6 Kommentare zu “Rings

  1. Wieso schreibst du Natascha Kampusch nicht aus?
    Weiß zwar nicht, ob man der Kritik folgen kann, wenn man den Film nicht gesehen hat, aber nach meinen harrschen Worten gestern kann ich dir heute nur zustimmen. (Auch wenn ich den Gag mit dem Kühlschrank nicht so ganz kapiere).

    Sei mir nicht böse, wenn ich dir hier häufiger contra gebe, aber ich halte dich für jemanden, der sich für Filme interessiert und auch Spaß daran hat, darüber regelmäßig zu schreiben. Daher würde ich es natürlich gerne sehen, wenn du auch textlich eine Stufe nach oben steigst und hoffe, dass du in meinen Anmerkungen nich nur Angriffe siehst, die du zu verteidigen hast, sonder sie als das wahrnimmst, wie sie gedacht sind: ehrliches Feedback, wie man es als Filmkritiker auch einem FIlm gegenüber aufbringt.

    Vielleicht nimmst du mich als Troll wahr, aber ich würde mich nie im Leben mit deinen Texten auseinandersetzen, wenn sie mich nicht interessieren würden, oder ich kein Potential darin erkennen könnte.
    Zudem gehört es bei Öffentlichkeitsarbeit dazu, sich mit dieser auseinanderzusetzen. Auch wenn am Ende du entscheidst, was du mit meinen Anmerkungen anfängst.

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  2. Weil mein größter Leitsatz hier im Blog „spoilerfrei“ heißt und bei dem Namen „Natascha Kampusch“ ausgeschrieben (der ja fast schon als „Wortbild“ wirkt und den man gar nicht mehr komplett lesen muss) das Bild der Geschichte dieser Frau vor dem geistigen Auge erstellt wird, dass hier absolut spoilernd verrät, was im Film gezeigt wird.

    Bei N. K. muss man wieder nachdenken, kommt vielleicht nicht drauf und „überliest“ es eher, und trotzdem kann ich sagen, was ich sagen will. In der Rohfassung hatte ich den Namen sogar ausgeschrieben, fand es beim Durchlesen dann aber doch zu spoilerhaft und habe es deshalb gekürzt.

    Na, ein offener Kühlschrank löst wohl kaum großartiges Entsetzen aus, was ein guter Horrorfilm allerdings tun sollte. Kommt man jetzt allerdings zurück in seine Wohnung und sieht, dass obwohl keiner zu Hause ist, der Kühlschrank auf einmal auf ist, könnte man evtl. doch Gänsehaut kriegen und sich fragen, ob hier Einbrecher waren oder dergleichen. Aber im Normalfall (beim Kochen z.B.) ist es alltäglich, dass der Kühlschrank mal offen ist und löst daher keinerlei Reaktion aus … kongruent zum Film. Kennt man gar keine Horrorfilme, könnte man sich hier schon an manchen Stellen schocken lassen, aber Genrekenner gähnen hier wohl nur müde (was mir auch 100% derer bestätigt haben, die den Film gesehen und sich hinterher mit mir darüber unterhalten haben).

    Ich hab es bei John Wick schon geschrieben und schreibe es hier gerne nochmal: Keine Angst. Ich bin dir weder böse, noch ärgere ich mich über dich oder sehe dich als eine Last an, sondern freue mich über den Gewinn, den du mit deinem Feedback in dieses Blog einbringst.

    Tatsächlich – ich liebe Filme und kenne viel zu wenige, mit denen ich mich darüber austauschen kann. Ich liebe Filme nicht nur, ich bin in sie vernarrt, seit ich sie entdeckt habe und komme davon nicht los. Und ich stehe mit diesem Hobby und dieser „Filmsucht“ in weiter Flur meines Alltags oft alleine rum und quassel halt hier im Blog vor mich hin nach dem Motto: Einfach mal rausschreien, vielleicht hört es ja jemand.

    Du hast es gehört und ich sage es nochmal: Hau mir ja nicht ab! Jemand wie du bringt endlich Leben in dieses Hobby, bringt neue Ansätze ein, reflektiert mit mir, redet mir nicht zombielike nach der Schnauze, sondern benutzt sein Gehirn, gibt mir Kontra und sagt ehrlich, was er denkt.

    Und Ehrlichkeit ist die von mir am meisten geschätzte Tugend, die viel mehr Menschen haben sollten als man so im Alltag erlebt.

    Und du machst es dir auch nicht einfach und schreibst so la la, sondern deine Kommentare haben Inhalt und genau das schätze ich.

    Ganz ehrlich? Viele Leser sagen mir: „Mann, du drückst dich immer so gewählt aus und du schreibst so gekonnt“ – das ist eines der mistgenannten Antworten, wenn ich frage, wie jemand einen Text von mir findet. Und ich denke mir dann immer: „Naja, wart ab, bis mal jemand kommt, der Sprache studiert hat oder sonstwie Kompetenzen in Sachen Schreiben, Bloggen etc. vorweisen kann, dann stinkst du direkt ab und kannst einpacken.“

    Wie also soll ich lernen, mich wirklich zu verbessern, wenn sich niemand traut, einfach zu sagen, wenn was unglücklich oder komplett für Arsch ist?

    In diesem Sinne: Ich nehme deine Hilfe, die textlich nächste Ebene zu erklimmen mehr als gerne in Anspruch.

    Und wie du selbst schon so schön gesagt hast: Wenn ich Probleme damit habe, dass jemand anderer Meinung als ich ist und damit nicht zurecht komme, dann wäre es falsch, in einem frei zugänglichen Blog solche Gedanken zu äußern.

    So long,

    willkommen im Blog und auf viele weitere, rege, konstruktive und unterhaltsame Gedankenaustausch-Konversationen in absehbarer Zukunft.

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  3. So, und gleich ein gewaltiger Einstieg von mir:

    Warum lässt den Absatz dann nicht ganz weg? Ich behaupte, dass der gesamte Textteil von niemandem verstanden wird, der den Film nicht gesehen hat. (Für wen schreibt man) Und wenn derjenige doch sofort an N. K. denkt, dann hast du ihn ja wieder gespoilert, was du vermeiden wolltest.
    Muss an dieser Stelle aber zugeben, dass ich mich bei meiner Kritik zu Rings in diesem Punkt auch nicht so leicht getan habe, weil ich direkt die Verbindung zu Don’t Breathe herstellen wollte, aber auch im Bezug auf einen kurzen Diskurs mit Wessels Filmkritiken habe ich davon abgesehen und einfach nur von weltlichem Hooro gesprochen, der nicht zur Serie passe. Auch nicht optimal, aber nicht ganz so geheimnisumwoben.
    Dass der Leser es überlesen soll, hmm… etwas einzubauen, dass mich Absicht nicht gelesen wird. Wobei du dir damit einen Leser wünscht, wie du ihn an anderer Stelle lieber nicht hättest, nämlich denjenigen, der sich keine Gedanken zu deinem Text macht. Für mich ist der Abschnitt zu kryptisch (und ich kenne den Film).

    Wenn du das mit dem Kühlschrank so erklärt, ergibt das Sinn, aber wer bitte soll das aus dem Satz in der Kritik rauslesen können? Entweder du verlangst viel von einem mündigen Leser oder ich bin einfach nur fernab deiner Realität beheimatet. Wer weiß.

    „Wie also soll ich lernen, mich wirklich zu verbessern, wenn sich niemand traut, einfach zu sagen, wenn was unglücklich oder komplett für Arsch ist?“

    Schöne Einstellung. Besonders damit verbunden, dass du nicht alles, was du von anderen hörst (auch von mir zum Glück nicht) für bare Münze nimmst.

    „genau dieses Gähn-Gen“
    Gerade hier hätte ich von dir erwartet, dass du nur „genau dieses Gähn“ schreibst. Ich bin enttäuscht.

    Mach auf jeden Fall weiter mit deiner Schreiberei, auch wenn ich dir irgendwann nicht mehr auf den Sack gehen werde und du wieder mit Lobeshymnen vorlieb nehmen musst ;)

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  4. Auch das hab ich überlegt, und grübele immer noch darüber nach, ob ich es noch rausstreichen soll… Aber in den E-Mails meiner Abonnenten ist es längst drin, von daher …

    Ja, ich weiß – unglückliche Situation, aber sie ist nunmal da und das unglückliche Gefühl im Text vereint sich dann beim Lesen mit dem unglücklichen Gefühl im Film beim Schauen und von daher passt es dann wieder. Finde ich.

    Danke für’s Feedback zum Kühlschrank, dann werde ich da in Zukunft etwas simpler schreiben. Du scheinst dieser Studierte zu sein, vor dem ich mein ganzes Leben lang Angst hatte, dass er mir mal über den Weg läuft … aber dein Vorname gefällt mir und so weit weg bist auch nicht, evtl. treffen wir uns ja wirklich mal auf ein Bier respektive „kühles Brausegetränk“ oder gehen gemeinsam in einen Film. Oder beides.

    Enttäuscht? Von diesem Zungenbrecher-Wort? Was in seinem Laut noch an das monotone Klopfen einer Maschine erinnert, die einschläfernde Geräusche macht was heutzutage sogar schon als App verkauft wird? ;-)

    Was soll das letzte heißen? Zu den literarischen Handschellen schiel…

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  5. Also wenn das eine Einladung war, dann gerne ;)

    Was einmal gelesen wurde, kann eh nicht mehr zurückgenommen werden. Also sei’s drum. Man lernt aus und nicht für die Vergangenheit.

    Ein offener Kühlschrank, wenn man nach Hause kommt… so hätte zumindest ich es eher kapiert. Aber dann fehlt der zweite Teil eines einfach so offenen Kühlschranks.

    Ich habe das nicht studiert, und bin auch niemand, der meint, dass irgendjemand etwas besser wisse, wenn er es studiert hat. Manchmal ganz im Gegenteil. Aber ich interessiere mich generell für Sprache und in diesem Zuge auch für Filmkritiken, bzw. Kritiken allgemein. Pressekritiken z.B. können so perfide gut geschrieben sein, dass du ihnen ihre Herkunft nicht anmerkst (außer, wenn du sie dort liest, wo man Pressekritiken eben vermutet.) Deswegen muss auch nicht alles richtig sein, was ich anmerke, bzw. kann für deine sonstige Leserschaft sehr verständlich sein. Ich spreche aus meiner Wahrnehmung heraus. Und habe trotz allem einen anderen Ansatz, wenn ich selbst schreibe, da man gerne aus vorgegebenen Mechanismen ausbrechen darf und auch hin und wieder sollte. Neues ausprobieren, kreativ sein, sich selbst ausleben.

    Naja, ich lese Kritiken generell nur noch, nachdem ich einen FIlm gesehen habe (und jetzt als Ausnahme auch mal zu deiner Streitschrift, da ich aus der Überschrift noch nichtmal erkannt habe, dass der FIlm so heißt). Nicht, weil ich mich der Kunst verschließe, sondern weil ich einen Film dann offener und unvoreingenommener genießen kann. Ich diskutiere gerne (aber wem sage ich das), aber über das Internet ist mir das manchmal zu mühselig und meine Zeit wird bald noch begrenzter sein.

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  6. Ja, das war eine Einladung.

    Ich lese auch grundsätzlich nichts mehr, weil fast überall gespoilert wird und ich nichts hasse, als wenn ich das Ende vorher ahnen kann. Also nur noch hinterher und dann selbst so schreiben, dass du selbst eben nichts spoilerst.

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