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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: 113 Minuten

Foxtrot

Foxtrot ist ein glanzvolles Beispiel dafür, wo Gelder aus den Gebühren für arte und ZDF hin fließen und dass der Rundfunkbeitrag eben doch nicht so stumpfsinnig ist, wie es im Programmheft der ARD oft den Anschein hat. Genau dieser Umstand ist mir in den letzten Jahren so oft aufgefallen und ich empfinde es an dieser Stelle mal als wichtig, darauf hinzuweisen, dass hinter dem (ja, ich weiß – es ist wirklich so) blöden Programm des öffentlich-rechtlichen Mediengiganten noch viel mehr steckt, wozu Gebührengelder ebenfalls genutzt werden, wenn auch nur in Teilen davon. Genau das ist aber ein Grund, weshalb man diese Gebühren nicht partout abschaffen sollte. Vielmehr müsste man sich um eine neue Gebührenstruktur bemühen, die eine gerechtere Aufteilung unter allen Anteilhabern ermöglicht und eben solche Projekte wie das hier mehr fördert.

Vielleicht würde es auch reichen, die Öffentlichkeit mehr (und einfacher) darüber aufzuklären, wo alles Gelder aus dem Rundfunkbeitrag in welchen Höhen hin fließen, da oftmals auf den Leinwänden im Kino Projekte und Filme landen, die einen enormen Wichtigkeitsgrad innehaben oder großartige Geschichten erzählen und damit aktiv Kunst und Bildung ermöglichen und leben. Hier werden die Gebühren sozusagen mehr ihrem eigentlichen Zweck zugeführt, als im TV-Programm. Zielgerechteres Zahlen wäre eine mögliche Alternative, den Bürger versöhnlicher auf die oft so verhasste “GEZ-Zwangsgebühr” zu stimmen und Filme wie dieser beweisen, dass der Grund dieses Beitrags durchaus seine Berechtigungen hat.

Israel als Land hätte es niemals auf die Reihe gekriegt, in seiner kinogeschichtlichen Umgebung einen Film wie diesen auf die Füße zu stellen. Hier hat Deutschland unter die Arme greifen müssen, damit die Autoren diese Geschichte erzählen, diese Inhalte an die Weltbevölkerung weitergeben können. Das großartige Zusammenspiel beider Länder zeugt von künstlerischer Annäherung, die die Beziehung zwischen den beiden durch ihre Geschichte so gebeutelten Länder erneut positiv beeinflusst und Hoffnung darauf macht, dass es vielleicht irgendwann doch ein “Vergeben” gibt und man nicht mehr über manche Dinge sprechen muss.

Auch hier hat Kino wieder Vorbildwirkung und es bleibt zu hoffen, dass sich dies in den kommenden Jahren dann auf die restliche Menschheit und Gesellschaft auswirkt.

Und das geht bereits bei den kleinsten Dingen, wie bei einem “t” los: Kurz nach der Vorstellung bemängelte ein Pressevertreter, dass im beigefügten Presseheft zu wenig darauf hingewiesen wird, dass es sich hier nicht um den allgegenwärtig bekannten Tanz “Foxtrott”, sondern das Codewort im Buchstabieralphabet der Army (“Foxtrot”) handelt. Was uns gleich zum nächsten Problem bringt: Schon wer was vong dem neuen Jugendsprache gehört? In Zeiten von Fack Ju Göhte weiß doch sowieso niemand mehr, wie richtig geschrieben wird, und selbst die alten Hasen sind teilweise bei der Einführung der neuen Rechtschreibung dann endgültig ausgestiegen. Auch bei mir wird “Portmonee” immer noch “Portemonnaie” geschrieben und das wohlwarme Gefühl des “Das passt schon so, weil’s gefühlsmäßig richtig ist”, nach dem man sich zu Schulzeiten immer noch richten konnte, findet heute keine Anwendung mehr.

Wem von der jüngeren Kinotruppe sollte also so etwas auffallen? Zumal selbst schon das Plakat augenscheinlich mit eben diesem Grad an Verschwommenheit arbeitet und man sich eben nicht wirklich sicher ist, was genau nun jetzt hier gemeint ist.

Und damit sind wir voll im Thema: Unklarheiten, kleine Absonderlichkeiten, die großartige Wirkungen und Konsequenzen nach sich ziehen und teils verheerende Folgen haben. Dies lässt sich alles wieder metaphysisch auf unser Land anwenden, aber ich möchte euch mal an der Stelle nicht zu sehr überfordern, sondern verweise still und heimlich auf das “Gewinner Großer Preis der Jury Film Festival Venedig”, das man mitten aufs Plakat gedruckt hat und verrate euch, dass dies absolut berechtigt ist.

Tatsächlich punktet der Film gleich in mehreren Ebenen. Fangen wir mal bei etwas weniger wichtigem an: Der Farbgebung, der Kulisse, dem “Geist eines Landes”, den man hier sicherlich nicht alltäglich kennt. Allein schon die Introduktion der verschiedenen Protagonisten erweist sich als reichlich intelligent und zum ersten Mal seit langem hatte man mal nicht das Gefühl, dass hier etwas “aufgesetzt” oder bewusst “künstlerisch wertvoll” begangen wurde, sondern man sich bodenständig auf sehr eigenwilligen und markanten Wegen vorwärts bewegt.

Die verschiedenen Geistes-Meta-Ebenen, in die man sich dann im Verlaufe des Films verstrickt, sind auch allesamt sorgfältig ausgewählt und bereisen eine Welt, die sich dem monotonen Alltag des Durchschnitts-Deutschen sicherlich entzieht. Es ist höchst interessant, die Jungs auf der Leinwand zu verfolgen und sich in dieses Bad an intellektuellen Gefühlen und Sinneseindrücken zu winden.

Und das ging nicht nur mir so: Viele (eigentlich fast alle) meiner Pressekollegen empfanden diesen Film erstmalig wieder als erfrischend positiv und gelungen. Tatsächlich wird man wirklich mit einer Professionalität überwältigt, die einem so selten begegnet ist – auch hier gerne wieder der Verweis auf die besondere Zusammenarbeit verschiedener Länder. Die Jugendlichkeit dieser Beziehungen zahlt sich an dieser Stelle inhaltlich wieder mal voll aus, gleich dem, wie man es von Debüt-Filmen her bereits aus der Vergangenheit kennt.

Und am Schluss sitzt man da und hat für wenig Geld (Arthaus-Kino) ein großartiges Stück Filmgeschichte bekommen, dass noch lange nachhallt und mit Sicherheit niemanden unberührt wieder von dannen ziehen lässt.

 

.kinoticket-Empfehlung: So wird Kino gemacht: Aus Gebührengeldern teilweise finanziert entstand hier ein Projekt, dass die sinnliche Annäherung grober Gewalten portraitiert und dabei auf die behutsamsten Ebenen des Seins vorstößt: Foxtrot erzählt eine unglaubliche Geschichte und berührt mit überwältigenden Bildern und Sinneseindrücken.

Eine visuell-starke Reise in eine entfernte Welt mit Abstecher in die Gefühlsendlosigkeit der menschlichen Existenz.
Hier sollte man zwingend zugreifen und den Abend ganz bewusst genießen, so etwas prächtiges und faszinierend-schönes bekommt man selten “vor die Linse”.

 

Nachspann
❌ braucht man nicht auszuharren, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 12. Juli 2018

Original Title: Foxtrot
Length: 113 Min.
Rated: FSK 12

Maria by Callas

Jetzt wird’s anspruchsvoll und wir nähern uns einem bislang noch nicht von mir angetasteten Niveau, bei dem ich mich – seid vorab gewarnt – völlig außerstande fühle, etwas Kennerhaftes zu sagen, dass dem Wirken und Schaffen dieser Frau auch nur annähernd gerecht werden würde.
Was ich weiß: Seit geraumer Zeit nutzen viele Musiker und Künstler die Möglichkeit, den Menschen über den Verbreitungsweg des Kinos Einblicke in ihr Leben zu ermöglichen und sich ggfs. einfach der Öffentlichkeit zu erklären.
Da wären Straight Outta Compton, All Eyez on Me, die mit ihren “Debüts” quasi mehr oder weniger vorgelegt haben, gefolgt von einigen anderen Legenden der Popwelt und Moderne, als auch einige Künstler, die sich mit Malerei beschäftigen oder anderweitigen Kunstformen nachgehen (Julian Schnabel, Auguste Rodin…), die den Menschen das Herz rauben und sie beeindrucken wollten. Was für uns Transformers-Kinder vielleicht noch am vergleichbarsten wäre, (ja, haut mich!) ist Amy Winehouse in ihrem Film Amy, die zumindest optisch noch leicht an das Aussehen Callas‘ heranreicht.
Aber auch der Vergleich … vergesst es schnell wieder.
Callas ist ein Phänomen, dass man heute vielleicht nicht mehr einfach so versteht. Ich bin mir sicher, dass man jeden Jugendlichen erstmal unter Androhung schwerer Strafen ins Kino reinprügeln müsste, bevor der sich freiwillig mit so etwas auseinandersetzen würde. Und der Witz ist: Einige von ihnen kämen sicherlich interessiert und mit erhöhter Aufmerksamkeit für diese Art, sich auszudrücken, wieder aus den Sälen heraus.
Und genau hier fängt’s an: Jemand, der sich bislang null – wirklich absolut null – für Oper und dergleichen interessiert hat, empfindet auf einmal Freude und Gefallen an einer Form der Unterhaltung und des Anspruchs, vor dem er bisher einen großen Bogen gemacht hat.
Ich bin grundsätzlich vielem aufgeschlossen, nicht zuletzt dieses Blog und die Vielfalt an Filmen und Genres, der ich mich seitdem freiwillig hingebe, hat in mir eine sehr große Toleranzschwelle entstehen lassen, dank der ich vielen Werken etwas abgewinnen kann, für die ich mich vor 10 oder 20 Jahren noch keinen Deut interessiert hätte.
Und als der Film startete, dachte ich nur: “Grundgütiger, wohin soll das führen? – und Maria by Callas hat es geschafft, dass in meiner Playlist nun reihenweise Zusammenstellungen dieser Frau zu finden sind, deren Tiefe ich gerne verstehen möchte. Sie verstand ihr Handwerk nicht nur exzellent, sondern hat sich zu einer Größe emporgearbeitet, die zurecht als “bedeutendste Sopranistin des 20. Jahrhunderts” (Quelle: Wikipedia) gehandelt wird.
Dieser Film widmet sich jetzt aber nicht verschwörerisch heiligend einer Frau, die über der Masse emporragt und vergöttert sie auf allen Ebenen, sondern es handelt sich hier um das Werk eines Regisseurs, der seinen Geist von ihr gefangen nehmen ließ und ihr im Nachgang die Gerechtigkeit zukommen lassen wollte, die ihr die Medien damals nicht zuerkannten. Dabei hat er selbst ein Kunstwerk erschaffen, dass es so ganz nebenbei schafft, die Begeisterung für eine der größten Kunstformen überhaupt zu wecken und absolute Kritiker dieser Sparte für sich zu gewinnen. Und damit dringt Volf in einen Bereich vor, der von mir den größten Respekt und Anerkennung verdient und bekommt.
Was nämlich höchst spannend ist: Durch das Zusammenstellen der von ihr gesungenen Werke, die Komposition ihrer Interview-Gedanken und damit der Zeitreise durch ihr Leben erweckt Volf unglaublich hohe Sympathie, da man Maria Callas nun so nahe kommt, wie vorher noch nie und sie auf einmal als Frau und Mensch begreift und versteht.
Und genau hier ist ein Problem, dass seine Kreise weit über die Ränder von Wien und Opernhäusern hinaus zieht: Das schlichte Aussaugen von Persönlichkeiten, die etwas auf dem Kasten haben und dann als gefeierte Ikonen in die Öffentlichkeit treten und einfach nicht mehr echt sein können, da jeder sie nur noch über ihre Werke definiert.
Man hat es meines Erachtens nach wunderbar geschafft, diese hoch sensiblen, zarten, leicht zerreißbaren Fäden ihrer Mentalität und ihres Empfindens herauszuarbeiten und sie uns nicht als Göttin, sondern als emotionale Frau nahezubringen, die unter dem Druck enorm zu leiden hat.
Darin liegen die wahren Abgründe vergraben: Als jemand, der ebenfalls mit drei Jahren auf dem Schemel vorm Piano saß und mit vier Jahren bereits seinen ersten Auftritt auf der Bühne hatte, weiß ich, wovon ich spreche, wenn relativ schnell der Zeitpunkt kommt, wo die Menschen aufhören zu begreifen, dass hinter diesem Ausnahmetalent noch jemand steckt, der verletzbar ist, der fühlt, der auch nicht unendlich viel Kraft, Energie und Zeit hat, um mit sich selbst klar zu kommen, sondern um so mehr Unterstützung benötigt, die ihm die Außenwelt aber nicht zu geben bereit ist.
Callas hat sich nie über die Zuschauer beschwert, aber selbst niemals offenbaren können, was ihr zeitlebens zugesetzt hat – und genau das bringt dieser Film hervorragend zur Geltung und steht damit stellvertretend für viele Künstler, die vom Druck der Schönheit und künstlerischen Ästhetik geplagt einfach “funktionieren” müssen. Dass dabei Atempausen genauso wichtig sind und man sie mit simplen Missverständnissen schon mehr oder weniger zerbrechen kann, verstehen dabei die wenigsten.
Ihr merkt: Der Film hat mir sehr zugesetzt und ich saß nach einer gefühlten halben Stunde einfach nur noch da und habe mit offenem Mund gestaunt über das Wesen, über die Art, über die Tiefe, die in diesen Menschen steckt.
Und ganz nebenbei: Der Film ist ein außerordentliches Beispiel dafür, einfach mal die Timeline zurückzuschrauben und in die vergangenen Jahrzehnte zu schauen, da er durch seine fast ausschließlich dokumentarische Art ein wunderbares Zeitzeugnis dieser Epochen ist. All die Feinheiten, die Autos, die verschiedenen Säle, Flugzeuge, Impressionen und Eindrücke dieser Ären ist in sich schon eine Erfahrung wert, die den Besuch einer großen Leinwand rechtfertigt.
Ein weiteres Beispiel: Die wahre Fülle an Koryphäen des echten Lebens, die wahrhaftig in persona auftreten und von denen einige in den Tags genannt wurden: Auch hier ist wieder eine fast beispiellose Ansammlung an Berühmtheiten in einem Film zusammengekommen, der seinerzeit die Top 10 angeführt hat und quasi für das Avengers vergangener Jahrzehnte steht.
Auch hier wieder eine mit tiefen Verbeugungen vorgetragene Entschuldigung meinerseits für die unrühmlichen Vergleiche: Ich bin nicht im Stande dazu, die verrohte und künstlerisch versaute Generation von etwas so Erhabenem zu überzeugen: Maria by Callas hat aber genau dies bei mir geschafft.
 

.kinoticket-Empfehlung: Einmal mehr bestätigt sich meine Annahme, dass Kino auch in Zukunft einer Ära unterworfen ist, in der andere Kunst- und Präsentationsformen einem breiterem Publikum schmackhaft gemacht werden sollen – und wenn genau dies so hervorragend funktioniert, wie bei Maria by Callas, dann begrüße ich diesen Schritt und freue mich auf alles, was uns da noch erwarten sollte.
Dieser Film schockt die heutigen Generationen vielleicht erstmal, aber für das, was in ihm steckt, ist er selbst einfach viel zu großartig, als dass man dazu noch “Dokumentation” sagen könnte, sondern es lieber als eigenes Kunstwerk interpretieren und verstehen darf.
Damit dringt Regisseur Tom Volf in ein Areal vor, dass bei vielen bislang wohl unangetastet da lag und nun ein breites Spektrum an neuen Entdeckungsmöglichkeiten eröffnet. Wahnsinn!

 
Nachspann
✅ Ein Hochgenuss – hier geht sowieso keiner frühzeitig raus.
Kinostart: 17. Mai 2018
Der Film startet in München in folgenden Kinos:

  • Atelier
  • Kino Solln
  • Münchner Freiheit
  • Neues Rex
  • Rio Kino
  • Studio Isabella
  • Theatiner
  • Breitwand Gauting

Für weitere Vorstellungstermine in anderen Städten nutzt bitte den Kinofinder auf www.maria-by-callas.de unten im Footer.

Feierabendbier

Ich glaube, das nächste Mal poltere ich sofort gegen den deutschen Film, schreib es online und lasse mich gehen in meiner Wortwahl … es ist ja fast unglaublich!
Okay okay, es ist schon wieder ein Debütfilm von einem Regisseur, der dann auch gleich noch einen verdammt coolen Namen hat 😉 – aber dennoch unfassbar, mit welcher Eloquenz, Einfallsreichtum und realistischer Akkuratheit man sich hier über Männerthemen auslässt: Ich hab’s im wahrsten Sinne des Wortes gefeiert!
Anfangs endlich wieder einmal die wunderbare Frage: Was soll das alles? Und da ich selbst in der Branche tätig bin und mir zu späterer Stunde bei so manchem Gast manchmal die gleiche Frage stelle, war’s für mich dann um so erheiternder, die Auflösung zu sehen.
Und Tramitz! Christian Tramitz, den Typen, der auch für ein gewisses Bild bekannt ist und die deutsche Filmgeschichte maßgeblich geprägt hat und den manch einer auch nicht mehr sehen kann … so eine geile Rolle O_o Mega!
Wie schon bei Vielmachglas mit Matthias Schweighöfer (Eigentlich unfassbar oder? Erst wettere ich ständig und dann gleich 2x nacheinander bei deutschen Produktionen dieser Wunsch?) ist es hier bei Christian Tramitz: Warum gebt ihr ihm so wenig Spielzeit? Wahnsinn!
Das Setting im Film, die Kamera, der Schnitt, der Look, das tiefe Eintauchen in die – für manche – schönste Sache der Welt … man glaubt, diese Kreativbombe namens Ben Brummer ist bereits an der Spitze seiner Karriere angelangt und offenbart eines seiner besten Werke überhaupt – dabei ist es gerade einmal sein Einstand!
Und so etwas ist großartig! Manch einer mag nun darüber schimpfen, dass man sich hier nicht sonderbar verbogen hat, was neue Einfälle im Drehbuch angeht oder zu wenig Inspiration mitgebracht und damit das Thema verfehlt hätte – ich würde so etwas an dieser Stelle aber nie unterschreiben.
Es gab schon so viele Filme, die sich seltsam verbogen haben, um cooler zu wirken, als sie tatsächlich sind, und jedesmal ging dieser Versuch in die Hose, weil keiner dieser Titel es geschafft hätte, eine vergleichbare Ehrlichkeit und Ungezwungenheit an den Tag zu legen, wie Feierabendbier das tut!
 

.kinoticket-Empfehlung: Einer der großartigsten deutschen Filme reiht sich zu seinen Brüdern und macht das Kino dieses Landes endlich lebendig: Man könnte fast meinen, Theater hätte erneut zugeschlagen und eine Adaption für’s Kino freigegeben, aber es ist genau umgekehrt!
Fantastische Schauspieler, eine der besten Rollen von Christian Tramitz, coole Running Jokes und sympatisch-ehrliches Sinnieren über Männerthemen, was bislang noch nie so erfrischend echt und unterhaltsam war!
Bitte bitte mehr davon!

 
Nachspann
Auch hier hat man wieder unfassbar viel Kreativität bewiesen, was durch Aussitzen belohnt werden sollte! Ich fand’s klasse!
Kinostart: Demnächst …
wurde auf der Berlinale gezeigt und kommt hoffentlich bald in viele deutsche Kinos!

Wer ist Daddy?

Was mir zuerst in den Sinn kommt, wenn ich Ed Helms auf der Leinwand sehe, ist Hangover. Und tatsächlich hatte Regie-Debütant Lawrence Sher auch in allen drei Teilen seine Finger mit im Spiel, was die vielverzweigten Anspielungen und Elemente, die man gut und gerne auch in diesen Filmen eingebaut sehen könnte, bei Wer ist Daddy? erklärt.
Aufgebaut auf einen recht ungewöhnlichen Road-Trip erobert man mit jeder Menge Slapstick-Einlagen und urkomischen Momenten des Zuschauers Herz und setzt dabei komplett auf familiäre Elemente, die in einem für diesen Film untypischen Finale münden, was ich auch gleichzeitig als kleinen Kritikpunkt anbringen will.
Natürlich sitzt man im Kino, beschaut sich das Prozedere und ist von vielen liebevollen Gags und spinniger Liebenswürdigkeit umgeben und denkt sich, dass das zwingend so enden muss, andererseits könnte man genau dieses Finale aber auch als Versuch werten, hier wieder mehr sein zu wollen, als man ist und damit eben etwas mehr Publikum abgreifen zu können, was ich – in wirtschaftlichen Interessen begründet – niemals für gut heiße.
Das ändert jedoch nichts daran, dass man während des Films – insbesondere zu Beginn – unglaublich viele tragende, spaßige und vorantreibende Momente erlebt, die für viel Kurzweil und gute Unterhaltung sorgen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Egal, ob mit Freundin oder Familie, allein oder mit Kumpels – dieser Film eignet sich hervorragend, um einen gemütlichen und lustigen Kinoabend zu genießen.
Das Ende fordert einem ein klein wenig was ab, aber davon sollte man sich nicht beirren lassen – als Gesamterlebnis bleibt ein durchweg positiver Eindruck zurück, den man gerne mit nach Hause nimmt. Also auf geht’s und rein da!

 
Nachspann
ist anfangs gesäumt von tollen Aufnahmen und erliegt dann dem schwarzen Stream, man darf also gerne wieder nach draußen.
Kinostart: 15. Februar 2018

Das Leuchten der Erinnerung

Was passiert, wenn man einen italienischen Regisseur auf amerikanische Produktionen loslässt? Richtig, man erhält etwas Oscarverdächtiges!
Donald Sutherland und Helen Mirren begeben sich auf den Roadtrip ihres Lebens und verblüffen dabei mit Schauspielkunst erster Güte, für die ich beide mit einem der Goldjungen belohnt sehen will.
Und nicht nur die zwei tragen zum Sehvergnügen bei, sondern auch das Skript verdient es, mit Anerkennung und Lob überschüttet zu werden. Warum?
Weil einfach alles passt. Es wird niemals langweilig, es wirkt nicht gehetzt oder künstlich dramatisiert, sondern Sympathie und Mitgefühl ist sofort für beide vorhanden – man lebt und fiebert einfach mit ihnen mit.
Umgeben von wunderschönen Bildern, gespickt mit aktuellen, humoresken Einlagen erzählt diese Story etwas, dass garantiert jedem die Tränen in die Augen treibt.
Ich hatte die Möglichkeit, mir diesen Film vor Kinostart drei Mal anzusehen – ich habe jede davon mitgenommen und ich war jedes einzelne mal davon sonderlichst geflasht und zutiefst emotional beeindruckt. Die Wirkung, die dieser Stoff erzielt, verblasst also auch beim zweiten oder dritten Kinogang nicht.
Wichtig ist: Jeder von euch sollte sich die Zeit, seine Freundin, Familie und Kollegen nehmen und mit ihnen gemeinsam diesen rührenden Film ansehen, denn früher oder später betrifft uns das alle.
 

.kinoticket-Empfehlung: Oscarverdächtig – sollte man zwingend gesehen haben, denn die bisherigen Preise werden nicht alle gewesen sein.
Sutherland und Mirren überzeugen auf voller Linie, Drehbuch und Umsetzung top – dieser Film bietet keinerlei Ecken und Kanten, sondern ist in sich stimmig, schlüssig und kommt mit einer großen Portion Tränenreichtumspotenzial daher – daher unbedingt ansehen und Taschentücher nicht vergessen.
Daumen hoch!

 
Nachspann
kommt keiner, man darf sich wieder zurück in sein reales Leben verkrümeln.
Kinostart: 4. Januar 2018

Simpel

Wenn man nüchtern auf die Sache blickt, ist es eigentlich nur ein storyschwacher Plot aus deutscher Produktion, die sowieso nicht so wirklich mit etwas auftrumpfen kann. Frage: Wieso kam der Film dann bei den Sneakern so hervorragend an und wurde vorwiegend positiv bewertet?
Weil darin doch etwas steckt, dass so einfach in Worte zu fassen nicht möglich ist. Und damit meine ich nicht mal unbedingt das Schauspiel von Frederick Lau oder Emilia Schüle – wenn davon einer lobend erwähnt werden sollte, dann David Kross, dessen Mimik und Gestik in diesem Werk tatsächlich an Höchstleistungen grenzt, die so durchzuhalten sicher nicht einfach waren.
Ebenfalls lobend erwähnen muss man die Intention des Films, der sich wieder um ein unbekanntes Bild kümmert und es in die Redseligkeit seiner Nation pflanzt, um auch hier wieder unterschwellige Bildung zu leisten, die ich TV und anderen Medien schon länger abgesprochen habe und seit jeher eher auf dem Big Screen suche.
Und finde. Simpel ist nämlich ein herausragendes Beispiel für hochwertiges Kino mit Prädikat besonders wertvoll-Qualitäten, die man durch zahlreiche Besuche in den Sälen belohnen sollte.
 

.kinoticket-Empfehlung: Großartige Schauspielleistung von David Kross in einem Film, der sowohl unterhält, als auch seinen Beitrag zur Bildung und Kenntnisnahme leistet.
Zwar sind die Elemente durch und durch deutsch und sondern sich damit auch nicht von anderen (schlechten) Produktionen ab, dennoch hat der Film das gewisse Etwas, um seine Zuschauerschaft zu begeistern und sich damit vom restlichen Sud unserer Movieversuche abzusondern und dennoch als sehenswert abgestempelt zu werden.

 
Nachspann
braucht man nicht auszusitzen, diese Anstrengungen werden auch hier wieder mal nicht belohnt.
Kinostart: 9. November 2017

Recep Ivedik 5

Überfliegt man das Kinoprogramm der aktuellen Woche, stellt man mit Erstaunen fest, dass dieser Film in allen 4 Zeitschienen auftaucht und die ganze Woche über konsequent gespielt wird. Die 5 im Titel lässt auch auf eine erfolgreiche Vergangenheit schließen, ergo interessierte mich schon ein wenig, weshalb man dieses türkische Konstrukt programmtechnisch so in den Himmel hebt und nicht – wie üblich – in die letzte Vorstellungsrunde packt und damit am Rande des Abseits verkommen lässt.
Die Übersetzung des Titels kann ich mir diesmal wohl getrost sparen, denn wer den Film sieht, wird sofort wissen, wer gemeint ist. Die übliche türkisch-überdrehte Komik greift auch hier wieder, auch wenn man den Fundus an Beleidigungen und Abstrusitäten jetzt langsam auf ein Tableu gleiten lässt, das sich schon ein wenig aus “billigeren” Filmen gleicher Kultur erhebt, jedoch in meinen Augen keinen durchschlagenden Erfolg produziert, den man mit einer derart aufgefächerten Vorstellungsauswahl krönen müsste.
Auf deutsch: Ich war nicht sonderlich begeistert, aber auch nicht wirklich enttäuscht. Kurioserweise zieht der Film langsam an, sobald die Gags etwas ins untere Niveau abrutschen, was bei mir aber auch keine Lachsalven hervorrief, sondern allenfalls hier und da einen anständigen Schmunzler.
Ich kann mir vorstellen, dass dieses Stück in einem ausgefüllten Saal richtig Laune macht und brauche da bei zwei weiteren Einzelpersönchen keine Rückschlüsse auf gute Saalunterhaltung ziehen.
Problematisch ist, dass ich den Trailer bereits kannte und der halt extrem viel preisgibt, was das Überraschungsmoment deutlich schmälert, da man sich im Film dann für die Fortführung der Handlung stellenweise extrem viel Zeit lässt, während die brutale Redegeschwindigkeit aber nicht abnimmt. Und das empfinde ich zeitweilig als anstrengend, zumal einem noch nicht mal die Chance vergönnt wird, eine Zeile Untertitel zu Ende zu lesen.
Dass man hier mal von den üblichen türkischen Hochzeiten abgesehen und das Kulissen-Großaufgebot woanders angesiedelt hat, rechne ich dem Film als Pluspunkt an, auch wenn ich die Idee völlig anders verarbeitet und mit deutlich mehr Ernsthaftigkeit angegangen wäre.
 

.kinoticket-Empfehlung: Begeisterung sieht anders aus und Verständnis für die unzähligen Vorstellungsangebote in den Kinos kann ich auch nach dem Sichten nicht aufbringen, müsste ich jedoch alle gesehenen türkischen Filme miteinander vergleichen, läge dieser Titel klar auf Platz 2.

 
Nachspann
enthält keine weiteren Szenen oder Bilder. Rausgehen erlaubt.

Smaragdgrün

Betrachtet man die Namensgebung auf dem Kinoplakat, stellt man schnell die Behauptung auf, es handele sich hierbei um eine deutsche Produktion.
Mir aufgefallen, als ich das .kinoticket bereits in den Händen hielt und wenige Minuten vor der Vorstellung im Foyer meines Kinos war und mit dem Personal über dieses Machwerk plauderte. Die Erwartungen sanken dementsprechend in den Keller und zudem gesellte sich noch meine Unwissenheit bezüglich der beiden Vorgänger Rubinrot sowie Saphirblau dazu, was sich in diesem Fall dann tatsächlich zum ersten Mal als echtes Manko entpuppte.
Zu meinem großen Erstaunen gibt es hier aber gar nicht die breite Palette an Ärgerlichkeiten, die man im nationalen Filmbusiness so oft antrifft, sondern lediglich den Hauch eines angekratzten sprachlichen Äußeren, der aber auch nicht so penetrant nervt, wie man es von anderen Produktionen heimischer Filmemacher gewöhnt ist.

Positiv aufgefallen ist mir ebenfalls, dass man sich hier tatsächlich mal völlig auf die Sache eingelassen hat und nicht wieder jeden Dummfug von Anfang an erklärt, sondern als Quereinsteiger durchaus seine lieben Schwierigkeiten hat, mit dem Gesagten mitzukommen, sofern man die Vorläufer der Geschichte nicht kennt. Toll, denn dadurch erlebt man als Kenner eine Geschichte, die nicht langweilt und die Story tatsächlich spannend bleiben lässt, ohne sich mit Nebensächlichem aufzuhalten.

Die Effekte und der visuelle Wumms verblüfft für eine deutsche Produktion auch und zeugt von einer Art kreativem Aufstieg, den ich diesem Werk ganz ehrlich nicht zugetraut hätte. Zwar merkt man schon, dass im Vergleich zu den ganz großen Trilogien aus Hollywood noch das Quäntchen Unterbau fehlt, auf dem sich die Story ausbreiten und das Gesamtwerk als solches überzeugen kann, jedoch waren die Abstände zur Oberliga noch niemals so gering wie hier.

Am Ende machte es richtig Spaß und aus einem “Wäh, ich muss mir gleich einen deutschen Film geben” wurde ein “Wow – echt geil, dass ich den gesehen habe”.

Respekt an die Leistung, Respekt an die Darsteller und das Team hinter den Kulissen, das, was ihr damit auf die Beine gestellt hat, treibt den deutschen Film wieder viel mehr in Richtung internationale Professionalität und gerade die Einlagen und der “Stil” des Films, der dann sicherlich wieder aus externen Landen zugeschanzt wurde, macht aus diesem Werk eine Art nationales Hail, Caesar!. So viel Freude am Schluss eines deutschen Machwerks hatte ich bisher noch nie!

 

.kinoticket-Empfehlung: Meinen größten Respekt und allerbesten Dank an die Macher, die diese cineastische Erfahrung mit uns teilen.

Die Inkludierung der altertümlichen Momente, das Heranführen an internationalen Slapstick und die Wesenszüge historischer Filme, die hier aufgegriffen wurden, machen aus diesem Werk etwas wirklich großes.

So einen rühmlichen Einschlag hätte ich dem deutschen Film niemals zugemutet und bin froh, dass ich ihn im Kino sehen konnte. Rubinrot und Saphirblau stehen seitdem definitiv auch auf der Liste der zu sichtenden Filme.

 
Nachspann
greift hier in wunderbarer Manier nochmals einen Rückblick auf die gesamte Trilogie auf, die lobenswerter Weise nicht in zwei Hälften am Ende gesplittet wurde, sondern ihren Finalschlag tatsächlich in einem einzigen Kunststück aufweist.

Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln (3D)

Ihr fandet den Trailer verrückt?
Der Film ist es auch.
Wer Teil 1 gesehen hat, kann in der Fortsetzung genauso viel Irrsinn erwarten, wie jemand, der bis dato noch keinerlei Alice-Erfahrungen gemacht hat.
Das tolle daran: Die Verrücktheit grenzt nicht etwa an unkönnerisches Produzieren bei Filmen und dem selbstironischen Darstellen der eigenen Unfähigkeit, sondern persifliert die geradlinig-ausgerichtete Filmwelt als solches mit nahezu unüberschaubarer Verquirltheit und liefert hier einen Reigen an Farben, Formen und irrsinnigen Einfällen, die an ideellem Einfallsreichtum kaum zu überbieten sind.
Wir sind Alice. Und wir feiern den Quatsch einfach gebührend mit einem dementsprechend großen Publikum weltweit ab. Möge der Film zu Ruhm gelangen und die Kinos voll sein, denn genau so etwas bezeichnet man in der modernen Welt schlichtweg als Kunst. Und zwar unverwechselbar.
Wenn man in der subtilen Geschichte nicht mitkommt, bleiben immer noch die kongenialen Farben und Formen, die sich anzusehen allein schon eine Hirnbefriedigung darstellen.
Lohnt sich der Gang ins Kino? Das 3D? Kann man das alles stoisch bewerten und auf die Waage mit anderen Titeln werfen um daraus dann irgendwelche firlefanzigen Kritik-Fetzen zu ziehen und resultierend daraus reinzugehen oder nicht?
Nein. Man sollte einfach reingehen und sich den Wahnsinn mit Herzliebe ins Hirn schießen lassen und die Show bis zum Ende genießen. Es lohnt sich. Versprochen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ein Film mit Sacha Baron Cohen, in dem man ihn nicht wiedererkennt.
Umgeben von surrealem Wahnsinn in eine Geschichte verpackt, die keine ist, sondern einfach nur vor fantastischen Wundern glänzt. Ein Farben-Fest der Superlative, das den Geist anregt und das trockene Gemüse im Hirn mal so richtig durchputzt.
Reingehen!

 
Nachspann
Anfänglich noch nett in 3D gehaltene Animationen regen zum Warten an, das Ende ist dann aber nur noch musikalisch-tonaler Art. Wer darauf warten möchte, darf dies gern tun.

Der geilste Tag

Ein Matthias Schweighöfer-Trailer und ich muss lachen: Verheißt nichts gutes? Oh doch. Meine Vermutung war: Das hier wird der erste Schweighöfer-Film, mit dem ich tatsächlich warm werde.
Mit der Vermutung lag ich leicht daneben, denn Regie hat ein gewisser Florian David Fitz, der erstgenannten nur in seinem Kielwasser mitschleppt und damit dafür sorgt, dass diese Komödie tatsächlich funktioniert und bei Leuten wie mir punktet.
Hier wurde wirklich mal lustig agiert und neben all der sonst grottig-schlechten deutschen Komik eine Form von Humor verwendet, die ich Fitz hoch anrechne, denn dieser Film macht wirklich Spaß. Man hat zu lachen, man hat zu kämpfen, man fiebert mit und wird auf Wattewölkchen durch die endgültige Welt der beiden getragen, die nicht nur eine Überraschung in sich birgt.
Könnt ihr solche Regie-Konstellationen nicht einfach öfters aufstellen und somit dem deutschen Kino doch zu mehr internationalem Ruhm verhelfen? Denn wenngleich am Ende immer die Sympathie darüber entscheidet, ob wir einen Film gut finden oder nicht, so wurde hier doch etwas mehr Abstand von der obskuren Gedankenwelt Schweighöfers genommen und damit wieder ein gemeinsames Vielfaches in Sachen Schaufreudigkeit geschaffen.
Der Film ist immer noch deutsch, trägt deutsche Wurzeln und bandelt hier und da auch ein kleines wenig mit der Filmmentalität unseres Landes an, lässt dabei aber erfreulich viele negative Seiten dieser Filmweise hinter sich und eröffnet den Weg zu neuen Welten.
Ich hatte durchaus meinen Spaß und war nicht enttäuscht darüber, mir diesen Titel angesehen zu haben.
 

.kinoticket-Empfehlung: Lasst euch nicht davon abschrecken, dass Schweighöfer hier mitspielt: Die Zügel hat Florian David Fitz in der Hand und das ist gut so.
Denn nun schippert die Story wieder ordentlich durch die Zeit. Der Spannungsverlauf ist völlig in Ordnung, die Jokes sind teilweise echt richtig gut und auch das emotionale Gefühl, das jeder Film in einem auslösen möchte, gehört hier nicht zu schlechten Eltern.
Gerne weitermachen und mehr in diese Richtung produzieren. Reingehen lohnt sich auf jeden Fall.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, man darf also aufspringen und sich wieder der Normalität widmen.

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