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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: 134 Minuten

Feinde – Hostiles

Schaut euch das Poster zum Film mal ein paar Minuten genau an: Was seht ihr?
Ich weiß, man sollte sich einen Job suchen, wenn man Zeit hat, über solche Dinge nachzudenken … Aber: Hey – es weiß doch keiner – also who cares … denken wir doch einfach mal darüber nach! Also: Was seht ihr?
Wir sind in einer Zeit, in der es noch Dinge zu erobern gab. Ländereien. Machtgebiete. Neuland. Dinge, die die “Welt” vorher nicht kannte. Quasi den Ursprungsgedanken Amerikas. Glaubt ihr nicht auch, dass es Trump am meisten ärgert, dass quasi die ganze Welt schon erschlossen ist und er einfach nicht mehr mit Waffengewalt erobern kann? Nun muss man hingehen und umständlich politisch verhandeln… Diplomatie kannte man mal, Drohgebärden sind doch viel geiler, man begibt sich wieder zurück zu der guten alten “Wenn du nicht machst, was ich dir sage, schlag ich dir den Schädel ein”-Zeit, in der alles noch ganz einfach war.
Ja, es gibt solche Leute auch heute noch. Die ärgern sich maßlos über alles mögliche. Fernsehen. Rundfunkgebühren. Ausländer. Rente. Den Nachbarn, der es in der Früh wagt, lautstark durchs Haus zu trappeln und die Tür hinter sich ins Schloss fallen zu lassen, um der Arbeit nachzugehen, mit der er meine Rente finanziert, damit ich mich im Haus über ihn aufregen kann.
Solche Dinge waren damals genauso unnötig wie sie es heute sind. Und dennoch: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und er hat sich daran gewöhnt, über alles und jeden zu meckern und bei Nichtgefallen die Hölle auf Erden hereinbrechen zu lassen.
Nur, dass das damals eben noch sehr viel einfacher war.
Wisst ihr was? Es gibt eine Lösung – und die heißt: Kino!
Zwei Stunden Zeit, ein paar Piepen im Gegenwert von 2-3 Kaffees mitbringen und schon kann man sich exzellent aus dieser “beschissenen Welt” entziehen und zurück zu den “guten alten Tagen”, wo “die Welt noch in Ordnung war”.
Dass sie’s nicht war, seht ihr z.B. in Feinde – Hostiles. Und was daran so exzellent ist: Filme bieten gewaltiges Potenzial für Künstler, Filmschaffende, Menschen, denen das dumpfe Rumjammern nicht reicht, einfach neue Gedanken, Inspirationen, Lösungen zu finden und den Zuschauern quasi “für lau” zu präsentieren.
“Ja – aber Kino kostet doch ungemein viel Geld” … nicht für lau auf den Eintrittspreis bezogen, sondern “für lau” in Form dessen, dass man selbst keine Arbeit mehr hat und keine eigene Denkleistung mehr erbringen muss, sondern sich am Festmahl durchdachter Philosophien bedienen kann. Und das quasi – bedenkt man, was Wissen einst wert war und dass Wissen heute dank Datensammelei zur weltweiten Währung geworden ist – für ‘n Appel und ‘n Ei.
Und jetzt kommen wir zu dem, was Kino in meinen Augen wahrhaftig groß macht: Hier werden nicht die Probleme präsentiert und man wird damit alleingelassen, sondern bekommt von vielen anderen Geistesgescheiten verschiedene Situationen und gleichermaßen ein Konzept an die Hand, dass sich dann mit ein klein bisschen Rest-Denk-Energieleistung unfassbar einfach aufs reale Leben des Zuschauers übertragen lässt.
Ich kann also die “Früher war alles besser”-Gegebenheiten aktuell neu erkennen und sie auf meinen Alltag übertragen und damit – auf deutsch gesagt – aus Filmen lernen.
Und wenn dann die Welt so kompliziert geworden ist, dass man der Menschheit das simple, einfache Miteinander leben wieder neu beibringen muss und es zur physischen Arbeit gehört, sich NICHT die Köpfe einzuschlagen, dann entpuppt sich Kino als großartiges Medium, um hier erst in eine fremde Fantasiewelt zu flüchten und anschließend zu erkennen, dass genau diese “einfachen Grundfakten menschlicher Existenz” heute aktueller denn je sind.
Tut euch einen Gefallen und schnuppert währenddessen mal in eine der angebotenen OV-Vorstellungen rein, die im Vergleich zur synchronisierten Fassung unvergleichbar mehr “hasserfüllte Depressiv-Grundstimmung” mitbringen und die Story somit um ein Vielfaches tiefgründiger und ernster erscheinen lassen. Die deutsche Synchronisation ist eher vorsichtig ausgedrückt auf dem “Plastik-Niveau”, weil die Stimmlagen und Höhen eben sehr viel von der Schwere und der Unbereitwilligkeit zur Veränderung, diesem tiefen Seelenabgrund und der Verbitterung einbüßen, indem sie einfach zu “hell” sind – überzogen vorgestellt: Wenn ein mächtiger Kampfbulle mit Heidi Klum-Stimmchen vor dir brüllt, nimmst du ihn einfach weniger ernst, als wenn er mit Bud Spencer-Kampfmaul spricht. Und das zieht sich in der Synchro konsequent durch, während man im Original kaum Luft zum Atmen kriegt und einfach nur “deeply impressed” ist.
So beeindruckt, dass mein erster Gedanke war: Feinde – Hostiles ist DIE Ablösung unserer Generation von Der mit dem Wolf tanzt – genauso episch, genauso tragend, genauso großartig, dass es andere Filme einfach bei weitem in den Schatten stellt.
Christian Bale hat ja schon im Original eine endgeile düstre Stimme, und ich finde, seine Schauspielleistung toppt hier die eines Dark Knight um Längen!
Dann in dem Film zu sitzen und zu begreifen, WAS einem da wirklich gezeigt wird – war für mich ein unvergessliches Erlebnis, das noch sehr lange nachhallt und mich vor einiger Zeit innerhalb der Sneak Preview erneut in seinen Bann gezogen hat.
Und ihr dürft raten: Ich erwarte mit Freuden den Kinostart und werde …….. und ihr hoffentlich auch!
 

.kinoticket-Empfehlung: Feinde – Hostiles löst Der mit dem Wolf tanzt in unserer Generation ab: Es ist ein Werk epischen Ausmaßes mit einer Botschaft, wichtiger denn je, die garantiert niemanden gefühlskalt zurück lässt.
Ich persönlich bevorzuge absolut die OV/OmU-Varianten, die die drückende Situation sehr viel glaubwürdiger und nachhaltiger rüberbringen, aber auch die deutsche Fassung tut ihr übriges, um als ernsthafter Film wahrgenommen zu werden und den Zuschauer mehr als zu beeindrucken.

 
Nachspann
❌ braucht nicht abgewartet zu werden, man darf das Gesehene aber gerne noch sacken lassen – dafür ist der Abspann sehr gut zu gebrauchen.
Kinostart: 31. Mai 2018

No Way Out – Gegen die Flammen

Wenn die Cover so wie das aussehen und Josh Brolin mitspielt, ist dies fast schon ein Garant für einen bombastischen Film! Tatsächlich torpediert man uns hier wieder Mal in Gefilde, die man hierzulande kaum in diesem Ausmaß kennt – und genau diese Brachialität ist überwältigend und erschütternd gleichermaßen.
Als bekennender Fan dieses strotzenden Amerikanismus’ ist dieser Film für meiner einer ein Fest sondergleichen.
Nicht wegen des Patriotismus. Der ist zwar spürbar, aber erstaunlich bodenständig. Halt eben nur so viel, damit diese Einheit gerechtfertigt ist. Nicht wegen der überbordenden Brutalität, die man in einer visuellen Schlacht über uns hereinbrechen lässt. Obwohl die auch ziemlich geil ist.
Nein, was mich wirklich an No Way Out fasziniert hat, waren die stillen Töne, die man allgegenwärtig anschlägt und in denen z.B. ein Miles Teller wunderbar aufgeht. Es fasziniert, diesem Bubi zuzuschauen, wie er gegen alle Widerstände strotzt, es fasziniert, sich auszumalen, dass diese Einheit wirklich existiert und es schockiert, dass dieser Film wahr ist!
Jeder, der ihn bisher gesehen hat, spricht in höchsten Tönen davon und wirbt bei anderen, ihn sich definitiv anzusehen und ich schließe mich diesem Chor gerne an: Packt eure Klamotten ein, holt euch .kinotickets und bevölkert die Säle, wenn dieses Werk demnächst über den Äther in die Kinosäle fließt!
Selten, dass ein amerikanisches Machwerk derart viel Sympathie, Überwältigung und Menschlichkeit ausgelöst hat, wie dieses hier. Wenn man diese Kultur nicht abgrundtief hasst und sich einfach wahnsinnig durchs Gehirn bügeln lassen will, dann ist dieser Film wie geschaffen für euch.
 

.kinoticket-Empfehlung: Der komplette Cast ist großartig, die Story schreit förmlich danach, angesehen zu werden und von überschwänglichem Patriotismus keine Spur, im Gegenteil: Es sind die leisen Töne, die das lauteste Gebrüll von sich geben.
Ich bewundere dieses Werk, ich vergöttere seine Schauspieler und der Inhalt spricht dann für sich selbst.
Wer hier kein Kino aufsucht, der ist einfach selber schuld.

 
Nachspann
Die Geschichte ist schockierend genug, da braucht es nicht nochmal einen drauf – aufstehen erlaubt.
Kinostart: 3. Mai 2018

Black Panther (3D)

Die Fans warten sehnsüchtig auf den Kinostart von Black Panther, gehört Marvel mittlerweile doch zu den Labels, die ausschließlich Erfolgsprodukte auf den Markt werfen, der wieder ein ganz bestimmtes Klientel umfassend befriedigt: Comicfans!

In meinen Augen hat Marvel auch alles richtig gemacht: Man hat verschiedene Charaktere genommen, ihnen eine Geschichte und ein Leben verpasst, der Welt genügend Zeit gegeben, um sich daran zu gewöhnen, in der Gesellschaft etabliert zu werden, von Kindern und Jugendlichen zu Halloween und Fasching getragen zu werden und dann alle gemeinsam in ein Universum geschmissen, in dem es um nichts weniger als die Rettung der Menschheit und faszinierende Technologie geht.

Dabei hat man sich nicht an anderen orientiert, sondern seinen eigenen Stil entwickelt und ist sich stets treu geblieben: Marvel‘s MCU (Marvel Cinematic Universe) hat viele Markenzeichen, für die es von allen Fans geliebt wird. Eines davon ist der unvergleichliche Humor, der bei aller Ernsthaftigkeit pointiert eingesetzt die Kinomannschaft niemals in Depressionen abgleiten lässt und jede noch so ernste Situation durch wahnsinnige Coolness wieder aus dem Loch reißt. Nicht umsonst wird der mittlerweile von vielen zu kopieren versucht, was meiner Meinung nach aber nicht gelingt. Es gibt immer nur ein Original – und das ist hier.

Ein weiteres ist die allumfassende Eingliederung jedweder menschlicher Interessen, die aus dem Gezeigten keine banale Unterhaltung mehr machen, sondern weitaus mehr, indem man sich mit Dingen beschäftigt, die tatsächlich auch für die Wissenschaft interessant wären: Man wird gefordert, man denkt nach, wird inspiriert und ist gleichermaßen fasziniert von den filmischen (Un)Möglichkeiten, die einem da vor die Nase gesetzt werden – ein Grund, weshalb Tony Stark so großer Beliebtheit gewahr ist.

Und diese Faszination für das Unglaubliche, das Ferne, das wiederum aber gar nicht mal so Unabwegige, ist es, die Marvel-Fans gleichermaßen begeistert und in ihrem Bann gefangen hält.

Und Marvel hat es auf unterschwelliger Ebene geschafft, viele Schichten und Kulturen, Länder und Gegenden gemeinsam an einen Tisch zu holen und miteinander feiern zu lassen. Ein Grund, weshalb Black Panther inzwischen in Amerika schon von den Black People gefeiert wird: Man zollt ihnen Respekt und holt sie international auf die Ebene, wo sonst eben nur Weiße gespielt haben. Und dafür liebe ich diesen Film schon jetzt. Integration und Gleichstellung auf extrem hohem Niveau!

Den Regeln des Vorbildcharakters, den Marvel seinen Titelhelden abverlangt, unterwirft sich der Verein selbst und lebt damit beispielhaft das Gute auch in dieser Welt aus. Man sieht also, dass nicht nur auf, sondern vor allem hinter der Leinwand markante Zeichen gesetzt werden.

Nachdem dies abgefrühstückt ist, können wir uns nun mal auf Inhalte (keine Angst, keine Spoiler hier!) konzentrieren, in dem ich einfach mal meine Einschätzung zu .trailer und Film gegenüberstelle:

Der .trailer erweckt den Wunsch und die Gier auf unfassbare Action, jede Menge Krawoum, teasert ein wenig das Spektakel an, auf das sich die Fans freuen werden und macht unglaublich Lust auf mehr!

Der Film selbst ist wesentlich erwachsener, erfüllt zwar stellenweise auch diese Ansprüche, geht aber in vielen ruhigen Episoden darüber hinaus und beschäftigt sich mit elementareren Dingen. Und das unfassbar gut!

Wo meine Befürchtung liegt: Dass der gemeine Kinogänger evtl. nicht das Gesamtbild betrachtet, sondern diesen Film als Einzelstück wertet, was man meiner Meinung nach nicht tun sollte, denn Black Panther ist tatsächlich der Vorreiter zu Infinity War und darum quasi mehr oder weniger als “Zwischensequenz” anzusehen, quasi die Ruhe vor dem Sturm.

Und Leute: Damit haut der absolut rein! Unterhaltung ist definitiv garantiert, technologische Spitzfindigkeiten werden auch hier wieder ordentlich auf den Tisch gepackt und jede Menge ansehnliche Bilder gibt es auch! Man merkt, dass die Richtung definitiv stimmt und dem Filmfetischisten wird damit die Wartezeit auf Infinity War mal grundlegend erleichtert!

.kinoticket-Empfehlung: Wenn wir später, nach vielleicht drei weiteren Filmen dann die Marvel-Reihe in line schauen, wird Black Panther definitiv dazugehören und ein gewaltiger Auftakt für das sein, was uns jetzt bald erwartet!

Ich denke, dass einige Action-Erwartungen, die vom .trailer her rühren, evtl. nicht ganz erfüllt werden, dafür hat man aber auch hier unglaublich präsente, beeindruckende und gewaltige Elemente in einen Film gepackt, in dem das Knistern förmlich spürbar ist. Ich bin gespannt auf den großen Krieg!

Nachspann
✅ Marvel. Mehr sag ich dazu nicht mehr. Also Zwischensequenz UND After Credits Scene. Wer nicht ganz bis zum Schluss sitzen bleibt, verpasst eben unfassbar viel. Aber wer das jetzt noch nicht kapiert hat, der lernt’s eh nie.

Kinostart: 15. Februar 2018

Original Title: Black Panther
Length: 135 Min.
Rate: FSK 12

Detroit

Sagt jemand Zero Dark Thirty noch was? Dieses Werk ist seinerzeit ziemlich an der Öffentlichkeit vorbeigeschrammt und dabei so unfassbar genial gewesen wie auch schon The Hurt Locker – für beides war Star-Regisseurin Kathryn Bigelow verantwortlich.
Mit ihrem neuesten Werk Detroit reiht sie sich in die Heerschar derer ein, die versuchen, über die Leinwände dieser Welt die Gerechtigkeit einzufordern, die man seitens der Politik und Gesellschaft bis heute nicht bereit war zu verteilen.
Gerechtigkeit basiert auf Wahrheit – und die tut bekanntlich weh. So weh, dass es einige Zuschauer kaum über den Anfang hinaus gepackt haben, denn hier handelt es sich nicht um einen unterhaltsamen Film, sondern eher um eine dokumentarische Auseinandersetzung mit Ereignissen von 1967 aus Detroit – einem Viertel, zu dem hierzulande eher weniger Menschen emotionalen Zugang haben, weshalb sich das am Anfang auch so unfassbar zäh und langatmig anfühlt.
Trotz – oder gerade deshalb ist diese Doku so unglaublich wichtig, weil dem Zuschauer eben nicht mehr nur medial aufbereitete Halbwahrheiten ins Gesicht gespritzt werden, sondern er die Möglichkeit hat, in die Zustände einzutauchen und Bigelow es sehr wohl versteht, ihren Kunden emotionale Fakten ans Bein zu binden, die einen so schwer belasten, dass man schlussendlich darüber stolpert und daran krepiert!
Wer sich anfangs noch genervt im Sessel hin und her bewegt hat, wird immer ruhiger, gebannter, erstarrter und der Mund öffnet sich immer weiter – weil all das wohl kaum wahr sein kann … wahr sein darf – aber wahr ist. Und wo seinerzeit Politik und Gesellschaft durch welche Ausreden auch immer noch wegschauen konnten: Hier geht das nicht mehr und der Kinogast darf sich unerbittlich durch den ganzen Schund und die menschliche Grausamkeit hindurch quälen, um am Ende dann eins mit der historischen Keule übergebraten zu kriegen und zu erfahren, was es heißt, wütend wieder aus dem Kino zu spazieren.
Ihr merkt: Bigelow ist in ihrem Element – sie will nicht unterhalten, sondern etwas bewirken – und dafür leistet Detroit großartiges.
 

.kinoticket-Empfehlung: Über Plot und Umsetzung braucht man hier nicht streiten, da sich die Fakten einfach nicht verbiegen lassen.
Es ist erschreckend genug, dass bis heute immer noch keine vollständige Analyse der Geschehnisse stattgefunden hat und immer noch genügend Verbrechen in der Dunkelheit auf Aufklärung warten.
Damit pirscht sich Detroit ein ganzes Stück weit vor und zeigt international auf, wohin wir uns heute nicht mehr bewegen sollten.

 
Nachspann
Finale Aussagen, die den Fall noch untermauern, läuten das Ende ein, nach dem Abspann selbst kommt aber nichts mehr.
Kinostart: 23. November 2017

The Promise – Die Erinnerung bleibt

Meine Erwartungen an diesen Film habe ich beim Startschuss der .trailer-Kategorie ja hier bereits mitgeteilt und es wird höchste Zeit, dem Film nun seine endgültige Bewertung zu verpassen und euch zu verkünden: Meine Einschätzung war absolut richtig, denn das Werk hat meine Ansprüche weit übertroffen.
Wie dem Plakat bereits ansatzweise zu entnehmen ist, wartet man hier mit absolut eindrucksvollen und einprägsamen Bildern auf, die eine visuelle Gewalt auf den Zuschauer loslassen, die bleibende Eindrücke hinterlässt.
Sich mit einem Thema zu beschäftigen, dass in der Zeit lauten Geschreis in der Welt nahezu unterzugehen scheint und nirgendwo weltweit derartige Aufmerksamkeit zugesprochen bekommt, zeugt von verantwortungsbewusster Hingabe, den Menschen außerhalb von Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen die Möglichkeit zu geben, sich inmitten von Unsicherheit, Krieg und Verwirrung der Dinge habhaft werden zu lassen, die in der Vergangenheit himmelschreiendes Unrecht verursacht haben und bis heute ungesühnt sind.
The Promise unterrichtet hier vielmehr als er unterhält, auch wenn die Spannung teilweise kaum zu ertragen ist. Sicherlich hat man an einigen Stellschrauben für die cineastische Tauglichkeit gedreht, um den Plot soweit zu perfektionieren, dass die unbewussten Erwartungshaltungen der Zuschauer im Stillen befriedigt werden. Was jedoch sehr viel mehr heraussticht, ist der Blick auf eine Sünde, die bis heute nach Gerechtigkeit schreit und der man sich jetzt endlich (wenigstens) im Kino annimmt.
Schon in der Vergangenheit habe ich oft behauptet, dass die Leinwand ein mächtiges Instrument ist, um all die Schäden zu reparieren, die anderswo verursacht wurden und breitgefächerte Veränderungen herbeizurufen. Mit dieser Meisterleistung schafft man damit ein gnadenloses Vorbild für solche Filme.
Was mich ungemein beeindruckt hat, ist die absolut ruhige, zielstrebsame und wirkungsvolle Kraft, die sowohl den Bildern als auch dem Soundtrack inne liegt. Mit Oscar Isaac hat man ebenfalls einen Hauptdarsteller gefunden, der in die Rolle perfekt passt und mit seinem Unverbrauchtsein auch nicht an das gegenseitige Aufmerksamkeits-Bekriegen von VIP-Persönlichkeiten erinnert, sondern der sich integrativ in seine Rolle einfügt und neben Schauspielgrößen wie Christian Bale eine unglaublich gute Verkörperung seines Charakters abliefert. Überhaupt gehört der Casting-Crew ein großes Lob ausgesprochen, denn die Schauspieler wurden tatsächlich erstklassig besetzt.
Schaut man in das herzerweichende Gesicht von Charlotte Le Bon, fühlt man automatisch mit ihr, was die emotional-tiefgreifende Wirkung ihrer Rolle noch viel mehr bekräftigt. Damit distanziert man sich von der üblichen Klischee-Lovestory mit irgendwas drumherum, sondern erschafft eine völlig neue Erzähl-Dimension, die sich zwar auch mit Bindungen beschäftigt, jedoch einer weitaus größeren Sache die Bühne nicht abspricht.
Diese respektvolle Zuwendung an die höhere Sache und die wirklich unglaublich wirksame Darstellung, die sich im Verlauf des Films immer mehr zuspitzt und in einem unfassbaren Finale mündet, hinterlässt beim Zuschauer auf jeden Fall bleibende Eindrücke und verschafft damit durch die Veröffentlichung den Geschädigten dieses historischen Ereignisses nachträglich Gerechtigkeit.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auch wenn die Kinos derzeit mit anderen Blockbustern geflutet werden und sich die allgemeine Aufmerksamkeit ganz woanders befindet, so – oder gerade deshalb – ist der Blick in diese Nische um so wichtiger, denn hiermit erhält man eine Perle, die ihre unglaubliche Kraft erst auf der großen Leinwand entwickelt.
Der Weg ins Independent-Kino sollte also dringlich (und vor allem zügig) angetreten werden, denn die Show lohnt sich. Und das nicht nur wegen der beeindruckenden Kameraführung oder dem stilvollen Gabriel Yared-Soundtrack, sondern vor allem wegen dem, was uns die Macher damit erzählen wollen.
Definitiv reingehen, so lange er läuft.

 
Nachspann
Musik – ich liebe Musik und gehöre schon von Kindheit an zu denjenigen, die den Kompositionen im Abspann niemals abgeneigt waren. Wer jedoch neue Szenen oder andere Überraschungen möchte, wird diesmal nicht fündig.
Kinostart: 17. August 2017

Spider-Man: Homecoming (3D)

Einigen wird wohl nicht entgangen sein, dass sich Robert Downey Jr. höchstpersönlich dafür entschieden hat, aus dem Marvel-Universum auszusteigen, solange es noch nicht peinlich geworden ist. Seine Zeit war bei Iron Man, wo er sagenhafte Leistungen ablieferte und als Filmserienheld Reden von sich machte.
Danach holte man ihn immer an Deck, wenn man mal wieder eine funktionelle Zuschauerspritze brauchte, oder einfach, um das Coolness-Level etwas aufzufrischen und andere Superhelden besser dastehen zu lassen. Denn, sind wir mal ehrlich: Mit einer Person allein funktioniert das in unserem Supergiganten-Universum nicht mehr wirklich. Die Zeiten haben sich irgendwie geändert und die Geschichten von früher müssen heute einfach anders erzählt werden. Und da ist die Auswahl der Hauptdarsteller manchmal eine ganz wichtige Angelegenheit.
Zu Downeys Coolness gehört neben einer sensationellen Schauspielerleistung aber auch, dass man sich würdig von den Bühnen der Welt verabschiedet und nicht verkrampft versucht, bis zum Schluss Kasse zu machen und auf Teufel komm raus nochmal zu brillieren (so wie man es bei Tom Cruise in Die Mumie vermuten könnte).
Und statt zu zeigen, was für ein toller Hecht er ist, welche Brillanz und Größe an ihm verloren gehen wird, setzt er sich hin und überträgt dieses Level einfach gnadenlos auf den – meiner Meinung nach – besten Spiderman überhaupt: Tom Holland.
Hier zählt auch wieder, dass Marvel durchaus weiß, was es tut. Nach der sensationellen Niederlage von The Amazing Spiderman wollte man sich eine derartige Blamage nicht noch einmal geben und nahm deshalb vollständig die (kreativen) Zügel in die Hand, um einen Film zu kreieren, der von sich Reden machen wird. Und auf Holland ist die Rolle wie maßgeschneidert: Der Kerl bringt einfach alles mit, was es in heutiger Zeit braucht, um ein anbetungswürdiger Superheld zu werden: Er ist jung, süß, strotzt nur so vor jugendlicher Agilität und ist fesch in seiner Spielweise. Er geht neben den Schauspiel-Legenden keineswegs unter oder kämpft erbittert um Aufmerksamkeit, sondern spielt sich mit Tony Stark die Bälle zu, dass es nur so kracht. Die Synergie, derer die beiden sich bedienen, ist beispiellos. Es funkt – wie man so schön sagt – auf einer ganz anderen Ebene als erwartet.
Dazu trägt auch das Drehbuch und die ganzen Rahmenbedingungen bei: Man hält sich eben nicht mehr damit auf, eine bekannte Story jetzt nochmal zu erzählen, sondern setzt gewisse Vorkenntnisse voraus, die auch Nicht-Film-Kenner wissen sollten und steigt einfach gleich mit Vollspeed ein. Das macht aus dem Stück ein herrlich-neues, ebenbürtiges Iron Man-Abbild, dessen Elemente, die wir alle bis heute lieben, nun auf die nächste Generation übertragen werden.
Somit erlebt man als Zuschauer im Kino kein Revival alter Marotten, die einem das Gefühl geben würden, das Geld aus der Tasche gezogen zu kriegen, sondern erhält einen munter-heiteren Neustart in einem Universum, dass der Allgemeinheit bekannt ist und sich darum nicht länger an äußeren Erzählhistorien aufhält.
Und dieser Schachzug macht Spider-Man: Homecoming für mich zu dem besten Spider-Man überhaupt, der selbst sein Original noch übertrumpft. Genau wie auch schon bei The First Avenger: Civil War erkennbar war, dass Marvel noch ganz andere Trümpfe in der Tasche hat, hält man jetzt alte Versprechen und enttäuscht die Kinozuschauer ein weiteres Mal nicht.
 

.kinoticket-Empfehlung: Sollte man sich als Fan der Saga bekennen, stellt sich einem gar nicht die Frage, ob man nun hier rein geht oder nicht.
Für alle anderen ist dies der exakt richtige Zeitpunkt, um damit anzufangen und sich bei Bedarf dann die alten Streifen nochmal im Heimkino zu Gemüte zu führen. Und derer gibt es ja mittlerweile einige.
Spider-Man: Homecoming trumpft jedenfalls nicht nur mit unglaublichem 3D und genialer Frische auf, sondern verzückt auch in Sachen Soundtrack, Humor, schnellem Schnitt und unglaublicher Erzählfreude, die einem das Leben für gute 2 ¼ Stunden so angenehm wie möglich macht.

 
Nachspann
Üben wir einfach nochmal alle zusammen:
Ich darf in Marvel-Filmen niemals früher aufstehen.
Ich darf in Marvel-Filmen niemals früher aufstehen.
Ich darf in Marvel-Filmen niemals früher…
Ich glaube, irgendwann kapiert das auch der letzte. Und Leute: Auch hier beweist man wieder: Es ist ein neues Zeitalter angebrochen und die Jungs haben das tatsächlich kapiert und sind ihrer Zeit – selbst ganz zum Schluss – wieder weit voraus.
Kinostart: 13. Juli 2017

Rogue One – A Star Wars Story (3D)

So, jetzt muss ich als alteingesessener Filmhase jedem vorheucheln, wie gut ich das Star Wars-Universum kenne und hier einen vom Pferd erzählen, in welcher Kategorie man dann den neuen Füllfilm einordnen darf.
Quatsch. Ich weiß, es ist wahrlich verwerflich, hier zu äußern, dass ich mich immer noch nicht dazu durchringen konnte, tatsächlich mal alle 6 Vorläufer zu sichten, sondern ich das brav vor mir herschiebe (wie auch schon bei Harry Potter), einfach, weil mir nicht in den Sinn will, wie man etwas derartiges so abartig in den Himmel heben kann.
Aber beim Publikum funktionierts. Die Säle sind voll (hab den Film inzwischen 3x gesehen) und der Applaus am Ende schwillt auch hier und da an, ergo werden die Massen erreicht und wohl auch zumindest teilweise befriedigt.
Und da sind wir bei etwas angelangt, von dem ich mich normalerweise so weit wie möglich entfernt halte: Mainstream. Star Wars geht irgendwie immer. Egal, wo. Tassen, Taschen, Lätzchen, Handtuchhalter, Brillen, Masken, T-Shirts, Hosen, Accessoirs, Bilder, Sticker, Spiele, Interpretationen anderer Spiele, Musik, Themes, Cremes, Parfum .. eigentlich egal, wo immer man das Label dieses Filmmeilensteins hinkleistert – es verkauft sich.
Selbst Phänomene in der Wirtschaft, die man bei allen anderen Filmen beobachten kann (sie werden teuer auf den Markt gestellt und im Laufe der Zeit dann günstiger) bleiben bei Star Wars außen vor. Die Filme kamen vor Jahrzehnten auf die Scheiben und waren unerschwinglich und am Preis wird sich auch in 100 Jahren noch nichts geändert haben. Kein Verfallsdatum.
Was genau fasziniert die ganze Welt jetzt auf einmal an dieser Scharade? Dass Chewbacca laut schreit? Und man dann bei jedem Fitzelchen wieder gebetsmühlenartige Vermarktung vornimmt, die alle Apple-Jünger zusammengenommen als Kindergartenvorstellung verkommen lassen?
Zumindest kommt es mir mal so vor. Und da ich mir bei jedem von euch sicher sein kann, dass ihr schon längst eine Vorstellung gesichtet habt, habe ich mir mit der Rezension im Blog wieder mal Zeit gelassen und sie nicht schon um Mitternacht online gestellt.
Und wo wir grad bei den Beichten sind: Meine Kindheit hab ich zu Zeiten des TVs auch eher im Nachtprogramm verbracht, wenn die Wiederholungen von Star Trek liefen, ergo werde ich von der eingeschworenen Star Wars-Gemeinde ja schon per Definition verpöhnt.
Dennoch wage ich das gefährliche Experiment und vergleiche die beiden Weltallgiganten mal miteinander, zumindest was den filmischen Teil angeht.
Denn auch bei Star Trek hat man ja kürzlich angefangen, die Story irgendwo neu zu vermarkten und den Menschen etwas vorzusetzen, was den Titel wieder aktuell auf die Cover der Medienmagazine bringt. Und das Geschrei der echten Liebhaber ist groß, die ihre Urtümlichkeit vermissen und sich zurück zu den alten Wurzeln sehen – andere wiederum, (die von Filmgeschmack absolut keinen Plan haben, weil sie die wahrlich guten Stücke sowieso nicht auf YouTube illegal zu sehen kriegen), sind mit den neuen Filmen ganz zufrieden und finden sie cool.
Ich für meinen Teil kenne sowohl die alte als auch die neue Variante und da hat mir der dritte Star Trek schon ausgesprochen gut gefallen, weil man einfach mit der Technik gegangen ist und hier einmal mehr höchsten Anspruch konzipiert und erfüllt hat. Obwohl die Geschichten alt sind, hat man das Kino drumherum verjüngt und den Leuten etwas vorgesetzt, dass jetzt mit 4K-Bildqualität und anderen Augenschmäußen punkten kann.
Und genau dieses Gefühl hat mir Rogue One – A Star Wars Story auch vermittelt. Der Film ist ja quasi nur als “Füllmaterial” zwischen Teil 7 und dem 2018 erscheinenden 8. Teil der originalen Star Wars-Filme anzusehen und wartet daher nicht mit besonders hohem Anspruch oder Weiterverarbeitungspotenzial auf, sondern soll die Leute bei der Stange halten und die Zeit bis zum “echten” Nachfolger einfach etwas verkürzen.
Und das schlägt sich sowohl in der Besetzung als auch dem dramaturgischen Wandel nieder, den man im Laufe der durchaus respektablen Spielzeit durchläuft. Der Plot wartet jetzt nicht mit irgendwelchen filmischen Highlights auf, die wiederum für einen eigenen Kult Grundstein sein könnten, aber die Technik und Filmweise dahinter ist definitiv im heutigen Jahrzehnt zu Hause und setzt auch hier wieder Meilensteine.
Und was so mancher am erzählerischen Content vermissen könnte, wird durch wuchtige Action und durchaus passables Popcornkino wieder wettgemacht. Auch, wenn das 3D hier nicht ganz so weit in den Raum hineinragt, trägt es dennoch dazu bei, den Film plastischer wirken zu lassen und sorgt mit dafür, dass das Erleben im Saal ein durchweg positives ist.
Einziger Kritikpunkt meinerseits wäre da wieder die deutsche Synchronisation, die viele witzige Momente irgendwie nicht so richtig gut rübergebracht hat, da man sich auch hier bei der Übersetzung wieder mal nicht 1:1 an das Original gehalten hat, sondern frei von der Leber weg gedichtet, was so manch wirklich geilen Joke aus dem Original zu einem laschen Nachgeschmack im Deutschen hat werden lassen. Diesbezüglich wieder ein Hoch auf die OV.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer kein Problem mit den “Neuauflagen” vergangener Klassiker hat, sich bei perfektem Popcorn-Actionkino zu Hause fühlt und damit klar kommt, dass das hier nur die Wartezeit bis zum nächsten Star Wars verkürzt, der erlebt eine Show, die nicht nur sehenswert, sondern herausragend ist.
Einmal mehr trumpft hierbei aber die Genialität der Originaldialoge gegenüber der übersetzten Variante auf, da hier die Jokes einfach spritziger und mit viel mehr Esprit auf der Leinwand erscheinen.
Die Richtung stimmt, das Potenzial ist da und wird stellenweise ausgeschöpft, aber deeeer Überflieger ist das jetzt auch nicht geworden. Soll dem Filmerlebnis jetzt jedoch nicht zum Nachteil gereichen – reingehen sollte man definitiv.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, nach dem Abgesang klatschen und dann nach draußen.

Conjuring 2

So wie uns die Kinos in den letzten Jahren in diesem Genre still angeschwiegen haben, so war es in den letzten paar Tagen hier im Blog etwas “leiser”, aber das wird sich wieder ändern. Versprochen.
Fakt ist: Mit Conjuring 2 schickt Starregisseur James Wan endlich wieder mal einen Horrorfilm ins Rennen, der diese Bezeichnung auch verdient. Was öden mich diese ganzen aufgesetzten Schocker an, die so vorhersehbar, abgelutscht, ausgeweidet und 200x aufgekocht wurden, nur um mit den wiedergleichen Effekten nochmal Geld zu machen und dem Zuschauer auf dem Tablett nur die Suppe von vorletztem Jahr zu servieren.
Conjuring 2 geht da gänzlich anders vor. Der ganze heischende “Wir sind live. Alles hier ist echt und basiert auch auf reellen Tatsachen und ist überhaupt genau so passiert”-Quatsch bleibt außen vor und man wird als Zuschauer in eine wunderbar selbstreflektierte, ernstzunehmende Welt geschmissen, die sich mit dem Übernatürlichen beschäftigt.
Dies wird aber nicht in einer derart überzogenen, unwirklichen und teilweise lächerlichen Art gemacht, wie es bei der Paranormal Activity-Reihe der Fall ist, sondern wenn man so will mit Sinn und Verstand.
Klar handelt es sich hier um Dinge, die man so im Supermarkt wohl kaum in den Einkaufswagen legen und seinen Kindern zu Hause als hübsches Mitbringsel präsentieren kann, allerdings hat man den Spagat zwischen der Unwirklichkeit des Films und der realen Gefahr, die aus dem Stoff hervorgeht, meiner Meinung nach wunderbar gelöst.
Doch einer der größten Pluspunkte ist der Gruselfaktor, da hier nicht auf überragende Effekte oder wahnsinnig moderne Animationen gesetzt wird (im Gegenteil: die Effekte wirken teilweise sogar fast schon billig), sondern tatsächlich Sphäre schafft, die den Zuschauer mitreißt und in seinen Bann zieht. Was der Trailer rüberbringt, nimmt längst nicht die Ausmaße an, die im Film ausgefüllt werden und man hat durchaus wunderbare Momente, in denen sich die Haut zusammenzieht und das Adrenalin in die Höhe schnellt.
Es geht eben also doch.
Dass sich der Regisseur, der mit dem grandiosen FSK-18-Werk SAW weltbekannt geworden ist, hinterher eher dem Paranormalen zugewendet hat, haben seine vergangenen Erfolge ja mittlerweile deutlich bewiesen. Und diese Bodenständigkeit, die einen als Zuschauer wissen lässt, dass dieser Mann noch viel mehr kann als Nichts anzudeuten und einen dabei den eiskalten Hauch im Nacken spüren zu lassen, hinterlässt auch hier deutliche Spuren. Damit erhält man ein Fundament, auf dem etwas Wunderbares entstehen kann, was im Endeffekt darin gipfelt, dass der geneigte Fan von Horrorfilmen nun endlich wieder aufatmen und seinem Stammkino einen Besuch abstatten kann: Der Grund hierfür steht im Titel dieses Beitrags.
 

.kinoticket-Empfehlung: Der Satz “Es geht eben doch” geisterte mir während der ganzen Vorstellung durch den Kopf.
Die Stupiditäten diverser Horrorstreifen wurden endlich mal in einen Sack gepackt und in einem dieser Keller vergraben, in denen es 100 Jahre lang keiner findet. Klar hat man auch hier witzige Stellen, die ironisch mit den Vorahnungen spielen (das Kino hatte während der Vorstellung durchaus richtig Spaß mit solchen Bemerkungen), jedoch wurde an dieser Stelle endlich mal vieles richtig gemacht.
Einziges Manko: Ein paar kleine Längen gibt es, aber ansonsten hat man wunderbar funktionierende Gruselstimmung und endlich wieder einen Grund, als Horrorfilmfanatiker ins Kino zu gehen.

 
Nachspann
Sitzen bleiben. Hier kommt noch einiges an Bildmaterial zum Vorschein.

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