4 Kommentare zu “Vier gegen die Bank

  1. Muss sagen, dass ich den gar nicht so schlecht fand. Den Vergleich zu den Horrorfilm-Trailern finde ich etwas weit hergeholt, aber wenn du den schon langsam erzählt findest (was ich ab ca. Minute 20 komplett anders sehe), was sagst du dann erst zu den ganzen Arthouse-Krachern, in denen es während 90 Minuten erzählerisch nur sehr gemächlich vorangeht? Der Totmacher z.B., der u.a. von seiner Bedächtigkeit lebt

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  2. Ich hab nicht gesagt, dass langsames Erzählen an sich doof ist, sondern dass es in Verbindung mit den Erwartungen, die man als Zuschauer seitens des Trailers herstellt, unerträglich ist.

    Im Trailer vermittelt man den agentischen Run, sowohl bei den Wendungen und dem Erzähl-Speed, während im Film dann erstmal gemütlich vor sich hin plädoyiert wird, bis überhaupt erstmal was passiert.

    Dass große Vorbild (Bourne) ist unverkennbar, dort hat man aber durch Unkenntnis und Entdeckerdrang (zumindest in den ersten Teilen) auch immer für Anspannung in den Muskeln gesorgt, während hierbei alles quasi schon von Anfang an klar ist.

    Das Gesamtpaket der verschiedenen Faktoren führt dann zu dem Ergebnis, dass es sich alles unerträglich langsam anfühlt, auch wenn vielleicht doch hier und da etwas an den Geschwindigkeitszügeln gelockert wird, dadurch, dass vieles aber schier voraussehbar ist, kommt auch hier kein so wirklich epischer Rausch auf, sondern allenfalls eine gemütliche Fahrt.

    Ja, die Horrorfilmtrailer sind das erste, was mir durch den Kopf schoss, als ich den Trailer das erste Mal gesehen habe, auch wenn der Vergleich etwas weit hergeholt ist, finde ich, kann man das auch nicht mit Arthaus vergleichen, weil da offensichtlich ganz andere Regeln gelten (und gelten wollen), während hier – wie oben schon erwähnt – ja doch eher der bond’sche Stil aufgezogen werden und man bei den Big Playern mitspielen will. Und das geht meines Erachtens einfach in die Hose. Mir zumindest war nach den ersten 5 Minuten klar, was gespielt wird und ich habe dann einfach nur ausgesessen, abgehakt und mich tierisch gelangweilt dabei.

    Und das war bei Bourne eben anders. Es gibt Filme, die auch nicht sonderlich schnell erzählt werden und dennoch gut sind, neuestes Beispiel: Arrival. Da passt die Mischung zueinander, während sie bei Vier gegen die Bank irgendwo im nirgendwo verschwindet und halt einfach was da ist, dessen Sinn sich bis zum Schluss nicht so recht erschließt. Das erquickende Ende, was einen zufrieden von dannen schleichen lässt, hat mir jedenfalls gefehlt.

    Sei’s drum: Geschmäcker sind verschieden und ich habe noch nie einen Hehl darum gemacht, dass ich hier ausschließlich subjektiv meine Meinung äußere und bewusst gegen jede Rezensionsregel verstoße. Dafür ist Kino ja da – um nischenhaft immer die eine und die andere Gruppe zu unterhalten, damit die Filmvielfalt niemals ausstirbt. Und wenn mich dieser Film nicht glücklich gemacht hat, tun es dafür andere, die andere Kritiker wiederum nicht gut finden.

    Aber schön, dass man sich hier und da dann eben jetzt auch mal online darüber austauschen kann – in diesem Sinne ein viel zu spätes Willkommen im Blog :)

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  3. Hier fühle ich ich wohl, da ich endlich jemanden gefunden zu haben scheine, bei dem ich sehr oft anderer Meinung bin. Auf meinem Blog schreiben die Leute meist nur, wenn sie zustimmen.

    „dass ich hier ausschließlich subjektiv meine Meinung äußere und bewusst gegen jede Rezensionsregel verstoße“

    Woher hast du denn deine Rezensionsregeln? Denn meine oberste lautet, dass es keine objektiven Filmkritiken gibt und jeder Versuch, eine solche zu schreiben, nur in Konsensgebrabbel ausartet, das am Ende keinem hilft.
    Von dem her bekommst von mir nur ein „alles richtig“ zu hören. Obwohl (oder weil) ich hier fast komplett anderer Meinung bin. Der bessere Vergleich z.B. wäre für mich hier ganz klar Ocean’s Eleven.

    Das Willkommen nehme ich dankend an

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  4. Ach ich erinnere da nur zurück an die Schulzeit im Deutschunterricht: immer schön brav Inhaltsangabe, möglichst objektiv schreiben, blablabla ;-)

    Wobei ich sagen muss, es hat sich noch nie jemand über meine Kritiken beschwert, dass daraus hinterher schlechte Kinotage geworden wären. Ich finde es aber auch schön, wenn sich jemand traut, einfach mal seine Meinung zu äußern, auch wenn sie nicht ins Bild desjenigen zu passen scheint. Durch eben diese Vielfalt lebt unsere schöne Welt doch erst richtig, oder?

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