| wenn aus filmen leidenschaft wird

Batman Begins

Batman Begins - Filmplakat
© 2005 Warner Bros. Ent.

Ist es geil, oder was?

Kinder: Dieser Titel ist einfach mal fucking 15 Jahre alt … und läuft derzeit in den Kinos auf der Leinwand! Ich kann euch kaum beschreiben, was das für ein Gefühl ist, zurück in die Zeit geschleudert zu werden und dieses großartige Meisterwerk wieder durch die Säle brettern zu hören.

Christopher Nolans Batman-Trilogy ist etwas, das an Vollkommenheit kaum zu überbieten ist. Machen wir so weiter und verrecken eines Tages allesamt an unserer eigenen Dummheit und Uneinsichtigkeit und Äonen später kommen Außerirdische auf diesen Planeten und finden irgendwelche Relikte, dann braucht man ihnen eigentlich nur diese Filme vorlegen. Die enthalten die Essenz all dessen, was menschlich ist – im Guten wie im Schlechten.

Ich vergöttere Nolan für diese Werke – und kenne die Filme daher in und auswendig. Wer tut das nicht? Gefühlt jeder hat die drei Streifen in irgendeiner (oder mehreren) Form(en) zu Hause rumstehen und mit Sicherheit mehr als einmal gesehen.

Und doch ist es wahr: Wir hocken im Saal – im großen Kino – vor der großen Leinwand … und es läuft Batman Begins … ich fühl mich wie ein kleines Kind, dem man gerade offenbart hat, dass zukünftig 4x im Jahr Weihnachten gefeiert wird: Leute: GÄNSEHAUT!!!

Comicverfilmungen hin oder her – es gibt viel Scheiß, grade auch aus dem Hause DC in Kooperation mit Warner Bros. haut man in der Neuzeit oft keine so sensationellen Granaten raus … davon merkt man hier halt einfach mal rein überhaupt nichts.

Und jetz‘ sag einer, die Zwangspause war zu nichts gut: Es geht nämlich weiter, denn ab nächster Woche wird The Dark Knight und eine Woche drauf The Dark Knight Rises gezeigt und ich zitter jetzt schon vor Aufregung und Vorfreude.

Es gibt KEINE Ausreden, diese Woche irgendwas als Vorwand zu nutzen, um nicht eine der Event-Vorstellungen zu besuchen, um sich diesen Film wieder im Kino reinzuziehen: Spätestens dann merkt ihr, dass VoD und der ganze Home-Cinema-Bullshit einpacken können und die große Leinwand IMMER gewinnt.

DAS ist wahrhaftiges Kino ohne all die jammerläppigen Eigenschaften, die moderne Filme inzwischen so an sich tragen: die alte, unberührte Kunst, die ein Epos feiert, wie es das bisher kein zweites Mal gibt.

Allein die Tiefe der Batman-Saga, ihre Verwurzeltheit mit den tiefsten Urängsten und -instinkten der Menschheit ist einmalig und in meinen Augen hat Nolan genau das auf den Punkt gebracht. Seine Düsternis, diese von anderen hin und wieder kritisierte „Dunkelheit“, die eben nicht auf Humor und Tralala aufbaut, sondern sich gediegen wie ein kristallscharfes Schwert ungehindert durch deine Adern schiebt, ist genau mein Ding.

Ich feiere es, dass man nun (gezwungenermaßen) zu alten Mitteln greift, um die Menschen zurück ins Kino zu holen … und nicht die Kinos gewinnen, sondern ihr, wenn ihr die Chancen nutzt, denn dieses Ereignis ist mit Geld nicht aufzuwiegen.

Achja: CinemaxX z.B. bietet die Filme derzeit übrigens für 4,99 € an … wer da noch rumjammern möchte, dem ist tatsächlich auch nicht mehr zu helfen. Eben genau wie vor 15 Jahren – auch beim Preis.

.kinoticket-Empfehlung: ZIEHT EUCH DIESES EPOS REIN! So eine Chance kriegt ihr nicht wieder!

Nachspann: Die Musik, Leute! Diese unfassbare, eindringliche und beispiellose Musik … wer darauf verzichten möchte … bitteschön.

Kinostart: 16. Juni 2005

Original Title: Batman Begins
Length: 140 Min.
Rated: FSK 12


Knives Out – Mord ist Familiensache

© 2020 Leonine

Es muss nicht immer Agatha Christie sein, auch andere können gute Krimis erzählen und mit einem wunderbar professionellen, verwobenen Plot im Kino begeistern. Knives Out – Mord ist Familiensache ist nun schon eine Weile lang auf den Leinwänden zu sehen und hat bis heute noch nichts von seiner Attraktivität eingebüßt.

Herrlich verschroben mit immer neuen Türchen eröffnet sich hier puzzlehaft ein Rätsel, bei dem man mitraten und mitfiebern kann. In diese Richtung hätte ich mir übrigens The Gentlemen gewünscht!

Eine der treibenden PR-Kräfte ist selbstverständlich Daniel Craig, den ich als miesmuschelnden Bond-Charakter kennengelernt habe, der mehr mit „Mimimi“ beschäftigt war, als einfach seinen Job zu erledigen. Im Laufe der Zeit wanderten dann aber doch irgendwie alle CraigBond-Teile in meine Sammlung, weil die Sympathie so nach und nach durchgedrungen ist und ich ihn letztendlich als großartigen Schauspieler doch irgendwie mag.

Gleichsam betrachte ich ihn als PR-Coup in dieser Story etwas fehlbesetzt als Aushängeschild, da seinen Charakter irgendwie jeder hätte spielen können (was nicht heißt, dass er das schlecht gemacht hätte), aber es braucht nicht zwingend einen Daniel Craig, um diese Persönlichkeit im Plot darzustellen. Das ändert auch nichts an dem ansonsten hochkarätigen Cast, der durch die Bank weg hervorragende Schauspielarbeit abliefert und den Zuschauer hier mit Durchtriebenheit und Eleganz zu verblüffen weiß.

Wer also noch nicht das Vergnügen hatte, darf sich gerne in eines der Lichtspielhäuser verzupfen und diese Gelegenheit nachholen: Es ist definitiv kein Fehler, diesen Streifen auf der Leinwand gesehen zu haben.

.kinoticket-Empfehlung: Es muss nicht immer Agatha Christie sein, dieser Krimi ist mindestens genauso spannend und absolut hochkarätig besetzt – ein Spaß auf der Leinwand, den man sich gerne zu Gemüte führen darf.

Nachspann: Braucht man nicht zwingend ausharren, hier folgen keine weiteren Szenen.

Kinostart: 2. Januar 2020

Original Title: Knives Out
Length: 131 Min.
Rated: FSK 12


Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen

Die Heinzels - Rückkehr der Heinzelmännchen - Filmplakat
© 2020 TOBIS Film GmbH

Der Trailer schreckt einen tatsächlich total ab und man denkt sich bloß: Um Himmels Willen … bloß nicht! Aber ich kann euch sagen: Der Film ist gar nicht so doof, wie es auf den ersten Eindruck den Anschein macht.

Zielgruppe? Klar: Kids und Baby-Fraktion. Mit dem ZDF als eine der treibenden Kräfte im Hintergrund natürlich auch an gewissen Werten und Weltanschauungen interessiert, erzählt Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen eine durchaus brauchbare Geschichte, die die Nervigkeit vollkommen im Trailer belässt und im Film sehr viel sympathischer rüberkommt.

Auch wenn mich das Intro überhaupt nicht gepackt hat und ich mich dabei schon innerlich geohrfeigt, worauf ich mich hier eingelassen habe: Der erwartet quälende, quietschig-schrille Kinderklamauk blieb aus.

Tatsächlich stellt sich auch für Erwachsene dieses bislang unerklärte, süchtigmachende Gefühl ein, das man bei so manchen Handy-Games entwickelt, von denen jeder weiß, dass sie bescheuert sind, man aber dennoch nicht mit Spielen aufhören kann, weil einen irgendetwas daran fesselt.

Dieses quietschbunte, schrille Universum, in das man sich gefangen nehmen und im Verlauf der Spielzeit auch gut unterhalten lassen kann, wenn auch Plot-Twists und dergleichen an der üblichen German-Movie-Vorhersagbarkeit sterben: Zum „Kinder parken“ taugt der Film allemal und auch als Begleitperson kotzt man hinterher keine Einhornpisse im Strahl, sondern überlebt die Show.

Dennoch sprech ich hier mal keine „Yes, definitiv anschauen“-Empfehlung aus, sondern muss lernen, mich wieder konkreter zu artikulieren, weil ich mich in den vergangenen Monaten immer wieder mal ein wenig umgehört habe und dabei festgestellt, dass mir so manch einer einen etwas tatsächlich kruden Filmgeschmack andichtet, der so wirklich nicht ist. Aber dazu hört ihr dann in den kommenden Rezensionen wieder mehr 😉

.kinoticket-Empfehlung: Der Film ist wesentlich sympathischer als der Trailer rüber bringt, dennoch fährt man auf konservativer ZDF-Schiene und bleibt den „alten Werten“ treu. Die werden aber sehr kindgerecht und boshafts-befreit rüber gebracht und ermöglichen so, dass man auch als Erwachsener im Saal nicht sein Leben lassen muss 😉

Nachspann: Braucht man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 30. Januar 2020

Original Title: Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen
Length: 78 Min.
Rated: FSK 0


Besser Welt als nie

Besser Welt als nie - Filmplakat
© 2020 24 Bilder

In letzter Zeit beginne ich, darüber nachzudenken, was Menschen voneinander unterscheidet. Ganz im Speziellen im Bereich der alltäglichen Lebensgestaltung. Man kennt es: Das alltägliche Nörgeln darüber, dass wieder Montag früh ist, man auf Arbeit muss, müde, man keinen Bock hat und was weiß ich.

Die Frage ist: Warum hast du dann diesen Job? Warum hast du dieses Leben? Warum tust du dir das Tag für Tag wieder an und änderst nicht einfach etwas?

Da kommen dann die nächsten Sprüche: Geht doch nicht einfach so, man kann doch nicht, ich hab doch … ich weiß nicht … – im Allgemeinen alles „Ausreden“, wenn man so möchte, denn das argumentativ „bessere Leben“ scheint einem ja auch nicht zu gefallen. Stichwort: Montagsnörgeleien.

Ist der Mensch also dazu verdammt, zwischen Pest und Cholera zu wählen und am Ende dennoch zu sterben? Ich denke: Nein.

Ich persönlich gehöre nun auch nicht zu denjenigen, die man mit einem konservativ-einheitlichen Leben gleichsetzen kann und stoße sehr oft mit meiner Art des Umherreisens durch die Jahre meines irdischen Daseins auf vehementen Widerstand: Man kann doch nicht … Das geht doch nicht … aber ich tu es und mir macht es Spaß. Ich weiß, dass ich damit weit ab von Norm und Alltag bin und vieles „krass“ ist (und ich einige Dinge auf ihre Art auch „krass“ bezahlen muss), aber die Frage ist immer: Was ist am Ende besser? Wenn du auf deinem Sterbebett liegst und nur noch Gedanken da sind: Ach hätte ich nur? Oder wenn du aufgestanden bist und sagen kannst: Mann, was hab ich alles getan?

Ich hab herausgefunden, dass die Ideen und Wünsche von Menschen tatsächlich vielerorts bereits vorhanden sind und es an etwas ganz anderem scheitert: Dem ersten Schritt. Viele Menschen wüssten genau, worauf sie Bock hätten, was anders laufen müsste, damit ihr Leben ein schöneres wird, ihr Zufriedenheitslevel steigen würde und sie mit einem Lächeln aufstehen würden, weil egal geworden ist, welcher Wochentag nun kommt. Doch diesen Schritt tatsächlich zu gehen, ist für die meisten schier unmöglich.

Besser Welt als nie ist das Werk eines deutschen Kerls (der übrigens in der Nähe meiner Eltern wohnt), der eben diesen Schritt gemacht hat und einfach losgezogen ist um herauszufinden, was ihn glücklicher macht. Auf eine ganz besondere Art und Weise. Und ohne dafür vorher Profi geworden zu sein. Einfach tun.

Die gute Nachricht: Keiner von euch braucht seinen dösenden Untätigkeitsschlaf unterbrechen, den Bequemlichkeitscomfort-Bereich verlassen oder esoterische Ratgeber dafür studieren, sondern ihr müsst nur eines erledigen: Kinoticket lösen. Dann seid ihr schon dabei und könnt die Reise in ein neues Leben in voller Größe mit bewundern. Dennis Kailing schafft es, seinen Zuschauern aufzuzeigen, dass viele Dinge anders, manche aber auch gleich sind und hat sich durch diese Entscheidung zu einem unglaublich wertvollen Vorbild für alle gemacht, indem er aufzeigt, welche Schritte notwendig sind, um eingangs erwähnte Montags-Depressionen zu beenden.

Mein Allzeit-Spruch: „Reisen verändert dich“ gilt auch hier – und komischerweise auch für das Sichten des Films. Das Mitfiebern in jeder Minute gleicht mental eben genau jenem Reisen, weil hier so authentisch und liebevoll erzählt wird, dass es nach kurzer Zeit kaum mehr einen Unterschied macht, ob man tatsächlich dabei oder einfach nur im Kino hockt: Das Empfinden ist fast dasselbe und es reißt einen förmlich aus der Bequemlichkeit heraus.

Die sympathische Art, das Aufsaugen von neuen Impressionen, anderen Menschen, neuen Lebensweisen und Erkennen von Dingen, die uns alle miteinander verbinden, ist das, was Besser Welt als nie zu einem großartigen Werk macht: Eine Chance, viel Inhalt für vergleichsweise kein Geld zu bekommen. Nutzt sie!

Und bevor ihr euch fragt, wo genau das geht: Dieser Link dürfte hilfreich sein 😉

.kinoticket-Empfehlung: Mitreißend, erstaunlich, weltoffen und großartig gemacht: Ein Film, der ein leuchtendes Beispiel darstellt und offenbart, dass viele Menschen unzählige Chancen an sich vorbeiziehen lassen, ohne sie zu ergreifen. Lasst euch inspirieren und nutzt diese Möglichkeit, den Film im Kino eurer Wahl zu sichten.

Nachspann: Ich bleibe bei so etwas (bzw. generell) gerne sitzen, denn solche Projekte bedeuten einen unfassbaren Aufwand und viel Arbeit … und mehr darüber wird eben oft im Abspann erzählt, auch wenn hier keine weiteren Szenen enthalten sind.

Kinostart: 13. Februar 2020

Original Title: Besser Welt als nie
Length: 116 Min.
Rated: FSK 0


Die Känguru-Chroniken

© 2020 X Verleih

So, dann oute ich mich mal. Also: Mama, Papa, ich bin schwul … äh … Nein, das andere outen 😀

Ja, viele wissen, dass ich im Jahr 600-700 Kinovorstellungen locker wegstecke und die meisten verbinden das dann mit „Ja, der kennt eh alles.“ Stimmt (fast), hat aber einen entscheidenden Haken: Ich hab nicht mit 2 Jahren angefangen, 700 Kinofilme im Jahr zu schauen.

Vorher war ich also ganz normal (was Kinofilme betrifft) bzw. auch wieder eher unnormal, denn ich bin TV-los und Entertainment-frei aufgewachsen und kenne somit den ganzen Bullshit nicht, den man Kindern heutzutage einpflanzt.

Und ja, ich kannte auch lange Zeit viele Dinge nicht, die man den Menschen nach als Kinokritiker zu kennen hat. Star Wars – ewig nicht gesehen. Harry Potter? Bis heute immer noch nicht alle Teile geschaut (aber Gottseidank laufen die ja immer wieder im Kino). Der Hobbit? Einige sagen mir, ich hätte nichts verpasst, aber auch da hab ich meine Premiere noch vor mir. Game of Thrones? Nicht eine einzige Minute davon gesehen. Man kommt eben zu nichts, wenn man mit 700 Vorstellungen, reisen, fotografieren und ein bisschen Privatleben und Arbeit beschäftigt ist und sowas wie Schlaf will zwischendurch auch mal sein, also entfallen die studentischen Netflix-Serien-Abende dann einfach.

Und im Zuge dessen (und meiner entertainmentfreien Kindheit) fehlen mir auch viele Dinge, die für die meisten ganz normal sind. Kinderserien, berühmte „das hat doch jeder gesehen“-Sachen … und eben – um mal zum Thema zu kommen – auch die berühmten Hörspiele und Bücher der Känguru Chroniken. Yes, ich habe nicht eine Zeile davon je zu Gesicht bekommen und auch keines der hochgelobten und durchaus erfolgreichen Hörbücher jemals gehört.

Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich über diesen Film erst so spät schreibe: Ich habe recherchiert. Und zwar bei euch.

Im Kino ging’s mir ziemlich elend. Ich wollte nach 10 Minuten einfach aus dem Saal und dachte mir: Komm, lasst’s einfach, brechen wir das Experiment ab. Und das, obwohl ich mich erstaunlicherweise extrem gerne mit politischen Themen auseinandersetze und so manche fragwürdige Provokation durchaus liebe: Die hat in meinen Augen hier überhaupt nicht gezündet.

Ich kann jetzt nichts darüber aussagen, inwieweit man das Matching zwischen Buch und Film herstellen kann (die Bücher sind scheinbar Kurzgeschichten, sowas funktioniert meistens ganz gut) und der Film hat einen Überhang-Plot, indem man all die Dinge nun irgendwie zusammenklamüsert und hofft, dass am Ende etwas halbwegs gares dabei rum kommt.

Ist mittelmäßig gelungen, jedoch ist der Humor im Film absolut nicht meins, sondern einfach nur doof. Es ist unspannend, unwitzig, irgendwie ohne Biss und ich habe mir von vielen sagen lassen, dass sie die schlagfertigen Abtausche zwischen Protagonist und Viech ebenfalls vermissen.

Ganz ehrlich? Ich hab ne öffentliche Umfrage gestartet, und mir hat darin nicht ein einziger gesagt, dass er den Film gut fand. Was bedeutet das?

Aus genau diesem Grund hab ich die Umfrage gestartet: Ich konnte kaum glauben, dass der Erfolg dieser Werke (von dem ich tatsächlich selbst auch gehört hatte, also muss da was dran sein) im Kino so dermaßen abkackt, dass es wirklich niemand gut findet. Man brüstet sich presseseitig natürlich damit, unfassbar viele Besucher ins Kino gelockt zu haben (und jetzt natürlich noch mit einer tollen 3D-Einstellung… woooooow), aber ich stelle mal die wage Behauptung auf: Die Leute kamen, weil sie vom Erfolg der Bücher angelockt wurden und sehen wollten, was im Kino draus wird. Wäre ein zweiter Teil genauso erfolgreich wie dieser?

Selten hab ich mich so gelangweilt, war genervt über die übertrieben ins Klischee gepresste Art und hab darüber nachgegrübelt, was an dem Film nun irgendwie liebenswert sein könnte.

Ich hab auch mit anderen Brainstorming gemacht, um rauszufinden, was man daran evtl. positiv sehen könnte und uns sind folgende Dinge eingefallen:

  • Die Sprache ist authentisch. Man hört Dialekt (teilweise), man hat kein Theater-Sprech, man würde das Gesagte so dem Sprechenden auch abkaufen.
  • Einige Jokes waren nicht ganz schlecht, aber auch nur, wenn man sie aus dem Kontext rauszieht, was ich ja per se immer eher zu verhindern versuche.
  • Wenn man länger drüber nachdenkt und tiefer graben würde, könnte man durchaus etwas Tiefe und Geistreiches entdecken. Wäre das erst ein Film, würde ich sagen: Verkackt, macht’s nochmal oder einfach anders. Dafür gibt’s ja dann wohl die Bücher.

Yo, und sonst so? Andere haben sich auch aus dem Kino gewünscht, fanden es spaßbefreit und waren einfach nur gelangweilt… Also ging’s nicht nur mir so. Und da Kommerz ja meist bedeutet: „Es waren viele drin, also machen wir’s nochmal, weil uns nicht interessiert, warum sie drin waren“, heißt das wohl auch: Es wird einen Folgeteil geben. Dann vielleicht ja mit zwei 3D-Einstellungen… Mir ist’s egal.

.kinoticket-Empfehlung: Verzichtbar. Nicht witzig. Ohne Biss. Und irgendwie auch ohne Seele. Einfach nur da – und deshalb kann man sich das getrost schenken. Lest lieber die Bücher bzw. hört die Audiobücher und habt dabei dann wenigstens Spaß. Der Kinofilm ist Grütze.

Nachspann: Wenigstens das lohnt sich: Sitzen bleiben. Uuuuund: Sitzen bleiben. Bis ganz zum Schluss.

Kinostart: 5. März 2020

Original Title: Die Känguru-Chroniken
Length: 93 Min.
Rated: FSK 0


Sonic The Hedgehog

Sonic The Hedgehog - Filmplakat
© 2020 Universal Pictures International

Ich hab nun schon von einigen negative Kritik im Vorfeld über diese Verfilmung gehört … und ja, Spieleverfilmungen generell strugglen immer so ein bisschen vor sich hin und haben nie das Zeug, ganz große Kracher zu werden … bis heute.

Ich halte tatsächlich auch nicht so arg viel von Jim Carreys Humor und weiß, dass seine Art sehr speziell ist und man ihn entweder liebt oder hasst. Und auch über Julien Bam gibt es verschiedene Ansichten.

Dazu kommen noch jede Menge Kritikpunkte, die über das Design von Sonic – dem Maskottchen von SEGA – reingehagelt sind und weswegen man den Film nun tatsächlich immer wieder verschoben hat, bis er nun endlich das Licht der Welt erblicken durfte und inzwischen (wieder) auf den Leinwänden zu sehen ist.

Mein Eindruck? Wow!

Meine Stimmung war anfänglich tatsächlich leicht getrübt, weil ich dachte: Nun musst du dich wieder durch so eine quälende Verfilmung pressen, die irgendwas abfeiert, wovon die Realität nichts wissen will. Dazu noch die Kombination zwischen Animation & Realverfilmung, und oben genannte Punkte: Kann eigentlich nur schief gehen. Ist es nicht.

Die Story ist tatsächlich ganz witzig aufgezogen worden, das Design sieht hammerscharf aus und der Streifen verbreitet sofort wahnsinnig gute Laune im Kino. Der Takt (mein neues Lieblingswort :D) stimmt und man landet niemals in langer Weile oder Verdruss, sondern wird kontinuierlich durch den Plot gezogen und kann dabei wahnsinnig gute Szenen feiern, die in ihrer Aufarbeitung professioneller nicht hätten sein können.

Man vergisst, was man vorher über Bam dachte, Jim Carrey ist DIE Überraschung schlechthin – selten hat man ihm so angesehen, wie sehr er diese Rolle liebt und verkörpert: Ein wahnsinnig guter Spieler, dessen Schauspieltalent hier um Welten gestiegen ist: Zum ersten Mal hab ich an ihm tatsächlich absolut nichts auszusetzen gehabt.

Auch die Ideen und die hauchzarten Stränge seelischer Natur, die die Gefühlswelt anregen und dem Kinozuschauer etwas mit auf den Weg geben sollen, winden sich hier wunderbar in das Geflecht ein und vervollständigen den Film zu einem wunderbaren Ganzen.

Ganz ehrlich? Ich saß währenddessen oft im Saal und dachte mir: Wahnsinn, man kriegt hier viel zu viel für sein Geld. Die Action ist hart, der Sound bombastisch, die Optik schneidet in deine Augen und auch der Plot enttäuscht an keiner Stelle.

Ich muss dazu sagen, dass ich zwar damals auf dem Gameboy mit dem Vieh mal in Berührung gekommen bin, aus mir aber dennoch keine Zocker-Seele geworden ist und ich deshalb als Außenseiter spreche und eben keine Rückschlüsse auf die Gamer-Community ziehen kann. Aus dem Grund bin ich raus, was die angefochtenen Kritikpunkte diesseits angeht, sondern eben einfach nur ein dummer, unwissender Kinogänger, der von einer guten Story unterhalten werden will … und wurde.

Dieser Film hat richtig Spaß gemacht und steht seitdem für mich fast ganz oben auf der Liste der Filme, weswegen man sich wieder ins Kino aufmachen sollte.

.kinoticket-Empfehlung: Alle Kritik im Vorfeld hat scheinbar so dermaßen Früchte getragen: Sonic the Hedgehog ist für mich ein durchschlagendes Argument, tatsächlich wieder ins Kino zu rennen, denn der Film ist richtig klasse! Super Action, hochprofessionelle Umsetzung, wahnsinnig gutes Drehbuch und ein herausragend guter Jim Carrey sorgen hier für spitzenmäßige Unterhaltung und jede Menge Spaß. Reingehen!

Nachspann: Auf jeden Fall sitzen bleiben, es kommen noch einige Szenen.

Kinostart: 13. Februar 2020

Original Title: Sonic the Hedgehog
Length: 99 Min.
Rated: FSK 6


Takeover – Voll Vertauscht

TakeOver - Filmplakat
© 2020 Warner Bros. Ent.

Heiko und Roman Lochmann – vielen auch besser als Die Lochis bekannt – können inzwischen auf eine recht ansehnliche Karriere im medialen Business zurückblicken, die sie sich durch YouTube aufgebaut haben.

Zum Erfolgsrezept gehört auch, dass die beiden einigermaßen gut singen können und damit ihr Zielpublikum (kreischende Teenies im Vorjugend-Alter) sehr wohl erreichen. Nachdem man vor einigen Jahren bereits mit Bruder vor Luder ein klares Kinostatement abgegeben hatte und auf den damaligen „Wir machen jetzt auch Kinofilme“-Hype aufgesprungen war, kommen sie diese Woche mit TakeOver – Voll Vertauscht zurück auf die Leinwand und haben dabei auch einige nennenswerte Elemente im Gepäck.

Ich muss erwähnen, dass hier ganz klar ein sehr spezielles Publikum angesprochen wird und man die deutlichen Anzeichen dieses „YouTube-Lebens“ auch im Film jederzeit spüren kann. Die üblichen Sponsoren, ganz klares Product-Placement, Hinweise und eben alles, womit der Alltag von erfolgreicheren YouTubern gepflastert ist, sind auch im Film allzeit präsent und hinterlassen den ein oder anderen faden Beigeschmack. Aber sei‘s drum.

Und auch die familiäre Bruder-vor-Luder-Botschaft ist diesmal wieder vorne mit dabei, wenngleich der cineastische Einfluss (und damit die geschichtliche Erzählung) viel mehr im Vordergrund steht und man sich jetzt eben mehr aufs Schauspielern und weniger aufs „Geil, ich bin tatsächlich auf der Leinwand“ konzentriert. Natürlich kann man hier keinerlei internationale (oder nationale) Vergleiche heranziehen, mit denen sich der Film messen lassen könnte, sondern das Paralleluniversum, in dem manche YouTuber zu Hause sind, ist auch hier das Maß aller Dinge.

Dennoch kommt die Moral von der Geschicht‘ ziemlich gut ausgearbeitet und sehr unaufgeregt rüber – und das kann ich durchaus begrüßen. Nachdem sich die Kids an ihren „Idolen“ sattgesehen und genügend Bubis und Girlies bewundert haben, driftet man langsam in den emotionaleren Teil und arbeitet für ethische Weltansichten, die es tatsächlich wert sind, genannt und als Weisheit mit auf den Weg gegeben zu werden. Das nimmt dem üblichen „Mein Gott“-Gefühl, welches bei dieser Art Movies oft sehr schnell aufkommt, den Wind aus den Segeln und der übliche emporsteigende Unmut fließt relativ schnell in „Okay, gar nicht so schlecht“ über.

Ja, ich würde jetzt niemandem empfehlen, zwingend da rein zu rennen und sagen: Hallo, ihr verpasst was, wenn ihr das nicht gesehen habt … nein … aber ich sage: Es ist definitiv nicht so schlimm, wie man erwartet, sondern am Ende sogar ein klein wenig herzlich.

Dennoch: Der Einfluss dessen, worin die beiden Jungs aufgewachsen sind, ist überdeutlich zu spüren und auf eine Stufe mit „richtigen Kinofilmen“ sollte man seine Erwartungen hier auch nicht schrauben, dann ist auch dieser Plot durchaus erträglich.

.kinoticket-Empfehlung: McDonalds, Mercedes und kitschiges Klischeeleben … aber eben auch eine Vermittlung guter Werte und eine Moral, die sich sehen lassen kann. Ich selbst bin bei dieser Generation schon wieder out, aber wer weiß: Vielleicht lässt sich für die Zukunft ja doch noch einiges retten. Kein Meilenstein, aber auch nicht die Enttäuschung, die man erwartet hätte.

Nachspann: Nach der Abblende auf die Endroll braucht man nicht weiter warten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 2. Juli 2020

Original Title: TakeOver – Voll Vertauscht
Length: 87 Min.
Rated: FSK 0


News: Aktuelle Gratis-Angebote im ICE der DB (Stand: Juli 2020)

ICE Szene in München Pasing
© 2020 https://www.kinoticket-blog.de

Folgende Angebote stehen im Juli 2020 zur Auswahl

Top-Filme

Jumanji – Willkommen im Dschungel
Sherlock Holmes
Percy Jackson – Diebe im Olymp
Invictus – Unbezwungen
Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
Avatar – Aufbruch nach Pandora
Männerherzen
Nie wieder Sex mit der Ex

Joyn Originals

Diese werden nicht vollständig angeboten, sondern enthalten jeweils ausgewählte kostenfreie Episoden. Wer die kompletten Staffeln sehen möchte, benötigt hierfür eine JoynPlus-Mitgliedschaft.

Ma Pa
Check. Check
jerks.
Slavik – Auf Staats Nacken
Dignity
The Entertainers
Frau Jordan stellt gleich
Die Läusemutter
Singles‘ Diaries

Top-Serien

Diese werden nicht vollständig angeboten, sondern enthalten jeweils ausgewählte kostenfreie Episoden. Wer die kompletten Staffeln sehen möchte, benötigt hierfür eine JoynPlus-Mitgliedschaft.

The100
The Big Bang Theory
Eine wie Alaska
Atlanta Medical
The Orville
What we do in the Shadows
9-1-1
The Gifted
Genius.

TV-Highlights

Diese werden nicht vollständig angeboten, sondern enthalten jeweils ausgewählte kostenfreie Episoden. Wer die kompletten Staffeln sehen möchte, benötigt hierfür eine JoynPlus-Mitgliedschaft.

The Voice of Germany
Queen of Drags
BIG!
Joko & Klaas gegen Pro7
Die Martina Hill Show
The Voice Senior
Alle gegen 1
Mord mit Ansage

Wissenswertes

Mythos Megalodon – Das Geheimnis des Urzeit-Hais
Naturwunder Costa Rica
Teleskop Blick ins Universum
Indien – Wildes Paradies
Into the Blue Hole – Expedition in unbekannte Tiefen
Die Tierwelt Patagoniens
Project C.A.T. – Eine Zukunft für Tiger
Giant Sharks – Hai-Expedition vor Kuba

Für die Kleinen

The Spectacular Spider-Man
Teen Titans Go!
Be Cool Scooby-Doo!
New Looney Tunes
The Tom und Jerry Show
Dorothy und der Zauberer von Oz
Friends
Thomas & Friends


Suicide Tourist – Es gibt kein Entkommen

Suicide Tourist - Filmplakat
© 2020 DCM Film Distribution GmbH

Der Titel lässt einen erst einmal total sprachlos zurück: Nach Suicide Tourist dauert es eine Weile, bis man seine Worte wiederfindet. Ein Anzeichen dafür, dass dieses Werk tatsächlich absolut gelungen ist und mit erzählerischer Poesie ein Feld durchpflügt, das in vielen Menschen Atemstockungen hervorruft und sehr kontroverse Diskussionen auslöst.

Das Feld ist nicht einfach. Die Art und Weise, mit der Regisseur Jonas Arnby hier seine Gedanken zur Ordnung gebracht und alles in einer fantastisch stimmigen und den Zuschauer tief ins Herz treffenden Story verpackt hat: Großartig! Man spürt, dass sich die vier Jahre intensive Recherche und Arbeit, die hinter diesem Drehbuch stecken, tatsächlich ausgezahlt haben.

Im Kino ist man ja grundsätzlich darauf aus, Stories zu erzählen, die den Zuschauer irgendwie befriedigen und zumindest dafür sorgen, dass keiner sein Geld zurück verlangt. Ich würde sagen: Suicide Tourist geht noch viel viel weiter. Es ist keine Geschichte, sondern irgendwie alles … und gleichzeitig nichts, auf das man die Thesen und Ideen, Gedanken und Emotionen haften könnte. Der Film ist nicht politisch, gleichzeitig aber sehr zielführend bei der Erörterung von Fragen, auf die bis heute keine allumfassenden Antworten gefunden wurden … und möglicherweise auch nie gefunden werden.

Ich persönlich finde das Thema auch schwierig, sich darüber auseinanderzusetzen, wenn man selbst nicht betroffen ist, niemanden kennt, der betroffen wäre bzw. in irgendeiner Weise damit in Berührung käme. In diesem Fall kommt nämlich meist nur blödes Geschwätz aus dem eigenen Mund und sollte dann durch üble Umstände tatsächlich der Fall eintreten, der einen in die Nähe solcher Entscheidungen treibt, ändern sich ganze Weltanschauungen auf einmal binnen Sekunden.

Ich finde, genau dieses Dilemma wurde durch diesen Film herausragend exkludiert, indem man sich fern jeder aggressiven Stimmungsmache aufhält und dem Zuschauer viel mehr einen berauschenden Trip liefert, der einen seelenwohl einlullt und ihn in eine gewisse „Wellness-Trance“ führt, aus der man sich nur sehr schwer wieder erholt.

Der zarte, aber bestimmte Druck wird mit zunehmender Zeit nicht unerträglicher, aber schwerer. Es kommen zu keiner Zeit Hassgefühle hoch, sondern man wird vielmehr in seinen Gedanken begleitet und zu anderen Zielen geführt, ohne dabei jemanden zu enttäuschen. Tod durch Erholung?

Es fällt mir schwer, dieses – durchaus positive – Gefühl irgendwie in Worte zu kleiden, dass dieser Film auslöst. Ich kann euch nur eins sagen: Geht ins Kino und schaut ihn euch dort an: Ihr werdet es auf gar keinen Fall bereuen.

.kinoticket-Empfehlung: Ein berauschender Trip, der die Seele in ihrem Innersten angreift und dessen bestimmtes Ziel dabei ist, dich nicht zu verletzen: Hochkarätig erzählt, intensiv recherchiert und durchdacht auf einem so soliden Fundament, dass selbst Kritikern wie mir die Spucke weg bleibt, um das zu beschreiben. Durch und durch gelungen – sollte man auf jeden Fall gesehen haben!

Nachspann: Hat keine weiteren Bilder oder Szenen, vielleicht braucht man aber die Zeit, um wieder runter zu kommen … also geht’s easy an.

Kinostart: 2. Juli 2020

Original Title: Selvmordsturisten
Length: 90 Min.
Rated: FSK 12


Meine Freundin Conni – Geheimnis um Kater Mau

Meine Freundin Conni - Filmplakat
© 2020 Wild Bunch Germany

Was ist das deutlichste Anzeichen, dass die Welt vollkommen verrückt geworden ist?

Wenn der Rebell sich nach Normalität sehnt und sich wünscht, alles wäre wieder beim Alten.

Genau so fühlt es sich an, wenn man gedankenversunken im Kino sitzt und sich Meine Freundin Conni ansieht. Irgendwie ist dann genau das eingetroffen: Alles auf Anfang.

Die Welt ist wieder normal. Alles ist wieder gut. Kinder erleben wieder eine normale, gesunde Welt (und das mein ich nicht im Hinblick auf Konservativismus), in der man lachen, spielen und den alltäglichen Abenteuern nachgehen darf, ohne dabei von irgendjemand verurteilt zu werden.

Kein Massensterben. Keine Tragödien. Kein Hass oder menschenverachtende Missstände.

Einfach nur das ganz normale, heilsame und behutsame Leben eines völlig unmisshandelten Kindesgeists.

Und glaubt mir: Jaaaa, das tut gerade so dermaßen gut, das glaubt ihr gar nicht.

Und dafür wurde auch von den Machern auf alles geachtet. Selbst der Zeichenstil schmiegt sich mit zärtlichen, warmen Farben um deinen Geist und gibt keine verstörenden Signale oder andere aufbrausende Unmöglichkeiten von sich, sondern bewahrt diesen Frieden, ohne dabei das Abenteuer durch altbackene Einstellungen niederzuknüppeln.

Ton- und Geräuschemacher desgleichen: Auch hier haucht man sanfte Klänge, niedliches Miauen und wohlwollende Stimmlagen durch die Soundkanäle, die auf die schönen Merkmale des Lebens hinweisen und unterschwelliges Glück und Zufriedenheit proklamieren, statt Tod und Verderben.

Conni dürfte selbst uns Erwachsenen als Marke im Kindersegment bekannt sein – und es gibt ja inzwischen auch genügend Satiren diesbezüglich und so manch einem mag deshalb vielleicht davor grauen, genau das jetzt auch noch im Kino sichten zu müssen, weil die lieben Kleinen da rein wollen: Ich kann euch beruhigen. Es ist wie eine Zeitreise zurück in eine Ära, in der noch nichts kaputt war.

Lehnt euch zurück, atmet einmal tief aus, schließt eure Augen und sagt ganz leise einmal kurz „Danke“ und dann genießt diese wunderbare Story und den sanften Hauch von vitalem Leben ohne irgend einen Kratzer. Zumindest auf der Leinwand darf ja wenigstens einmal alles einfach nur in Ordnung sein.

.kinoticket-Empfehlung: Wunderschöne Ambitionen, warmer Zeichenstil, angenehme Tonlagen und herzumschmeichelnde Elemente lassen den Geist zurück in eine Zeit streifen, in der die Welt noch völlig in Ordnung war: Genießen wir dieses Juwel, indem wir ein einziges Mal für etwas mehr als eine Stunde einfach alles da draußen abstellen und uns an der ganz normalen Normalität erfreuen. Daumen hoch!

Nachspann: (ich schätze, man braucht ihn nicht abwarten, der war bei der Pressevorführung noch nicht ganz final ;-))

Kinostart: 2. Juli 2020

Original Title: Meine Freundin Conni – Geheimnis um Kater Mau
Length: 76 Min.
Rated: FSK 0