigene Leben.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, man darf also wieder aus dem Saale hinausspazieren.

The Bye Bye Man

Carrie-Anne Moss in einem Film auf der Leinwand sehen – lange her. Fast jeder kennt sie aus der Matrix Trilogie und dort hat sie für mich persönlich nicht nur Maßstäbe gesetzt, sondern sich auch zu einer Filmikone aufgeschwungen.
Aufgrund der Pressevorführung zu Fast & Furious 8 habe ich den Anfang des Films nicht gesehen, mir jedoch sagen lassen, dass ich nichts verpasst habe und der Geist des Films sich währenddessen auch nicht geändert hat.
Der große Mankopunkt von Bye Bye Man liegt meiner Meinung nach beim Drehbuch. Alles andere passt nämlich soweit. Die Darsteller machen ihre Sache angesichts der Anweisungen aus dem Drehbuch nämlich richtig gut. Douglas Smith als Hauptdarsteller agiert souverän, nicht dämlich und hebt damit diesen Film aus dem Sumpf zweitklassiger B-Horror-Streifen auf ein Niveau, das ich nicht zu bezeichnen vermag.
Denn genau das kreide ich dem Drehbuchautor an: Sich hier nicht richtig entscheiden zu können, was man eigentlich will. Für Horror passiert entschieden zu wenig Schockendes. Für Suspense ist der Film viel zu kalt, zu leblos, zu vorhersehbar, zu langweilig.
Für eine selbstironische Selbstzerstückelung (die ja durchaus gerne gesehen ist), fehlen einfach die entscheidenden Dialoge und Passagen, die diese unfreiwillige Komik unterstreichen und gewollt machen. Damit driftet man immer zwischen “Meint ihr das wirklich ernst?” und “Nein, das ist ‘ne Verarsche” und das lässt einen als Zuschauer am Schluss ziemlich im Regen dastehen.
Soundtrack – das Fehlen von billiger Synthesizer-Musik aus den 90ern – die Effekte, Kameraführung und einfach alles drumrum, selbst solche billigen Animationen dieser Low-Budget-Produktion, sind für mich hinnehmbar und offenbaren sich eher als eine Studentenproduktion, bei der einer keine Lust hatte, seinen Part mit Hingabe und Fleiß zu erledigen: Der Drehbuchschreiber.
 

.kinoticket-Empfehlung: Mit dem richtigen Publikum im Saal, dass über die selten dämlichen Momente miteinander lachen kann, macht dieser Film richtig Laune und sorgt sogar für Applaus am Ende.
Der geschulte Kinogänger mit Anspruch oder Erwartungen an einen Horrorfilm wird hier eher enttäuscht und auf das SchleFaZ-Niveau geschmissen, für das mir dann aber auch noch eine Prise mehr Selbstironie fehlte, um tatsächlich sicher zu gehen, dass die das nicht ernst meinen.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, rausgehen und das Tageslicht genießen. Und nicht dran denken oder drüber reden 😉

Sully

Es ist ein Clint Eastwood.
Und damit ist eigentlich schon alles gesagt.
Über den Hergang, das Dazwischen und das Ende braucht niemand mehr ein Wort verlieren, denn diese Story ist garantiert jedem zu Ohren gekommen, der auch nur annähernd mit der Gesellschaft Kontakt hat und hier und da mal ein Sekündchen über eine Schlagzeile fährt.
Umso erstaunlicher, dass Eastwood es dann schafft, hier derart hohe Spannungsausschläge und zielsichere Pointen einzubauen, die den Kinozuschauer leicht mal vergessen lassen, dass er den Her- und Ausgang der Geschichte längst kennt. Man fiebert trotzdem irgendwo mit.
Für mich von essentieller Bedeutung ist das Zusammenspiel des “echten Captains” mit Tom Hanks, der wieder einmal beweist, dass ein Griff zu ihm als Schauspieler in einem erfolgreichen Ergebnis mündet. Die beiden hatten bereits vor dem Dreh regen Austausch miteinander und Hanks durfte sich von dem echten Helden inspirieren und anleiten lassen, was auch in jeder Szene spürbar deutlich ist.
Die Authentizität, das wahre Erleben in Sully ist nicht nur erfrischend ehrlich, sondern zeugt von einer Art Heldentum, die den Verzicht auf CGI und großangelegte Actionsequenzen durchaus rechtfertigt. Man braucht keine großartigen Explosionen, um die Story voranzutreiben, sondern die menschliche Kraft, das Miteinander, das In-sich-Zusammenfügen verschiedener Augenblicke erzeugt ein Erzählmomentum, das auf ganzer Linie beweist, dass auch mit gegenteiligen Meldungen als den bekannten aus der Presse erzählenswerte Geschichten zustandekommen, über die man berichten kann.
Die Wichtigkeit, dass hier auf die Aspekte gesetzt wird, die von den Medien gerne mal verschwiegen werden, das absurde Verdrehen von Ahnungen und damit die Bloßstellung der Medien in ihrer Seriösität wird am Rande genauso zum Thema gemacht wie die direkte Konfrontation mit Fakten, die sich im Nachhinein als richtig erwiesen haben.
Dass die Erzähltiefe hier ein wenig an Eastwoods Hang zum Melodramatischen leidet, dass sich die Ehrlichkeit, mit der der Zuschauer hier überhäuft wird, selbst ins Knie beißt, weil dadurch die spektakuläre Action, die vielleicht mancher beim Gang ins Lichtspielhaus erwartet, nicht in dem Ausmaß geboten wird, ist selten so selbstironisch gewesen wie der Fakt, dass genau dieses Manko gleichzeitig eines der größten Errungenschaften von Sully ist: Man bleibt sich treu und verzichtet auf derartige Übertreibungen, die Passiertes ins zweifelhafte Licht rücken, sondern stellt nur dezent an den “Dramatisiert”-Schrauben rum.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ein jeder darf sich dazu aufraffen und den Film aufs .kinoticket drucken lassen, denn die Wahrhaftigkeit, mit der hier zu höchst ethischen Werten angestachelt wird, läuft nicht nur von der Leinwand runter wie Öl, sondern obsiegt auch gegen jedes Actionkino, das durch immer größer werdende Helden dazu aufrufen möchte, genau die gleichen Gedankengänge umzusetzen.
Eastwood beweist Händchen und haut mal eben die Story verwertbar und ansprechend in ein Milieu, in dem sie eigentlich gar keine Chance hat zu gedeien.
Umso mehr bewundert man schließlich die Pflanze, die sich den Weg durch den Beton erkämpft und allein auf weiter Flur steht und mit ihrem Leben beweist: Es geht eben doch.
Dass alles nahe an der tatsächlichen Begebenheit rumschwirrt, ist dabei nur das Sahnehäubchen auf der Torte.

 
Nachspann
Sitzenbleiben. Es wird nicht nur emotional, sondern auch wichtige Szenen gezeigt, die man sich nach einem Film dieser Art durchaus mitnehmen sollte.

Burg Schreckenstein

Wir sind wieder im Kinderland und laden ein in die coolste Schule aller Zeiten:
Überraschend an Burg Schreckenstein ist die wahnsinnig etablierte Welt, in die man als Zuschauer geworfen wird und keinerlei deutschen Blödsinn vorfindet, der einem in irgendeiner Weise auf die Senkel geht. Was hier zählt, sind Unbefangenheit, gesunde Kindheit, Freude, Freunde, Spaß und jede Menge Abwechslung – und das gepaart mit dem absolut coolsten Rektor aller Zeiten, der beispielhaft zeigt, dass man – zumindest in Filmen – auch anders mit der ehrbaren Pädagogik umspringen kann als so viele Lehrkräfte dies in unserem Land tun.
Abseits jedweden biederhaften Benehmens erlebt man hier einen Zusammenhalt, der grenzübergreifend für Freude auf der Leinwand sorgt und Kindern ein Universum bietet, in das sich wahrscheinlich ein Großteil sowieso wünscht.
Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die Wertevermittlung, derer man sich dabei angenommen hat. Nicht seitens der Erwachsenen, sondern auch zwischen den Kids selbst tobt hier eine tief empfundene Freundschaft, die in Filmen für Kids seinesgleichen sucht. Die Lässigkeit, mit der man auch an schwierige Situationen rangeht, die Normalität innerhalb der Crew, wenn man als Zuschauer etwas völlig anderes (dummes) erwartet – der Sound und das Ehrgefühl, dass man hier vermitteln möchte, machen aus Burg Schreckenstein für mich einen Film, der für Kinder absolut geeignet ist und damit das Attribut Familienfilm sofort verdient hat.
Erstklassige Unterhaltung für jung und alt, die einen zurückversetzen in die eigene Kindheit oder einfach nur eine Plattform zum Träumen bieten, die einen für ein paar Minuten aus der Realität rausholt und somit genau den Zweck verfolgt, den Kino haben sollte: Meisterhaft zu unterhalten.
 

.kinoticket-Empfehlung: Als Familienfilm uneingeschränkt empfehlenswert, sofern man auf Streiche, viel Kameradschaft und jede Menge Trubel steht, der hier Heiterkeit und Fröhlichkeit verbreitet, die so in Kidfilmen selten zu sehen ist.
Die Coolness aller Beteiligten überzeugt auf einem Niveau, dass ich diesem Film absolut nicht zugetraut hätte. Mit dieser Reihe darf es gerne weitergehen!

 
Nachspann
aufstehen, rausrennen und .. nichts verpassen, denn hier folgen keine weiteren Eindrücke mehr.

Nerve

Wir leben in einem Zeitalter, in dem die Technik unseren Verstand längst überholt hat. Früher wurde man gefeiert, wenn man sich 3 Sachen mehr als der Nachbar merken konnte, heute ist man der Star, wenn man an der richtigen Stelle auf dem Display drückt.
Längst gehören Errungenschaften wie das Internet zu unseren alltäglichen Gepflogenheiten und haben einen ganz eigenen Kosmos entwickelt, der sich mittlerweile so schnell dreht, dass selbst erfahrene User von den Füßen gerissen werden könnten, wenn sie auch nur daran denken, einen falschen Schritt zu setzen.
Nerve spielt mit dieser neu eingezogenen Mentalität und treibt es damit auf die Spitze.
Keine Angst, ich will den Film nicht in den Himmel loben – der ist gut für 12-14jährige und bietet eine Form von Nervenkitzel, bei der ich sogar zu zweifeln beginne, ob das tatsächlich die richtige Kost für unsere verwöhnten, gelangweilten Gesellschaftler ist, denen der Spaß langsam ausgeht, weil man nirgendwo mehr diese Form von Unterhaltung findet, die einen wirklich befriedigt.
Der Mensch ist übersättigt und unterfordert – hat den Anschluss an den Intellekt längst verloren und dümpelt in einer Welt vor sich hin, die ihm weder Abwechslung noch Perspektive bietet .. und genau da prescht Nerve vor und zieht erstaunlich beängstigende Parallelen zu tatsächlich existierenden Exemplaren dieser Ideen, die nicht weniger gefährlich denn lustbringend sind.
Und die Jugend stürzt sich darauf mit Begierde auf Abwechslung, neuen Adrenalinkicks und der Hoffnung auf irgendeine Form von Gesehen werden.
Die Art und Weise, wie man mit der vorherrschenden digitalen Wirtschaft hier um sich wirft, welche erstaunlichen Merkmale man in das Geschehen einpflanzt und somit nicht mehr ganz unterschwellig kritisiert, in welche Richtung sich all das unkontrolliert entwickelt, stößt bei mir bisweilen auf Bewunderung.
Würde ich so ein Spiel spielen?
Ich würde es sogar entwickeln wollen. Die Macht, die dahintersteht, wenn man durch etwas, das niemanden so richtig repräsentiert, aber alle irgendwo mitmachen, geleitet wird, zeugt nicht nur in jüngsten Tagen davon, welche Auswirkungen und Konsequenzen sich aus dieser Form von allgemeingültiger Verantwortungslosigkeit offenbaren.
Und ganz ehrlich? Ich würde es feiern, wenn die Welt so an die Grenzen ihres Untergangs geführt wird, nur damit die Massen endlich aufwachen und das tun, was Nerve mit sich selbst macht: Sich zugunsten einer richtigen Message selbst zugrunderichten, nur, weil man damit Millionen erreicht und ihnen das sagen kann, was heute keiner mehr tut: Die ehrliche, unverfrorene Wahrheit.
Und der volle Saal an Heranreifenden hat es sichtlich kapiert und war hörbar geschockt, als man am Schluss offenbarte, wozu das alles führt. Nun muss man nur noch intelligent genug sein um Parallelen zu diversen Alltäglichkeiten ziehen zu können, um zu verstehen, was genau die Macher hier gemeint haben.
Und da kann für mich die Story noch so schlecht sein, die schauspielerischen Leistungen noch so unterirdisch und anspruchslos, die Pointe und das Vorhersehbare noch so niedrig angelegt – Nerve setzt voraus, dass man hinter die Oberfläche schaut und tut somit wieder einmal etwas, das heute in viel mehr Einrichtungen getan werden müsste: Zu bilden im Umgang mit der neuen Form von Sozialverhalten, Medien, Onlinesein und der immerwährenden Suche nach Aufmerksamkeit und Beachtung.
 
 

.kinoticket-Empfehlung: Nerve ist keine Fiktion, sondern bittere Realität, wenn man betrachtet, welche Interessen und Ideen hier kritisiert werden, die man subtil der Gesellschaft unterjubelt und bei der es nur um das eine geht.
Und um diese hervorragende Kritik verstehen zu können, ist es bei diesem Film streckenweise nötig, sich nicht von den mangelnden Talenten herunterziehen zu lassen, sondern niemals den Blick vom Wesentlichen ablenken zu lassen: Dem Umgang mit der Genickstarre, die sich unsere Mitmenschen (und vielleicht auch wir?) tagtäglich aufbürden.
Wird es was daran ändern, wenn du auch vor der Wahl stündest: Watcher oder Player?

 
Nachspann
sollte man nicht gleich aufspringen, sondern die ersten Minuten noch ausharren, danach darf man raus. P.S: Der Soundtrack …. runterlad

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